Gedankenwelt

31.10.2010 um 01:18 Uhr

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Ich mag deine Bulligkeit.Deine Masse.Deine Kraft,vor der du nur so strotzt.Es ist interessant zu sehen,wie du mit deinen Weibern umgehst.Mitten unter ihnen liegst du auf der Weide und genießt es.Es ist wahnsinnig schön zu sehen,wie schnell ihr gewachsen seid.Wie schnell sich deine Überlegenheit gezeigt hat.

Du fasst Vertrauen zu mir.Du kommst zum Teil sogar schon an den Zaun wenn du mich siehst.Es ist ein tolles Gefühl zu sehen, das du weißt wer ich bin.Auch wenn ich nur diejenige bin,welche das Gras von der anderen Seite des Zaunes holt.Es ist nur Fressen.Du bist nur ein Bulle.Ein stattlicher.Braun weiß bist du....und manchmal lässt du es sogar zu das ich dich anfasse.Deine Kühe sind meist ängstlicher.Es gibt ein oder zwei die es zulassen,die sogar mit ihrem Kopf über den Zaun kommen um vor dir an das Gras zu kommen.Auch sie kann ich zum Teil kraulen.Klar viele gehen an euch vorbei...einigen schaut auch ihr mit Sicherheit hinterher.Doch es freut mich,das ihr zu mir kommt.

17.10.2010 um 14:28 Uhr

Mehr konnte ich nicht tun.

Ich sehe euch lieber fliegend. Ich sehe euch lieber wenn ihr krächzend auf dem Feld sitzt. Ich sehe es lieber, wenn ihr zusammen fliegt, über die Felder oder auf den Strassen euren Kollegen zuruft.

Am Samstag habe ich leider einen von euch gesehen, der es nicht mehr schaffen wird, einem Kollegen zuzurufen. Auf dem Weg zur Arbeit habe ich dich gesehen, liegend, auf der Strasse. In der Nähe des Bauernhofes. Berührt hat es mich, dich dort so liegend zu sehen. Berührt hat es mich, dass es dich, einem Schamanen unter den Vögeln, wie es Seren_a so schön passend mal formuliert hat, so erwischt hat. Natürlich kann ich nur spekulieren was dir zugestoßen ist,jedenfalls, war es ein vorzeitiges Ende. Deine Reise ist beendet, doch sie wird mit Sicherheit weitergehen. An anderer Stelle, zu einer anderen Zeit. Ich habe dich aufgehoben, von der Strasse, empfand es als meine Pflicht, dir dadurch meinen Respekt zu zollen, habe dich also hochgehoben und dich an den Rand des Weges gelegt. Ich wollte nicht, dass du vllt noch überfahren wirst, wollte nicht sehen, dass du noch mehr von deiner ursprünglichen Schönheit verlierst. Deine Augen hattest du schon verloren, auch den Glanz deiner Federpracht.

Berührt hat es mich. Vorstellen wollte ich mir nicht, wie es dir ergangen sein mag. Ich wollte dir die letzte Ehre erweisen. In Gedanken habe ich mir ausgemalt, wie es dir wohl weiter ergehen wird. Das du nun fliegst, ohne Körper, ohne Flügel, ohne deine schwarze Federnpracht. Freuen würde ich mich, wenn es dir nun besser geht. Denn hier wirst du oft verpönt. Hier wirst du mit Unglück in Verbindung gebracht. Hier wurdest du oft mit schwarzer Macht in Verbindung gebracht....

Vielleicht besitzt du sie, doch auch mit dieser kann man gutes erreichen!