Einhornkotze

24.12.2017 um 23:05 Uhr

Tand, tand, Weihnachtsschand!

von: Ai_ne   Stichwörter: Depression

Dies ist gefühlt der 380 Versuch endlich meinen blöden Text schreiben zu können... Das passiert, wenn man Muttis Laptop benutzt und dezent überfordert ist.

Nun, was ich eigentlich zu Anfang schreiben wollte war, dass mir mein literarischer Fehlgriff im Titel sehr wohl bewusst ist. Trotz allem empfinde ich es als sehr passend und musste ein bisschen Grinsen als der Unsinn in meinem Kopf auftauchte.

Aber bevor ich mich seelisch auskotze, wünsche ich allen Einhörnern und die, die es werden wollen fröhliche Weihnachten und ganz viel Liebe! Von allem anderen hat man meist genug (außer von Geld, daran fehlt's irgendwie immer - mir auch) und deshalb wünsche ich euch Liebe. Egal ob ihr allein zu Hause seid oder ob ihr irgendwo im Rudel hockt. Ehrlich, ich denke an euch. Vor allem an die einsamen Herzen. Ich finde diese Welt ist kalt und es fehlt an Liebe, Mitgefühl und Empathie. Deshalb bin ich, falls ich nicht gerade schwer depressiv bin, eigentlich ein optimistischer Mensch. Ich träume von Feen, Piraten, Vampiren undwasweißichnichtalles und versuche immer das Gute zu finden. Betonung liegt hier darauf, dass ich es versuche zu finden und nicht schon gefunden habe, denn manchmal bin ich schrecklich naiv.

Hier also nun eine kurze Zusammenfassung, warum ich in letzter Zeit nicht geschrieben habe... Und zwar bin ich in letzter Zeit so vollständig mit Überstunden und den unmöglichsten Dienstzeiten beschäftigt gewesen, dass ich weder Freunde gesehen, noch meinen Haushalt auf irgendeine Weise in den Griff bekommen habe. Ich habe tatsächlich immer mal wieder ans Schreiben gedacht, war aber schlicht und ergreifen einfach zu fertig, um etwas anderes zu tun als zu schlafen... Ich habe jetzt nicht nur die Gewissheit das Smeik mich nicht leiden kann, nein auch unsere oberste Chefin benimmt sich mir gegenüber arschig. Anders kann ich es gar nicht ausdrücken. O-Ton oberste Chefin: "Ai_ne Sie leisten hervorragende Arbeit, wirklich aber wenn Ihnen etwas nicht passt, helfen wir Ihnen gerne dabei eine neue Stelle zu finden!" So liebevoll und treusorgend von ihr, ich könnte kotzen. Also im Endeffekt möchte meine Arbeit nicht mein Studienvorhaben unterstützen ("Ai_ne schicken Sie mir mal die Unterlagen zu und ich entscheide dann, wie viele Stunden sie noch bei uns arbeiten können"), mir die Stunden konsequent kürzen, dann springe ich zwischen 2 Gruppen hin und her, soll eine Abmahnung aufgrund kommunikativer Schwierigkeiten bekommen, mache Überstunden und die unmöglichsten Dienste zu den beschissensten Zeiten. Kurzum: Meine Geduld ist erschöpft und ich habe schlicht und ergreifend keinen Bock mehr! Ich habe echt versucht an mir zu arbeiten und alles dafür getan um Studium und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Aber selbst die Vorbereitungen dafür werden mir, entgegen eigener Aussagen, sabotiert und mir wird auf höchst effiziente Weise gezeigt, dass man bei dem Dienstplan und den Dienstzeiten es nicht noch schafft zu studieren. 

Stimmt, habe ich begriffen. Trotzdem gebe ich meinen Wunsch zu studieren nicht auf. Dafür habe ich dieses Jahr verdammt hart an mir gearbeitet und viele Baustellen aus meinem Leben geräumt. Im Endeffekt habe ich jetzt 2 Möglichkeiten. Entweder, ich ziehe nach Dortmund suche mir eine nette halbe Stelle und studiere, wie geplant, berufsbegleitend. Oder aber ich studiere zum Beispiel in Rheinnähe an einer privaten Uni, beantrage Bafög und mache einen Minijob. So oder so wird sich 2018 was ändern. In welche Richtung ich gehe, weiß ich noch nicht. Für und wider sind auf beiden Seiten in etwa gleich groß. 

Aber, ich habe noch etwas begriffen. Ich bin es leid. Ich bezahle gerade eine große Wohnung, in der ich nicht wohne, weil ich um die Miete bezahlen zu können, so viel arbeiten gehe. Ich wurde von meinen Nachbarn schon gefragt, ob es etwas passiert sei, weil ich nie zu Hause wäre... Nicht nur, dass mir die Wohnung alleine zu groß ist und ich mich einsam fühle, mich ödet auch dieses ganze unnütze Zeugs, was man so ansammelt an und ich will den meisten Schrott einfach nicht mehr sehen! Ich habe also neben dem studieren noch eine weitere Baustelle: ich möchte in eine WG ziehen! Hätte ich mir vor einem Jahr nicht vorstellen können und hätte euch für verrückt erklärt, wenn man mir das vorgeschlagen hätte. Aber, es gibt eh zu viele Single-Haushalte und so könnte ich mich von dem ganzen Tand trennen, nebenbei noch etwas Geld machen und lande hoffentlich in einer netten 1er oder 2er WG, sodass ich mehr unter Menschen bin. Ob das was für mich ist? Keine Ahnung, aber ich werde es auf jeden Fall ausprobieren.

So viel Text und keine Lösungen. Fazit für euch auf jeden Fall: Schenkt weniger Kram und mehr Zeit und Liebe! Dann freut man sich auch mehr über Kleinigkeiten, so wie ich mich über alle Sachen mit Vanillegeruch, -geschmack freue! Und vor allem seid dankbar! Oh Gott, jetzt höre ich mich wie ein Lebensguru an. Ai_ne bekommt selbst nichts auf die Kette, schwingt aber große Lebensweisheiten. Zeit für mein Einhorn und mich, ins Bett zu gehen und hoffen, dass sich die Zukunft im Schlaf regelt...

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenSweetFreedom schreibt am 25.12.2017 um 07:53 Uhr:Hi,
    das hast Du super geschrieben. Du hörst Dich energiegeladen und entschlossen an. Ich wünsche Dir für 2018, daß Du Deinen passenden Weg findest und für Deinen Mut belohnt wirst.
    Tand... ja. Entsorge den Tand. Den im Kopf und den physischen. Das Sich-Verkleinern bringt so viel in Bewegung und befreit ungemein. Ohne Kind kann man sich sehr gut auf wenig Besitz beschränken. In meinen Augen wählst Du einen sehr "gesunden" Weg.
    Also... Laß uns teilhaben...
    Liebe Grüße von mir und Mimis imaginärem Freund Lali ;-)
    S.F.
  2. zitierenAi_ne schreibt am 25.12.2017 um 10:40 Uhr:Ich hoffe, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Ich zitiere mal den"Polarexpress": "Es ist nicht wichtig, in welche Richtung der Zug fährt, sondern nur dass du einsteigst"
    Liebe Grüße zurück!

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