Flaschenpost aus der geschlossenen Anstalt
Ein Reisebericht, oder: Hirngeschnipsel und mein verlorenes Leben
Klein-Hinkebein stolziert im Kreis und bohrt so tief im Ohr, dass es sprudelt; Kalle Pohl wühlt in seinem Haar nach Goldstücken und Katja Burkard zitiert Wilhelm Busch zu Melodien alter Nazilieder.
Das ist Alltag im Hochsicherhreitstrakt der geschlossenen Psychiatrie Köln-Lindenthal. Die letzte Big Brother Sendung hatte stärkere Schäden in meinem Hypothalamus verursacht, als ich zunächst dachte. Die Erinnerungen an die folgenden sechs Monate sind getrübt. Da waren Operationen an meinem Kopf... da waren Schneidwerkzeuge, Bohrer und viel Blut. Ärzte in grünen Kitteln. Typisches Vormittagsprogramm.
Vor einer Woche bin ich dann hier aufgewacht. Graue Wände, keine Fenster; und knapp 100 Insassen, die mindestens genau so einen an der Klatsche haben wie ich.
Überraschend, wie viele RTL-Prominente hier gelagert werden. Da sitzen Frauke Ludowig und Birgit Schrowange und straffen ihre Haut. Peter Kloeppel züchtigt sich selbst mit der Peitsche und schreit immer und immer wieder Worte der Entschuldigung. Niemand hört ihn hier. Und - ja! auch der Prinz des gesprochenen Schwachsinns: Oliver Geissen ist da und übt seine Mundwinkel in nie besuchte Gesichtspartien zu verziehen.
Sie haben mich für vorerst acht Jahre eingewiesen. Acht Jahre! Scheiße. Keine Fenster. Aber ich finde schon einen Weg hier raus. Der Vogel muss wieder fliegen. Der Vogel muss fliegen... immer noch Nachwirkungen der Behandlung. Die Worte kommen nur langsam zurück, beim Schreiben schmerzt der Kopf. Aber ich gebe nicht auf. Verlasst euch auf mich, ich wß die Wache kommt, ich muss schl
Klein-Hinkebein stolziert im Kreis und bohrt so tief im Ohr, dass es sprudelt; Kalle Pohl wühlt in seinem Haar nach Goldstücken und Katja Burkard zitiert Wilhelm Busch zu Melodien alter Nazilieder.
Das ist Alltag im Hochsicherhreitstrakt der geschlossenen Psychiatrie Köln-Lindenthal. Die letzte Big Brother Sendung hatte stärkere Schäden in meinem Hypothalamus verursacht, als ich zunächst dachte. Die Erinnerungen an die folgenden sechs Monate sind getrübt. Da waren Operationen an meinem Kopf... da waren Schneidwerkzeuge, Bohrer und viel Blut. Ärzte in grünen Kitteln. Typisches Vormittagsprogramm.
Vor einer Woche bin ich dann hier aufgewacht. Graue Wände, keine Fenster; und knapp 100 Insassen, die mindestens genau so einen an der Klatsche haben wie ich.
Überraschend, wie viele RTL-Prominente hier gelagert werden. Da sitzen Frauke Ludowig und Birgit Schrowange und straffen ihre Haut. Peter Kloeppel züchtigt sich selbst mit der Peitsche und schreit immer und immer wieder Worte der Entschuldigung. Niemand hört ihn hier. Und - ja! auch der Prinz des gesprochenen Schwachsinns: Oliver Geissen ist da und übt seine Mundwinkel in nie besuchte Gesichtspartien zu verziehen.
Sie haben mich für vorerst acht Jahre eingewiesen. Acht Jahre! Scheiße. Keine Fenster. Aber ich finde schon einen Weg hier raus. Der Vogel muss wieder fliegen. Der Vogel muss fliegen... immer noch Nachwirkungen der Behandlung. Die Worte kommen nur langsam zurück, beim Schreiben schmerzt der Kopf. Aber ich gebe nicht auf. Verlasst euch auf mich, ich wß die Wache kommt, ich muss schl
