Stimmung: die letzte party noch in den knochen *rülps*
Gut geschlafen hatte ich in der Nacht zum Donnerstag. Etwas Hektik durchzog den Morgen. Entspannt und locker düste ich ins Irrenhaus. Etwas früher als ich mußte. Denn ich lud die Kollegas incl. Chef zum letzten gemeinsamen Frühstück ein. Es war nochmal eine nette entspannte Runde in der natürlich die Arbeit nicht fehlen durfte. Wollte doch mein Chef noch so einiges von mir. Ich ihm erstmal verklickern mußte das dies mein letzter sei und ich nicht die Motivation verspüre mir an dem Tag nochmal den Arsch aufzureißen. Dies kam an und wurde verstanden. So hielt er auch ein kleines Abschiedsgeschenk für mich bereit. Nette Geste, wie ich fand. Alle bürokratischen Dinge wurden erledigt. Die eine oder andere nette Kollegin nochmal in den Arm genommen. Alles Gute gewünscht. Noch schnell Kontaktdaten zu meinem Verzeichnis hergestellt um sich nicht ganz aus den Augen zu verlieren. Im Großen und Ganzen war ich hauptsächlich damit beschäftigt alle abzuklappern. Es tat gut, einfach nur sau gut. Gab es mir doch das Gefühl meinen Job prima gemacht zu haben bei den Worten: "Du wirst uns echt fehlen. Denn auf dich war immer verlass. Pass bloß auf dich auf und meld dich mal." Mein Micha, das is der von den Kollegas bei dem es etwas gedauert hatte bis er mich akzeptierte. Wir uns zum Ende prima verstanden haben. Fachsimpelten, unsere Köpfe zum Rauchen brachten wenn es um die Konfiguration der Firewall ging. Ja ich werd ihn echt vermissen. Mit seiner morgendlichen "freundlichen" Art: "Eh was willsten du hier?" oder "Ach haben wir auch schon ausgepennt?" Seinem Lieblingsspruch: "Das ist doch alles Kacke hier." Es war nett gemeint auch wenn es für Außenstehende nicht so zu verstehen war. Er ist ein prima Kerl und ich hab so einiges von Ihm gelernt. Die tollste Geste seinerseits kam aber noch. Hatte er doch nach dem Mittag einen Außentermin. So verabschiedeten wir uns schon früh von einander. Ich mußte nochmal den Spätdienst schmeißen. So war eine Stunde vor Dienstende mein Chef auch schon weg. Ich noch eine Stunde lang alleine. Da plötzlich ein Anruf auf meinem Diensttelefon. Die Nummer? mein Kollega Micha. Ich also ran mit den Worten, eh was machsten du hier? Er zu mir, na wie wärs mit einem letzten gemeinsamen Kaffee ? Ich geb einen aus. Er kam somit nochmal ins Irrenhaus, angeblich um bei seiner Mutter vorbeizuschauen, die hier auf Station lag. So saßen wir dann im Empfangsbereich des Irrenhauses. Quatschten bei "leckerem" Automatenkaffee, denn die Caffeteria hatte schon geschlossen, eine ganze Stunde lang über Gott und die Welt. Wer hätte das gedacht. Er der immer so einen auf unnahbar machte, trinkt noch einen Kaffee mit mir. Gemeinsam verließen wir das Irrenhaus. Und der Abschied geschah nach Männerart. Mit den Worten, "na da kommt hier endlich wieder Ruhe ins Haus. War ja echt nicht mit dir auszuhalten." Und den letzten Satz: "Du machst das schon, halt die Ohren steif." Von mir die Sprüche: Na nun mußte die täglichen Heldentaten ohne mich bringen. Es wird schwer für dich werden, doch wenn du wiedermal was nicht hinbekommst, dann ruf mich einfach an. (Er was nicht hinbekommen? Immerhin hab ich von Ihm gelernt. Gut, das eine oder andere konnt ich Ihm auch zeigen. Doch das größere Wissen kam schon von Ihm.) Hey, wir sind Männer. Da gibts keine Gefühlsduselei. Es gibt so Menschen im Leben denen man begegnet und es funktioniert einfach. Man hat das selbe Verständnis, die selbe Auffassung, den selben Ergeiz einfach das gut zu machen was man tut. So baut sich eine Kommunikationsebene auf, in der einfach alles gelingen kann. Man das Bedürfnis hat seine errungene Erfahrung auszutauschen. Gemeinsam Lösungen für vorhandene Probleme zu finden. Wobei der eine sofort weiß wie der andere denkt. Wie seine Ansätze sind. Das ungefragte Bedürfnis entsteht, dem anderen bei einem Problem zu helfen. Es war ne geile Zusammenarbeit. Bei der wir immer versucht haben uns gegenseitig wieder aufzubauen. Sei der Tag noch so stressig, noch so chaotisch, noch so völlig verrückt im Irrenhaus. Wir haben immer versucht unseren sarkastischen Humor nicht zu verlieren. Wir zwei waren ein dufte Team. Doch so ist es im Leben. Das eine geht und hoffentlich etwas anderes Gutes kommt. Wir werden sehen. So fand der letzte Tag ein Ende. Die Heimfahrt, mit einer Geschwindigkeit was mein Schlitten hergab. Es ist vorbei. Endgültig. So ging es am Abend gleich im Plan weiter. Die Unterstellmöglichkeiten für meine Möbel wurden nochmal geklärt. Alles läuft. Ich bin in meinem Element. Kann was tun, was schaffen, organisieren, erledigen. Auch weitere wunderbare Ereignisse des Abends, verhalfen dem Tag zu einem prima Ausklang. Alles in Allem ein prima Tag. Einfach spitze.Â