Warum ich blogge oder Danke für den Denkanstoß Part I
Stimmung: glücklich
Musik: diesmal ganze Alben: Whitest Boy Alive - Dreams; Muse - Absolution
Der Freitag war einer der entspannendsten Tage in der letzten Zeit überhaupt.
Es begab sich, das ich mit einer (überaus liebreizenden und wunderhübschen, das muß man schon sagen
) Arbeitskollegin in einem netten Cafe bei koffeinhaltigen Heißgetränken saß.
Zum Ende unseres wirklich hoch interessanten Gesprächs kamen wir auf das Thema Blog bzw. meinen Blog im Speziellen, das mich doch zum Nachdenken anregte.
Es stand folgende Frage im Raum:
Warum macht man(n) soetwas?
Wie anders muß der Kerl sein??
Was gibt ihm das?
Warum stellt er seine intimsten Gedanken und poetischen Ergüsse ins Netz?
Hm, vermutlich weil er ein völlig durchgeknallter Irrer mit Hang zum suizidalem Theatralischem und/oder unendlichem Geltungsdrang ist. *gg
Das sollte alle Fragen beantworten.
Äh, ja. Ganz so schlimm ist es dann doch nicht.
Zu den Fakten:
1. interessiert dieser Blog hier nur ein Bruchtteil der Menschheit, vermutlich noch weniger als 0,000000000000000000000000000001%, wie man auch an den Klickraten sieht.
Ergo kommen wir zu dem Schluß: eigentlich interessiert es keine Sau.
Na so ein Ärger.
(Memo an mich: Noch mehr Leute mit dem Satz "Ey, ich hab jetz nen Blog. Klick http://www.blogigo.de/Des_Elbens_Leid , da gibts supertolle Geschichten. Hinterlaß doch mal nen Kommentar!" vollquatschen.)
2. Blogs gibts wie Sand am mehr, jeder was auf sich hält kann sagen: "Ey, ich hab nen Blog, wie geil ist das denn? hä? hä??? häääää??? (*mit dem Ellenbogen in die Seite knuff*)
Man könnte diese ganze Bloggeschichte als Trend deuten.
Jedenfalls für Leute, die internettechnisch unterwegs sind. Es soll ja auch noch Menschen geben die ganz ohne Internet können. Oh mein Gott, geht das wirklich?
3. Es gibt bestimmt tausende Menschen, die interessantere Dinge in einem bessern Schreibstil zu berichten haben.
Aber obwohl, zerbrochene Liebesgeschichten mit anschließenden Rosenkrieg ziehen eigentlich immer.
Warum mach ich das also:
Vornehmlich für mich, nicht für andere.
Es ist eine Möglichkeit besonders schreckliche oder auch besonders freudige Ereignisse festzuhalten.
Meine Gedanken, meine Gefühle werden für den Moment festgehalten, für später.
Ein Mittel gegen das Vergessen.
Natürlich ist es auch ein Weg mit einem der 2 Menschen umzugehen, die mir in meinem Leben am meisten weh getan haben. (Ihr wißt schon, die Klodeckel-Frau...)
Zu Verarbeiten, zu Vergessen.
Es ist ein Weg mein "neues" Leben festzuhalten, das doch umso vieles besser ist als noch vor einem halben Jahr.
In deprimierenden Momenten, die es zweifelsohne gibt, zaubern mir meine Zeilen und die Kommentare ein Lächeln ins Gesicht.
Es ist ein Weg meinen, vielleicht etwas komischen, Musikgeschmack vorzustellen, der gerade in dieser Zeit ein so breites Sprektrum erreicht hat, wie nie zuvor, ob rockig, poppig, technisch oder auch klassisch.
Und natürlich: (es kommt, was kommen muß, der Geltungsdrang.
)
Ich freue mich, wenn mir jemand sagt: "Hey, das was Du da schreibst ist garnicht mal so unübel, bitte mehr davon."
Das alles gibt mir ein gutes Gefühl und fegt die schlechten Dinge weg...
Hach, jetzt ist schon wieder die Hälfte davon weg, was mir zum Thema so einfiel, also wird es wohl auf einen Part II hinauslaufen.
Halten wir erstmal fest:
Der Typ hat schon nen kleinen Knall und veröffentlich gerne sein Geschreibsel auf seinem Blog. :)
...und was noch viel besser ist: er ist anders.

)
