Geschriebene Gedanken

31.12.2007 um 12:40 Uhr

Schon wieder Silvester

 

Ein Jahr ist rum, ein ganzes Jahr!

Diesmal ist die Zeit geflogen, denn für uns war hier alles zum ersten Mal: Ostern, Geburtstage, der Sommer, der ziemlich verregnet war, Herbsttürme über dem platten Land, ein trüber November, der seinem Ruf gerecht wurde, die Advents- und Weihnachtszeit, alles erstmalig, manches einmalig.

 

Sind wir im vorigen Jahr um diese Zeit noch über die Autobahn gesaust, um rechtzeitig zur Begrüßung des Neuen Jahres im alten Zuhause zu sein, das schon auf das Einpacken und Verfrachten nach Norden wartete, sind wir diesmal einfach zu Hause.

 

Ich war so viel unterwegs wie nie zuvor, habe einen neuen Job angefangen, mein erstes Buch bei einem Verlag untergebracht (ja, Vertrag ist schon unterschrieben *freu*!) und bereite mich, kräftig unterstützt von meinem Schatz, auf die nächsten Seminare vor.

 

War es noch vor wenigen Monaten ein Aufbruch ins Ungewisse, skeptisch beäugt und begleitet von unserem Umfeld, sind wir (fast) schon wieder in der Normalität angekommen, alles ist anders, aber uns ist es gerade recht so.

 

Ein aufregendes Jahr war das!

 

Vorsätze für das nächste habe ich nicht, aber Pläne, von denen ich hoffe, dass sie sich verwirklichen lassen – vielleicht nicht ganz so reibungslos, wie der Einstieg hier geklappt hat, aber getragen vom gleichen Geist und fest verankert auf unserer Zweisamkeit, die wir hier ausleben und vertiefen konnten. Rund um die Uhr zusammen arbeiten und leben – das ist für Viele unvorstellbar, für uns ist es ein Segen.

 

Ich bin gespannt auf die nächsten Monate und gehe voller Vorfreude und Neugier über diese Jahresschwelle. Das war nicht immer so – nur allzu gut erinnere ich mich noch an den Grusel, den der Silvestertag in mir ausgelöst hat, weil es niemanden gab, mit dem ich voller Wonne um Zwölf auf eine Zukunft anstoßen konnte und wollte. Stille Stunden, die nicht selbst gewählt und gewollt sind, können quälend sein. Bei all dem Trubel, den man mit Silvester verbindet, spürt man deutlich eine vorhandene Leere und eine bedrückende Einsamkeit, wenn das gewünschte, erhoffte, geliebte Gegenüber fehlt.

All denen, die diesmal so einen Jahresabschluss vor sich haben, wünsche ich von Herzen, dass das Neue Jahr ihnen mehr Glück, Erfüllung, Liebe und Freude bringt!

Und denen, die davon schon in diesem Jahr viel genießen durften, wünsche ich, dass es ihnen erhalten bleibt!

 

Kommt gut „rüber“!

26.12.2007 um 19:04 Uhr

Weihnachten in Piepenholm

 

Unser erstes Weihnachten auf dem Lande, in aller Stille. Gerade zur Weihnachtszeit merkt man deutlich, dass hier die Uhren anders gehen als in der hektischen Großstadt, in der vor den Feiertagen alles wuselt und quirlt.

Es fing mit dem Kauf des Weihnachtsbaumes an. Direkt hier in unserem winzigen Nest haben wir ihn erworben, bei einem Spaziergang und das gute Stück wurde auch noch frei Haus geliefert. Ich hab mir mal vorgestellt, wie das in Berlin wäre, wenn man nur fragen würde, ob sie den Baum auch liefern … kostenlos, versteht sich!

Nun steht der Baum, prächtig geschmückt, in der geöffneten Flügeltür zwischen Wohn- und Esszimmer, damit wir ihn auch immer im Blick haben. Sooo einen großen Baum hatten wir beide noch nie! Dass sich unser jeweiliger Weihnachtsbaumschmuck prima ergänzt hat, wundert mich schon gar nicht mehr *lach*.

 

Heiligabend stand diesmal im Zeichen der Zweisamkeit, denn die Familie war ja in Berlin und Reisen zu den Feiertagen war diesmal nicht angesagt. So schimmerten denn viele Kerzen mit einigen Sehnsuchtstränchen um die Wette und die Telfondrähte glühten, allerdings erst nach dem Essen und den Bescherungen.

Unser gemeinsamer Abend war lang und gemütlich. Da es hier auch keine Zwangsbeschallung mit Weihnachtsmusik in den Läden gibt, haben wir die Weihnachtslieder aus dem Radio wirklich mal genießen können. Der erste Feiertag war schon lange angebrochen, als wir schließlich ins Bett gegangen sind.

 

Nach dem Frühstück haben wir uns dann über das biografische Weihnachtsrätsel des Berliner Tagesspiegel hergemacht, dem Internet sei Dank, denn so kam nicht nur das Rätsel direkt ins Haus, sondern wir haben auch die Lösungen gefunden.

 

Die FeierTage klingen hier jetzt in Ruhe aus, heute ist Gammeltag, Resteessen und Faulenzen angesagt. Im Neuen Jahr kommen dann die Töchter zu Besuch und die Freude darauf ist gewaltig und gegenseitig!

 

Stille, besinnliche Stunden, die geschmückten Räume und eine harmonische Stimmung; dazu Geschenke, die zwar nicht die Wirtschaft angekurbelt, aber das Herz erwärmt haben; ein gelungner Festtagsschmaus (die unvermeidliche und von mir heiß geliebte Weihnachtsgans) als Umrahmung: So war/ist unser erstes Weihnachten in Piepenholm!

 

Die Wünsche für ein schönes Weihnachtsfest haben sich also alle erfüllt.

24.12.2007 um 14:49 Uhr

Fröhliche Weihnachten!

Fröhliche Weihnachten, wirkliche FeierTage voller Wärme und Geborgenheit im Kreise Eurer Lieben! Gemeinsamkeit und Geschenke, die von Herzen kommen wünsche ich Euch allen 

DHL

15.12.2007 um 14:22 Uhr

AusGeschildert

 

Unterwegs in wundervollen Landschaften, in denen nach jeder Wegbiegung Aussichten auf Berge und liebliche Flusstäler zum Weitergehen verlocken, stoßen wir ständig auf Hinweisschilder.

Sie enthalten keine Informationen über das Dahinter; sie stehen einfach nur da und versperren uns den Weg. Keine Werbung für den Besuch der nächsten Ortschaften, keine Touristenattraktionen, einfach nur Verbote, die uns einschränken und uns Erlebnisse, Erfahrungen und Einsichten verbauen.

 

Das gehört sich nicht!

Das ist arrogant!

Das ist egoistisch!

Das kannst du nicht!

Dafür bist du nicht gut genug!

Das ist keine Liebe!

Da musst du durch!

Das war schon immer so!

 

Die Liste ließe sich beliebig lange fortsetzen und am Ende steht der Klassiker: SO ist das Leben!

 

Wer hat diese Wegweiser eigentlich aufgestellt?

Waren es tatsächlich Weise, die sich diese (Er-)Kenntnisse an den Schuhsohlen abgelaufen haben und nun den Nachfolgenden behilflich sein wollen, nicht an den gleichen Stellen zu stolpern oder ins Unglück zu rennen?

Oder versucht man auf diese Weise, Menschen zu führen und zu lenken, damit sie sich nicht auf ein Gelände begeben, das man selbst nie zu betreten wagte?

 

Manchmal trifft man die Leute, die so fleißig damit beschäftigt sind, die Verbotsschilder überall aufzubauen, sie zu erneuern und ihre Schrift größer, heller und auffälliger zu machen, zufällig bei dieser ziemlich schweißtreibenden Arbeit. Sie haben anscheinend Lieblingsorte, an denen sie besonders viele Pfähle eingerammt haben – man bräuchte nur ein paar Latten dazwischenzusetzen und dann wäre die Welt (wieder) wie mit einem Bretterzaun vernagelt. Sie selbst kommen gar nicht mehr dazu, neue Wege zu beschreiten oder zu erkunden, weil sie ständig darauf achten, dass keiner die ausgetretenen Pfade verlässt und damit ihre Gebote missachtet.

Die Wegweiser stehen an Kreuzungen, aber sie sind nur einseitig beschriftet, sie bieten keine Alternativen, lassen keine Wahl und sie begründen nichts. Niemals stehen sie direkt vor einem Abgrund, wo sie wirklich hilfreich und unterstützend wären, sondern immer meilenweit davor. Sie weisen immer nur in eine Richtung und wenn man ihnen folgt, bewegt man sich unermüdlich im Kreis.

 

SO soll das Leben sein?

10.12.2007 um 18:01 Uhr

Ich war dann mal weg ...

 

Das Telefon stand nicht mehr still und meine PC-Tastatur ist beinahe heißgelaufen – so waren die letzten Tage für mich, in denen die Vorbereitungen zu meinem ersten Seminar auf Hochtouren liefen.

Es folgten danach drei wundervolle Tage in Hamburg, die jede, also wirklich JEDE Mühe belohnt haben: Zufriedene Teilnehmer, die sich auf das nächste Modul freuen und es nicht bereut haben, sich an ihrem Wochenende nicht auf die Couch gelegt zu haben; eine tolle Zusammenarbeit zwischen uns Trainerinnen, die meist wortlos und durch Blickkontakt funktionierte. Super!

Unser Publikum haben wir am Anfang mit einer weihnachtlichen Kaffeetafel begrüßt, damit man erst einmal Fühlung untereinander aufnehmen konnte – und „schwupps“ gab es Kontakte rundherum und alle waren miteinander im Gespräch. Mein Wunsch für diese drei Tage, dass wir wirklich als Gruppe die schlichten Veranstaltungsräume verlassen, dass sich ein echtes Wir-Gefühl entwickeln würde, wurde voll erfüllt. Alle haben sogar beim Einpacken und Zusammenräumen mit Hand angelegt, weil WIR doch auch noch miteinander Essen gehen wollten.

Also sogar den Sonntagnachmittag haben alle noch ans Bein gebunden, um auch einen angenehmen Ausklang zu erleben.

 

Unser Feedback am Ende war, dass es allen Spaß gemacht hat und wir eine Atmosphäre geschaffen haben, in der man offen und vertrauensvoll miteinander lernen und arbeiten konnte. Wir wirkten beide wie zwei alte Hasen, die aber kein Routineprogramm abgespult haben, sondern kompetente und individuelle Arbeit geleistet haben.

Herz, wat willste mehr?!

Nee, besser hätte es nicht laufen können und für den Start eines neuen Projektes war das Klasse!

Für die nächste Runde gibt es noch jede Menge Arbeit, aber das Erlebnis des ersten Wochenendes beflügelt mich regelrecht.

 

Jetzt hoffe ich, dass ich auch hier mal wieder häufiger in Erscheinung treten kann und werde mich erstmal bei meinen Favos wieder einlesen und die eingetrudelten Kommentare beantworten.

 

Liebe Grüße in die Runde!