Ich verstehe unsere gestrige Diskussion nicht und dein Vorwurf tut mir weh...
Ich bin immer (für dich) da (so ich denn kann und du mich lässt), das ist so und das wird auch so bleiben. Ich hab dich lieb ohne Ende und würde dir genau das am liebsten jeden Tag sagen, um dir ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern…
Das impliziert ganz klar woran du bei mir bist. Sogar noch mehr: Du wusstest immer woran du bei mir bist, von Anfang an!
Es gab einen Satz in den letzten Tagen der den Nagel irgendwie haargenau auf den Kopf getroffen hat. Er stammt aus deinem Munde:
„Ich habe gemerkt das ich auch mal was für mich tun muss, nicht nur für andere“
Das ist symbolisch für das was wir beide gerade merken und durchleben. Das „jetzt bin ICH mal wieder dran!“ … Du weisst wovon ich rede…
Weisst du, ich habe in den letzten Monaten soviel Energie auf ein mögliches „uns“ aufgewendet, wahrscheinlich hast du das nicht einmal bemerkt.
Wie oft hab ich dich gefragt, nach Essengehn, Party, Konzert, maln Kaffee in Luzern oder wo auch immer, Spritztour und einfahren des neuen Autos, usw.? Was ist daraus geworden? Wie oft hast du dir Zeit genommen oder war Zeit überhaupt da für sowas? Und wie sehr hab ich das genossen wenn es dann mal für ein Bier im Hotel gelangt hat? Weisst du das?
Wie oft hab ich versucht dir tolle Dinge zu zeigen, die es meiner Meinung wert waren sie dir zu zeigen, Dich darauf aufmerksam zu machen, sei es Musik, ein toller Film, ein toller Ort oder whatever… wie oft hast du Dich darauf ehrlich intensiv eingelassen? Auf einen Song, ein Video… Und wie oft kam dann irgendwer anders um die Ecke, und hat dich genau da begeistert, bspw. Mit nem vollbespieltem Ipod, und du warst hin und weg?
Wie oft hab ich dir Dinge erzählt, bspw. grad ganz aktuell, das ich jetzt laufen und richtig lange trainieren war, wie geil das für mich war… nach meinem Training allgemein, wo wir hinwollen diesbezüglich… nach deinem Notebook oder anderen Dingen, wo ich mich drum kümmern wollte, weil ich mich gerne kümmere, smsen geschickt, einfach nur so… war begeistert von etwas und wollte das mit dir teilen. Und wie oft blieben solche Sachen Deinerseits unbeantwortet? Wie oft hab ich mitbekommen wie Du andere sporttechnisch pushst und unterstützt? Wie oft hab ich da auf ein „Ey, geile sache, Mann! DAS gefällt mir jetzt!“ deinerseits gehofft und nichts dergleichen bekommen? Nicht das ich das alles erwartet hätte, das war nie die Intention… aber es wäre schön gewesen… gut zu wissen… verstehst du?
Und bei diesen ganzen Dingen: wie oft war ich enttäuscht und hab Dir das offen und klar gezeigt? Wie oft habe ich dir deswegen Vorwürfe gemacht? Ich glaube nicht allzu oft… oder? Ich habe eher nachgefragt, immer und immer wieder. Auch wenn immer und immer wieder nix von Dir kam.
Auch wenn Du das vielleicht nicht so siehst, aber solche Sachen, vielleicht Kleinigkeiten in deinen Augen…
taten weh… haben mich verletzt… haben mich enttäuscht…
Aber ich habe immer versucht auch die Gründe dafür zu sehen und zu verstehen (die ja zuhauf und triftig vorhanden waren mit bspw. zuviel Arbeit, zuwenig Freizeit, etc.), Dich eben nicht auch noch damit zu belasten, Dich zu unterstützen wo es nur ging, einfach da zu sein.
Dann war es später auch wieder gut, abgegessen, nicht mehr der Rede wert für mich… Denn Du hast mir schlussendlich immer das Gefühl gegeben dir wichtig und mir gegenüber ehrlich zu sein. Das war wichtig, und nicht ob ein Date jetzt klappt oder nicht.
Aber: das hat natürlich an der Substanz genagt, mich weich gemacht, und das kann ich garnicht ab. Ich hab auch, genau wie du(!), eigentlich permanent seit ich hier in der Schweiz bin zuwenig auf mich selbst geachtet. Den körperlichen Warnschuss hierzu haben wir ja letztes Jahr gesehn.
Und nun konfontierst Du mich mit Vorwürfen. Mit meiner Antwort zur Frage auf eine unbeantwortete SMS zum Beispiel… „war beschäftigt.“ Ja, war ich! Ich hab trainiert, den ganzen Nachmittag, hab dann in der Sonne gelegen, mit guter Musik auf dem Ohr, ich war ganz bei mir, hab einfach mal wieder mich gespürt… warum fragst du nicht: „womit warst du beschäftigt?“ sondern attestierst mir Härte in den Worten, weil ich einmal auf diese Frage deinerseits warte? Weil es seit anderthalb Wochen „anders“ ist?
Du attestierst mir Zurückgezogenheit mit Beispiel letzte Woche, dabei hab ich letzte Woche seit Dienstag auf einen Anruf zum Spontan-Kaffee deinerseits gewartet, dies auch ganz klar so kommuniziert. Was ich zurückbekam war ein „lass dir zeit, wenns passt passts, wenn nicht dann nicht“… Stand das zur Debatte? Hiess das jetzt ich soll mich melden oder Du? War das die Frage die es zu diskutieren galt?
Meine Anfragen bezgl. Deines Wohlbefindens und anderen Dingen… blieben indes unbeantwortet. Zum Thema Musik hab ich mich ja oben schon ausgelassen, meine Meinung kennst du mittlerweile zu genüge, ich bin enttäuscht wenn Du Dir einen Song nur kurz und auf Notebook-Lautsprechern anhörst. Wer sich nicht einlässt kann garnicht die Ganzheit oder Schönheit erfahren, die manche Musik birgt. Darüber lässt sich sicher streiten, und wenns einem nicht gefällt, auch okay, ist halt Geschmacksache. Ich wollte dir einfach eine Freude damit machen, Dich ablenken vom täglichen Scheiss. Das hat dann wohl so garnicht geklappt. :-(
Die Ironie in meinen Worten hast du auch nicht erkannt… fehlte da etwa der obligatorische Smilie? ;-)
Und ja, nicht nur du hattest ne harte Woche… Kollege war krank, ich hab jede Menge Projekte am Arsch und bisweilen unfähige Kollegen. Auch ich hatte eine harte Woche, sicher nicht so hart wie Du, mit unfähigen Rezeptionisten und umfallenden Schwangeren kann ich leider nicht dienen, aber eben auch hart und stressig. Du weisst ganz genau wie es ist für fünf andere mitdenken zu müssen und zu nix anderem zu kommen…
Du fragst mich wie es mir geht. Natürlich geht’s mir gut! Mir könnte ein Bein fehlen, dann ginge es mir wirklich schlecht. So schmerzt es nur in der Brust. Und das geht irgendwann vorbei. Ich versuche einfach das Beste aus der Situation zu machen, mehr nicht. Oder soll ich dir die Ohren vollheulen, wie schrecklich das doch alles ist? Hast du davon nicht genug Leute in deiner näheren Umgebung? Willst du davon echt noch mehr?
Es ist nicht schrecklich! Es ist gut.
Vielleicht war es die falsche Zeit und der unromantischste Ort den man sich vorstellen kann, aber: Es war wichtig und richtig, musste endlich raus, mein „ich habe mich verliebt, da ist mehr!“ und auch dein „Nein“. Wichtig für mich.
Die Tagesordnung ist natürlich seit anderthalb Wochen eine andere. Sätze wie „ich kann mir nicht vorstellen, das Du das bist was ich brauche“ oder „mehr geht einfach nicht“ hallen noch immer nach, tun immernoch weh… von jetzt auf gleich zu „fun-haben“ übergehen, geht nicht einfach so. Jedenfalls nicht für mich. Wenn das Menschen aus deiner Vergangenheit, von der ich immernoch und leider viel zu wenig weiss, so einfach handhaben konnten dann find ich das super, aber hier und jetzt funktioniert das so nicht.
Wenn ich sage das ich meine „Energie“ für andere Dinge aufwende hat das nichts mit Dir zutun oder das ich Dich plötzlich nicht mehr leiden kann. Ganz im Gegenteil! Ich wende diese Energie, meine Gefühle für Dich (wenn man so will), die Du so nicht erwidern kannst und willst, aus Deinen für Dich guten und nachvollziehbaren Gründen, eben aus für mich guten und nachvollziehbaren Gründen mehr für mich auf, nicht vollumfänglich, aber eben mehr, weil das in letzter Zeit zu kurz kam… und wer mich wirklich kennt, weiss das.
Wer mich wirklich kennt weiss auch, das ich mich in meiner Vergangenheit immer abgewendet hab. Das war der best-gangbare und am wenigst schmerzvolle Weg für mich und auch für meinen Gegenüber. Und wenn ich das so handhaben würde wollen in diesem speziellem Falle, also Dir, würde ich dir dann überhaupt noch auf eine SMS antworten? Würde ich dir anbieten dich von dort nach da zu fahren zu später Stunde? Würde ich mich erkundigen wie das Training am Samstag war? Würde ich das?
Wenn ich das so handhaben würde wollen würde ich nicht einfach sagen: „Leck mich!“? Hab ich das gesagt? Ich glaube nicht… Denk mal drüber nach…
Wenn ich Dich letzte Woche oder auch gestern womit auch immer verletzt haben sollte tut es mir leid. Ich hab dir fast noch nie ins Training gepfuscht, ich kann das nicht leiden, wenn einer da reinpoltert, das weisst du. Das Gespräch mit S. danach sah wichtig aus. Ich war konzentriert auf meine Übungen. Woher sollte ich also wissen, das du auf mich wartest? Ich freue mich darüber das du es tatest, aber ich wusste es nicht, nichts hat darauf hingedeutet für mich. Ein Wink von Dir und ich wäre gekommen.
Weisst du du hast dich in gewisser Weise gegen mich entschieden, es schmerzt mich und vielleicht auch dich. Das heisst aber noch lange nicht, das du mir weniger wichtig bist.
Die Situation ist nun eine andere, wir müssen nun beide damit irgendwie umgehen. Aber auch das heisst nicht das du mir weniger wichtig bist!
Wenn der Eindruck enstanden ist, du wärest mir plötzlich unwichtig, ich würde dich weniger in meinem Herzen tragen, kann ich dir nur sagen: Dem ist definitiv nicht so!
Du hast mir in deinen Möglichkeiten viel gegeben, und dafür bin ich dir dankbar. Ich habe Dir aber auch viel von mir gegeben, auch wenn Du es nicht gleich oder immer bemerkt hast.
Wenn Du das alles anders siehst, und Dich nun aus Selbstschutz abwenden musst, tut mir das leid, aber auch das würde ich akzeptieren, wenn auch widerwillig. Ich würde nicht verstehen wie du das oben angesprochene Recht für sich selbst zu sorgen für Dich beanspruchst aber bei deinem gegenüber missbilligst.
Solltest Du das Thema nochmal aufgreifen wollen, können wir das gerne tun. Aber in einem anderen Ambiente, soetwas immer auf Arbeit besprechen zu müssen tut Dir nicht gut und mir auch nicht, mir ist es sozusagen mittlerweile zuwider. Nirgendwo ist man ungestört und immer kommt was dazwischen (kein Vorwurf an Dich). :-(
Wie gesagt: Du weisst woran Du bist, immer. Ich bin da. Und will Dich natürlich in meiner Nähe haben! Du bist mir wichtig!
Einfach wird’s sicher manchmal nicht, aber war es das denn je zwischen uns?? Kann ich mir nicht vorstellen, bei keinem von uns beiden…
Hab Dich lieb
---
Und nachdem ich Dir das alles gesagt habe,
bist Du verletzt,
beleidigt,
weinst fast.
Warum nur?
Weil Du nur die Vorwürfe sahst...
...die eigentlich gar keine sind.
Beziehst vieles auf Dich...
...obwohl es garnicht so ist.
Du fragst mich,
woran Du bist,
schon mehrmals,
dabei hab ich Dir das gesagt.
schon mehrmals.
Du weisst es,
wenn Du nur mal hinschauen würdest...
Ich kann Dir nur die Tür zeigen,
Durchgehen musst Du allein.
Musik: The Black Keys - Too Afraid To Love You (Live in Studio)
i miss you.
it sucks.
(wartet beim liedlein auf 1:05.
have fun. ;) )
My gears they grind
More each day
And I feel like
They're gonna grind away
And the city blocks
They drive me wild
They're never ending
Mile after mile
I just don't know what to do
I'm too afraid to love you
It's heaven on earth
In her embrace
Her gentle touch
And her smiling face
I'm just one wishing
That I was a pair
With someone
Oh somewhere
All those sleepless nights
And all those wasted days
I wish loneliness would leave me
But I think he's here to stay
What more can I do
I'm wringing myself dry
And I can't afford to lose
One more teardrop from my eye
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