Schon wieder Silvester
Ein Jahr ist rum, ein ganzes Jahr!
Diesmal ist die Zeit geflogen, denn für uns war hier alles zum ersten Mal: Ostern, Geburtstage, der Sommer, der ziemlich verregnet war, Herbsttürme über dem platten Land, ein trüber November, der seinem Ruf gerecht wurde, die Advents- und Weihnachtszeit, alles erstmalig, manches einmalig.
Sind wir im vorigen Jahr um diese Zeit noch über die Autobahn gesaust, um rechtzeitig zur Begrüßung des Neuen Jahres im alten Zuhause zu sein, das schon auf das Einpacken und Verfrachten nach Norden wartete, sind wir diesmal einfach zu Hause.
Ich war so viel unterwegs wie nie zuvor, habe einen neuen Job angefangen, mein erstes Buch bei einem Verlag untergebracht (ja, Vertrag ist schon unterschrieben *freu*!) und bereite mich, kräftig unterstützt von meinem Schatz, auf die nächsten Seminare vor.
War es noch vor wenigen Monaten ein Aufbruch ins Ungewisse, skeptisch beäugt und begleitet von unserem Umfeld, sind wir (fast) schon wieder in der Normalität angekommen, alles ist anders, aber uns ist es gerade recht so.
Ein aufregendes Jahr war das!
Vorsätze für das nächste habe ich nicht, aber Pläne, von denen ich hoffe, dass sie sich verwirklichen lassen – vielleicht nicht ganz so reibungslos, wie der Einstieg hier geklappt hat, aber getragen vom gleichen Geist und fest verankert auf unserer Zweisamkeit, die wir hier ausleben und vertiefen konnten. Rund um die Uhr zusammen arbeiten und leben – das ist für Viele unvorstellbar, für uns ist es ein Segen.
Ich bin gespannt auf die nächsten Monate und gehe voller Vorfreude und Neugier über diese Jahresschwelle. Das war nicht immer so – nur allzu gut erinnere ich mich noch an den Grusel, den der Silvestertag in mir ausgelöst hat, weil es niemanden gab, mit dem ich voller Wonne um Zwölf auf eine Zukunft anstoßen konnte und wollte. Stille Stunden, die nicht selbst gewählt und gewollt sind, können quälend sein. Bei all dem Trubel, den man mit Silvester verbindet, spürt man deutlich eine vorhandene Leere und eine bedrückende Einsamkeit, wenn das gewünschte, erhoffte, geliebte Gegenüber fehlt.
All denen, die diesmal so einen Jahresabschluss vor sich haben, wünsche ich von Herzen, dass das Neue Jahr ihnen mehr Glück, Erfüllung, Liebe und Freude bringt!
Und denen, die davon schon in diesem Jahr viel genießen durften, wünsche ich, dass es ihnen erhalten bleibt!
Kommt gut „rüber“!
