Übermorgen findet ein Casting statt. RTL sucht neue Gesichter. Aber dann werde ich nicht mehr hier sein. Heute Nacht breche ich aus. Kann nicht sagen wie, vielleicht lesen sie mit. Polly holt mich ab.
Wünscht mir Glück!
Ich bin umgezogen!
Hier gehts zu meinem neuen Weblog
Dieses Log wird nicht mehr aktualisiert.
02.12.2004 um 12:58 Uhr
02.11.2004 um 12:01 Uhr
25.08.2004 um 10:29 Uhr
Im Loch
Für sechs Monate.
Auf dem Weg von der Medikamentenausgabe in meine Ecke stellt Kalle Pohl mir Beinchen. Die Tabletten schleudern durch die Luft und treffen Klapsmühlen-Hure Kabi Köster an der Schläfe. Sie geht zu Boden. Innerhalb einer Sekunde umzingeln mich zwölf breitgebaute Freier und fordern Tribut. Ich entschuldige mich höflich, aber breitgebaute Freier akzeptieren keine Entschuldigungen. Wenn du sechs Monate im Loch warst, spürst du jeden Tritt doppelt, schmeckst das Blut viel intensiver. Kein fairer Kampf, aber wehrlos gebe ich mich nicht geschlagen! Meine Faust fährt in Kalle Pohls Gesicht, und mit ihr der Hass auf ihn, Hass auf das Fernsehen, Hass auf alle, die billige Scheiße wie ihn produzieren. Die breitgebauten Freier wollen mich zurückreißen, aber das was ich sehe macht mich für einen winzigen Augenblick zum Gott: Kalle Pohl, blutbedeckt, windend, stöhend vor mir. Mein Werk. Ich spüre keinen Schmerz mehr. Ich trete nach. Und wieder. Und wieder.
Blackout.
Krankenstation. Sogar noch heute, zwei Tage nach Verlassen des Lochs, blendet mich das Weiß des Papiers, auf dem ich schreibe. Auf dem Bett neben mir liegt Kalle im Koma. Das Piepen seiner Herzlungenmaschine ist unterhaltsamer als alles, was er jemals getan hat.
Ich schließe die Augen und lausche.
Und lausche.
Lausche.
Auf dem Weg von der Medikamentenausgabe in meine Ecke stellt Kalle Pohl mir Beinchen. Die Tabletten schleudern durch die Luft und treffen Klapsmühlen-Hure Kabi Köster an der Schläfe. Sie geht zu Boden. Innerhalb einer Sekunde umzingeln mich zwölf breitgebaute Freier und fordern Tribut. Ich entschuldige mich höflich, aber breitgebaute Freier akzeptieren keine Entschuldigungen. Wenn du sechs Monate im Loch warst, spürst du jeden Tritt doppelt, schmeckst das Blut viel intensiver. Kein fairer Kampf, aber wehrlos gebe ich mich nicht geschlagen! Meine Faust fährt in Kalle Pohls Gesicht, und mit ihr der Hass auf ihn, Hass auf das Fernsehen, Hass auf alle, die billige Scheiße wie ihn produzieren. Die breitgebauten Freier wollen mich zurückreißen, aber das was ich sehe macht mich für einen winzigen Augenblick zum Gott: Kalle Pohl, blutbedeckt, windend, stöhend vor mir. Mein Werk. Ich spüre keinen Schmerz mehr. Ich trete nach. Und wieder. Und wieder.
Blackout.
Krankenstation. Sogar noch heute, zwei Tage nach Verlassen des Lochs, blendet mich das Weiß des Papiers, auf dem ich schreibe. Auf dem Bett neben mir liegt Kalle im Koma. Das Piepen seiner Herzlungenmaschine ist unterhaltsamer als alles, was er jemals getan hat.
Ich schließe die Augen und lausche.
Und lausche.
Lausche.
04.01.2004 um 10:33 Uhr
Flaschenpost aus der geschlossenen Anstalt
Ein Reisebericht, oder: Hirngeschnipsel und mein verlorenes Leben
Klein-Hinkebein stolziert im Kreis und bohrt so tief im Ohr, dass es sprudelt; Kalle Pohl wühlt in seinem Haar nach Goldstücken und Katja Burkard zitiert Wilhelm Busch zu Melodien alter Nazilieder.
Das ist Alltag im Hochsicherhreitstrakt der geschlossenen Psychiatrie Köln-Lindenthal. Die letzte Big Brother Sendung hatte stärkere Schäden in meinem Hypothalamus verursacht, als ich zunächst dachte. Die Erinnerungen an die folgenden sechs Monate sind getrübt. Da waren Operationen an meinem Kopf... da waren Schneidwerkzeuge, Bohrer und viel Blut. Ärzte in grünen Kitteln. Typisches Vormittagsprogramm.
Vor einer Woche bin ich dann hier aufgewacht. Graue Wände, keine Fenster; und knapp 100 Insassen, die mindestens genau so einen an der Klatsche haben wie ich.
Überraschend, wie viele RTL-Prominente hier gelagert werden. Da sitzen Frauke Ludowig und Birgit Schrowange und straffen ihre Haut. Peter Kloeppel züchtigt sich selbst mit der Peitsche und schreit immer und immer wieder Worte der Entschuldigung. Niemand hört ihn hier. Und - ja! auch der Prinz des gesprochenen Schwachsinns: Oliver Geissen ist da und übt seine Mundwinkel in nie besuchte Gesichtspartien zu verziehen.
Sie haben mich für vorerst acht Jahre eingewiesen. Acht Jahre! Scheiße. Keine Fenster. Aber ich finde schon einen Weg hier raus. Der Vogel muss wieder fliegen. Der Vogel muss fliegen... immer noch Nachwirkungen der Behandlung. Die Worte kommen nur langsam zurück, beim Schreiben schmerzt der Kopf. Aber ich gebe nicht auf. Verlasst euch auf mich, ich wß die Wache kommt, ich muss schl
Klein-Hinkebein stolziert im Kreis und bohrt so tief im Ohr, dass es sprudelt; Kalle Pohl wühlt in seinem Haar nach Goldstücken und Katja Burkard zitiert Wilhelm Busch zu Melodien alter Nazilieder.
Das ist Alltag im Hochsicherhreitstrakt der geschlossenen Psychiatrie Köln-Lindenthal. Die letzte Big Brother Sendung hatte stärkere Schäden in meinem Hypothalamus verursacht, als ich zunächst dachte. Die Erinnerungen an die folgenden sechs Monate sind getrübt. Da waren Operationen an meinem Kopf... da waren Schneidwerkzeuge, Bohrer und viel Blut. Ärzte in grünen Kitteln. Typisches Vormittagsprogramm.
Vor einer Woche bin ich dann hier aufgewacht. Graue Wände, keine Fenster; und knapp 100 Insassen, die mindestens genau so einen an der Klatsche haben wie ich.
Überraschend, wie viele RTL-Prominente hier gelagert werden. Da sitzen Frauke Ludowig und Birgit Schrowange und straffen ihre Haut. Peter Kloeppel züchtigt sich selbst mit der Peitsche und schreit immer und immer wieder Worte der Entschuldigung. Niemand hört ihn hier. Und - ja! auch der Prinz des gesprochenen Schwachsinns: Oliver Geissen ist da und übt seine Mundwinkel in nie besuchte Gesichtspartien zu verziehen.
Sie haben mich für vorerst acht Jahre eingewiesen. Acht Jahre! Scheiße. Keine Fenster. Aber ich finde schon einen Weg hier raus. Der Vogel muss wieder fliegen. Der Vogel muss fliegen... immer noch Nachwirkungen der Behandlung. Die Worte kommen nur langsam zurück, beim Schreiben schmerzt der Kopf. Aber ich gebe nicht auf. Verlasst euch auf mich, ich wß die Wache kommt, ich muss schl
17.06.2003 um 18:26 Uhr
Sex und Volksmusik?
Wie Frau Bechtel die Geburtenrate steigern will...
Big Brother beginnt. Die ersten Sekunden sehe ich Bilder von einer kleinen süßen Hella, wohl 15 Jahre alt, die gemeinsam mit "Armor Engelchen" Volksmusik singt. Ich starre auf den Schirm und langsam wird mir bewusst, dass dies wohl die letzten Augenblicke in meinem Leben sein werden, dann implodiert mein Fernseher. In Tränen ertrinkend klopfe ich bei meinem Nachbar, doch er öffnet nicht. Durch die Tür ist dumpf ein "...von E-Plus, damit können Sie sogar live..." zu hören, und mich durchfährt es! Ich schlage die Tür ein, stürme ins Wohnzimmer - zu spät! Er sah die gleichen Bilder wie ich - doch er hatte nicht so viel Glück. Fleischstücke an den Wänden, Blut auf den Möbeln - heroisch liegt sein rechter Arm auf dem Tisch, die Finger, zur Fernbedienung gestreckt, symbolisieren ein letztes Aufbäumen gegen das schiere Entsetzen. Ich beginne, die Überreste seines gesprengten Kopfes einzusammeln. Doch dann entsinne ich mich, warum ich herkam und wische die Knorpelstücke von der Mattscheibe und schalte den Ton vorsichtshalber weg.
So stumm macht die kleine Hella eigentlich einen ganz netten Eindruck - aber das stinkt doch nach Manipulation! Ausgerechnet am Tag der Endscheidung rückt RTL2 solche Aufnahmen raus? In Ulfs Namen verlange ich Gerechtigkeit und fordere auch einen Beitrag von der 15-jährigen Nadja, wie sie nackt über die Tische tanzt. Doch wenn man im großen RTL2-TV-Duden unter "Gerechtigkeit" nachschlägt, findet man ja nur ein "Quotensteigerung rechtfertigt Menschenleben". Komisch, ich denke nach. Wie untypisch. Das Blut meines Nachbars durchfeuchtet langsam meine Hose, doch das ist es tausendmal wert. Ich drücke den Ton wieder an, denn wir sind zurück im Studio. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich freuen würde Alex zu sehen. "Jaa!" lacht sie "Big Brother und die Volksmusik vereint - das finde ich sehr schön!"
Dann das Ergebnis: 58.7% haben es satt, dass Hella und Sava es nur unter der Bettdecke treiben. Das macht mir Mut: 58.7 Prozent - das bedeutet, dass es noch andere Überlebende gibt. Im anschließenden Interview fragt Alex Hella: "Sex und Volksmusik - passt das für dich zusammen?" Eine gute Frage, Alex. Ich denke, wir sollten einen Brief an den Bundeskanzler verfassen! Verbietet die Volksmusik und steigert so die Geburtenrate!
Zum Schluss überrascht Big Brother Hella noch mit einem Auftritt ihrer Musikgruppe, den Mühlenhofer Musikanten, unter der Leitung von Helma Holland. In Panik stürze ich aus der Wohnung, und schaffe es irgendwie bis vor meine Tür, bevor ich das Bewusstsein verliere. Heute Morgen war ich beim Arzt. Er meint, bis auf die ergrauten Haare werde ich keine bleibenden Schäden davon tragen. Doch ich könnte mich glücklich schätzen - gestern Abend starben mehr als 1.5 Millionen Menschen an spontaner Kopfexplosion, während sie Big-Brother schauten.
Big Brother beginnt. Die ersten Sekunden sehe ich Bilder von einer kleinen süßen Hella, wohl 15 Jahre alt, die gemeinsam mit "Armor Engelchen" Volksmusik singt. Ich starre auf den Schirm und langsam wird mir bewusst, dass dies wohl die letzten Augenblicke in meinem Leben sein werden, dann implodiert mein Fernseher. In Tränen ertrinkend klopfe ich bei meinem Nachbar, doch er öffnet nicht. Durch die Tür ist dumpf ein "...von E-Plus, damit können Sie sogar live..." zu hören, und mich durchfährt es! Ich schlage die Tür ein, stürme ins Wohnzimmer - zu spät! Er sah die gleichen Bilder wie ich - doch er hatte nicht so viel Glück. Fleischstücke an den Wänden, Blut auf den Möbeln - heroisch liegt sein rechter Arm auf dem Tisch, die Finger, zur Fernbedienung gestreckt, symbolisieren ein letztes Aufbäumen gegen das schiere Entsetzen. Ich beginne, die Überreste seines gesprengten Kopfes einzusammeln. Doch dann entsinne ich mich, warum ich herkam und wische die Knorpelstücke von der Mattscheibe und schalte den Ton vorsichtshalber weg.
So stumm macht die kleine Hella eigentlich einen ganz netten Eindruck - aber das stinkt doch nach Manipulation! Ausgerechnet am Tag der Endscheidung rückt RTL2 solche Aufnahmen raus? In Ulfs Namen verlange ich Gerechtigkeit und fordere auch einen Beitrag von der 15-jährigen Nadja, wie sie nackt über die Tische tanzt. Doch wenn man im großen RTL2-TV-Duden unter "Gerechtigkeit" nachschlägt, findet man ja nur ein "Quotensteigerung rechtfertigt Menschenleben". Komisch, ich denke nach. Wie untypisch. Das Blut meines Nachbars durchfeuchtet langsam meine Hose, doch das ist es tausendmal wert. Ich drücke den Ton wieder an, denn wir sind zurück im Studio. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich freuen würde Alex zu sehen. "Jaa!" lacht sie "Big Brother und die Volksmusik vereint - das finde ich sehr schön!"
Dann das Ergebnis: 58.7% haben es satt, dass Hella und Sava es nur unter der Bettdecke treiben. Das macht mir Mut: 58.7 Prozent - das bedeutet, dass es noch andere Überlebende gibt. Im anschließenden Interview fragt Alex Hella: "Sex und Volksmusik - passt das für dich zusammen?" Eine gute Frage, Alex. Ich denke, wir sollten einen Brief an den Bundeskanzler verfassen! Verbietet die Volksmusik und steigert so die Geburtenrate!
Zum Schluss überrascht Big Brother Hella noch mit einem Auftritt ihrer Musikgruppe, den Mühlenhofer Musikanten, unter der Leitung von Helma Holland. In Panik stürze ich aus der Wohnung, und schaffe es irgendwie bis vor meine Tür, bevor ich das Bewusstsein verliere. Heute Morgen war ich beim Arzt. Er meint, bis auf die ergrauten Haare werde ich keine bleibenden Schäden davon tragen. Doch ich könnte mich glücklich schätzen - gestern Abend starben mehr als 1.5 Millionen Menschen an spontaner Kopfexplosion, während sie Big-Brother schauten.
13.06.2003 um 00:56 Uhr
Freakshow
Treffen der Mutanten: Karla, Larissa, Botho, Petra und Daniel Küblböck zu Gast bei Big Brother.
Da geht die Sonne unter: nicht nur, dass Lucy das Haus verlassen muss - nein! Draußen erwarten sie auch noch vier zurecht abgewählte Ex-Bewohner, darunter meine beiden Lieblingspazifisten Botho ("Jeder Mensch ist entbehrlich!") und Karla ("Sava is ne ganz Süße.").
Als Lucy im Studio eintrifft, muss sie weinen. Alex tröstet sie mit einem "Du musst nicht weinen. Ooooh, Lucy." Die Show ist diesmal dermaßen gut, dass ich die Werbepausen als störend empfinde. Doch dann kommt Daniela Küblböck und singt seinen Chartstürmer "Heartbeat". Ich denke daran, dass jeder Mensch entbehrlich ist, und hoffe, dass Botho mit einem Morgenstern zurück ins Studio kommt und Daniel seine Interpretation von "Heartbeat" offenbart. Doch es geschieht nicht.
Ein Plakat im Publikum verkündet: "Kübi toppt Raab". Das schreit doch nach Promi-Boxen. Was wäre das für ein Abend! Erste Runde verbeißt sich Raab ("Iron Fist") in Küblböck ("the Bavarian Beast Boy"), zweite Runde Frauencatchen: Lucy gegen Karla - beide treten nackt an. Und das große Finale: Ulf ("the Koenigspython") vs Botho ("Mr. Freeze"). Beide dürfen ihre Waffen frei wählen - Botho nimmt seinen Hockeyschläger mit, während Ulf mit seiner Single bewaffnet versucht seinen Gegner zu zermürben. Wahrscheinlich alles nur Wahnvorstellungen, durch die Musik verursacht - aber ich genieße sie.
Die Sendung wird immer mieser, schließlich gibt's noch das Schwarz/Weiß-Special: einige Minuten lang Bilder vom Treiben Hella und Savas unter der Bettdecke. Seitdem bin ich krank.
Starker Durchfall.
Da geht die Sonne unter: nicht nur, dass Lucy das Haus verlassen muss - nein! Draußen erwarten sie auch noch vier zurecht abgewählte Ex-Bewohner, darunter meine beiden Lieblingspazifisten Botho ("Jeder Mensch ist entbehrlich!") und Karla ("Sava is ne ganz Süße.").
Als Lucy im Studio eintrifft, muss sie weinen. Alex tröstet sie mit einem "Du musst nicht weinen. Ooooh, Lucy." Die Show ist diesmal dermaßen gut, dass ich die Werbepausen als störend empfinde. Doch dann kommt Daniela Küblböck und singt seinen Chartstürmer "Heartbeat". Ich denke daran, dass jeder Mensch entbehrlich ist, und hoffe, dass Botho mit einem Morgenstern zurück ins Studio kommt und Daniel seine Interpretation von "Heartbeat" offenbart. Doch es geschieht nicht.
Ein Plakat im Publikum verkündet: "Kübi toppt Raab". Das schreit doch nach Promi-Boxen. Was wäre das für ein Abend! Erste Runde verbeißt sich Raab ("Iron Fist") in Küblböck ("the Bavarian Beast Boy"), zweite Runde Frauencatchen: Lucy gegen Karla - beide treten nackt an. Und das große Finale: Ulf ("the Koenigspython") vs Botho ("Mr. Freeze"). Beide dürfen ihre Waffen frei wählen - Botho nimmt seinen Hockeyschläger mit, während Ulf mit seiner Single bewaffnet versucht seinen Gegner zu zermürben. Wahrscheinlich alles nur Wahnvorstellungen, durch die Musik verursacht - aber ich genieße sie.
Die Sendung wird immer mieser, schließlich gibt's noch das Schwarz/Weiß-Special: einige Minuten lang Bilder vom Treiben Hella und Savas unter der Bettdecke. Seitdem bin ich krank.
Starker Durchfall.
03.06.2003 um 16:55 Uhr
Bye Bye, Clemens!
Meine allwöchentlichen Magenschmerzen...
Montag Abend, 20:15. Die Batterien meiner Fernbedienung sind frisch, die Tür verschlossen, mein Kotzkübel steht bereit - und das Trauerspiel beginnt. Alex Bechtel heute im Papageien-Dress. Gewagt, aber erfolgreich: mein Magen stöhnt. Dieses Mal gibt's keinen Wochenrückblick, sondern das "Hella und Sava Liebes-Special". Grauenvolle Bilder, die rhythmisch durch Hellas "Sava! Wehe! Oa! Oooo, Sava! Sava, hör auf!" untermalt werden. Die Hintergrundmusik dazu von Madonna irritiert mich ein wenig. Nach 120 Sekunden Schnitt zurück auf Alex Bechtel - und die Übelkeit erobert mich zurück.
Am Ende des zweiten Werbeblocks ist es dann wieder so weit: Vorschau auf Salome, laut RTL2 die erfolgreichste Serie Südamerikas. Der Kübel füllt sich, und während ich mich übergebe, frage ich mich, wie viele Peruaner wohl einen Fernseher besitzen. Die Sendung geht weiter und Alex lächelt in die Kamera: "Ich möchte ihnen auch diese Woche das neue Big-Brother-Magazin vorstellen. Wenn sie gerne jemand anderen überraschen wollen, dann kaufen sie es, denn darin ist eine Anleitung wie man strippt." Alex hält kurz inne und überlegt, kurzer Blick nach unten und anschließend: "Und vielleicht werde ich das auch lesen und unsere Redaktion damit beglücken." Ich vernehme Gelächter im Publikum, während mein Erbrochenes den Eimer zum überlaufen bringt. Ich verliere das Bewusstsein und wache kurz vor Zehn wieder auf.
Nominiert sind nun diese Woche der Österreicher Gabriel ("Ooh, Fock, do!") und Lucy ("Ich muss pissen wie die Sau!"). Viele Fans glauben, dass der motorisch behinderte Gabriel alle Sympathien auf seiner Seite hat, doch man sollte die Strategin Lucy, die sich jetzt immer öfter nackt zeigt, keinesfalls unterschätzen. Wir werden sehen.
Leider.
Montag Abend, 20:15. Die Batterien meiner Fernbedienung sind frisch, die Tür verschlossen, mein Kotzkübel steht bereit - und das Trauerspiel beginnt. Alex Bechtel heute im Papageien-Dress. Gewagt, aber erfolgreich: mein Magen stöhnt. Dieses Mal gibt's keinen Wochenrückblick, sondern das "Hella und Sava Liebes-Special". Grauenvolle Bilder, die rhythmisch durch Hellas "Sava! Wehe! Oa! Oooo, Sava! Sava, hör auf!" untermalt werden. Die Hintergrundmusik dazu von Madonna irritiert mich ein wenig. Nach 120 Sekunden Schnitt zurück auf Alex Bechtel - und die Übelkeit erobert mich zurück.
Am Ende des zweiten Werbeblocks ist es dann wieder so weit: Vorschau auf Salome, laut RTL2 die erfolgreichste Serie Südamerikas. Der Kübel füllt sich, und während ich mich übergebe, frage ich mich, wie viele Peruaner wohl einen Fernseher besitzen. Die Sendung geht weiter und Alex lächelt in die Kamera: "Ich möchte ihnen auch diese Woche das neue Big-Brother-Magazin vorstellen. Wenn sie gerne jemand anderen überraschen wollen, dann kaufen sie es, denn darin ist eine Anleitung wie man strippt." Alex hält kurz inne und überlegt, kurzer Blick nach unten und anschließend: "Und vielleicht werde ich das auch lesen und unsere Redaktion damit beglücken." Ich vernehme Gelächter im Publikum, während mein Erbrochenes den Eimer zum überlaufen bringt. Ich verliere das Bewusstsein und wache kurz vor Zehn wieder auf.
Nominiert sind nun diese Woche der Österreicher Gabriel ("Ooh, Fock, do!") und Lucy ("Ich muss pissen wie die Sau!"). Viele Fans glauben, dass der motorisch behinderte Gabriel alle Sympathien auf seiner Seite hat, doch man sollte die Strategin Lucy, die sich jetzt immer öfter nackt zeigt, keinesfalls unterschätzen. Wir werden sehen.
Leider.
26.05.2003 um 21:14 Uhr
Botho verlässt das Haus
"Ich wurde nominiert, weil meine Teammitglieder wollten, dass ich mehr Battles bestreite!"
"Liebe Bewohner! Nicht erschrecken, ich bin es." Tja, liebe Alex, das sagt sich so leicht. Gott sei Dank brauchen die Bewohner dich nicht sehen, und nur wir zu Hause vor der Mattscheibe müssen mitverfolgen, wie du deinen Ruf, nach Kalle Pohl die zweitschlechtgekleidetste Frau im deutschen Fernsehen zu sein, verteidigst.
Während Botho auf dem Weg zum Studio ist, sehen wir den Wochenrückblick. Absolutes Highlight: Nadja leckt Lucy über die nackte Brust, während unten im Bild Lucys Freund Michael eingeblendet wird, der sich immer wieder über die Lippen leckt.
Dann trifft Botho ein und Alex winkt ihn mit einem "I-Mode Handy von E-Plus, damit kannst du sogar Live in das Haus schalten!" zu sich. Sie spricht ihn direkt auf einen Ausschnitt an, in dem er über Sava lästert: "Der geht mir ja sowas von auf'n Zack!" - Botho erklärt: "Der peilt überhaupt nicht, was um ihn drum geschieht. Sag ich mal. (...) Er ist mir mehrfach ins Maul gefahren", kurz später: "Sava is' ich sag mal so -äää- geistich zurück -öh- zurückgeblieben für mich so wie ich das seh'."
Kurz darauf folgt die Live-Battle: der 1500-Meter-Lauf. Neuneinhalb Minuten monotoner Blick aufs Battle-Field. Neuneinhalb Minuten Stille. Ich dachte, 'Sieben Tage Sieben Köpfe' könnte an Inhalt nicht mehr unterboten werden - wieder habe ich mich geirrt. Mein Vorschlag gegen die Langeweile für die nächste Live-Battle: hetzt alle Bewohner durch ein tiefes Labyrinth, stellt den Battle-Master mit einer MG auf einen Schwenkturm darüber, und lasst den Sprecher verkünden: "SEX ODER STERBEN!". So oder so: wir hätten was zum Lachen!
Um 23:04 ist die Sendung endlich vorbei. Ich schlafe ein und träume von einer endlosen Wüste aus Glasscherben. Über mir in den Wolken sehe ich den RTL2-Programmdirektor auf seinem roten Thron sitzen, ein Donner fährt hinab: "Drei, Zwei, Eins, Go!" In Schweiß gebadet wache ich auf und muss daran denken, dass morgen Abend das Battle noch einmal gezeigt werden wird.
"Liebe Bewohner! Nicht erschrecken, ich bin es." Tja, liebe Alex, das sagt sich so leicht. Gott sei Dank brauchen die Bewohner dich nicht sehen, und nur wir zu Hause vor der Mattscheibe müssen mitverfolgen, wie du deinen Ruf, nach Kalle Pohl die zweitschlechtgekleidetste Frau im deutschen Fernsehen zu sein, verteidigst.
Während Botho auf dem Weg zum Studio ist, sehen wir den Wochenrückblick. Absolutes Highlight: Nadja leckt Lucy über die nackte Brust, während unten im Bild Lucys Freund Michael eingeblendet wird, der sich immer wieder über die Lippen leckt.
Dann trifft Botho ein und Alex winkt ihn mit einem "I-Mode Handy von E-Plus, damit kannst du sogar Live in das Haus schalten!" zu sich. Sie spricht ihn direkt auf einen Ausschnitt an, in dem er über Sava lästert: "Der geht mir ja sowas von auf'n Zack!" - Botho erklärt: "Der peilt überhaupt nicht, was um ihn drum geschieht. Sag ich mal. (...) Er ist mir mehrfach ins Maul gefahren", kurz später: "Sava is' ich sag mal so -äää- geistich zurück -öh- zurückgeblieben für mich so wie ich das seh'."
Kurz darauf folgt die Live-Battle: der 1500-Meter-Lauf. Neuneinhalb Minuten monotoner Blick aufs Battle-Field. Neuneinhalb Minuten Stille. Ich dachte, 'Sieben Tage Sieben Köpfe' könnte an Inhalt nicht mehr unterboten werden - wieder habe ich mich geirrt. Mein Vorschlag gegen die Langeweile für die nächste Live-Battle: hetzt alle Bewohner durch ein tiefes Labyrinth, stellt den Battle-Master mit einer MG auf einen Schwenkturm darüber, und lasst den Sprecher verkünden: "SEX ODER STERBEN!". So oder so: wir hätten was zum Lachen!
Um 23:04 ist die Sendung endlich vorbei. Ich schlafe ein und träume von einer endlosen Wüste aus Glasscherben. Über mir in den Wolken sehe ich den RTL2-Programmdirektor auf seinem roten Thron sitzen, ein Donner fährt hinab: "Drei, Zwei, Eins, Go!" In Schweiß gebadet wache ich auf und muss daran denken, dass morgen Abend das Battle noch einmal gezeigt werden wird.
19.05.2003 um 19:34 Uhr
Petra raus!
Großes Fernsehen, wie jeden Montag: Big Brother - die Entscheidung
Um 21:00 Uhr sitzen die Bewohner noch gemeinsam auf dem Sofa und knabbern an ihren Nägeln. Dann schaltet sich Alex Bechtel dazu: "Liebe Bewohner? Ich werde nun das Ergebnis verkünden.". Einige Momente später öffnet sich bereits der Container und Petra tritt hinaus, nachdem sie sich von ihren Bewohnern mit einem "Eh, Leute, war echt voll geil und so, haut rein! Ja hat echt viel Spass gemacht, und haut rein, ne?" verabschiedet hat.
Das Cabrio wartet um sie zum Studio zu bringen. Es regnet, aber das macht nichts, denn Petra wird auf ihrem Weg zum Wagen wie ein Insekt von der Druckwelle herannahender Regentropfen zur Seite gedrückt, und kann so nicht getroffen werden. 20 Minuten später ist es geschafft - ein letzter Blick auf Petra im Studio, nur noch Ulfs neuen Song hören, und ich kann endlich wieder abschalten. Für heute.
Um 21:00 Uhr sitzen die Bewohner noch gemeinsam auf dem Sofa und knabbern an ihren Nägeln. Dann schaltet sich Alex Bechtel dazu: "Liebe Bewohner? Ich werde nun das Ergebnis verkünden.". Einige Momente später öffnet sich bereits der Container und Petra tritt hinaus, nachdem sie sich von ihren Bewohnern mit einem "Eh, Leute, war echt voll geil und so, haut rein! Ja hat echt viel Spass gemacht, und haut rein, ne?" verabschiedet hat.
Das Cabrio wartet um sie zum Studio zu bringen. Es regnet, aber das macht nichts, denn Petra wird auf ihrem Weg zum Wagen wie ein Insekt von der Druckwelle herannahender Regentropfen zur Seite gedrückt, und kann so nicht getroffen werden. 20 Minuten später ist es geschafft - ein letzter Blick auf Petra im Studio, nur noch Ulfs neuen Song hören, und ich kann endlich wieder abschalten. Für heute.
05.05.2003 um 14:22 Uhr
RTL2 holt Ulf aus dem Haus
Die wahren Gründe, warum der Publikumsliebling gehen musste.
Ein Raunen ging diesen Montag durch die Wohnzimmer Deutschlands, als die Ergebnisse auf dem Bildschirm erschienen: Ulf unbeliebter als Khadra? Das kam mir doch arg merkwürdig vor, und forschte nach. Nachdem ich einen Kabelträger von RTL2 mit einer Jahreskarte für Wer-Wird-Millionär bestochen hatte, verriet er mir, dass der Sender die Telefonabstimmung manipuliert hat. "Der Ulf ist einfach nicht mehr tragbar. Der vergreift sich an Kindern und so."
Die Gründe im Überblick:
1. Ulf ist ein Lügner
Fiktion: "Mit Sex vor der Kamera hab ich kein Problem"
Fakt: Ulf versagt bei einem Porno-Casting. Wer Interesse hat: Ulfs Versagen ist auf DVD Erhältlich ("Sex-Casting 3 im Studio Dortmund"). Im Film beschränkt sich sein Text auf: "Ich bin Ulf aus Dormagen. Und ich hab' einen Casting-Bericht bei "Wahre Liebe" gesehen. Da hab' ich mir gedacht: Boah, das machst Du auch".
2. Ulf vergreift sich an Kindern.
In der zweiten Woche gibt er es zu: "Meine letzte Freundin war 16, ich war zwei Jahre mit ihr zusammen." (...) "Das war der beste Sex, den ich je hatte."
3. Big-Brother will Ulfs Single vermarkten, während die Sendung noch läuft. Ulf in einem Interview zu mir: "Als ich rauskam, war das alles schon fertig vorproduziert." - man stelle sich vor, Khadra hätte das Haus verlassen. Was sie wohl mit "Du bist das Größte, das Geilste und das Schönste!" besungen hätte?
Eine unschöne Aktion von RTL2! Schämt euch!
Ein Raunen ging diesen Montag durch die Wohnzimmer Deutschlands, als die Ergebnisse auf dem Bildschirm erschienen: Ulf unbeliebter als Khadra? Das kam mir doch arg merkwürdig vor, und forschte nach. Nachdem ich einen Kabelträger von RTL2 mit einer Jahreskarte für Wer-Wird-Millionär bestochen hatte, verriet er mir, dass der Sender die Telefonabstimmung manipuliert hat. "Der Ulf ist einfach nicht mehr tragbar. Der vergreift sich an Kindern und so."
Die Gründe im Überblick:
1. Ulf ist ein Lügner
Fiktion: "Mit Sex vor der Kamera hab ich kein Problem"
Fakt: Ulf versagt bei einem Porno-Casting. Wer Interesse hat: Ulfs Versagen ist auf DVD Erhältlich ("Sex-Casting 3 im Studio Dortmund"). Im Film beschränkt sich sein Text auf: "Ich bin Ulf aus Dormagen. Und ich hab' einen Casting-Bericht bei "Wahre Liebe" gesehen. Da hab' ich mir gedacht: Boah, das machst Du auch".
2. Ulf vergreift sich an Kindern.
In der zweiten Woche gibt er es zu: "Meine letzte Freundin war 16, ich war zwei Jahre mit ihr zusammen." (...) "Das war der beste Sex, den ich je hatte."
3. Big-Brother will Ulfs Single vermarkten, während die Sendung noch läuft. Ulf in einem Interview zu mir: "Als ich rauskam, war das alles schon fertig vorproduziert." - man stelle sich vor, Khadra hätte das Haus verlassen. Was sie wohl mit "Du bist das Größte, das Geilste und das Schönste!" besungen hätte?
Eine unschöne Aktion von RTL2! Schämt euch!
