Gedankenwelt

26.04.2009 um 18:50 Uhr

Nur mal so

Es wird erzählt, dass alle Gefühle und Qualitäten der Menschen ein Treffen hatten. Als die Langeweile zum dritten Mal gähnte, schlug der Wahnsinn, wie immer sehr gewitzt vor: "Lasst uns Verstecken spielen!"

Die Intrige hob die Augenbraue, und die Neugierde konnte sich nicht mehr zurückhalten und fragte: "Verstecken? Was ist das?" "Das ist ein Spiel", sagte der Wahnsinn. "Ich verstecke mein Gesicht und fange an zu zählen, von eins bis eine Million. Inzwischen versteckt ihr euch. Wenn ich das Zählen beendet habe, wird der erste von euch, den ich finde meinen Platz einnehmen um das Spiel danach fortzusetzen". Die Begeisterung und die Euphorie tanzten vor Freude.

Die Freude machte so viele Sprünge, dass sie den letzten Schritt tat um den Zweifel zu überzeugen und sogar die Gleichgültigkeit, die sonst keine Interessen hatte, machte mit. Aber nicht alle wollten teilnehmen: Die Wahrheit bevorzugte es sich nicht zu verstecken, wozu? Zum Schluss würde man sie immer entdecken und der Stolz meinte, dass es ein dummes Spiel wäre (im Grunde ärgerte er sich, dass die Idee nicht von ihm kam) und die Feigheit zog vor, nicht zu riskieren.

"Eins.., zwei....,drei ...vier....", der Wahnsinn begann zu zählen. Als erste versteckte sich die Trägheit, die sich wie immer hinter den ersten Stein fallen liess. Der Glaube stieg zum Himmel empor und die Eifersucht versteckte sich hinter dem Schatten des Triumphes, der es aus eigener Kraft geschafft hatte, bis zur höchsten Baumkrone zu gelangen.

Die Großzügigkeit schaffte es kaum sich zu verstecken, da sie bei allen Verstecken, die sie ausfindig machte, glaubte, ein wunderbares Versteck für einen ihrer Freunde gefunden zu haben. Ein kristallklarer See... ideal für die Schönheit. Der Spalt eines Baumes... ideal für die Angst. Der Flug eines Schmetterlings... das Beste für die Wolllust. Ein Windstoss... großartig für die Freiheit... und sie versteckte sich auf einem Sonnenstrahl.

Der Egoismus dagegen fand von Anfang an einen sehr guten Ort, luftig, gemütlich... aber nur für ihn allein. Die Lüge versteckte sich im Meeresgrund (stimmt nicht, in Wirklichkeit versteckte sie sich hinter dem Regenbogen). Die Leidenschaft und das Verlangen, im Zentrum des Vulkans. Die Vergesslichkeit... ich habe vergessen wo sie sich versteckte, aber das ist nicht so wichtig.

Als der Wahnsinn 999.999 zählte, hatte die Liebe noch kein Versteck gefunden. Alle Plätze schienen besetzt zu sein... bis sie den Rosenstrauch erblickte und gerührt entschloss, sich in seinen Blüten zu verstecken. "Eine Million", zählte der Wahnsinn und begann zu suchen. Die erste, die entdeckt wurde, war die Trägheit, nur drei Schritte vom ersten Stein entfernt.

Danach hörte man den Glauben, der mit Gott im Himmel über Theologie diskutierte. Die Leidenschaft und das Verlangen hörte man im Vulkan vibrieren. In einem unachtsamen Moment fand er die Eifersucht und so natürlich auch den Triumph. Den Egoismus brauchte er gar nicht zu suchen, ganz allein kam er aus seinem Versteck, das sich als Bienennest herausstellte. Vom vielen Laufen empfand er Durst und als er sich dem See näherte, entdeckte er die Schönheit.

Mit dem Zweifel war es noch einfacher, er fand ihn auf einem Zaun sitzend, da dieser sich nicht entscheiden konnte, auf welcher Seite er sich verstecken sollte. So fand er einem nach dem anderen. Das Talent hinter dem frischen Gras, die Angst in einer dunklen Höhle, die Lüge hinter dem Regenbogen (stimmt nicht, sie war im Meeresgrund) und sogar die Vergesslichkeit... die schon wieder vergessen hatte, dass sie Verstecken spielte. Nur die Liebe tauchte nirgendwo auf.

Der Wahnsinn suchte hinter jedem Baum, in jedem Bach dieses Planeten, auf jedem Berg und als er schon aufgeben wollte, erblickte er die Rosen. Mit einem Stöckchen fing er an die Zweige zu bewegen, als auf einmal ein schmerzlicher Schrei aufkam. Die Dornen hatten der Liebe die Augen ausgestochen. Der Wahnsinn war hilflos und wusste nicht, wie er seine Tat wieder gut machen sollte. Er weinte, entschuldigte sich bei ihr und versprach der Liebe, für immer ihr Begleiter zu sein. Seit dieser Zeit, seitdem das erste Mal auf Erden Verstecken gespielt wurde, ist die Liebe blind und der Wahnsinn immer ihr Begleiter.

19.04.2009 um 17:45 Uhr

Schon komisch...

von: Fledergetier   Kategorie: Gedanken und mehr

...wie sehr man Dinge schleifen lässt.Allein meine Therapie ist da ein wunderbares Beispiel.Natürlich auch der Kontakt zu meinem Vater...den ich mittlerweile wieder aufzubauem versuche.Der Kontakt zu meinen Freunden natürlich auch.

Man merkt also in letzter Zeit habe ich es nicht wirklich mit sozialen Kontakten.Obwohl ich im Grunde genommen ein sehr kommunikativer Mensch bin....seltsam?Nein,nur verständlich.Ich ziehe mich zurück.Aus allem,vor allem.Mal wieder.Langsam aber stetig falle ich zurück und werde wieder so wie früher.Werde von jetzt auf gleich aggressiv,depressiv und gleichzeitig kann es sein,dass ich im nächsten Moment wieder einen Lachanfall habe.....nagut vielleicht nicht im nächsten Moment,aber doch nicht unbedingt nachvollziehbar.

Mein Blog ist auch ein gutes Beispiel.Vorher habe ich täglich geschrieben,über die unmöglichsten Dinge....einfach um zu schreiben und die Seiten zu füllen...und jetzt. . .. mal hier mal da.....

Mir gehts eigentlich momentan echt beschissen.Ich versuche etwas Zeit mit meiner Mutter zu verbringen und sie schnauzt mich nur an was für einen Ton ich denn drauf hätte.Nur weil ich gefragt hab wann sie wieder kommt.Anscheinend kommt es ihrer Meinung nach oft genug vor das wir was machen oder einfach nur beisammen sitzen....das seh ich aber nicht so. . . .Manchmal versteh ich sie einfach nicht.Sie fragt lieber zuerst ein Mädel aus der Nachbarschaft ob sie mitkommt auf eine Ü30 Party als vielleicht vorher mich zu fragen.Ich wurde zuerst nur gefragt ob ich dann auf die Kinder aufpassen kann.Vielleicht wär ich auch ganz gern gefragt worden.Dann am Vorabend werd ich gefragt,nach einem kleinen Streit ob ich nicht auch mitkommen möchte,das Mädel würde ja auch mitkommen.So nach dem Motto dann kannst du ja auch.Hab ehh das Gefühl sie ist ihr viel lieber als ich....sie hat keine Stimmungsschwankungen,lacht viel. . .und ist auch in vielen Dingen anders als ich.Mach sie doch zu deiner Tochter.Nur weil sie ihre Mutter verloren hat musst du sie nicht ersetzen.Vielleicht solltest du bei deinen eigenen Kindern mal anfangen eine Mutter zu sein,so wie ich sie bräuchte.