Stimmung: gigantisch, nicht verwunderlich wenn man so nette Begleitung hat
Musik: The Good, the Bad and the Queen - The Good, the Bad and the Queen
Scheisse, was müssen ganze Wochen auch immer so an einem vorbei rennen. Das Ereignis schon gar nicht mehr war und's Elbli packts nich was in den Blog zu hacken. Nungut egal, vielleicht kann sich ja doch noch jemand erinnern...
Ich beginne einmal mit einem sehr treffenden Zitat von einem wie immer lässig vor sich hin näselnden Jan Delay, Hamburg, kurz vor der Bekanntgabe der Entscheidung:
"Entweder Deutschland hat Style oder Deutschland hat keinen Style..."
(Die Antwort darauf überlaß ich mal jedem selbst. Dies war aber mithin die geilste AUssage die der BuviSoCo 2007 zu bieten hatte)
Das Niccilein kam aus dem weiten Erfurt gereist, schrie nach einer Begleitung und Klein-Elli folgte auf dem Fuße.
Nach einem freitäglichem Nachmittag mit leckerem Kaffee, netten Gesprächen und Fressalien der Marke BK...
Das Niccilein und ich also auf großer Berlin-Reise, mit einigen zugegebnermaßen mir zuschulde kommenden Umwegereien, aber immer das Ziel Tempodrom vor Augen...
Um 10 vor 8 waren wir dann drin. Durchsage: "Bitte begeben Sie sich zu Ihren Plätzen, in 5 Minuten verriegeln und verrammeln wir alles und Ihr seid für den Rest des Abends mit 3000 anderen Menschen zusammengefercht." Hörte sich doch klasse an. Mit der Angst im Nacken nicht zum erlesenen Kreise zu gehören, verzichteten wir darauf unsere Jacken an der Garderobe abzugeben und begaben uns, wie uns geheißen wurde, unverzüglich zu unseren Plätzen.
Kurze Stimmungsmache der Regisseurin/Aufnahmeleitung whatever diese Frau da war, und dann gings auch schon los...
Stefan Raab begrüsste das Publikum und stellte gleich darauf auch noch seine nette Co-Moderatorin vor, Johanna Klum, nungut die kennt zwar keine Sau aber egal, nett anzuschauen war sie trotzdem, obwohl so manche weibliche Person Ihr Kleid als "unmöglich" bezeichnete (kleiner Seitenhieb auf B.
)...
Mir in meiner männlichen Geilheit gefiel sie ungemein:
Dann gings auch gleich mit dem ersten Knaller los. MIA aus Berlin:
Wirklich eine Supershow und ein super Liedlein. Am Trapez in luftiger Höhe und auf ebener Erde am Leierkasten begeistert MIA-Frontfrau Mieze Katz das Publikum.
Es folgte D-Flame für Hessen, nunja, mittelprächtig würde ich sagen, nicht mein Ding. Dann für Mecklenburg-Vorpommern, Melotron, mit einer ganzen Armada von fahnentragenden Cheerleadern. Hierzulande glaube ich relativ unbekannt, obwohl die schon jede Menge Alben rausgebracht haben und mitunter auch zu meinen Lieblingen zählen, wobei es viel bessere Stücke gibt als "Herz". Dieser Track war vielleicht nicht die glücklichste Wahl, obwohl die DepecheMode-artige Show zu gefallen wußte:
hier gehts zum Auftritt, Youtube gabs nicht her, leider: klick
Nach den eher schlecht als rechten Manja, Sachsen, und Jenna+Ron, Sachsen-Anhalt (sorry aber mit denen konnte irgendwie so keiner etwas anfangen) folgten meine persönlichen Lieblinge des Abends B-Stinged Butterfly aus dem Saarland mit sehr geil gemachten Rock. Krachende Gitarren, fliegende Mähnen und hymnischer Gesang, was will man mehr?
Brandenburg – Beatplanet, no Comment, nicht mein Ding, Brandenburg hat mit Sicherheit besseres zu bieten, vor allen Dingen, weil ich von da komme... Eine Enttäuschung, aber wers mag, bitte sehr...
Es folgten Pohlman für Nordrhein-Westfalen, sehr angenehmer Zeitgenosse mit sehr angenehmer und vor allen Dingen intelligenter Musik.
Über die Rheinland-Pfalz mit Kalle feat. M.A.R.S. braucht man kein Wort zu verlieren, einfach nur schlecht. Anajo feat. Suzie Kerstgens, Bayern, dasselbe, 08/15-Gesinge.
Niedersachsen – Oomph! feat. Marta Jandová. Etwas für die Freunde der härteren Gangart: Satte Gitarren und Cheerleader in Schuluniform, angeführt von Die-Happy-Frontfrau Marta bringen die Halle zum Kochen. Ich fands geil:
Danach gaben für Baden-Württemberg Tele mit „Mario“ zum Besten, so lala, gleiches gilt für Lea-Finn, die für Hamburg antrat. Gleich darauf taten wir uns dann Kim Frank, Ex-Echt-Frontmann und Teilnehmer für Schleswig-Holstein, sein etwas zu schlagerig angehauchtes "Lara" (ansonsten doch sehr nett, geiles Streich-Orchester) an. Und was soll man sagen, der Junge hats immer noch drauf, die Frisur ist zwar ein wenig komischer und dei Augenringe dicker geworden, doch geile Musik und super Lyrics kann der Junge immer noch machen:
Endlich kamen die Kracher des Abends:
Thüringen – Northern Lite feat. Chapeau Claque - Enemy, auf die warteten wir schon den ganzen Abend, und es war so geil, wirklich eine Super-Performance, einfach perfekt:
und Jan Delay mit „Feuer“. Dieser Hamburger Junge brachte ganz zum Schluß das ganze Tempodrom in begeisterte Rage und putschte die Stimmung in ungeahnte Höhen. Dieser Auftritt war das absolute Highlight des ganzen Abends, ein super Song, Explosionen, Feuerring um die Bühne, Flammenwerfer und eine tolle Choreografie. Mit einem Knall, der so ziemlich jeden in der Arena aus dem Stuhl hob (wohl zuviel TNT genommen was? Dieser Knall war wirklich sehr derb, jeder der dabei war wird mir zustimmen. *gg) endet der Auftritt des letzten Wettbewerbers:
Während des überaus zeitaufwendigen Votings mit bestimmt einer halben Stunde raabscher Erklärung warum wie was und überhaupt gemacht werden muss präsentierten sich noch Seeed mit dem Vorjahres-Gewinner-Titel:
Sehr geil gemacht, wirklich wirklich. Ich denke ich werde mir dieses Jahr noch ein Konzert der Berliner HipHopper geben.
Nach dem endlosen Voting-Prozedere und ganzen 16 merh oder weniger dämlichen Radio-Moderator-Ansagen stand der Sieger fest: Oomph!
Und irgendwie wollte sich Berlin sogarnicht darüber freuen. Pfiffe, Buhrufe, kippende Stimmung allenthalben, ich weiß ja nicht ob man das am TV so mitbekommen hat, aber es war echt übel und nicht gerade ein positives Beispiel für ein Publikum. Passend kommentierte der Oomph!-Sänger das Pfeifkonzert mit einem knochentrockenen "Wir wollten uns dafür bedanken das Berlin so faire Verlierer sind."
Eigentlich hatte er recht, ließ sich auch nicht weiter aus der Reserve locken, obwohl amn den Eindruck hatte er würde gleich die Kettensäge rausholen und einmal durch die Masse pflügen. Zum Schluß gab die Band ganz leidenschaftslos und professionell ihren Siegertitel zum Besten.
Jo, Show vorbei, Klein-Nicci und Klein-Elli rappelten nach Hause und quatschten und betranken sich noch die halbe Nacht um dann friedlich nebeneinander in einem Bett einzuschlafen und das Vorurteil zu revidieren das man(n) und frau am ersten Abend gleichmal in der Kiste landen um wilde Dinge zu tun.
Also in der Kiste gelandet schon, nur halt nich so, naja Ihr wißt schon...
Liebste Nicci, es war mir eine überaus große Freude und Ehre Dich endlich mal wiederzusehen und diesen wirklich vortrefflich herrlichen Abend mit Dir verbringen zu dürfen.
Vielen Dank für die Einladung!