In Gedanken... ...oder doch nicht?
Musik: Placebo - Pierrot the Clown
Allein...
Und doch nicht...
Unglücklich...
Und doch glücklich...
Ungeliebt...
Und doch geliebt...
Unbefriedigt...
Und doch nicht...
Wer weiß das schon...?
Musik: Placebo - Pierrot the Clown
Allein...
Und doch nicht...
Unglücklich...
Und doch glücklich...
Ungeliebt...
Und doch geliebt...
Unbefriedigt...
Und doch nicht...
Wer weiß das schon...?
Stimmung: kapuut, aber glücklich
Musik: Howling Bells - Low Happening, Howling Bells - I'm not afraid
2 Tage weg.
2 Tage in Bennewitz bei Leipzig.
Geschäftsreise, was ungefähr soviel bedeutet wie eine lange Zeit mit einem Firmenwagen mit Tempo 200 über die Autobahn zu brettern, viel Arbeit, netten Kontakt zu den weiter entfernten Kollegen, wenig Schlaf und am Abend viel Alkohol.
Alles in allem sehr nett.
Aber zu Hause ist es doch immer noch am schönsten.
Heimscheißer halt.
Und nächste Woche gehts nach Kassel. Na dann trink ich doch schonmal ein bißchen heimisches Bier vor. Porst!
Stimmung: überarbeitet
Musik: Placebo - One of a Kind
Wem's grad mal ein bißchen Scheiße geht, dem sei ein Gedanke von mir zuteil...
...und der/die sollte sich dann mal dieses Lied geben, unheimlich aufbauend...
Placebo - One of a Kind
On top of the world you get nothing done
Talk is cold and burns like the sun
Can't you see these skies are breaking
Cause on top of the world is where I’m from
The back of the class is where I was
Keeping quiet playing dumb
Can't you see these skies are breaking
Cause the back of the class is where I’m from
And I am one
I am
I am one
I am I am I am I am I am
I’m on a race and its killing time
I don’t need yours, I'll keep it with mine
Can't you see these skies are breaking
Cause I’m on a race and I’m doing fine
Thank you
Two of a kind and no one home
I’m in a crown and I’m still alone
Can't you see these skies are breaking
Cause one of a kind is all I own
I am one
I am
I am one
I am I am I am I am I am
But of the womb and into the void
I wanna try but I get annoyed
Can't you see these skies are breaking
Cause outta the womb and into the void
I am one
I am
I am one
I am I am I am I am
I am one
I am
I am one
I am, I am I am I am I am
On top of the world you get nothing done
btw. kleine JoAnn, alles Liebe und Gute zum ersten Geburtstag auf diesem doch so schönen Planeten, ich hoffe Du hattest ne geile Party, wie das so für Einjährige möglich ist, und das Dein zweites Lebensjahr nicht ganz so aufregend wird wie das Vergangene.
Und ich freu mich schon mit Deiner Mama zum Bundes-Visions-Song-Contest gehen zu dürfen. *gg
Lang leben die VIP-Karten...
Und lang lebe Deine Mama...
Musik: Poets of the Fall - Late Goodbye
J-Mo war also angepisst. Warum auch nicht? Sie war es ja ständig. Und wenn es wegen mir war, so mußte ich mir wenigstens nicht ihre Geschichtchen von ihrem ach so bösen Umfeld anhören und hatte meine Ruhe. Dieser Sachverhalt sollte auch bis heute so bleiben.
Ich komme zu jemand viel Interessanteren...
inZchen hatte sich also getrennt. Nun, sie war wohl mit dieser Meinung (noch) alleine. Ihr Kerl hielt das Ganze wohl für einen Scherz, eine Phase oder sonstwas, nur halt ebend nicht für einen angestrebten Schlußstrich ihrerseits.
Er ließ es sich nicht nehmen auch die Bühne zu betreten.
Ich war gerade mit J-Mo zugange, schlürfte noch an Cuba Libre Numer 2. J-Mo, links von mir, verzog sich dann irgendwann mit Apunkt, um ihm ihr Leid zu klagen, da baute sich schon das nächste Grauen rechts von mir auf. Ich grüßte ihn. Er hatte meiner Meinung nach schon vorher den Eindruck, das meine Absichten nicht nur freundschaftlicher Natur waren, das hatte ich schon bei vorherigen Treffen festgestellt. Auch wenn er ein 12-jähriger im Körper eines 26-jährigen war, das bekam er mit. Nun stand er da, starrte mich an, rieb sich die Fäuste.
Nun, dachte ich bei mir, wenn er jemanden die Schuld für die Trennung geben würde, dann werde vermutlich ich dieser jemand sein, und wenn er ganz mies drauf ist, wird er sein letztes Stück Hirn komplett ausschalten um irgendwelche Dinge zutun, die ihm eine nette Schadenersatzklage eingebracht hätte.
Und er sah nicht sehr begeistert aus.
Ich blieb ruhig, schlürfte meinen Drink weiter, schaute in die Runde um meine Blicke von inZchen abzulenken und zu schauen ob sich nicht etwas stressfreieres Weibliches finden liesse.
Drink alle, Nachschub rief. Bar angesteuert, dem Ruf gefolgt. Bier. Zurück.
Solangsam fing unser Trüpplein dann doch an zu tanzen und zu feiern, dank großartiger Mithilfe von Apunkt und Uw. Was nettes zum Beobachten und Anschauen war für mich auch gefunden.
Mister Kleinhirn trabte dann zu seiner Ex um sie um ein weiteres Gespräch zu bitten, oder sagen wir besser um sich nochmals eine klare Definition des Sachverhaltes des Nichtmehrvorhandenseins ihrer Beziehung abzuholen. Was tun Kerle nicht alles, wenn sie merken, das das Wichtigste das sie hatten jetzt weg ist. Irgendwo tat er mir leid, obwohl er es verdient hatte, verstand ich doch wie er sich fühlte, jetzt in diesem Moment jeden Strohhalm ergriffen hätte, die sie ihm bot, um sie wieder zu kriegen... War ich doch selbst so.
Was ein Idiot. Zu spät. Das hätte er sich früher überlegen sollen.
Was war ich für ein Idiot, genauso muß es bei mir ausgesehen haben.
Die beiden verzogen sich nach draußen. Wir zappelte jetzt ganz gepflegt vor sich hin.
Nach einiger Zeit kamen sie wieder, er rückte ab. Ohne weitere Geschehnisse, ohne Verabschiedung. Vermutlich ließ er seine Agressionen, statt an mir, jetzt an irgendwelchen Gegenständen aus.
inZchen setzte sich Richtung Toiletten ab, sie weinte...
Doch auch diese trockneten irgendwann.
Wir vergaßen den ganzen Scheiß und feierten bis in die Frühe.
Musik: A Perfect Circle - Sleeping Beauty
inZchen hat mich grade zum Spiele-Abend eingeladen.
-.-
Ich hasse Gesellschaftsspiele...
Können wir nicht weggehen, tanzen singen, saufen, meinetwegen auch Karaoke?
Naja, was tut man nicht alles für die Frauenwelt.
Memo an mich: unbedingt noch alkoholisierende Beruhigungsmittel besorgen.
Memo an mich: endlich mal Teil 2 davon fertig schreiben.
Stimmung: gähn
Musik: Fat Boy Slim - Right Here Right Now
Ich brauch nen Kaffee, der weil die Senseo den allmorgendlichen Freudenspender bereitet, ein kleines Lied:
Mann, wir sind ja richtige Glückskinder.
Die Apokalypse ist an uns vorrüber gezogen.
Die Welt ist nicht untergegangen.
Puh, da bin ich aber jetzt froh.
Musik: Billy Talent - Surrender
Erfurt im Chaos...
Ämter machen um 14 Uhr dicht.
Supermärkte schließen um 15 Uhr.
Ausschutzsitzungen werden abgesagt.
Kindergärten und Schulen werden geräumt.
Regenrinnen fliegen durch die Straßen.
Ziegel malträtieren wehrlose Passanten.
Alle haben Angst und sitzen hinterm Ofen.
Erfurt im Ausnahmezustand.
Nur einer stellt sich der Gefahr, trotzt Wind, Regen und Unwetter.
Ihn interessiert das Drumherum nicht.
Erfurt hat einen Helden.
Ein harter Hund, gestählt und gezeichnet von seinen alltäglichen Abenteuern.
Er hat einen Job zu erledigen...
Er hat eine Mission...
Und vermutlich einen übelgelaunten Chef am Handy, der ihm klar und deutlich verklickert, das er die Ware gefälligst auszuliefern hat, sonst gibts Lohnabzug.
So beliefert er das liebste Niccilein im Chaos der Apokalypse versunkenen Erfurt mit feinster chinesischer (oder wars japanische? indonesische? wtf?) Bihunsuppe inklusive erlesenem Sambal Oelek, welches vortrefflich in den Augen brennen soll.
(bis ebend wußt ich nicht mal was das sein soll, Wikipedia ist da schon schlauer:
Sambals (ind. Chilipaste) sind dickflüssige, ursprünglich aus Indonesien stammende Würzsaucen auf Chili-Basis, die traditionell in kleinen Schälchen als Würzbeilage zu Gemüse, Huhn, Fisch und Reis gereicht werden. Das Sambal ist ein typisch indonesisches Produkt. Es wird aber nicht nur in der indonesischen Küche verwendet, sondern ist auch in anderen asiatischen Küchen wie der malayischensurinamesischen sehr beliebt. Je nach Rezept variieren die einzelnen Zubereitungen beträchtlich in ihrer Schärfe.
Sambal Oelek (oder Ulek): scharfes Sambal, das nur aus rohen, zerkleinerten roten Chilischoten, Salz und Essig besteht. Das indonesische Wort ulek bezeichnet eine Art Stößel, mit dem die Zutaten im Mörser zerstoßen werden.
Aha, danke für die Info.)
Der Bofrostmann.
Held der Arbeit.
Oder einfach nur...
Arme Sau.
Stimmung: gelassen
Musik: pladdernde Tropfen auf dem Fenster
"Also da muss ich ja früher gehen...", "Es soll ganz ganz schlimm werden...", "Hast Du schon gehört, die haben Sturm angesagt...", "Also ich geh heute abend dann nicht mehr aus dem Haus..."
Wir werden alle sterben. Gottes Rache wird über uns kommen. Und?
Ob nun heute oder später, es ist unabwendbar.
Kann ich nun mal in Ruhe weiterarbeiten? ich hab nämlich noch ein bissel was zutun...
Stimmung: grinsend über das Vergangene sinnierend
Musik: Bullet for my Valentine - Tears dont fall
Kommen wir mal wieder zu den kleinen Anekdoten die das Leben so schreibt, gabs ja hier lange nicht.
Nein, keine Geschichten von Cpunkt, das wäre viel zu trivial und langweilig, außerdem gibts nix mehr zu berichten seit dem letzten Jahr, so Mitte Dezember, ist erstaunlicherweise Ruhe, nach einer letzten aufbäumenden und klaren Email meinerseits, die in Kurzform soetwas wie "Jetz laß mich endlich mit Deinem Scheiß in Ruh, es gibt nix mehr, es geht nix mehr, es reicht einfach mal." enthielt. Details spar ich mal aus, ich glaube ich habe noch nie so hochgeschwollen ein Schreiben verfasst...
Nungut, kommen wir zu den wirklich wichtigen Dingen, Samstag-Abend-Tanz-Abende beispielsweise bzw. allsamstagliche Saufgelage mit wildem Rumgezappel zu bisweilen genialer, bisweilen grottenschlechter Musik und danach dem sonntagmorgendlichen Nachhause-Getorkel, mit 3,8 Promille im Turm.
Nun war ich mal wieder mit Uw, J-Mo (Ihr Hintern könnte glatt von J-Lo sein, Ihr Vorbau auch, deshalb mal der Nickname, unattraktiv ist sie jedenfalls nicht, für mich aber eher nicht) und inZchen (eine kleine nette feine Seele, viel zu nett für diese Welt, eigentlich, aber genau mein Typ, eigentlich) zur nächsten runde Saufen und Tanzen unterwegs.
Als Vorgeschichte sei noch erwähnt, das die beiden, insbesondere J-Mo, zu Silvester nicht gerade ihren Paradetag an Stimmungsmache hatten. J-Mos Verhalten glänzte mit absoluter Ignoranz jeglicher Ansprechversuche anderer Party-Gäste, wildem Rumgeticker auf dem gerade neu angeschafften Handy (mit dem alten Nokia hätte sie sich das nicht getraut, das war jedenfalls nicht sooo vorzeigenswert) und kleinen Flüstereien mit der Mitstreiterin.
Nach interner Besprechung und handytechnischer Konversation, wo denn was besseres steigen könnte, rappelten die beiden dann nach circa einer Stunde lustigem, grießgrämigen Mimenspiels, Gejammer über das nicht mehr vorhandene Essen und ohne weitere Worte der Verabschiedung los.
Joar, Silvester ist lang her, die Geschichte war für mich längst abgehakt, weil was sollte ich mich noch weiter darüber aufregen, Spaß hatten wir spätestens als die "Störer" weg waren genug. Nach einer Woche hatte sich dann inZchen wieder gemeldet, getrieben vom schlechten Gewissen, das da doch irgendwie auf irgendeine Art und Weise irgendwas an dem Tag schief gegangen sein könnte. Wir trafen uns, aßen was, tranken was, wir redeten drüber, es tat ihr leid, Geschichte gegessen, alles gut. Alles gut wars auch so, schließlich war die Frau, trotz der silvestrischen Komischkeiten immernoch interessant für mich. Nebenbei erklärte sie mir noch, das jetzt bald Feierabend mit Ihrem Kerl sei. Ein 26jähriger Trottel ohne Gleichen, mit wenig Sinn für Liebe und des Frauens Wohl, noch weniger Verstand, noch viel weniger Sinn für seine und ihre Zukunft und dank Arbeitslosigkeit und chronischer Faulheit keinerlei Perspektive. Ein Arschloch halt...
Sie hatte schon öfter was gesagt, er hatte nicht zugehört oder verstanden, vermutlich beides, jetzt hatte Sie die Schnauze voll.
Mkay, dachte ich bei mir, das könnte Deine Chancen steigern, andererseits warum sollte es gerade jetzt passieren, wo wir uns doch schon oft genug allein getroffen, geredet, gefeiert und gelacht hatten. Naja egal, Hauptsache die schiesst den ab, der Rest ist Wurscht.
Sie bewies in jedem Falle menschliche Größe, und das sie sich bei mir entschuldigte, obwohl ich die ganze Geschichte längst abgtehakt hatte, imponierte mir...
J-Mo meldete sich nicht. Warum auch? Brauchte sie auch nicht. ich meldete mich auch nicht bei Ihr.
So war bis Samstag also Ruhe zwischen J-Mo und mir.
Die Mädels und Uw holten mich ab. Auf dem Weg zum Zappelschuppen keine erwähnenswerte Konversation, jedenfalls ich nicht mit J-Mo.
Irgendwas regte sie schon wieder auf. J-Mo ist ein Mensch der sich über viele Dinge aufregt. Mister X hat das gemacht. Scheiße. Freundin Y hat das gesagt. Scheiße. ich reiß mir hier den Arsch auf, und was kommt zurück. Scheiße.
Eigentlich gibts in J-Mos Leben immer irgendwas zum aufregen. J-Mo ist schon ganz schön cholerisch veranlagt. Wo andere sagen: lass gut sein sagt sie: nein, nix gut. Wo andere sagen: das ist eine Mücke, sagt sie: es ist ein Elefant, nein besser ein Mammut in Übergröße.
J-Mo war also extreme egobezogener Choleriker, mir gehts scheiße, ich rege mich auf, egal über wen, egal über was.
Mit J-Mo kann man aber auch jede Menge Spaß haben, wenn sie einen guten Tag hat, dann werden die Partys umso geiler. Tanzen, Pogen, Saufen, laut singen, Spaß haben, alles kein Hit.
Der lange Marsch vorbei, Zappelschuppen leer, hm, Rotz.
Gut egal, ab zur Bar, Cuba Libre her, inZchen und ich mußten uns betanken, ich hielt Konversation mit ihr:
Ich: Und wie läufts mit Dingensda?
inZ: Hab letzten Sonntag Schluß gemacht.
Ich: Echt? Glückwunsch. Und wie war seine Reaktion?
inZ: Eher verhalten, hat mal wieder auf cool getan und das Ganze nicht für voll genommen, bis ich ihn gebeten habe zu gehen.
Ich: Was ein Idiot!
Sie erzählte mir, was so abging, wies gelaufen ist usw.
Währendessen wurde J-Mo immer lauter, sie regte sich bei Uw über jemanden auf, ihm schien schon der Eiter aus den Ohren zu laufen. Irgendwie tat er mir leid.
Ich ignorierte das mal, ich mußte mir dieses Gefasel nicht geben, cholerisch veranlagte Menschen, denen man eh keine klugen Ratschläge zuteil kommen lassen kann, können ihre Geschichtchen getrost bei jemand anderen abladen.
Cuba Libre Nummer 2, wir suchten uns ein gemütliches Plätzchen...
...an den Boxen.
inZchen ging auf Klo, ich schnappte mir einen Hocker, J-Mo neben mir.
Knuff in die Seite.
J-Mo: Wasn los?
Ich: Was solln los sein?
J-Mo: Weiß nicht. Du ignorierst mich total.
Ich: Weil ich mir Dein gejammer nicht geben will? Scheinst ja ziemlich mies gelaunt zu sein heute...
J-Mo: Bist mir sauer wegen Silvester?
Ich: Nö, bin ich nicht. Ist Geschichte. Du solltest aber vielleicht einmal über Dein Verhalten Anderen gegenüber nachdenken. Das könnte unter Umständen ein wenig respektlos rüberkommen.
Na da hatte ich ja jetzt was gesagt... Lege Dich nie mit egoistischen Cholerikern an.
J-Mo: Ach bin ich jetzt das Arschloch? Wie immer! Also bist Du doch sauer!
Ich: Nein bin ich nicht, und Du bist auch nicht das Arschloch, ich gebe Dir nur einen gut gemeinten Rat, weiter nix.
J-Mo: Ach, und inZchen biste nicht sauer oder was? Da isses wieder was Anderes.
Ich: Hörst Du mir zu? Hörst Du was ich sage? Ich bin Dir nicht sauer, also laß es gut sein. Und inZchen und Du sind zwei grundverschiedene Schuhe, wenigstens hatte inZchen den Arsch in der Hose sich zu melden.
J-Mo: Achso, also biste mir doch sauer. Solange wie wir uns schon kennen!!!
Nach einigen weiteren sprachlich völlig Aneinander-Vorbei-Redungen war Ihr Glas Wodka-Bull alle. Sie schnappte sich Apunkt, über den sie sich eine halbe Stunde zuvor aufgeregt hatte und der zwischenzeitlich dazugestoßen war, und bollerte zur Bar...
Der arme Apunkt, mußte er sich jetzt den nächsten cholerischen Verbal-Orgasmus reinziehen.
Was hatte ich getan...?
Weiter gehts morgen mit Teil 2, der Abend war noch nicht vorbei...
Musik: Incubus - Anna Molly; Incubus - Drive
Stimmung: gut
Musik: Faithless - Bombs
Gehört, verliebt, beim ersten Mal...
Ich glaube seit "Insomnia" haben Faithless nicht mehr solch einen schönen Track auf die Beine gestellt.
"Bombs" ist an Genialität und Schönheit kaum zu überbieten, reißt einen fort, hoch in den Himmel, läßt einen träumen, singen, sich selbst spüren.
Es geht unter die Haut...
Und dann schaut man sich dieses kontroverse, anprangernde Video an, audiovisuell perfekt gemacht, packend, nachdenklich machend...
"We think we're heroes, we think we're kings
We plan all kinds of fabulous things
Oh look how great we have become..."
So sind wir in all unserer Eitel- und Herrlichkeit. Sind wir?
"We're just children, we're just dust
We are small and we are lost
And we're nothing, nothing at all"
Oder sind wir so, jeder einzelne ein kleines Nichts in Trauer, zur Verderbnis verbannt?
Hm, auf jeden Fall sind wir so:
"So much heaven, so much hell
So much love, so much pain
So much more than I thought this world could ever contain
So much war, so much soul"
In diesem Sinne einen schönen Abend...
Sehen und Hören:
Stimmung: gutgelaunt
Musik: Placebo live 15.12. Arena Berlin Konzertmitschnitt
Ja, ich weiß ich bin spät...
Aber bin ich einer dieser schmierigen Froileins und Herrens, die einem am 2. Januar mit einem schleimigen, profanen, nicht ernstgemeinten "Frohes Neues!" über den Weg laufen?
Nope, mitnichten!
Aber auch ich wünsche der werten Leserschaft ein gutes und erfolgreiches Jahr 2007, viel Mut und Glück für die kommenden Dinge, wie auch immer sie geartet sein mögen.
Kurz die Jahresrückblickmütze 2006 aufgesetzt:
Tops:
Geile Partys gehabt
Geile Konzerte gehabt, insbesondere Placebo, welches das absolute Highlight darstellte
Geile Freunde gehabt und nette neue Leute kennengelernt
In der zweiten Jahreshälfte geilen Sex gehabt
Prüfung zum IT-Systemkaufmann bestanden, unglaublicherweise mit 2 (Theorie 3, Praxis 1)
Geilen Job gefunden
Ich werd Onkel, mein Brüderlein ist mir kindermachtechnisch zuvor gekommen
C. ist weg
Flops:
Tod, wohl die schlimmste Zeit meines Lebens, obwohl es nicht mal meine Familie betraf
Ich mußte einem nahestehenden Menschen sagen, das ein geliebter Familienangehöriger verstorben ist
Streit, Intrigen, Lügen allenthalben
C. ist weg (ja, liebe Elli-Hasser, es ist auch schade, obwohls mir ohne sie viel viel besser geht, auch wenn Ihr mir das wohl wieder mal nicht abnehmen werdet...
Achtung Ironie: Ich leide! Ich leide so sehr!!! Soll ich mich von der nächsten Brücke stürzen? Nur für Euch?
)
Eigentlich kann man sagen, 2006 war wie jedes Jahr, hochjauchzend und zu Tode betrübt, Himmel und Hölle gaben sich die Klinke in die Hand, jede Menge Rotz, aber auch immermal wieder schön ohne Ende, gerade in der zweiten Jahreshälfte.
Jahresrückblicksmütze 2006 wieder abgesetzt, ich lebe im heute, was gestern war interessiert mich nicht mehr, außer die positiven Eindrücke, die mir immer wieder ma ein Lächeln auf das Gesicht zaubern...
Joar Silvester eher ruhig und gediegen verbracht, aber nicht unnett.
Man hat mal wieder gesehen wer kommt weil er will, wer kommt, obwohl er eigentlich nicht will und wer kommt, weil ihn ein gewisser innerer Zwang dazu bewegt hat, wenigstens für ne Stunde aufzuschlagen.
Hm, nächstes Jahr, also quasi dieses Jahr, könnt Ihr Euch alle ein andere Bleibe suchen, da werd ich mir nämlich eine nette Karte für ein nettes Konzert, Event oder Ähnliches besorgen und ganz gediegen und rockig den Jahreswechsel bestreiten.
Das neue Jahr begann "rotzig", im wahrsten Sinne des Wortes, die erste Grippe 2007 trabte schon am 2. Januar an, um mich mit solch Nettigkeiten wie Husten, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen und son Zeugs zu beglücken. Krank machen war nicht, da ich ja erst Urlaub hatte und arbeittechnisch vielzuviel zu tun war um ganz entspannt fern zu bleiben.
Woche Nummer 2 begann mit dem großen Verpennen.
Welch Glück das ich solch einen entspannten Chef habe, Punkt 8.30 klingelt das Telefon:
"Hier ist der automatische Weckdienst der ...-Klinik..."
Mein Gedanke dazu: "Scheisse."
Meine Antwort darauf: "Scheisse."
"Besser als wenn Du gegen den Baum gefahren wärst, trink erstmal nen Kaffee, dann machste Dich ganz gemütlich los..."
Aufatmen.
Dann nächster Fopás:
Mal ganz elegant auf die Fresse gelegt, mit unserem netten "Dienst"-MountainBike.
Eine kleine Rechtskurve, zu hohe Geschwindigkeit und eine von der Feuchtigkeit extrem glitschige Holzbrücke sollten mir und dem Vorderrad meines Drahtesels zum Verhängnis werden und uns beiden einen spektakulären Abflug verschaffen.
Args, da lag ich nun in der Nässe, dachte so bei mir: "Du hast Dich jetzt nicht eben hingepackt, oder? Wie bekloppt muß man eigentlich sein??"
Ergebnis: verbogener, danach wieder gerade gebogener Lenker, ein Tritt gegen das schleifende Schutzblech, Elli im Dreck, Elli aufgerappelt aus dem Dreck, Elli sah aus wie eine Sau, Elli tat die Schulter weh, es war nicht Elli's Tag.
Ich versuchte den Rest des Tages dann alles eher etwas gemächlich angehen zu lassen, was mir aber irgendwie nur schwerlich gelang, irgendwie wollte alles an mir anecken...
Nungut, der Jahresstart war Rotz, nehmen wir das mal so hin, Laune nicht vermiesen lassen, kann ja nur besser werden, und das wird es, ganz bestimmt.
Ich schwelge noch im Placebo-Konzert-Rausch, ein netter Live-Mitschnitt erhellt mir momentan extrem die Laune.
In diesem Sinne, vorsicht bei Nässe...
Und Leben, bitte mach weiter, "Fuck with my Brain":