Was für ein Tag!
Bei strömendem Regen sind wir morgens in der Werkstatt angekommen, außer uns waren nicht nur der Chef, sondern auch das erwartete Ersatzteil da und so sind wir schleunigst mit dem anderen Wagen ins Stadtzentrum gedüst, um in der Fußgängerzone die Versicherungsdoppelkarte zu besorgen und danach erst das eine und dann das andere Auto umzumelden.
Die Dame von der Versicherung gehört nicht unbedingt zu den Frühaufstehern, sie war auch noch nicht wirklich ganz da, sondern nur körperlich anwesend und ihr PC lag noch gänzlich im Nachtschlaf. Dafür waren aber alle, die in der Umgebung der Kreisstadt wohnen und morgens nicht wirklich wissen, wozu dieser Tag gut sein soll, bereits vollzählig in der Zulassungsstelle versammelt – mit anderen Worten: Es war da proppenvoll! Außerdem haben auch öffentlich Bedienstete ein Anrecht auf Pausen und so bewegte sich eine geschlagene halbe Stunde gar nichts mehr auf der Anzeigentafel der Wartenummern.
Dafür war mein Auto inzwischen fertig; die Werkstatt klingelte verabredungsgemäß durch und verkündete die frohe Botschaft einer nagelneuen Abgasuntersuchung und, damit wir nicht im Freudentaumel versinken, fügte man noch hinzu, bei der Reparatur hätte sich ein kleines Problem ergeben, was wir nachher unbedingt besprechen sollten.
Nun hatte ich gestern schon gelernt, dass unproblematische Dinge sich auf ca. 400 € belaufen und konnte mir deshalb ausrechnen, was KLEINE Probleme kosten *stöhn*!
Da die Abfertigung immer noch ziemlich zähflüssig war, sind wir schon mal los und haben die begehrte AU-Bescheinigung, den KFZ-Schein und die alten Kennzeichen meines Autos abgeholt – die Problembesprechung wurde auf später vertagt, unsere Vorfreude war kaum noch zu steigern und den bedenklichen Gesichtsausdruck des Monteurs verdrängten wir einfach *hüstel*.
Glück im Unglück, wir kamen im Amt gerade noch rechtzeitig an, um unsere vorher gezogene Wartenummer auf dem Display aufleuchten zu sehen und schnell in das entsprechende Zimmerchen schlüpfen zu können, bevor der nächste Gong ertönte, der uns erneut in die Warteschleife befördert hätte.
Jetzt hatten wir also erstmal Zeit , konnten gleich beide Ummeldungen in einem Rutsch erledigen und uns sogar noch besondere Kennzeichen aussuchen. Die alten werden zukünftig irgendwo unseren Keller schmücken und uns an diesen herrlichen Tag erinnern…
Nachdem mein Schatz die Neuerwerbungen, die auch nicht gerade preiswert waren, am Auto montiert hatte, ging es wieder zurück zur Werkstatt (Ihr erinnert euch? Das KLEINE Problem wartete da noch auf uns!).
Nun, dieses entzückende Problem war eine gelockerte Steuerkette, die den Mechaniker zu der Aussage veranlasste: „Ich würde mit dem Wagen ja nicht mehr fahren!“, so total beruhigt versuchten wir dann, den Pfad zwischen dem Notwendigen und dem Machbaren zu finden. Da ich am Wochenende noch Termine habe und das Auto DOCH fahrsicher ist, könnt ihr jetzt mal raten, wohin uns unser Weg in der nächsten Woche führt…
BINGO! Wir sehen uns in der Werkstatt wieder! Der Chef ist übrigens echt nett und hat sie auch noch alle.
SO, das war der zweite Teil und ich hoffe, er findet keine Fortsetzung dieser Art, denn wir und unsere Autos sind jetzt echt eingemeindet und ordnungsgemäß angemeldet.