Der ganz normale Wahnsinn

23.10.2006 um 21:03 Uhr

Zu Blöd?!

Das mit dem Bilder hochladen habe ich nicht hingekriegt. Entweder bin ich zu blöd oder das Programm hier gibt das nicht her. Oder die Bilddateien sind zu groß. Oder was auch immer.

Ich hätte gern mal ein Foto von Lucy gezeigt. Die Stubentigerin, die seit letztem Montag das Haus mit bewohnt. Sie ist wirklich niedlich und auch etwas ungezogen. Besonders wenn ihr Frauchen da ist! Dann wird über Tisch und Schrank  geschlichen was das Zeug hält! Ansonsten bemerkt man sie kaum. Tagsüber schläft sie meistens im Flur oder auf der Treppe. Heute hat sie entdeckt, dass man wunderbar hinter Vorhängen herumwuseln kann. Ja, sie hat sich schnell eingelebt und scheint sich hier richtig wohl zu fühlen.

Ich muss diese Woche länger arbeiten. Durch die Wohnungsauflöserei letzte Woche hab ich ein paar Mal eher Feierabend  gemacht. Zack - hat man über vier Minusstunden gemacht! Die muss ich erst mal wieder abbauen. Gefällt mir allerdings gar nicht.  Zumal ich eh' schon 40 Stunden die Woche arbeiten muss....

Mittwoch will ich mal wieder ins Kino. Meine Freundin und ich wollen uns den WM-Film von Sönke Worthmann angucken. Das war ja auch wirklich eine schöne Fußball-Weltmeisterschaft!

Und dann Werder Bremen! Sieg gegen die Bayern! Als Nordlicht gefällt es mir immer besonders gut, wenn die Bayern verlieren....*hämisch grins* - ja ich bekenne mich hier und an dieser Stelle als Bayern-Hasserin. Aber da bin ich wohl nicht die Einzige...

21.10.2006 um 20:44 Uhr

Mal was neues

Ich wollte hier ja eigentlich öfter etwas niederschreiben. Na ja, erstens kommt es anders und zweitens als man denkt! Letzte Woche hat mich eine ganz böse Erkältung heimgesucht. Mein Leben spielte sich 4 Tage lang hauptsächlich im Liegen auf der Couch ab. Am Montag war ich wieder einigermaßen fit und bin zur Arbeit gegangen. Ich wollte es eigentlich erst mal langsam angehen lassen. Da erreichte mich eine Email mit einem Hilferuf von meiner älteren Tochter. Sie wohnt mit einem jungen Mann zusammen. Erst hatten sie eine Beziehung miteinander aber seit August sind sie nicht mehr zusammen. Er wollte (und sollte) sich eine neue Wohnung suchen. Hat er aber nicht getan. In der Nacht von Sonntag auf Montag haben die Beiden sich heftig gestritten; er hat sie getreten und rumrandaliert. Außerdem hatte er ihr auch noch Geld gestohlen. Sie wollte nicht mehr in die Wohnung zurück.

Lange Rede - kurzer Sinn: ich habe Freunde mobilisiert mit Transporter und Anhänger. Kurzerhand haben wir am Montag Nachmittag die Wohnung geräumt. Nun ist sie erst mal hier untergekrochen. Mit Sack und Pack nebst 5 Ratten und einer Katze. Die großen Sachen sind vorerst bei Oma und Opa in der Gartenlaube eingelagert. In meinem Wohnzimmer steht jetzt zusätzlich noch ein großes Schlafsofa.

Das war wohl nix mit erst mal ruhig angehen lassen. Die Woche war ganz schön anstrengend. Dienstag und Mittwoch war ich auch mit ihr in der Wohnung - Kleinigkeiten in Kartons packen und abholen. Dann hier im Haus erst mal Ordnung schaffen. Donnerstag haben wir Lebensmittel eingekauft.Und gestern haben wir ihren Geburtstag nachgefeiert. Mit Familie.

Heute Abend bin ich (endlich) mal allein.

Und ich bin jetzt schon ganz müde....

Eigentlich wollte ich ein Bild von dem Kätzchen hier einbinden. Aber ich habe das nicht hingekriegt. Ich habe keine URL vom Foto. Kann man das nicht auch von der Festplatte hier hochladen? Wer weiss Bescheid?

 

07.10.2006 um 11:56 Uhr

Neulich bei Aldi

Neulich - es ist schon eine Weile her - war ich mit meiner Tochter bei Aldi einkaufen. Als wir an den Europaletten mit Christstollen und Lebkuchen vorbeikamen, fing sie an zu schimpfen, wie pervers doch doch ist, jetzt schon Weihnachtsgebäck zu verkaufen. Und mir fiel in diesem Zusammenhang folgende Geschichte ein:

Weihnachtsstimmung

Montag, 11. September

Schönster Altweibersommer - Noch einmal Menschen in T-Shirt und Sandalen in den Straßencafes und Biergärten. Bisher keine besonderen Vorkommnisse in der Hauptstraße. Dann plötzlich um 10:47 Uhr kommt der Befehl von Aldi-Geschäftsführer Erich B.: "Fünf Paletten Lebkuchen und Spekulatius in den Eingangsbereich!" Von nun an überschlagen sich die Ereignisse. Zunächst reagiert Minimal-Geschäftsführer Martin O. eher halbherzig mit einem erweiterten Kerzensortiment und Marzipankartoffeln an der Kasse.

15:07 Uhr: Edeka-Marktleiter Wilhelm T. hat die Mittagspause genutzt und operiert mit Lametta und Tannengrün in der Wurstauslage.

16:02 Uhr: Die Filialen von Penny und Extra bekommen Kenntnis von der Offensive, können aber aufgrund von Lieferschwierigkeiten nicht gegenhalten und fordern ein Weihnachtsstillstandsabkommen bis zum 16. September. Die Gespräche bleiben ohne Ergebnis.

Dienstag; 12.September:

07:30 Uhr: Im Eingangsbereich von Karstadt bezieht überraschend ein Esel mit Rentierschlitten Stellung, während zwei Weihnachtsmänner vom studentischen Nikolausdienst vorbeihastende Schulkinder zu ihren Weihnachtswünschen verhören.

Zeitgleich erstrahlt die Kaufhausfassade im gleißenden Schein von 260.000 Elektrokerzen. Die geschockte Konkurrenz kann zunächst nur ohnmächtig zuschauen.

Immerhin haben jetzt auch Karstadt, C&A und Real den Ernst der Lage erkannt.

Mittwoch, 13. September:

09:00 Uhr: Edeka setzt Krippenfiguren ins Gemüse.

09:12 Uhr: Minimal kontert mit massivem Einsatz von Rauschgoldengeln im Tiefkühlregal.

10:05 Uhr: Bei Karstadt verirren sich Dutzende Kunden in einem Wald von Weihnachtsbäumen.

12:00 Uhr: Neue Dienstanweisung bei Extra: An der Käsetheke wird mit sofortiger Wirkung ein "Frohes Fest" gewünscht. Die Schlemmerabteilung von Real kündigt für den Nachmittag Vergeltungsmaßnahmen an.

Donnerstag, 14.September:

07:00 Uhr: Karstadt schaufelt Kunstschnee in die Schaufenster.

08:00 Uhr: In einer eilig einberufenen Krisensitzung fordert der aufgebrachte Penny-Geschäftsführer Walter T. von seinen Mitarbeitern lautstark: "Weihnachten bis zum Äußersten" und verfügt den pausenlosen Einsatz der von der Konkurrenz gefürchteten CD: "Weihnachten mit Mireille Matthieu" über Deckenlautsprecher. Der Nachmittag bleibt ansonsten ruhig.

Freitag, 15.September:

08:00 Uhr: Anwohner der Hauptstraße versuchen mit Hilfe einer einstweiligen Verfügung die nun von Karstadt angedrohte Musikoffensive "Heiligabend mit den Flippers" zu stoppen.

09:14 Uhr: Ein Aldi- Sattelschlepper mit Pfeffernüssen rammt den Posaunenchor "Adveniat", der gerade vor Karstadt zum großen Weihnachtsoratorium ansetzen wollte.

09:30 Uhr: Aldi dementiert. Es habe sich bei der Ladung nicht um Pfeffernüsse, sondern um Christbaumkugeln gehandelt.

18:00 Uhr: In der Stadt kommt es kurzfristig zu ersten Engpässen in der Stromversorgung als der von Tengelmann beauftragte Rentner Erwin Z. mit seinem Flak-Scheinwerfer Marke "Varta Volkssturm" den Stern von Bethlehem an den Himmel zeichnet.

Sonnabend, 16.September:

Die Fronten verhärten sich; die Strategien werden zunehmend aggressiver.

10:37 Uhr: Auf einem Polizeirevier meldet sich die Diabetikerin Anna K. und gibt zu Protokoll, sie sei soeben auf dem Minimal-Parkplatz zum Verzehr von Glühwein und Christstollen gezwungen worden. Die Beamten sind ratlos.

12:00 Uhr: Seit gut einer halben Stunde beschießen Karstadt, Edeka und Minimal die Einkaufszone mit Schneekanonen. Das Ordnungsamt mahnt die Räum- und Streupflicht an. Umsonst!

14:30 Uhr: Teile des Stadtbezirks sind unpassierbar. Eine Hubschrauberstaffel des Bundesgrenzschutzes beginnt mit der Bergung von Eingeschlossenen: Menschen wie Du und ich, die nur mal in der schönen Herbstsonne bummeln wollten.

Frohes Fest!

 

 

06.10.2006 um 00:00 Uhr

Einheitstag?

Eigentlich wollte ich zum Tag der Deutschen Einheit ein paar Gedanken von mir in diesen Blog ergießen. Es fiel mir aber nicht wirklich etwas Sinnvolles ein. Was hat mir die Wiedervereinigung persönlich gebracht?

Nichts.

Ich hatte nie Verwandte "drüben", denen man Pakete schicken konnte - und auch sonst hatte ich keinerlei Bezug zur DDR. Mich interessiert allerdings schon, wie es damals dort war.

Die Wende fand für mich in meinem Wohnzimmer vor dem Fernseher statt.

Dennoch habe ich von Thomas Brussig "Helden wie wir" und "Das andere Ende der Sonnenallee" gelesen; auch den passenden Film dazu habe ich gesehen; und "Goodbye Lenin" sowie  "Das Leben der Anderen" (ein besonders gelungener Film). Aber das ist ja eben "nur" Interesse.

Was ich persönlich von der Wiedervereinigung habe ist der Solidaritätszuschlag! Ich mag gar nicht ausrechnen, wieviel Geld das wohl wäre, wenn ich es jeden Monat gespart hätte all die Jahre. Aber viel mehr ärgert mich, dass das Geld von den entsprechenden Bundesländern (bis auf Sachsen, glaube ich) nur zum stopfen ihrer Haushaltslöcher verwendet wird.

An diesem Punkt endet bei mir die Solidarität. 

Was gibt's noch zum 3. Oktober zusagen? Ach ja - hier bei mir in der Straße wohnen in einem Haus Leute, die kriegen es regelmäßig nicht gebacken ihre Mülleimer am richtigen Tag rauszustellen. Jeder Haushalt hat einen Abfallkalender erhalten. Wir haben hier immer Dienstags Müllabfuhr. Bei Feiertagen kann sich das aber auch mal ändern. Und das sollte man in diesem Kalender nachlesen. Diese Leute kriegen es wohl nie auf die Reihe. Ob mit oder ohne Feiertag. Die Gelben Säcke warten manchmal tagelang darauf, endlich abgeholt zu werden. Und wenn der Abfuhrtag dann da ist, kann man drauf wetten, dass da am Nachmittag ein oder zwei Säcke liegen, die nicht abgeholt wurden. Mit einem netten Hinweiszettel vom Müllmann. Wahrscheinlich war da ne tote Katze drin oder Gammelfleisch.

Die Abfuhr von Bio- und Restmüll hat sich nun auf nächsten Samstag verschoben. Mittwoch Morgen standen da zwei Biotonnen. Mittwoch Abend waren sie wieder weg. Heute Morgen stand da eine Restmülltonne. Die war natürlich heute Abend auch wieder weg. Weil sich ja keiner erbarmt, die Dinger mal auszuleeren. Samstag Morgen würde ich gern mal nachschauen, ob diese Spacken es hingekriegt haben die richtigen Tonnen an die Straße zu stellen. Ich hätte Lust sie zu verstecken noch bevor die Müllabfuhr dagewesen ist. Und wenn die anderen Tonnen alle geleert sind, die Vollen wieder hinzustellen.... Schöne Idee.

 

02.10.2006 um 11:58 Uhr

Die Polizei

Seit gestern ist es endlich soweit: die Bremer Polizei hat die neuen Uniformen eingeführt: nachtblau! Unsere Schutzmänner sehen jetzt aus wie die Cops in Amerika. Sogar achteckige Mützen haben sie bekommen. Endlich ist Schluss mit den Försterjacken und den durchfallbraunen Hosen! Ich mochte diese Kreation von Heinz Östergard noch nie leiden.

Manchen Leuten wirkt die neue Uniform ja zu sehr nach Staatsgewalt und Autorität. Ich finde sie einerseits schick und andererseits verkörpert die Polizei ja nun mal die Staatsgewalt. Da kann ein autoritäres Äußeres bestimmt nicht schaden....

Zur Information: die neuen Uniformen wurden vom Star-Designer Luigi Colani entworfen und werden von der Firma Tom Tailor hergestellt.

Neulich war im hiesigen Regionalmagazion "Buten un Binnen" eine Reportage über einen Bremer Polizisten zu sehen, der ein Praktikum in Nordirland gemacht hatte. Die Leute dort dachten, er wäre ein Zoowärter. Eine Lachnummer! Die haben den gar nicht ernst genommen. Grün ist einfach keine Farbe für die Polizei. Etliche Polizeiautos haben ja mittlerweile auch schon die Farbe gewechselt: von Grün-Weiß ("Werder-Taxi") zu Blau-Grau.

Angeleiert wurde der Farbwechsel seinerzeit von Hamburgs ehemaligem Innensenator, "Richter Gnadenlos" Ronald Schill. Seine Idee war das aber wohl nicht, denn EU-Vorgaben müssen nun mal irgendwann umgesetzt werden....