Nachtrag vom 2.10.09
Widerhaken sind keine netten Gesellen,die Gedanken haben solche Widerhaken.Sie fragen,nagen,sagen;Wir bleiben,wir mögens hier.Sie kommen ganz leise um die Ecke,schleichen herum,schleichend nisten sie sich ein.Man merkt es kaum.Erst wenn es zu spät.Wenn man Hilfe sind sie die ersten die einem helfen wollen.Natürlich machen sie es nur schlimmer.Doch das wollen sie ja auch.Keinesfalls möchten sie von guten Gedanken verdrängt werden.Die Sehnsucht wächst wieder,ungewollterweise.Der Wille danach ist gott sei dank schwach und schnell zu stillen.Ohne gleich zurückzufallen.Ohne gleich alte Vorsätze zu brechen.Wasser erzeugt keine Narben.Wasser schmeichelt.Narben zu sehen reicht aus um die Gedanken daran zu schwächen.Sie zu sehen, ist wie alte Bekannte zu treffen.Man schwelgt in Gedanken.Sie sind nicht gut,aber hilfreich.Hilfreich es wieder zu tun.Nicht auf die Art und Weise wie früher.Geheilt bin ich nicht,woher auch?Mit einer abgebrochenen Therapie an der Hand.Die Situationen werden banaler,alltäglicher.Mal hier eine kleine Wunde auf der Arbeit die am heilen gehindert wird.Das Entsagen des Essens. Klar, ich hab keine Lust zu essen, . . .wenn man sich dran hindert,natürlich.Es sind kleine Dinge die so langsam aber sicher dazu beitragen,das Übliche nicht mehr zu tun.Kälte ist auch ein netter Begleiter.Sie lässt einen spüren,zittern,man merkt sich,lebt.So ist es gut.Erwische mich selbst zu oft dabei,Messerklingen mit den Augen langzufahren.Ich merke selbst,dass es mir nicht gut geht.Nur was soll ich machen?Schlechte Gedanken gewöhnen sich langsam wieder an mich.Gute Gedanken sind auf Weltreise und haben mir ihre Rückkehr noch nicht angemeldet.Warum auch?Ich hab sie noch nie gut pflegen können,sodass sie wachsen.Stattdessen habe ich sie absichtlich verscheucht,verjagt,ich wollte sie nicht wahrhaben.Jetzt hab ich Schwierigkeiten sie festzuhalten,sie am gehen zu hindern.

Gedanken mit Widerhaken wollen sich immer so festhaken, sich in den Vordergrund drängen und immer ein wenig pieksen, wenn man gerade sie zu verlieren scheint.
Guten Gedanken scheint es manchmal an diesen Widerhaken zu fehlen. Sie lassen sich einfach so vertreiben ohne festhalten zu wollen.
Leider. Sie scheinen schwächer als die schlechten Gedanken. Machen ihnen zu leicht Platz. Und die schlechten Gedanken vrsuchen noch uns zu erzählen, dass die anderen uns nur betrügen wollen, etwas vormachen wollen, nichtig und ohne Wert sind, fatal sich ihnen hinzugeben.
Wer lügt und betrügt uns hier wirklich?
Wem sollten wir folgen?
Den Widerhakengedanken, die nur den Kescher aufhalten um uns wie ein Fisch am Haken dann hilflos darin zappeln zu lassen?
Nur damit sie uns dann ins Ohr schreien können.."Hab ich dir doch gesagt! aber du wolltest ja nicht hören".
Und sie werfen ihre Leine mit den Haken sehr weit aus, selbst wenn der Köder der daran hängt fast ungeniessbar ist, so sieht er doch nach was aus. Wenn wir danach schnappen sind wir in ihrer Gewalt.
Ja, die Kälte spürt man, meistens wäre ich froh sie nicht zu spüren, um angenehmere Dinge machen zu können als zu frieren.
Bleib dran, an dem Gedanken die Therapie fortzusetzen, so oder so..mit ihr oder einer neuen Therapeutin.
Liebe Grüsse an dich...
sternenschein