~Der~Weg~zum~Uns~

07.03.2007 um 13:16 Uhr

Heut Nacht

Ich bin vor Dir ins Bett, weil ich super müde war. Hab aber noch mitbekommen, wie DU kurz darauf auch da warst und "Gute Nacht Schatz" zu mir gesagt hast. Ich hab irgendwas vor mich hingemurmelt und Dich angeblinzelt. Da schaust Du mich an und meinst "Du bist so eine Süße"    Verrückt   

Das mag nur ne Kleinigkeit sein, mich macht sie aber glücklich Fröhlich

04.03.2007 um 15:34 Uhr

Was ist passiert in den letzten Monaten?

Wir hatten immer mal wieder schwierige Tage dabei, aber letzendlich haben wir es geschafft. Wir haben wirklich wieder zueinander gefunden und sind glücklich. Es hat sich einiges geändert, wir reden miteinander, haben uns auch schon vorher nicht angeschrien. Wir reden jetzt über alles mögliche, vor allem über "Kleinigkeiten". Denn die waren es letzendlich was zu unserer Trennung geführt haben.

Ich hab das Gefühl, Du nimmst meine Liebe nicht mehr als selbstverständlich hin, Du bist glücklich, dass ich Dich liebe.
Unser nächster Schritt wird sein, dass wir wieder zusammen ziehen. Dazu bin ich aber noch nicht wieder bereit. Das weißt Du und bedrängst mich nicht.

Du gehst sehr auf mich ein, fragst nach, wirst sehr selten ungeduldig. Du bist ruhiger den Kindern gegenüber, versuchst auf sie zuzugehen. 
3 Wochen warst Du hier mit ihnen alleine und ich denke, dass ich sagen kann, dass Ihr das ganz prima gemeistert habt. Natürlich gab es mit dem Großen Probleme, aber die wird es immer mal wieder geben.
Du gibst mir wieder das Gefühl, dass Du gerne mit mir zusammen bist, dass Du gerne mit mir redest und auch mit mir schweigst.

Ich hoffe für unsere Liebe, dass wir auf diesem Weg bleiben werden, dass wir uns nie mehr aus den Augen verlieren, unsere Liebe nie mehr so auf die Probe stellen.

 

04.03.2007 um 15:03 Uhr

Warum?

Der Gedanke an Micha hat mich wieder in mein blog getreiben. Ich wollte schauen, ob er etwas geschrieben hat. Die Nachricht von seinem Tod hat mich sehr tief bewegt, auch wenn ich ihn nicht persönlich kannte.

Ich hab ihn hier als so lieben, zuversichtlichen und lebensfrohen Menschen kennen gelernt. 
Warum müssen Menschen so früh ihr Leben geben?
 

05.10.2006 um 11:09 Uhr

Schließung

Ich schließe mein blog hier - vorläufig - ab. Wir sind auf einem guten Weg zueinander.

Du sagst, ich kümmere mich wieder richtig um Dich, bin aufmerksamer. Ich hab das Gefühl, dass ich bin wie immer. Das verwirrt mich noch etwas, weil ich mir denke, dass alles was passiert ist nicht hätte passieren müssen, wenn Du mich so liebst, wie ich jetzt bin. Denn so war ich immer und werde es immer sein.
Ich kann im Moment noch nicht wieder von Liebe reden, weiß nicht, ob ich mich selbst blockiere oder ob ich Dich tatsächlich weniger liebe als früher.

Gesundheitlich geht es mir die meiste Zeit gut. Leider fallen mir immer mehr Haare aus was Du scherzhaft mit "Dann kaufen wir Dir ne schicke Perücke" kommentiert hast. Die "Leichtigkeit" mit der Du den Krebs nimmst, hilft mir sehr ihn auch leichter zu sehen.

Aber all das sind Dinge, die für mich nicht mehr aufschreibenswert sind. Dieses blog hat mir durch eine sehr schwere Zeit geholfen, gemeinsam mit meinen Freunden, die immer für mich da waren.
Jetzt bin ich wieder zurück im Leben und es fehlt mir deutlich an Zeit, mich genügend um dieses blog zu kümmern. 

Ich danke allen, die Teil an meinem/unseren Leben hatten für diese kurze Zeit. So manches Mal kamen die Worte zur rechten Zeit und haben mich aufgemuntert oder mir die Gedanken etwas klarer gemacht.

Ich wünsche euch alles Liebe und hoffe, dass sich Eure Ziele und Wünsche ebenso erfüllen, wie meine :o)

 Fröhlich

  

24.09.2006 um 07:31 Uhr

Tagebuch

Ich hab Dir gesagt, dass ich vor 3 Monaten Dein Tagebuch gelesen hab. Die Konsequenzen waren mir eigentlich nicht so wichtig, ich wollte es loswerden, weil sich dadurch viele meiner Gedanken und Verhaltensweisen für Dich erklären.

Du hast - für mich - sehr gelassen reagiert. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass DU Angst hast was passiert. Ich bin froh, dass ich es Dir endlich gesagt habe, es waren zwar nur wenige Einträge, aber die hatten es in sich. Vieles hattest Du mir schon selbst erzählt, vieles hatte ich im Gefühl. Aber das so niedergeschrieben zu lesen, war sehr belastend für mich. Das hab ich Dir auch gesagt. 

Ich hoffe, dass ich diese leidige Geschichte mit D. bald hinter mir lassen kann und wir eine Chance auf einen Neubeginn haben.  

 

20.09.2006 um 11:12 Uhr

Gedanken

"Gerade in der größten Verzweiflung
hast du die Chance,
dein wahres Selbst zu finden.
Genauso wie Träume lebendig werden,
wenn du am wenigsten damit rechnest,
wird es mit den Antworten auf jene Fragen sein,
die du nicht lösen kannst.
Folge deinem Instinkt
wie einem Pfad der Weisheit,
und laß Hoffnung
deine Ängste treiben."

(Sergio Bambaren)

20.09.2006 um 10:56 Uhr

Viel Zeit vergangen

Ich hab es Dir heute Nacht gesagt, ich hab den Wunsch, Dich zu verletzen, damit Du erspüren kannst, wie sehr Du mich verletzt hast.
Deswegen konnte ich auf Deine Frage "Willst Du mich wieder haben, für immer?" nicht mit "Ja" antworten. Denn ich weiß immer noch nicht, ob ich Dich wirklich wieder haben will, oder ob mir dieses lockere Zusammensein genügen würde.   

Du willst Dich nicht rechtfertigen, bereust nichts. Wie soll ich damit umgehen?

 

 

11.09.2006 um 20:57 Uhr

Gedicht

Ich möchte mit dir atmen,

mit dir fühlen,

dir mit meinen Händen

zärtliche Worte

in die Haut flüstern,

dir mit meinem Herzen

Sehnsüchte ins Ohr trommeln,

dir nahe sein

bei Tag und bei Nacht.

(Annegret Kronenberg)



11.09.2006 um 10:58 Uhr

Schwierig

Für mich ist heute ein recht schwieriger Tag.

Wir haben über´s Wochenende wieder viel Zeit miteinander verbracht. Es war auch schön, harmonisch.

Ich merke aber, dass meine Gedanken immer wieder abschweifen. Ich muss daran denken, was alles passiert ist in diesen paar Monaten. Es sind so viele Dinge geschehen, die mich sehr tief verletzt haben. Ich weiß wirklich nicht, ob ich das jemals vergessen kann.

So wie Du Dich jetzt verhältst, kann ich es keinesfalls vergessen. Ich merke auch immer wieder, dass Du noch nicht wieder bereit bist, Dich ganz auf mich zubewegen. Das fehlt mir aber. Ich brauche einen Mann der mich umschwärmt, der mir im Vorbeigehen mal liebevoll den Nacken streichelt, mir mal zuzwinkert, meine Hand nebenbei streichelt, solche "Kleinigkeiten" eben, die ganz viel bewirken können, weil man dadurch zeigt, dass man zusammen gehört und sich liebt.

 

 

06.09.2006 um 13:08 Uhr

Ich weiß....

... Du liest hier nicht mehr mit. Trotzdem werde ich weiter schreiben, denn vielleicht schaust Du irgendwann mal wieder rein um Dich zu erinnern.

Ich hab Dich jetzt bewusst für einige Tage auf Abstand gehalten. Denn ich wusste nicht, wie wichtig es Dir ist, hier auch mal zu schlafen um mich in Deiner Nähe zu haben.
Gestern habe ich das begriffen und Dir deshlab gesagt, dass Du kommen kannst wenn Dir danach ist. Dass Du sofort kommst, hatte ich geahnt, aber nicht für wirklich realistisch gehalten.

Ich schlafe sonst nie so tief und fest wie wenn Du hier bist.

 

 

05.09.2006 um 07:55 Uhr

DarkHoneyLady zitiert

DarkHoneyLady: Ich halte gar nichts von taktischen Versuchen, einem anderen etwas abzuringen oder zu entlocken, was er nicht freiwillig und von ganzem Herzen gibt, pocoos - jedenfalls nicht auf der Beziehungsebene.
Schmeicheleien, Lobhudeleien, das Freuen über Selbstverständlichkeiten, das alles ist doch nichts anderes, als die Verbrämungen von Enttäuschungen und unerfüllten Sehnsüchten.
Ich hab da mal eine, zugegeben sehr provokante Frage, walkunafraid: Möchtest du WIRKLIch einen Mann an deiner Seite haben, der sich so unklar verhält und so große Schwierigkeiten hat, sich zu entscheiden und zu seinen Gefühlen klar zu bekennen, so oder so - dir gegenüber oder seiner Frau gegenüber???
Was wäre das tief in deinem Inneren für ein Gefühl, wenn er jetzt zu dir käme - außer der ersten Freude natürlich - könntest du ihm trauen, dich ganz auf ihn einlassen, dich fallenlassen und geborgen fühlen, dich auf ihn verlassen, was auch immer kommen mag?
Oder gäbe es da auch Angst und Zweifel in dir? Würdest/müsstest du ihn erst mal austesten und ihn beobachten? Ist es die Sehnsucht nach Erfüllung deiner Träume und die Belohnung für all deine Mühen und deine Geduld, die hier nach "Entschädigung" drängen (was überhaupt nicht zu kritisieren ist, bitte nicht missverstehen!) - oder ist es ein eigenständiges, unerschütterliches Gefühl der Liebe in dir, das sich danach sehnt, endlich gelebt werden zu können und das sich in dir an ihm und euren gemeinsamen Erlebnissen festmacht?
Das ist sehr, sehr schwer zu unterscheiden, ich weiß...Es sind wichtige Fragen - für dich und deinen weiteren Weg! Ich traue mich, sie dir zu stellen und erwarte keine Antworten, die du nicht geben magst oder noch nicht kennst.
Aber ich bitte dich inständig, dir diese Fragen zu stellen - mit all deinem Ernst und voller Gefühl - es sind SchlüsselFragen.Sehr, sehr liebe Grüße! Alles Liebe!

03.09.2006 um 15:30 Uhr

Auch wenn es momentan schwierig ist...

 

Wenn irgendwer auf dieser Welt
Bis zum Ende zu dir hält
Wenn irgendwer auf dieser Welt
Dir niemals in den Rücken fällt
Wenn irgendwer auf dieser Welt
Niemals deine Geheimnisse erzählt
Wenn irgendwer auf dieser Welt
Sich immer zu dir stellt

Wenn irgendwer auf dem Planet
Dich um keinen Preis verrät
Wenn irgendwer auf dem Planet
Für immer zu dir steht
Wenn irgendwer auf dem Planet
Bis zum Ende mit dir geht

Dann bin das ich

(Glashaus)

03.09.2006 um 12:57 Uhr

Wenn das Liebe ist - Glashaus

Wenn das Liebe ist
Warum bringt es mich um den Schlaf ?
Wenn das Liebe ist
Warum raubt es mir meine Kraft ?
Wenn das Liebe ist
Sag mir, was es mit mir macht ?

 


 

31.08.2006 um 14:10 Uhr

Aufräumarbeiten

Ich hab beschlossen, meine Gefühle zuzulassen. Wenn Du sie als Vorwürfe siehst, ist das Dein Problem. Meines ist die Verarbeitung dessen, was geschehen ist.
Falls es Dich nicht interessiert, höre hier bitte auf zu lesen.

Ich hätte Dich im Krankenhaus so dringend gebraucht. Hab aber Verständnis dafür gezeigt, dass Du dich nicht so lange dort aufhalten willst. Klar bist Du jeden Tag gekommen - ca. 30 Minuten lang - dann musstest Du wieder gehen. Und ich war alleine.

Während ich versucht habe mich wieder aufzurappeln, hast Du dich mit D. getroffen. Sie geküsst, obwohl wir noch fest zusammen waren und von Trennung keine Rede war! Natürlich hatten wir Probleme, aber die lösen sich nicht, indem man sich einen anderen Partner sucht. Ich weiß, Du hast nicht gesucht, aber zugelassen hast Du es!

Am Tag der Diagnose, konntest Du mich nicht schnell genug zuhause absetzen um Dich mit D. zu treffen. Selbst in einer schweren Krise ist das kein menschliches Verhalten.
Gegen den Krebs kämpfe ich allein, mit ein paar Freunden an meiner Seite. Mit wem kann ich denn reden, wenn es mir schlecht geht?

Wie sehr hab ich mir ein Wochenende alleine mit Dir gewünscht, dass wir mal wieder Zeit für uns haben, dass wir vielleicht wieder zueinander finden. Mit mir wolltest Du nicht mehr weg, mit D. schon. Ein ganzes Wochenende in Prag und ich saß hier, alleine, krank und einsam.

Im Strahlenbunker hab ich mir Deine Sorgen wegen D. angehört. Das hab ich gerne für Dich gemacht, würde ich auch jederzeit wieder tun. Aber was ist mit meinen Gefühlen und Sorgen? Wo soll ich hin damit?
Wenn ich zu Dir komme, hab ich das Gefühl, ich bin Dir lästig. Aber in mir ist noch so vieles unverarbeitet, wie soll ich es verarbeiten, wenn ich nicht darüber reden kann?  

Was hab ich alles "ertragen" in den letzten Monaten? Stillschweigend, weil ich ja versprochen habe, Dir keine Vorwürfe zu machen. Aber ich habe das Recht Dir Vorwürfe zu machen, weil Du dich schäbig benommen hast.

Du hast dieser Tage erst zu mir gesagt, dass Du keinen Grund siehst, Dich wegen D. bei mir zu entschuldigen (sinngemäß, möchte nicht die ganze Unterhaltung hier aufschreiben).

Seit Wochen schwankst Du zwischen Deinen Aussagen hin und her. Mal empfindest Du nichts für mich, mal doch noch ein bisschen, sonst würdest Du es ja nicht noch probieren wollen. Neu verliebt in mich warst Du auch schon wieder. Gerade überwiegen Deine Zweifel... Mir sagst Du, ich hätte Gefühlsschwankungen?

Ich bin gerne mit Dir zusammen, ich hab Dich auch noch lieb, aber es muss sich vieles ändern, bevor ich wieder mit Dir zusammen sein kann.

Du kommst in unsere Wohnung und sagst in einem Deiner ersten Sätze "Wenn ich nur unter den Tisch da schaue...." und wunderst Dich dann, wenn sich keiner richtig freut, dass Du da bist? Es sind Kinder, ok, wenn Du als Kind schon so reinlich warst, ist das schön, andere Kinder sind das nicht und das ist nicht schlimm. Man muss es ihnen eben immer wieder sagen. Sicher reicht es mir auch mal, aber warum reicht es Dir, der hier nur alle paar Tage rein kommt? Ist Dein Bild von uns so negativ, dass Dich der kleinste Anlass schon sauer macht?

Ja ich weiß, Du hast vieles geschluckt die letzten Jahre, aber hast Du es wirklich geschluckt? Ich hatte das Gefühl, dass Du deinem Ärger immer/meistens Ausdruck verliehen hast.

Gestern hast Du L. angemotzt, weil sie Dir etwas erklären wollte, was Du E. gefragt hast. Mit dem Großen war scheinbar etwas ähnliches als ich weg war. Die Kinder dürfen sich in keine Unterhaltung "einmischen". Man kann doch auch liebevoll sagen "Du L. ich hab E. gefragt, lass es ihn doch erstmal versuchen und wenn er nicht weiter kommt, dann erzählst Du es mir :o)". Ich vermisse die Liebe, wenn Du bei uns bist, schon lange. Das war auch immer wieder Thema zwischen uns. Ich weiß, Du bist kein großer Pädagoge, aber liebevoll kann man doch trotzdem sein.

Warum kannst Du nicht einfach froh sein, wenn die Kinder auf Dich zukommen? Sie haben Dir doch nichts getan. Die Distanz die inzwischen zwischen Euch steht, die hast zu einem großen Teil Du zu verantworten, weil Du so hart zu ihnen bist.

Warum darf hier keiner reden wann es ihm gefällt? Es ist wichtig, dass man sich in einer Familie miteinander unterhält. Warum bist Du nicht froh, dass die Kinder - trotz allem was war - immer noch Kontakt zu Dir suchen. Ist Dir der Kontakt zu den Kindern auch lästig?

Die Kinder und ich hatten ein sehr gutes Verhältnis als wir hier her gezogen sind. Im Laufe der Zeit hast sich das verändert. Ich wurde immer härter. Vielleicht lag es daran, dass Du mir immer wieder gesagt hast ist wäre nicht konsequent genug. Aber wir sind gut klar gekommen. Haben es uns schön gemacht, konnten offen und ehrlich miteinander reden. L. hat noch nicht gelogen, D. hat nicht ständig rumgemault. Sicher hat er vieles von seinem Vater übernommen, aber man kann doch ein Kind nicht soweit ausgrenzen aus der Familie, dass es sich nicht mehr wohlfühlt. Es geht hier nicht um einen Kampf wer stärker ist. Sondern darum dass eine Familie zusammenwächst und jeder den Anderen respektvoll behandelt.

Ich höre hier für heute auf.

29.08.2006 um 14:30 Uhr

"Kleinigkeiten" die das Leben schöner machen

Bekomm ich eben nen Anruf von meiner SB bei der Krankenkasse. Sie wollte sich nur mal erkundigen, wie es mir so geht, lieb oder?  Hat mir noch erklärt, wo ich meinen Kurantrag nun stellen muss usw. Hach, freue mich darüber Fröhlich   

29.08.2006 um 08:33 Uhr

Who knew?

You took my hand
You showed me how
You promised me you'd be around
I took your words
And I believed
In everything
You said to me

If someone said three years from now
You'd be long gone
I'd stand up and punch them up
Cause they're all wrong
I know better
Cause you said forever
And ever


 

29.08.2006 um 07:43 Uhr

Erschöpft

Ich bin müde, hab teilweise den "Zustand" erreicht, wie vor 3 Monaten. Bin erschöpft, fühle mich kraftlos. Das was Du von mir erwartest (schreib es mir bitte auf, dann kann ich manche Dinge nicht immer wieder vergessen), übersteigt zur Zeit meine Kraft. Denn ich denke, dass ich alles tue um mich zu ändern.

- Ich soll nicht in eine Diskussion über die Kinder vor den Kindern mit Dir gehen - ok, daran arbeite ich, weil das falsch von mir ist.
- Ich soll mit Dir über meine Gefühle offen reden - das versuche ich!
- Ich soll etwas für mich tun - das tue ich zur Zeit reichlich.
- Ich soll den Kindern gegenüber konsequenter sein - ich finde ich bin konsequent.
- Ich sollte mit den Kindern in Therapie gehen - bin ich und auch das raubt mir wieder unheimlich viel Zeit, aber wir ziehen das durch.
- Ich sollte aufhören zu interpretieren - das hab ich.
- Ich soll Dir vertrauen wenn Du etwas zu mir sagst und das nicht immer wieder prüfen - tue ich, z.B. gestern wegen eBay.
- Ich sollte Dich loslassen - hab ich auf jeden Fall, den ich hab nur noch wenig Angst Dich zu verlieren.

Ich fühle mich überfordert mit dem Haushalt, den Kindern, der Arbeit (damit verbunden 1 x Schule die Woche bis Jan.) und dem Kampf gegen den Krebs. Am liebsten würde ich ausbrechen, Koffer packen und weit weg gehen. Dahin, wo ich ohne Familie bin, wo Menschen mich so akzeptieren können wie ich bin.

Ich bin traurig und weiß nicht wohin damit.

Es setzt mich unter Druck, wenn Du sagst, dass Du bis Januar längst entschieden haben willst, ob wir wieder zusammen kommen oder nicht.  

Manchmal ist für mich auf diesem weiten Meer kein Land in Sicht....

 

27.08.2006 um 09:28 Uhr

Gedicht

Vielleicht bedeutet Liebe auch lernen,
jemanden gehen zu lassen.
Wissen,
wann es Abschied nehmen heißt.
Nicht zulassen,
dass unsere Gefühle dem im Weg stehen,
was am Ende wahrscheinlich
besser ist für die,
die wir lieben.
(Sergio Bambaren, "Der träumende Delphin")

 

27.08.2006 um 09:04 Uhr

Realität

Das mich die Realität so schnell einholt, hätte ich nicht gedacht. Dieser eine Satz "Ich glaub, du interpretierst zu viel rein, weil wir uns jetzt mal 2 Tage gesehen haben", hat mich mit einem Schlag auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. 

Ich war so gut gelaunt, hatte schon ein paar Kleinigkeiten für Deinen Geburtstag besorgt und hatte einen wirklich schönen Nachmittag. Und darauf werde ich mich jetzt konzentrieren. Vielleicht haben wir ja tatsächlich zu viel Zeit miteinander verbracht. Vielleicht bin ich wirklich zu weit auf dich zugegangen und hab Dich bedrängt. Ich werd Dich wieder in Ruhe lassen und warten, dass Du auf mich zukommst. 

 

 

 

 

25.08.2006 um 08:21 Uhr

Langsamer Abschied?

Ich glaube, dieses blog wird so langsam überflüssig. Wir sind inzwischen so oft zusammen, dass Du jeden Tag meine "Entwicklung" verfolgen kannst. Wir gehen aufeinander zu. Heute Morgen bin ich zum ersten Mal wieder aufgewacht und dachte, dass es sich richtig anfühlt. Ich war froh, Dich neben mir zu spüren und hatte auch nicht den Wunsch, dass Du bald wieder gehst. Ich hab auch wieder voll durchgeschlafen, das kann ich ohne Dich nicht.

Trotzdem spüre ich, dass ich wegen D. noch blockiert bin, aber das wird sich auflößen! Ich bin froh, dass ich immer noch einen emotionalen Abstand zu Dir habe, denn so kann ich manches klarer sehen.

Ich merke ganz deutlich, wie sehr Du dich bemühst, aber es steckt noch die Angst in mir, dass es bald wieder vorbei ist und wir in den alten Trott verfallen. Ich glaub, das ist auch der Grund, warum ich den räumlichen Abstand gerne beibehalten möchte. Wenn wir uns nicht sehen wollen, geht eben jeder in seine Wohnung und so find ich das auch toll.