Geschriebene Gedanken

31.01.2008 um 13:36 Uhr

Unfassbar

Es ist ein gutes Jahr her, da saß ich an einem sonnigen Herbsttag einem Menschen gegenüber, den ich durch die gemeinsame Arbeit kennen gelernt hatte.

Ein Rheinländer wie aus dem Bilderbuch: Fröhlich, stets gut gelaunt und immer geschäftig. In der Nähe von Köln hatte er ein Restaurant und er war die Seele dieses Geschäfts – ob es um die Organisation großer Firmenfeiern ging oder die kleinen Alltagssorgen, die man am besten bei einem oder mehreren Kölsch bespricht, er war der richtige Mann dafür.

Wir haben ihn auch in stillen Stunden erlebt, mit ihm über Fragen gesprochen, die ihn bewegten und die in die Zukunft gerichtet waren. Er suchte eine neue Orientierung, weil er gesundheitlich dem Stress nicht mehr gewachsen war.

Er war dabei, einen neuen Weg zu suchen, sich neue Ziele zu stecken und sich dabei selbst ein bisschen näher zu sein.

Wir haben uns alle auf ein Wiedersehen im Sommer dieses Jahres gefreut – und seit heute weiß ich, dass es diese Begegnung nicht mehr geben wird.

Von ihm werde ich nun nur noch in der Vergangenheit sprechen können, denn er ist gestorben.

Wir werden sein Lachen und seinen Kölner Dialekt nicht mehr hören, die Herzenswärme in seinen Augen nicht mehr sehen können …

Meine Erinnerungen an ihn sind lebendig und sie werden bei unserem Treffen im Sommer bei uns sein, aber dieses "Wir" ist nicht mehr dasselbe.

Ich bin traurig …

 

29.01.2008 um 12:50 Uhr

Donnerwetter noch mal!

 

Da kommt man nach Hause, freut sich auf seinen Blog und dann wird einem einfach die Tür vor der Nase zugeknallt!

Tausendmal berührt, tausendmal ist nix passiert … die Tasten, die als Sesam-öffne-dich zu meinen Geschriebenen Gedanken führen, sind schon ganz platt gepresst vom vielen (vergeblichen) Einloggen.

Mensch, Mr. Blogigo, das ist hier eine Kommunikationsplattform und keine Spielwiese für Systemamateure!

Der Dilettantismus des Betreibers treibt einen ja nicht nur an den Rand des Wahnsinns, er vertreibt auch die User – und DIE machen den Charme von Blogigo aus. Das Gefühl, hier lauter alte Bekannte zu treffen, zu jeder Tages- und Nachtzeit, ganz nach Lust und Laune, mit ihnen „reden“ zu können oder einfach nur still zu lesen, sich selbst etwas von der Seele schreiben zu können und Antworten, Anregungen und Echo zu finden, das kann man doch nicht mal eben auf eine andere Plattform verlagern, oder?

 

Ich gehe jetzt mal ganz optimistisch davon aus, dass der Wirt unsere Stammkneipe renoviert und dass es in dieser Zeit eben nicht so gemütlich ist wie sonst. Das Klappern der Handwerker nervt, der frische Farbgeruch muss erst noch verfliegen und dann kann man (hoffentlich!) auch bald wieder friedlich gemeinsam am Stammstisch sitzen und Kommen und Gehen, wie es beliebt und wie wir es gewohnt sind.

Damit die Clique untereinander nicht den Kontakt verliert, auch wenn an der Tür mal wieder das Schild "Heute geschlossen, warum sage ich nicht" hängt,

hinterlasst doch bitte eure Kontaktdaten bei http://www.blogigo.de/picture_it/Sammelstelle-fuer-den-Fall-eines-Blogigo-Schiffbruchs/106/,

die die grandiose Idee hatte, uns zu listen.

 

26.01.2008 um 12:38 Uhr

Aus anderer Sicht

Montagmorgen:

 

Wir saßen noch beim Frühstück, eine knappe Stunde vor Kursbeginn, als der erste Teilnehmer erschien.

Man konnte ihm seine Angespanntheit meilenweit am Gesicht ablesen und dann waren da noch die vielen Kleinigkeiten, die ihn störten; das Zimmer gefiel ihm nicht, das Wetter war mies und überhaupt fühlte er sich in denkbar schlechter Verfassung und eigentlich gar nicht in der Lage, am Seminar teilzunehmen.

Meine Partnerin und ich tauschten einen kurzen Blick – upps, das war nicht unbedingt DER Einstieg, den wir uns gewünscht hatten!

 

Donnerstagmittag:

 

In strömendem Regen standen wir vor der Tür unseres Quartiers und nahmen Abschied voneinander.

Der „Montagsmann“ war bester Laune, machte spontane, witzige Bemerkungen, die uns herzhaft lachen ließen und umarmte uns voller Begeisterung.

SEIN Fazit: Er gehe mit Vorfreude auf den nächsten Termin nach Hause, erfüllt von ErKenntnissen, die ihn bereichert haben und sein Erscheinungsbild vom Montag käme ihm jetzt wie ein Fremder vor… er habe Kraft und Zuversicht in diesen vier Tagen getankt und mache sich voller Überzeugung wieder auf den Weg, der vor ihm liegt.

 

Ich glaube, das kann ich hier jetzt mal ganz unkommentiert so stehen lassen und ihr könnt mir nachfühlen, was mir das bedeutet!

 

14.01.2008 um 17:36 Uhr

Kurzer Zwischenstand

Yeah! Drei tolle Tage in Hamburg liegen hinter mir!

 

Es war grandios! Es hätte nicht besser laufen können und so bin ich gestern aufgekratzt, müde, aber glücklich wieder zu Hause gelandet.

 

Heute ist Gammeltag. Ausgiebiges Ausschlafen war angesagt und dann „einfach mal so sitzen“, frei nach Loriot. In den nächsten drei Tagen ist ein wahrer Berg von Arbeit zu bewältigen und dann geht es einmal quer von Nord nach Süd und wieder zurück nach Malente, wo das nächste Seminar beginnt. Die größten Probleme einer heftigen Terminüberschneidung sind bereits behoben. Germanwings sei Dank! Diesmal werde ich nicht frierend an der Bushaltestelle im Niemandland stehen, sondern mit einem Mietauto durch die süddeutsche Einöde düsen, jawoll!

 

Wenn ich dieses Mammutprogramm heil überstanden habe, lasse ich wieder von mir hören. Bis dahin gebe ich nur eine Gastrolle bei Blogigo und meinen Favoriten und werde verdammt fleißig sein.

 

Bis demnächst also und „Vielen Dank“ für eure lieben Wünsche, die mich begleitet haben!

 

 

PS: Auf meinem Schreibtisch stapeln sich Mails, die endlich beantwortet werden müssten *schäm*. Ich möchte sie aber nicht nur "abarbeiten", sondern wirklich beantworten und dazu fehlt mir im Moment die Ruhe. Seid mir also bitte nicht böse, wenn es mit der Post noch ein Weilchen dauert - es ist wirklich nur aufgeschoben und keinesfalls vergessen!

10.01.2008 um 10:25 Uhr

DHL on Tour

 

Der Countdown läuft, die Koffer warten schon auf neue Befüllung, das Auto scharrt mit den Hufen und will ausgefahren werden. Zum Wochenende geht es wieder nach Hamburg, den Beamer und den Laptop unter dem Arm, bestückt mit einer nagelneuen Präsentation geht es wieder los: II. Modul mit (hoffentlich) wissbegierigen und hoch motivierten Teilnehmern, die nach den Feiertagen richtig Lust aufs Arbeit haben.

Eine Woche später geht es dann wieder nach Süddeutschland, in ein Piepnest, das unser überschaubares Piepenholm wie einen urbanen Moloch erscheinen lässt. Beim letzten Mal stand ich nach achtstündiger Bahnfahrt mitten in der Pampa: Kein Busfahrplan, hier schwätzt man mit dem Fahrer, wohin es denn wohl geht, wenn der Bus vor einem steht *staun*. Mein Fahrtziel wurde erst zwei Stunden später wieder angefahren und ein Telefon oder eine Bank zum Warten gab es nicht. In solchen Momenten liebe ich mein Handy! Ok, der Taxiunternehmer, ging erst nach dem dritten Anruf an den Apparat, aber er kam wenigstens … eine halbe Stunde nach meiner Ankunft.

„Des müsset Sie hier vorbestelle“, ließ er mich wissen.

„Äh, ja, wenn ich gewusst hätte, dass hier um 18.00 nix mehr fährt, hätte ich vorher angerufen!“

Nee, ich fahre nicht zum Südpol, wo ich nichts anderes erwartet hätte, meine Wege führen in die Nähe von Heilbronn und das liegt doch noch in der verkehrstechnisch durchaus erschlossenen Bundesrepublik, oder???!!!

Na, egal, irgendwie werde ich wohl ankommen und bis dahin sind es ja noch ein paar Tage, in denen ich die Vorfreude auf dieses nervige Hin und Her genießen kann *grummel*.

Morgen wird mich Tomtom hoffentlich zielgerichtet an den richtigen Ort führen und jetzt heißt es, die letzten Vorbereitungen zu treffen, damit alles wie am Schnürchen klappen kann: Waschmaschine füttern, Papiere ordnen, die Geräte noch einmal checken and so on.

07.01.2008 um 17:26 Uhr

Ihr Kinderlein kommet ...

 

Das war die Überschrift der letzten Tage und ich weiß sehr wohl, dass Weihnachten „längst“ vorbei ist.

Meine Töchter waren hier, sie haben mit uns ein paar Tage in Piepenholm verbracht und es war toll! Natürlich bringt Besuch auch einen anderen Rhythmus ins Haus, aber wir haben ihn alle voller Harmonie und Wohlklang erlebt. Gemeinsam haben wir jede kostbare Stunde genossen, dem miesen Wetter mit guter Laune getrotzt und es uns hier zusammen richtig gemütlich gemacht.

Ein bisschen weihnachtlichen Anklang hatten die ersten Tage des Neuen Jahres dadurch schon noch, wurden doch, im sanften Licht des Weihnachtsbaumes, Geschenke ausgetauscht und, einer alten Familientradition folgend, eine spezielle Gans verzehrt. Wir haben spät gefrühstückt, bis in die Nacht Karten gespielt oder wohlbekannte und heiß geliebte Filme angesehen.

Der unvermeidliche Abschied, das Winken, bis der Zug verschwunden war, war mit Tränen verbunden. Sehnsucht auf mehr hatte sich breit gemacht, aber in vier Wochen sehen wir uns alle in Berlin wieder und die paar Tage bis dahin werden wohl wieder wie im Flug vergehen, sind sie doch mit Terminen und Arbeit voll gestopft.

 

Es war ein schöner, gemeinsamer Start ins Neue Jahr und er wurde begleitet durch Vorfreude auf die kommenden Ereignisse.