Das Leben der jungen J

28.02.2010 um 14:00 Uhr

Sexperimente 9: Der Sex im Klinikkeller

von: VomFeuerkind   Kategorie: Sexperimente   Stichwörter: LordO, Teddybär

So... Da ja nicht untätig war, kommt hier das nächste Erlebnis aus meiner Sexperimente Reihe. Es ist der 15.10.2009 mittags. Hauptdarsteller diesmal: der gute Lord O himself.

Wie er wieder ins Spiel kam? Eigentlich hatte ich ihm ja die Entjungferung meines Hinterns mit der Gerte versprochen, aber er kam mal wieder nicht in die Füße und jetzt war ihm der Teddybär zuvorgekommen. Die Striemen waren am nächsten Tag tatsächlich nicht weg.

Ich schrieb Lord O also eine sms, dass ich nicht länger auf seine Gunst warten konnte und nun von einem anderen Mann Striemen auf dem Rücken hätte. Aber dass ich dennoch gern demutsvoll vor ihm knien und die Strafe, die er sich für diese Ungeduld überlegt, dankend annehmen würde. (Das ist eine Formulierung, die jeden dominanten Mann in die Knie zwingt und wuschig macht - außerdem ist Lord O einer der wenigen Männer vor denen ich auch knien mag)

Es dauerte einen Tag, bis er mit antwortete, dass er einen besonderen Ort für meine Bestrafung hätte. Großartig. Mein Kopfkino lief sofort heiß. Oh mein Gott... Öffentlichkeit. Aber wie öffentlich? Und zu welcher Tageszeit? und was könnte er sich fieses überlegt haben? Das ist ja gemein! Eine Szene nach der anderen kam mir in den Sinn - und allein die Vorstellung machte mich scharf. Das einzige was ich wusste, war, dass Lord O nichts machen würde, was über meine Grenzen hinweg gehen würde und dass es toll werden würde. Meiner Meinung nach, hätte er mich auch gern tagelang in meiner Vorstellungswelt schmoren lassen können.

Aber dazu kam es nicht. Er löste es recht schnell auf: Die Strafe kommt tagsüber im Kellergewölbe einer Klinik. Und nicht an irgendeinem Tag, sondern sofort. Es war mittags. Am helllichten Tag? Aber ich hatte auch gerade keine Termine...passte also. Gut... das ließ trotzdem noch genügend Spielraum für das Kopfkino: Welche Klinik hat denn einen Keller? Und wie kommt er da rein? Und was wird da wohl gelagert? Er gab mir ne Adresse und sagte mir dass es weitere Instruktionen per sms gäbe, wenn ich vor Ort wäre.

Ich sprang also schnell zu hause rein und holte eine Gerte (eine die keine Striemen macht...), zog mir sexy Unterwäsche an und fuhr dann dort hin. Das war der Nervenkitzel pur. Nicht zu wissen was einen erwartet, aber zu wissen, dass es total toll wird, schließlich drehte es sich um Lord O - brachte mich fast um den Verstand. Und ich war rattenscharf.

Vor Ort gab es dann einige sms, wie: "lass dir vom Pförtner den Weg zu Haus A sagen" dann später: "fahr mit dem Fahrstuhl in den 5. Stock" (das war etwas gemein, weil im 5. Stock die Kantine ist und alle gerade am Essen waren. Und er ließ mich bestimmt 10 min da dumm rum stehen. Wie bestellt und nicht abgeholt und scharf war ich ja auch noch. Und man denkt dann die ganze Zeit, dass die Leute wissen, was man tut. Schließlich hatte ich eine Gerte unterm Mantel versteckt) und dann endlich: "fahr in den Keller und schleiche dich durch die offene Tür die Treppe runter!" Diese sms trieben mich schon fast in Wahnsinn. Es war unglaublich aufregend.

Ja.. dort fing der Kitzel an. Es war stockdunkel. Und schmutzig. Der ganze Keller war wie im Fernsehen - wirklich. Rohe Wände, niedrige Decken (ca. 1,60m), nur Estrich. Es war wirklich schmutzig. Ich hatte s/w Pöms an und war um meine schönen Schuhe besorgt.

Unten an der Treppe wartete er auf mich. Im Dunkeln. Plötzlich stand er vor mir. Voll der Gruseleffekt. Er nahm mich an der Hand und führte mich zu ner Bank, die er mit ner Decke ausgelegt hatte.

"Zieh dich aus" flüsterte er. Das war übrigens der Kontrast schlecht hin. Ich war wirklich schick angezogen. Mit nem weißen Pulli und nem schicken roten Mantel. Wie ne Lady eben. Und es war immer noch schmutzig überall. Es knirschte unter den Schuhen. Ich strippte also erst bis auf die Unterwäsche (krasserweise hatte ich mich da auch für weiß entschieden - ich musste ja ein bißchen auf unschuldig machen J) und er machte mir Komplimente für meinen schönen Körper und strich sanft überall rüber. (Gänsehaut garantiert) Dann flüsterte er "zieh dich ganz aus." Also stand ich dann nackt (bis auf die Halterlosen und die Pöms) vor ihm.

Er hielt meine Hände auf dem Rücken und führte mich weiter in diesen Gruselkeller rein. (Die Sache mit der Deckenhöhe ist, dass sie große Menschen ziemlich quält. Mir ist das ja egal. Ich konnte fast gerade stehen - war halt ein bißchen ein Eigentor für ihn) Jedenfalls stand in einem der leeren Räume ein Tisch, der mit einer Pappe abgedeckt war. (die nebenbei auch nicht sauber war.) Er beugte mich vornüber über diesen Tisch und fing an, mich mit der Gerte über den ganzen Körper zu streichen. Er flüsterte die ganze Zeit, so als könnte uns da unten jemand hören. Was quatsch war, aber es hat auf jeden Fall für die nötige Spannung gesorgt.

"Du lässt dich also von fremden Männern schlagen?... Ist das ein Verhalten, das einer Lady entspricht?" Er strich immer noch mit der Gerte über den Körper. Hin und wieder schlug er mir damit auf den Hintern. Und strich dann weiter... Und er flüstere weiter: "Du fragst dich sicher, warum wir dich bestrafen und nicht die Männer....? Du hast so einen schönen Körper. Du bist ein Geschenk der Natur!... Man kann den Männern keinen Vorwurf machen, dass sie dich begehren!... Ich will dass du mich um Verzeihung für deine Ungeduld bittest!"

Ich war in Extase pur. Ich zitterte am ganzen Körper. Nicht aus Angst, vor dem nächsten Schlag - so hart schlug er gar nicht - sondern vor Erregung. Die ganze Sache zog sich noch ein wenig hin. Er wies mich an, ihm einen zu blasen, was ich auch tat und wir hatten Sex in dieser Position. Beim Höhepunkt sagte ich dann, dass was er glaube ich hören wollte: "Verzeiht mir Lord O, dass ich so ungeduldig war und meine Zeit mit diesem Niemand verbracht habe. Vor allem weil er Euch niemals das Wasser reichen kann."

Dann ging es bei ihm ziemlich schnell und bei mir auch. Es war unglaublich. Ich weiß nicht, wann ich schon jemals so geil gewesen bin.

Anschließend streichelte er mir mit den Händen über den gesamten Körper küsste ihn und flüsterte: "Euch sei verziehen, werte Lady J" Und schob noch ein Kompliment hinterher. Mein Gott, der Junge hat es voll drauf.

Wir gingen also wieder zu den Sachen zurück und ich zog mich an. Die ganze Aktion hatte erstaunlich lange gedauert. Ich war fast 1,5h auf diesem Klinik-Gelände. Dieses ganze Drumherum war irre. Das Warten... die Anweisungen... die Atmosphäre... der Ort...die Beleuchtung... seine Stimmlage... (er hätte gar nicht immer flüstern müssen, die Akustik war sowieso irgendwie dumpf)...meine Schuhe... die Gerte...Lord O hat es eben einfach drauf. Mit dieser Aktion hat er genau meinen Nerv getroffen. Ich fuhr danach zur Arbeit und ich war dabei schon lange nicht mehr so gut drauf.

Also dieses Erlebnis war quasi das komplette Gegenteil zu der Aktion mit dem Teddybären. Viel mentaler. Es ist schon merkwürdig, wenn man sich solche Anweisungen geben lässt und sie auch macht. Das hat etwas von fallen lassen zu tun. Und das kann ich einfach nicht bei jedem. Besonders nicht, wenn Leute Grobheit mit Dominanz verwechseln. Lord O war viel sanfter. Er hätte ruhig noch fester zuschlagen können. Aber ich glaube 1. muss er sich da noch an meine Schmerzgrenze rantasten und 2. ist das auch irgendwie nicht sein Stil. Aber wenn ich wählen sollte, zwischen dem Teddybären und Lord O, würde ich mich wohl für Lord O entscheiden, auch wenn ich nie Striemen von ihm bekommen würde.

Lord O verschwand natürlich wieder mal (bis Weihnachten letzten Jahres), aber der Teddybär war ja noch nicht ganz von der Bildfläche verschwunden. Aber von dem nächsten Mal erzähle ich Euch nächste Woche.

25.02.2010 um 13:46 Uhr

Überumpelt und irgendwie ratlos

von: VomFeuerkind   Kategorie: Männergeschichten   Stichwörter: Legolas, AWL, Haartyp, Gitarrist

Stimmung: Keine Ahnung

So, heute die Fortsetzung des Eintrags gestern.
 
Legolas kam also Dienstag Abend nach der Arbeit vorbei. Es war ein wenig merkwürdig, weil wir uns schon fast zwei Wochen nicht gesehen haben und weil ihm irgendwie die innere Wärme ein wenig fehlte, die ich so an ihm mag. Nein, es wäre alles in Ordnung, antworte er auf mein Fragen hin. Wir gingen in ein Restaurant. Es war inzwischen 22h als wir dort ankamen und wir hatten uns immer noch nicht vernünftig eingegroovt. Fand ich. Ich war ein wenig maulig und ausnahmsweise mal nicht gesprächig, aber er brachte mich trotzdem dazu über meinen Job und meinen Unmut zu reden. Da war mir das erste Mal schon nach heulen. Dem widerstand ich allerdings und ließ mich lieber von ihm in den Arm nehmen. Was wirklich schön war. Er meinte dazu nur, dass es mir gar nicht wirklich schlecht ginge, dass haufenweise arbeitslose Grafiker gerne meinen Job hätten, dass ich doch mein Auskommen habe, dass ich froh sein sollte, weil ich für den job auf der Messe auch tatsächlich bezahlt würde, etc. pp.

Und dann rückte er damit raus. Um kurz nach zwölf. Der Laden war kurz vorm zumachen. Ich war kurz vorm gehen. Er meinte plötzlich, dass er (und ich versuche den OT zu treffen) nicht der Typ für enge Geschichten wäre und dass er es mir zu Anfang gern sagen möchte. Das hätte nichts mit mir zu tun, aber er habe festgestellt, dass sich Menschen in Beziehungen merkwürdig verhalten und er wolle das nicht.

Das brauchte ne Weile, bis die Message einsank: Er hatte mir gerade gesagt, dass er sich eine Beziehung mit mir nicht vorstellen könnte, weil sich ALLE in Beziehungen merkwürdig verhalten. Ok, verstanden hab ich es trotzdem nicht, müsse ich auch nicht, meinte er. Ich schaffte es gerade noch die Tränen wieder wegzublinzeln. Das jetzt nicht auch noch. Nicht ER auch noch. Was hab ich bloß an mir, dass ich nur Männer treffe, die sich nicht binden wollen. Das hätte ich ihm nie zugetraut. Immer wieder fiel mir ein, dass es mit AWL ja auch so gewesen wäre und dem Haartypen und dem Gitarristen und noch mit haufenweise anderen Männern, die ich hier nicht erwähnt habe. Es wurde immer schwerer die Tränen wegzublinzeln. Weil ich anfing mir selbst leid zu tun. NEIN... es läge nicht an mir. Das tut es nie! Wann hat diese verdammte Serie endlich ein Ende?

Ich wollte gehen. Und zwar sofort. Ich war pissig und sauer und fertig mit den Nerven. Und jede Sekunde in diesem Restaurant kämpfte ich mehr mit den Tränen.

Auf dem Weg zurück dachte ich nach. Das wollte ich nicht schon wieder akzeptieren. Mich nicht schon wieder rumschubsen lassen. Ich wollte einmal für mich einstehen. Egal zu welchem Preis. Also meinte ich zu ihm, dass ich das nicht kann. Ich kann und will nicht seine Spielgefährtin sein. Ich kann einfach nicht kategorisch ausschließen, dass aus uns beiden mehr wird. Weil ich ihn stumpf mag. Wenn er das nicht akzeptieren kann, müssen wir es eben lassen. Aber DAS wollte er definitiv nicht.

Wir kamen bei mir an und setzen uns aufs Sofa. Er wollte nch mal drüber reden. Ich war pissig und wollte eigentlich nicht, setzte mich aber trotzdem und ließ ihn reden. Er erzählte, dass er einfach nicht zusichern könne, dass wir uns regelmäßig zweimal die Woche sehen. Er hat dazu sein eigenes Leben nicht mal richtig im Griff. Außerdem wolle er nicht, dass es alles zu einer Selbstverständlichkeit mit Erwartungshaltung wird. Er hätte das selbst schon oft erlebt, bei sich und bei anderen. Und das wolle er nicht. Besonders, und jetzt kommt es, weil doch zwischen uns die Chemie schon ziemlich stimmt, aber er nicht weiß, ob das in einer Beziehung funktioniert. Wenn die ganze Sache einfach nur locker ist, hat man das Problem nicht, da kann man leichter sagen, dass es nicht passt und dass man es beenden sollte. Er spricht es nur an, weil sich die Qualität der sms in der letzten Zeit etwas verändert hätte und er will einfach nicht dass es zu eng wird. Außerdem gehört er nicht zu den Leuten, die offene Beziehungen führen.

Ich verstehe heute auch nur noch die Hälfte. Auch mit viel nachfragen ist da irgendwie nicht mehr rausgekommen. Ich habe verstanden, dass er noch Freiraum braucht und sich nicht einengen lassen will. Er will nicht, dass der Kontakt zu einer Routine wird, besonders, weil er mich nett findet und dass er gerade mal Verantwortung für sich übernehmen kann.

Ich meinte noch mal, dass ich das auf Dauer nicht kann. Außerdem fragte ich ihn, ob ich jemals etwas von ihm erwartet hätte (er meinte nein). Dann erzählte ich ihm von meinem letzten halben Jahr, dass mir die Sexperimente von damals total auf den Keks gingen, von AWL und wie das gelaufen war und dass ich es erst ne Woche bevor wir uns gesprochen haben, abgeschlossen hatte. (Inzwischen war nichts mehr mit Tränen aufhalten.) Ich erzählte dass AWL nicht der erste war, dass ich mittlerweile seit 4 Jahren Single bin und auch nicht mehr glaube Beziehungsfähig zu sein. Ich beschrieb meine Panik (dass jemand einfach so verschwindet) und meine Ungeduld (dass es nicht zu einem Ergebnis führen könnte) die mich im Moment in meinem Tun beeinflussen und dass ich das eigentlich gar nicht will. An diesem Punkt heulte ich wie ein Schlosshund. Sehr unsexy. Wirklich sehr unsexy. (er hörte trotzdem tapfer weiter zu)

Ich erzählte ihm, dass ich merke, dass wir noch lange nicht an dem Beziehung-Ja/Nein-Punkt angekommen sind, dass ich gerne der Sache ihren Raum gegeben würde, aber es mir aufgrund der letzten Erlebnisse unglaublich schwer fällt. Dass ich kein Interesse daran habe ihn einzuengen, weil mir das selbst auf den Keks geht. Und ja, neulich hätte ich ihn wirklich vermisst und ich hatte es fair gefunden, ihm das mitzuteilen. Ich sagte ihm, dass ich ihn sehr gern mag, dass ich gerne im Schlafzimmer mit ihm spiele und ihn entdecke, dass ich finde, dass wir einen tollen Draht zueinander habe, dass ich ihn interessant finde, eben weil er nicht in eine Schublade passt und dass ich beim besten Willen nicht weiß, ob aus uns beiden eine Beziehung wird, weil ich ihn auch nicht kenne, aber dass ich es nicht kategorisch ausschließen will. Und vor allem, dass ich bestimmt nicht der Typ für ne offene Beziehung bin und dass ich jetzt auch schon keine anderen Kerle an mich ran gelassen habe, seit ich ihn kenne. Dass ich es schon nett fände, mal die Öffentlichkeit eines Clubs zu nutzen, aber dann nur wir beide. Mittlerweile heulte ich nicht mehr.

Er meinte, es wäre gut, dass ich ihm das mal erzählt hätte und murmelte dann irgendwas vor sich hin, das klang wie „...Beziehung... mhh...nicht sicher!...aha... erstmal näher kennenlernen...ok." Dann tat er etwas, was ich nicht erwartet hätte: er nahm er mich in den Arm. Das war schön, wenn auch seltsam. Seltsam, weil es merkwürdig ist, dass er mich tröstet, wo er mir gerade das Herz gebrochen hatte. Wir saßen also ne halbe Ewigkeit Arm in Arm da. Einfach so. Und ich heulte noch ein bisschen - auch einfach so.

Dann strich er mir ne Träne von der Wage und kraulte mich zärtlich am Hals. Ein sehr inniger Moment. Ich dachte nur, wenn du mich jetzt küsst, kann ich nie wieder zurück und er tat es nicht. Stattdessen massierte er mir den Rücken. Irgendwann regte ich mich ab und wir gingen ins Schlafzimmer - ein bisschen spielen :)

Danach kuschelte ich mich an ihn und schlief schnell ein. Zwischendurch stand er noch mal auf und rannte in der Wohnung rum. Ich dachte, wenn du jetzt gehst, geh für immer. Es war mir egal. Ich wollte ihn nicht aufhalten. Aber er machte bloß überall das Licht aus, dass wir vergessen hatten und kroch dann wieder zurück.

Morgens wachte ich in seinen Armen auf. Es war voll schön. Wir schmusten noch ein wenig ausgiebig miteinander, ich machte uns ne Tasse Kaffee und es war wie immer. Schön, angenehm, warmherzig und gemütlich. Außerdem bekam ich der Welt besten, herzlichen, innigen Abschiedskuss. So richtig. Mit den Kopf in beiden Händen festhalten und so. Naja, eigentlich war es nicht wirklich Abschied, sondern eher sowas, wie ein kleines Präsent. So ein denk-an-den-Kuss-wenn-du-schlechte-Laune-bekommst-Ding. 

Ich versteh es nicht wirklich. Alles nicht. Sein Problem nicht, seine Handlungen nicht und wie das jetzt weiter geht auch nicht. Und ich bin merkwürdigerweise neutral. Wenn er gehen will, soll er eben gehen. Und wenn er bleiben will, soll er eben bleiben. Trotzdem ist irgendwie ein Stück weit Sicherheit zurückgeblieben. Er wollte nicht gehen. Den Abend nicht und die Nacht auch nicht. Er wird sich auch nicht ohne Kommentar vom Acker machen. Er geht Konfrontation nicht aus dem Weg. Außerdem findet er auch, dass die Chemie stimmt. Und er hat es nicht komplett weggeschmissen.

Und doch bin ich ratlos. Wie geht es weiter? Was ist denn das jetzt für eine bescheuerte Situation? Was stelle ich mit ihm weiter an? Naja.. vielleicht denke ich mal darüber nach, was ich überhaupt in einer Beziehung brauche. Wenn man das bekommt, wäre es doch dann egal, wie man es nennt. 

24.02.2010 um 20:11 Uhr

Ich muss mal meckern

von: VomFeuerkind   Kategorie: Alltägliches Einerlei   Stichwörter: Arbeit, Legolas

Stimmung: grummelig

Ok, es ist offiziell, meine Laune ist im Keller. Das was sich so die letzten Tage schon so angedeutet hat wird immer präsenter: Ich bin unglaublich genervt und zickig.

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Vielleicht mal beim meckern über mich. 

Naja vielleicht mal HIER. Hier kommt eine Entschuldigung an alle Blogger und Bloggerinnen, denen ich in der letzen Zeit durch Kommentare, verbal auf die Füße getreten habe. Es war nicht bös gemeint. Bestimmt nicht. Im Moment fällt mein Humor, der ohnehin schon einen schwarzen Touch hat, noch düsterer aus und ist schon fast nicht mehr als solcher zu erkennen.

So, kommen wir zum nächsten Meckerpunkt: diese verdammte Messe nächste Woche! Die nächste Woche werde ich komplett für meine halbe Stelle auf dieser scheiß Messe verbringen. Die ganze verdammte Woche. Incl. Samstag. Ich könnte kotzen. Da muss man lächeln, auch wenn einem die Füße und Beine weh tun, da muss man nett zu Leuten sein, auch wenn man sie unausstehlich findet und da schafft man nichts anderes, außer auf der Messe sein. Hatte ich nett sein erwähnt? *würg*

Natürlich läuft nichts. Gar nichts. Die Demo ist noch nicht fertig, die ppt ist nicht fertig, es wird doch keinen generellen Flyer geben, die anderen Flyer werden nicht überarbeitet und die Webseite steht bis dahin hundertpro auch nicht. ICH KOTZE. So kann ich nicht arbeiten. So will ich nicht arbeiten. Das liegt nur daran, dass ein scheiß Chef selbst nicht entscheiden kann, sondern sich immer mit dem anderen abstimmen muss, der natürlich bis über den Hals mit Arbeit zu ist, mir nicht die entsprechenden Sachen zugeliefert werden und auch sonst einfach nichts klappt. ICH KOTZE - WIRKLICH.

Das Blöde ist, dass (und so komm ich zum nächsten Meckerpunkt), dass ich in meiner eigenen Firma überhaupt nichts schaffe. Ich muss nur mal eben schnell dies machen und jenes und es läuft einfach gar nichts. Ich komm überhaupt nicht vernünftig in den Modus rein.

Das liegt an Meckerpunkt Nr. 4, die neue total bescheuerte Kuh, die seit neustem mein Gemeinschaftsbüro bevölkert. Zur Erklärung: Ich habe bloß einen Arbeitsplatz gemietet, kein ganzes Büro. Ansich hielt ich das für sau clevere Idee, weil mir eh schnell langweilig wird, wenn gar keiner da ist und vor allem weil es sau günstig war. Und jetzt zieht diese Olle O darein. Diese Tante hat schon fast mal nen eigenen Eintrag verdient, aber hier die Kurzfassung: Sie ist Urkrainerin und hat irgendso einen Online-Shop. Ständig redet sie super laut und super schnell und super ausländisch am Telefon. Wenn sie nicht telefoniert, rennt sie rum, ist ständig am drucken und hat auch sonst keinen Respekt vor anderen. Kurz: Sie ist super nervig und ich mag sie nicht. Also sorgt sie dafür, dass ich keine Lust mehr auf mein eigenes Büro habe. Blöde Kuh *schrei vor Verzweiflung auf*

Die Quintessens ist, dass ich momentan in Arbeit ertrinke und keine Ahnung habe, wann ich das alles machen soll. Also seid mir nicht böse, wenn es in den nächsten zwei Wochen weniger Beiträge gibt.

Meckerpunkt Nr. 5: Ich schaff es mit dem Sport nicht (wegen Meckerpunkt 2-4) und streng Diät machen funktioniert nun auch nicht gerade super, also wird es nicht weniger. Zur sonst schon mittelmäßigen Laune, kommt also krasses Unwohlsein, wegen Unförmig- und deswegen Unsexysein dazu. *grummel*

Meckerpunkt Nr. 6: Das Auto. Es fährt nicht. Naja.. ruckelig. Und morgen ist Termin für die Werkstatt. Dann kriege ich ne saftige Rechnung, die mich wegen Punkt 3 in den Ruin treiben wird (naja.. das ist übertrieben - fühlt sich aber so an).

Meckerpunkt 7: Ich hab Zahnschmerzen und keine Ahnung, wann ich noch zum Zahnarzt soll. Aber vermutlich sind es eh nur wieder stressbedingt und der Z-Arzt kann WIEDER einmal nichts dagegen tun.  

Meckerpunkt Nr. 8: Wer hätte das gedacht? Aber dieser Punkt gilt Legolas. Ich hab den Abend gestern glaube ich immer noch nicht verdaut. Ich hab es auch nicht mal richtig verstanden, aber es führt nicht zu guter Laune. Ok, diesen Punkt muss ich wohl in einem eigenen Beitrag (morgen) etwas ausführlicher machen.

 

Jedenfalls bin ich richtig angepisst. Total schlecht gelaunt. Hoffentlich geht das nach der Messe wieder weg. Naja... so wie ich mich kenne vermutlich schon. Das Auto ist dann wieder heile, die Messe vorbei und wegen des Büros kümmere ich mich. Das wird. Aber im Moment könnte ich nur kotzen. 

22.02.2010 um 13:57 Uhr

Auto-un-mobil

von: VomFeuerkind   Kategorie: Alltägliches Einerlei   Stichwörter: Legolas

Stimmung: grummelig

Heute ist meine Laune im Keller. Diese blöde Motorkontrollleuchte , die ja angeblich nur auf ne erhöhte Luftverschmutzung hindeute ging glücklicherweise wieder aus und ich hab sie vergessen. Aber letzten Freitag ging sie wieder an. Dummerweise ging sie diesmal nicht wieder aus. Jetzt ruckelt das Auto ganz besonders im Standgas gewaltig. Fühlt sich an, als säße man im Trecker. Nicht schön. Gar nicht schön.

Aber ich hab jetzt erstmal in der Werkstatt angerufen und mir einen Termin besorgt. (Klar hätte ich auch vorher schon mal machen können, aber die Werkstätten sind immer am a.d.W.) Die meinten dort, dass es alles sein könnte, von irgendwelchen Ventilen, bis zur Einspritzung, Zündkerzen, über den Kat und bis hin zur Lamdasonde. Das kann man erst sagen, wenn man den Fehlercode ausgelesen hat. Aber ja, sie hätten das Ersatzteil dann da. Das meiste hab ich zumindest schon mal gehört, aber Lamdasonde? Was soll das denn sein?

Aber wir wollen ja alle mal was lernen, also hab ich es mal recherchiert:

„Das Motormanagement benötigt zur Regelung der Gemisch­zusammen­setzung und somit zur Abgaszusammensetzung einen Messwertgeber, der die Abgase messen kann bzw. erkennen kann, ob das Gemisch zu fett oder zu mager ist. Diese Aufgabe übernimmt nun die Lambdasonde."

Meine Interpretation ist, dass der Kat und die Einspritzung nicht richtig arbeiten können, wenn diese Sonde keine richtigen Messwerte liefert. UND es kostet ca. 160 plus Einbau. Naja... nicht rosig, aber noch besser als wenn alle Zündkerzen ausgetauscht werden müssen, oder man einen neuen Kat braucht.

Jedenfalls sorgt das für schlechte Laune. Nicht zwingend wegen dem Geld. Das ist auch blöd. Aber wegen der komischen Ruckelei traue ich mich nicht das Auto großartig zu bewegen. Nachher mach ich damit den Motor richtig kaputt und das wird dann wirklich teuer. Das Auto muss Donnerstag zumindest noch bis zur Werkstatt kommen. Also steht es rum und ich musste heute morgen schon die Bahn nehmen. Wenigstens wohne ich in einer Stadt, in der man fast überall mit öffentlichen Verkehrsmitteln hinkommt. Trotzdem dauert es länger, man muss mehr Zeit irgendwo rumstehen und auch sonst macht es überhaupt keinen Spaß.

Allerdings komme ich ums Verrecken nicht vernünftig zum Linedancing heute Abend. DAS ist noch viel bescheuerter. Vom Tanzen krieg ich doch immer so super gute Laune. Dabei hab ich gestern extra noch geübt.

Unmobil sein ist scheiße. *maulig sei*

Wenigstens gab es so einen Sternendollar-Kaffee. Der ist doch erstaunlich lecker. Außerdem kam er in einem riesigen Becher, der hat die gesamte Strecke bis zur Arbeit gereicht. Trotzdem ist davon meine Laune nicht wesentlich besser geworden. Da hat nicht mal die sms von Legolas heute morgen geholfen.

Er ist nämlich immer noch grippig und keine Ahnung, ob das Treffen morgen Abend überhaupt stattfindet. Ich hab ihn jetzt fast zwei Wochen nicht gesehen und nächste Woche bin ich komplett auf der Messe incl. Samstag. Da hab ich so was wie Doppelschicht. Dann können wir uns auch nicht treffen. Aber wenn es sich nicht fühlt, wird er sicher nicht kommen wollen. Und vermutlich schaffen wir er diese Woche dann wieder nicht mehr. Seine verdammte Termine und meine verdammten Termine übereinander zu legen, macht überhaupt keinen Spaß. Wird Zeit, dass das bei ihm mit der Versetzung klappt, damit er endlich normale Arbeitszeiten hat. 

Och menno... ich freu mich doch so darauf ihn wieder zu sehen. Naja.. offiziell hat er noch nicht abgesagt. Also warten wir es ab. Trotzdem bessert die Wahrscheinlichkeit meine Laune nicht.

Dabei war das Wochenende eigentlich gar nicht so schlecht. Aber ich glaube davon erzähle ich ein anderes Mal. Jetzt muss ich erstmal die Welt böse angucken - damit bin ich heute genug beschäftigt.

 

 

Achja @ Pelefee: Wehe du schreibst heute irgendetwas über das Testen von Autos mit dem Stern in die Kommentare rein. Die lösch ich dann stumpf raus. Das kann ich heute echt nicht. *böse guck und drohend den Zeigefinger heb*

21.02.2010 um 14:00 Uhr

Sexperimente 8: Das Sexdate

von: VomFeuerkind   Kategorie: Sexperimente   Stichwörter: SMPaar, Teddybär, Lord

Auch heute lasse ich Euch nicht auf dem Trockenen sitzen und berichte wieder von meinen Sexperimenten im letzten Jahr. Nur noch mal zur Erinnerung: Ich war auf diesem Gang Bang und bin dort etwas über die Strenge geschlagen - zumindest aus meiner Sicht. Aber ich hab da auch den Teddybären kennengelernt und bin mit seiner Telefonnr. nach Hause gegangen.

Es wäre mir auch nie in den Sinn gekommen, dass jemand, den ich auf nem Gang Bang kennen gelernt habe, an etwas anderem interessiert sein könnte, als an Sex. Ich fand den Teddybären nett, aber nicht so nett, dass ich an ihm beziehungstechnisch interessiert gewesen wäre. Ich hatte Bock auf Sex. Das war alles. Also wusste ich ja worauf ich mich einlassen würde.

Aber wie fängt man das an? Ich hab zuvor noch niemals jemand einladen wollen, bei dem von vornherein klar ist, dass es nur um das Eine gehen würde. Irgendwie war es immer offen. Ein spannender Nervenkitzel. Aber so... Ganz andere Vorraussetzungen. Aber kein Problem... ich kenne ja jemanden, der so was sicher öfter macht. Also klingelte kurze Zeit später bei SM-Sie das Telefon. Es war Dienstag, der 13.10.2009 - einen Tag nach dem ominösen Gang Bang.

Ich: „Hi Süße, du hast sicher schon von deinem Freund gehört, was gestern passiert ist."
Sie.
„Ja klar, coole Aktion."
Ich:
„Naja... ich weiß nicht."
(Es folgte, wie Frauen nun mal so sind, eine minutiöse Wiedergabe des gesamten Abends)
Ich:
„...ich hatte also seine Telefonnr. Und ich glaube ich würd ihn gern heute noch anrufen und fragen ob er noch vorbeikommt. Ich hab wirklich Bock auf Sex mit ihm. Aber wie stell ich das denn nun genau an? Ich hab so was noch nie gemacht. Macht man die Tür schon im Negligee auf? Geht man sofort ins Schlafzimmer und legt los? Trinkt man vorher noch was? Wie leitet man das ein? Was ist wenn man plötzlich nicht mehr will?"
Sie:
„Also, dass ist unterschiedlich. Manchmal trinke ich schon mit ihm vorher noch was. Einfach um die Stimmung zu lockern. Dann geht es auch manchmal gleich los. Aber lass ihn doch das Zepter übernehmen. Dann brauchst du dir keine Gedanken zu machen. Guck mal, bei uns hat es doch auch geklappt. Das war doch so ähnlich. Außerdem ist der Teddybär echt lieb. Der macht eh keinen Blödsinn. Dem kann man vertrauen. Der macht auch nichts, was man nicht will. Aber wenn du magst cover ich dich!"
(Kleiner Einschub: Covern heißt, jemanden bescheid geben, dass man sich mit ner bestimmten Person an einer bestimmten Stelle trifft und mit der Person einen Zeitpunkt ausmachen, wo man sich meldet und das OK gibt, dass alles in Ordnung ist. Bleibt die Benachrichtung aus, versucht die covernde Person den anderen zu erreichen und benachrichtigt ggf. die Polizei.)
Ich:
„Ich glaube nicht, dass das notwendig ist. Aber es wäre trotzdem toll. Ich schreib dann ne sms. Wenn er da ist."

Als nächstes rief ich beim Teddybären an. Das Gespräch zog sich ein wenig hin und ich meinte (ungeduldig, wie ich bin und um auf den Punkt zu kommen) zu ihm: „Reden wir hier nur, oder haben wir auch noch Sex miteinander?" Diese Form von Dinge-auf-den-Punkt-bringen hatte er wohl so von mir nicht erwartet und er war entsprechend verdutzt. Vielleicht auch ein kleines bißchen enttäuscht. Aber er ging drauf ein. Er wollte noch kurz duschen und dann vorbeikommen. Das war mir recht.

Kurze Zeit später klingelte er an der Tür und wir gingen doch gleich ins Schlafzimmer. Ich hatte halt wirklich Bock auf ihn. Natürlich gab ich noch SM-Sie bescheid, dass alles in Ordnung war.

Wir legten also los. Und er versaute es völlig. Er brach über mich herein wie eine Welle über einen unvorsichtigen Schwimmer. Er war grob (ähh dominant) und äußerst zielgerichtet. Anyi hatte es letztens so schön beschrieben: Manche Männer machen eben gerade mal das Nötigste, nur damit sie rein dürfen. Und so war er auch. Blöd nur, das ich das total abtörnend finde. Und noch blöder war, dass er es nicht mal mitbekam. Ich lag also da und war hin und her gerissen, zwischen Staunen über so viel Ignoranz und Ärgern über sein Verhalten.

Irgendwann fragte ich dann: „Sag mal, wolltest du auch, dass ich auch Spaß habe, oder ist dir das egal?"
Er:
„Klar, hast du keinen?"
Ich:
„Ne!"

Glücklicherweise gab er sich dann noch etwas mehr Mühe. Und so hatte ich dann doch noch meinen Spaß. Also ehrlich mal. Der Teddybär hatten den ultimativen Sympathievorsprung, außerdem war ich scharf auf ihn, da hätte er wirklich mehr draus machen können - nein, müssen! Klar hatte ich dann irgendwann Spaß, aber ein schaler Beigeschmack blieb trotzdem.

Nachdem wir fertig waren, fand er noch ne Gerte, die wie zufällig da rumlag... Tütülü... Gaaanz zufällig... Klar!

 

- Sidekick: -
Also die Geschichte, wie die Gerte da hin gekommen ist, ist auch gar nicht schlecht. Ich hatte mir ja irgendwann nachdem ich Lord O kennen gelernt hatte, in den Kopf gesetzt, dass ich gern mal eine Gerte ausprobieren würde und dass er derjenige sein sollte, der meinen Hintern damit entjungfert. Eigentlich hatte ich ihm das auch so versprochen. Aber Lord O kam halt wieder mal nicht in die Füße.

Also ging ich - na, wo wohl hin: Na klar, da wo man eine „tierische" Auswahl an unterschiedlichen Gerten und Peitschen hat, weil es quasi deren natürliches Zuhause ist: Der Reitladen. Ich hatte mir nämlich schon mal eine im Netz bei einem E*rotikshop bestellt, aber die taugte nichts (was mir das SM-Paar bei unserem Dreier bestätigt hatte). Ich suchte mir also zwei Gerten aus. Eine mit nem Faden-Fitzel vorne und eine mit einem breiteren Lederteil an der Spitze. (Ich probierte sie an der Hand aus, sonst weiß man nicht, ob sie einem gefällt - und die waren schön.)

Und mit den beiden Gerten ging ich dann in den Apple-Store, weil ich noch einen Garantiefall zu klären hatte. Warum ich da mit hin nahm? Ganz einfach, weil ich zu Fuß unterwegs war, der Laden bald zumachte und ich keine Zeit mehr hatte, vorher nach Hause zu gehen. Blöd aber auch..

Der Apple-Laden war voll mit Techis und die guckten nicht schlecht als ich da selbstbewust reinstolzierte, die Gerten  ganz offen auf den Tresen legte und machten entsprechende Sprüche. Ich meinte lax, dass ich sie vorsichtshalber dabei hatte, für den Fall, dass sie bei der Garantiesache zickig sind. Für diese Gesichter hatte es sich tatsächlich gelohnt, so frech zu sein und die Dinger mitzubringen. Köstlich! Der eine Mitarbeiter wurde ganz wuschig und fing an sich an mich ranzusoften. Er fing an zu erzählen, dass er da auch manchmal drauf steht.

Also fragte ich: „Aktiv oder Passiv"
Er:
„Beides, je nach Laune!"
Ich:
„Aha, also nen Switcher!"

Anscheinend war damit klar, dass er keine Ahnung hatte: er zog sich daraufhin, wild in sich hinein murmelnd, wieder brav in seine Ecke zurück. Das ich davon so viel wusste, als er mir zugetraut hätte, war ihm sichtlich unangehm. Es hilft manchmal so ungemein, einfach mit ein paar Fachbegriffen um sich zu werfen.*grins*

Das Ende vom Lied war, dass ich meine Garantie bekommen habe, was wahrscheinlich auch ohne Gerte der Fall gewesen wäre, aber nur halb so viel Spaß gemacht hätte.
- Sidekick Ende -

 

Der Teddybär nahm also die eine Gerte mit dem Fitzel und probierte sie aus. Und ich fand es toll. Naja... die Art und Weise nicht. Er lag nämlich wie ein Römer auf einem Chaise Long und wirkte dabei ein wenig lustlos. Dennoch war der Schmerz sehr lustvoll - zumindest meistens. Diese Schmerzgrenze zu überschreiten ist nämlich definitiv nicht mehr geil. Das tut dann nur noch weh und nervt voll. Tja... und dafür hatte er nicht so richtig das Gespür. Irgendwann hab ich ihm das Ding aus den Fingern genommen, weil ich schlichtweg keinen Bock mehr hatte.

Aber ich hatte Striemen. Auf dem Po und auf dem Rücken. Kein wirklich schönes Muster (wie hätte das aus der Position auch funktionieren sollen? Dazu hätte er sich ja in eine Position bringen müssen, in der er die Schläge vernünftig kontrollieren kann), sondern irgendwie kreuz und quer, aber immer hin. Ich hatte Striemen. Ich starte meinen Rücken und Po verwundert im Spiegel an. DAS hatte ich nicht erwartet. Man konnte es sogar fühlen. Mein Po war ganz schön wellig. Ich bin doch ganz schön krank - Ich lass mich schlagen, bis ich Striemen habe... und finde es auch noch geil... Verrückt! Also bin ich doch wohl wenigstens ein bisschen Maso.

Er ging dann. Eigentlich wollte er bei mir einschlafen, aber da hatte ich keinen Bock drauf. Der sollte mal schön in sein eigenes Bett gehen.

Fazit von dem Abend war: Ein Sexdate zu haben ist gar nicht schlimm - aber auch nicht gut. Dieses doofe nur-das-nötigste-machen ist schon blöd. Aber ich hab meinen Mund aufgemacht und gesagt, was ich will. Dafür schreibe ich mir mal selbst einen Pluspunkt auf meine Liste. Und ich hatte Striemen. Die Art und Weise fand ich zwar blöd, aber die Tatsache Striemen zu haben, fand ich ziemlich cool. Blöd nur, dass ich am Wochenende zu meinen Eltern wollte und ich hoffte das die bis dahin weg sind. Bei uns zu Hause haben wir das nämlich nicht so mit Privatsphäre und abgeschlossenem Badezimmern und so. Und das letzte wozu ich Lust hatte, war eine Diskussion mit meiner Mutter, wegen meiner sexuellen Neigungen.

Allerdings waren ja auch noch 4 Nächte dazwischen, bis ich bei meinen Eltern unter der Dusche stehen würde und bis dahin wären sie doch sicher weg. Dachte ich. War auch so. Und ich dachte, es wäre mal wieder Zeit, den guten Lord O mal wieder ins Spiel zu bringen. Dachte ich. Funktionierte auch. Aber davon erzähle ich Euch nächste Woche.

18.02.2010 um 13:08 Uhr

Golf ade

von: VomFeuerkind   Kategorie: Alltägliches Einerlei   Stichwörter: Golf

Stimmung: sehnsüchtig

Gestern hab ich etwas ganz furchtbares getan: Ich habe meine Golfausrüstung aus dem Auto geräumt, die ich da seit ein paar Jahren mit mir rumfahre. Nun ansich ist es ja nichts schlimmes, Dinge aus dem Auto zu räumen, die man nicht braucht. Aber in dem Fall schon.

2006 hab ich mit dem Golfspielen angefangen. Damals traf der Satz „Hast du noch Sex oder golfst du schon?" ziemlich auf mich zu. Ich hatte mich gerade von meinem letzen Ex getrennt und litt vor mich hin. Meine Freundin konnte das ganze Lamentieren irgendwann nicht mehr ertragen und meinte ich solle mir mal ne Beschäftigung suchen und warum es nicht Golf sein könnte.

- Sidekick -
Ehrlich gesagt, waren ihre genauen Worte, dass ich meine Nutzenkurve nicht von anderen abhängig machen soll und dass es doch viel ökonomischer wäre wenn man jetzt 2 Jahre (mittlerweile sind es vier) intensiv sucht und dann 10 Jahre glücklich ist, wäre man unterm Strich 8 Jahre glücklich, während man in einer schlechten Beziehung die ganze Zeit unglücklich wäre. Außerdem würde doch auf dem Golfplatz meine Zielgruppe rumlaufen: um die 40, mit nem guten Job und entsprechender Bildung. Und wenn das alles nichts hilft, mache es auch noch Spaß und man kann berufliche Kontakte knüpfen. Sicher könnt ihr Euch denken, was sie studiert hat - richtig! Etwas mit BWL. Sie ist für mich die Verkörperung des Homo Ökonomikus, aber ich mag sie trotzdem, eben wegen ihrer herrlich rationalen Art. Mittlerweile arbeitet sie in einem großen Pharmakonzern, hat ein Jahresgehalt von dem ich nur träumen kann, spielt weiter fleißig Golf und trägt sich mit dem Gedanken, nach Dubei auszuwandern... Ganz nebenbei ist sie mir was SM angeht einiges voraus und lebt seit Jahren eine quasi heimliche lesbische Beziehung - ich kenne wirklich keine normalen Menschen!
- Sidekick ende -

Also nahm sie mich mal zu einem Schnuppergolfen mit und ich verliebte mich tatsächlich in den Sport. Ja. Es ist Sport. Bei einer Runde mit 18 Löchern läuft man so um die 8 bis 10 km und das zügig, weil man die anderen ja nicht aufhalten will. Außerdem ist das Bag schwer, selbst wenn man es auf Rollen hinter sich her ziehen kann. Und ein Eisen wiegt zwar so nichts, aber nachdem man es ca. 120 mal auf der Runde plus ca. 200 Übungsschläge auf der Range geschwungen hat, merkt man das Gewicht doch. Fakt ist, dass man nach 4-5h Golf ehrlich kaputt ist. Man erzählt sich, dass man auf so ner Runde eben nebenbei mal 1500 kcal verbrennt. Aber ob die Zahl stimmt....

Dennoch macht es Spaß. Es ist recht fair, weil es ein cleveres Bewertungsmittel gibt, mit dem man Anfänger und Profis miteinander vergleichen und man so auch jemanden mit einem besseren Handicap besiegen kann. Es ist ein erstaunlich geselliger Sport, weil man sich spontan mit Leuten zusammentut, mit denen man ne Runde geht und hinterher sitzt man noch gemütlich im Clubhaus bei einer Diestel (Grapefruitsaftschorle) und geht noch mal haarklein jeden Schwung, jeden Put und jedes Missgeschick durch.

Außerdem ist es herrlich entspannend. Golfplätze liegen meist schön weit weg von der Stadt, von daher hat man da seine Ruhe, die Leute sind gut drauf, man ist an der frischen Luft und das bei Wind und Wetter. Bei schönem Wetter ist das allein schon fast wie Urlaub. Dazu kommt dann noch das mentale Training. Man muss sich ziemlich darauf konzentrieren, nur an den Schwung zu denken und diese Bewegung ist allein kompliziert genug, dass man gut zu tun hat. Tut man das nicht, trifft man den Ball nicht richtig und dieser fliegt dann weder gerade noch weit. Meist lander er dann in irgendeiner nervigen Schikane (wie hohes Gras, Wasser, Sand...) und reduziert den Spielspaß ungemein. Ärgern führt nun auch nicht dazu dass man den Ball besser trifft, wegen des zusätzlichen Drucks, den man dadurch aufbaut. Weil man aber während des Golf an nichts anderes denken kann, als an Golf ist man hinterher auch noch frei im Kopf und neue Ideen sprudeln hervor.

Tja... und seit dem Zeitpunkt damals, wo ich mir meine eigene Golfausrüstung gekauft hatte, befand sie sich bei mir im Kofferraum. Man weiß ja nie, wann man denn Lust bekommt oder früher von der Arbeit gehen kann... um nicht noch für ein paar Stunden auf dem Golfplatz abzutauchen.

Jetzt habe ich sie aus dem Auto geräumt.

Ich habe letztes Jahr meine Mitgliedschaft gekündigt, weil ich letztes Jahr aus zeitlichen Gründen eigentlich nie auf dem Platz war. Ich war tatsächlich nur 2 mal hin. Da ist dann ein Jahresbeitrag von ca. 1200 einfach zu viel. Außerdem wollte ich wegen meiner Selbstständigkeit meine fixen Kosten reduzieren. Da sind Geldeingänge eben einfach nicht gescheit planbar. Es war eine reine rationale Entscheidung.

Und ein bisschen bereue ich es. Das Blöde ist nämlich, dass man in irgendeinem Club Mitglied sein muss, um auf einem beliebigen Platz zu spielen. Es gibt da auch noch so eine Möglichkeit der Fernmitgliedschaft, aber ich weiß noch nicht ob ich das will. Ich werde jetzt immer sehnsüchtig, wenn perfektes Golfwetter ist, wenn meine Golfzeitung ins Haus kommt und wenn ich meine Ausrüstung im Keller sehe. Ich konnte auf dem Platz immer gut nachdenken und entspannen. Umso weniger kann ich es verstehen, dass ich es letztes Jahr so selten genutzt habe.

Aber das heißt ja nicht, dass ich nie wieder spielen werde. Ich arbeite einfach ein bisschen mehr, verdiene haufenweise Geld und dann trete ich auch wieder im Verein ein. Das ist doch mal ein Ziel...

17.02.2010 um 17:15 Uhr

Der Tag danach...

von: VomFeuerkind   Kategorie: Männergeschichten   Stichwörter: Nitida, Legolas

Stimmung: sonnig - mit Hoch Legolas

Also ich glaube ich bin es langsam leid, dauernd Einträge mit immer dem gleichen Inhalt zu schreiben. Den einen Tag bin ich glücklich, weil Legolas so toll ist und weil wir Zeit miteinander verbracht haben -> es folgt ein Eintrag mit dem totalen Glück! Den nächsten Tag werde ich nervös, weil er sich nicht zu den Zeiten meldet, zu denen ich es mir wünschen würde -> es folgt der totale Panik Eintrag.

Dabei sollte ich doch jetzt mittlerweile mal gecheckt haben, dass es überhaupt keinen Sinn macht, Panik zu bekommen. Er ist einfach toll. Er lässt sich auch nicht von irgendwelchen Kleinigkeiten abbringen, sondern kommt immer wieder an. Er interessiert sich für mich - PUNKT! Ende. Ich könnte es vielleicht einfach mal akzeptieren! Keine Diskussionen mehr über Panik, über Fehlinterpretationen und keine Selbstzweifel mehr. Das geht mir ja selbst total auf den Keks. (Also lieb von Euch, dass ihr alle noch da geblieben seid)

Legolas und ich haben gestern telefoniert. Und wie sollte es anders sein: es ist alles im grünen Bereich. Naja.. nicht ganz, er kränkelt ein wenig. Aber keine dunklen Wolken, keine negative Energie und keine düstere Stimmung überschattete das Telefonat. Meine Antennen (und die sind bestimmt überqualifiziert für den Job des Haar-in-der-Suppe-findens,) haben rein gar nichts Unstimmiges feststellen können.

Außerdem habe ich mich gestern Abend noch spontan bei Nitida ausgeheult. Sie ist als Freundin einfach großartig. Ständig bringt sie mich wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Hier ein kleiner Abriss:

Ich habe doch eine unglaubliche Panik, dass es das letzte Treffen sein könnte. Dass er sich einfach ohne Kommentar verzieht. Das liegt jetzt nicht an ihm persönlich, sondern an den Idioten, die ich in der letzten Zeit kennengelernt hatte. (Gebranntes Kind...) Nitida meinte dazu, dass sie auch immer gedacht hat, dass diese Angst weg ist, sobald man eine Beziehung hat, dass man dann plötzlich ein Gefühl von Sicherheit hat, dass es für immer hält. Aber sie meint, dies Gefühl geht nicht so einfach weg. Es verlagert sich ein wenig, aber es bleibt irgendwie da. Selbst wenn es wirklich der 100% richtige Partner ist, die Sicherheit, dass es ewig hält hat man nie. Stimmt. Das sah ich ein.

Dann geht es mir nicht schnell genug. Sie meinte dazu, dass niemand so schnell wäre, wie ich. Wenn es wirklich so schnell gehen würde (mal angenommen, es ist jemand für den ich mich auch interessiere, sonst geht er mir eh einfach nur auf den Keks), wie ich es mir wünschen würde, würden wir vermutlich beim zweiten Mal im Bett landen und es dann nach 2 weiteren Treffen als Beziehung definieren. Aber dann würde ich ihn ja noch gar nicht kennen. Das heißt also, dass ich ihn erst in der Beziehung kennenlernen würde und dann die Chance, dass es langfristig funktioniert viel geringer ist, als wenn man sich im Vorfeld ausgiebig beschnuppert hat. Außerdem kommt man irgendwann an einen Punkt des aneinander Gewöhnens und man kommt viel schwieriger aus der Situation heraus.

Sie meinte, dass es bei ihr ja auch alles nicht so schnell gegangen wäre und dass sie diese Zeit auch gebraucht hat, um festzustellen, dass sie sich wirklich mit ihrem Partner eine Beziehung führen möchte. Dass sie wirklich die Eigenheiten akzeptieren könnte. Sie meinte auch, dass sie viel Kraft aus der Zeit geschöpft hat, die sie jetzt bei Diskussionen mit ihm auch manchmal braucht.

Außerdem muss man sich gar nicht so viele Gedanken machen. Wenn es sein soll passiert es ohnehin und wenn nicht, stellen es meist auch beide fest. Diese Anfangszeit kommt in dieser Form nie wieder. Besonders, wenn es vielleicht wirklich für die Ewigkeit wäre. Dann wäre es das letzte Mal wo man diese Schmetterlinge hat, dieses Fiebern... Da wäre es doch schade, wenn man diese Zeit nicht ausgiebig genießt.

Nebenbei hält sie Legolas für jemanden, für den es sich lohnt mal etwas Geduld aufzubringen. Er hätte ja so viele Sachen nicht tun müssen, die er aber trotzdem getan hat. Er müsste nicht mit mir essen gehen. Er müsste mit mir nicht in der Öffentlichkeit Händchenhalten rumlaufen. Er wäre sogar bereit meine Freunde kennen zu lernen und ist auch noch interessiert an meinem Umfeld. Sex könnte er auch einfacher haben, besonders in der Swingerszene, wo es quasi Gang und Gebe ist. Wenn man überlegt, dass ich ihn beim SM-Paar kennengelernt habe und dass wir danach in einem SM-Club die halbe Nacht verbracht haben und er an dem Abend und danach jede Chance gehabt hätte, mit mir zu schlafen, es aber nicht gemacht hat, muss man zu dem Schluss kommen, dass es ihm doch um mich geht und nicht um den Sex. Das rechnen Nitida und ich ihm beide hoch an.

Legolas und ich testen aus, ob es funktionieren KÖNNTE. Ob wir auf einer Wellenlänge WÄREN - was in diesem Bereich, in dem wir uns bewegen schon extrem wichtig ist. Dom ist nicht gleich Dom und Maso ist nicht gleich Maso. Da gibt es sooo viele Abstufungen und so viele Weichen bei denen es maßgeblich nicht passen kann. Da ist auch der Weg zu komischen Fetischen nicht weit. Es klappt auch nicht, wenn einer nicht checkt, wo die Schmerz/Schamgrenze verläuft. Wenn das Vertrauen nicht stimmt. Wenn für den einen geschlagen werden unglaublich wichtig ist, aber der andere nicht schlagen kann. Wenn die sadistische Seite des einen wesentlich größer ist als die masochistische Seite des anderen und umgekehrt. Da können haufenweise Probleme draus entstehen. Wenn man einen solchen Punkt gefunden hat, kann man sich den Rest im Grunde sparen - dann kann eine Beziehung nie funktionieren. (Ich lehne mich mal ein kleines bisschen aus dem Fenster und sag, dass es bei uns im Bett mit allen Spielereien und Spielarten, die dazu gehören, ziemlich gut passt.)

Mittlerweile bin ich sogar froh, dass wir noch nicht miteinander geschlafen haben. Eigentlich habe ich mir das immer gewünscht. Jemanden, dem es wirklich nicht um Sex geht. Und was könnte da ein besserer Beweis sein, als einfach mal keinen haben. Eigentlich finde ich, könnten wir jetzt auch auf den passenden Moment warten. Wie der sein muss? Keine Ahnung, aber ich glaube wir wissen es dann.

Ganz klar ist jedenfalls, dass die meisten Dinge, die ich in der letzten Zeit gebloggt habe, eigentlich meine Probleme sind. Dinge an denen ICH arbeiten muss. Die Sache mit der Geduld zum Beispiel. Ich könnte mich natürlich auch hinstellen und ihn anmeckern, dass er sich nicht häufiger meldet. Aber das würde ihn nur unter Druck setzen. Und es wäre auch nur die halbe Wahrheit. Außerdem vertrau ich ihm soweit, dass ich mich von ihm festbinden lasse und keine Angst habe, dass er mich misshandelt oder so. Warum kann ich dann nicht darauf vertrauen, dass alles in Ordnung ist? Dass es seinen Weg gehen wird?

Ich fand es jedenfalls schön, dass Nitida sich so viel Zeit für mich genommen hat und dass sie mich nicht für die ganze Panikmache verurteilt. Vielleicht sinkt die Message langsam mal ein und ich muss Euch nicht immer wieder mit dem emotionalem Hin und Her langweilen.

16.02.2010 um 17:55 Uhr

Verdammter V-Day

von: VomFeuerkind   Kategorie: Männergeschichten   Stichwörter: Legolas, derAlteMann, Nitida, Stern89

Stimmung: jetzt geht es langsam wieder.

Heute ist schon wieder irgendwie so ein Tag, an dem ich mich liebend gern im Bett verkriechen würde und dabei scheint da draußen so wunderschön die Sonne.

Ich fühle mich einsam. Eigentlich schon seit diesem blöden Valentinstag. Ich hatte nämlich keinen Anruf am Tag der Liebenden. Das ist schon ziemlich hart. Eigentlich wollte ich der Sache keine große Bedeutung zusprechen. Ist halt ein Tag, wie jeder andere auch. So wie Muttertag. Ich hab meine Mutter ja auch nicht nur an diesem einen Tag gern.

Aber so war es Sonntag nicht. Ich saß einsam zu hause und ich hatte niemanden, der sich für mich interessiert hat. Ich muss gestehen, dass ich es mir schon ein kleines bisschen gewünscht hätte, dass Legolas sich meldet. Nein, ehrlich... damit gerechnet hatte ich nicht. Ich glaube, er gehört nicht zu den Männern, die solche Tage registrieren, oder solche Tage brauchen, um nett zu jemanden zu sein. Eigentlich sind wir auch nicht auf dem Level, dass man speziell an so einem Tag anruft und was Nettes sagt. Das wusste ich alles. Rational.

Trotzdem muss ich gestehen, dass ich ein kleines bisschen traurig deswegen bin. Ich hätte es eben soo nett gefunden. Und seit dem bemitleide ich mich seitdem ein kleines bisschen selbst. Einfach, weil ich an solchen Tagen einsam bin. Weil ich eben keinen habe, dem man ein Schokoladenherz auf den Frühstückstisch legt oder der einem ein Blümchen mitbringt.

Da hilft es auch gerade wenig, dass meine Freunde an mich gedacht haben. Ich fand es ja soo süß, dass Nitida angerufen hat und gefragt hat, wie es mir geht. Und Stern89 auch. Ich fand es auch schön, dass der Alte Mann Zeit für mich hatte. Aber DIE sind gerade alle irgendwie glücklich. Stern89 war das Wochenende bei seiner neuen Freundin, Nidita und ihr Freund schmieden gemeinsame Zukunftspläne und der Alte Mann ist gerade soo unverschämt glücklich verliebt, dass man zwischen schmunzeln und Augenrollen hin und her gerissen ist.

Und ich freue mich auch so für alle. Ich finde es schön, dass sie alle so glücklich sind. Aber ich wäre auch gern glücklich.

Noch viel schlimmer ist, dass ich es sein sollte. Ich sollte durch die Gegend springen und mich freuen, dass sich jemand tolles, wie Legolas sich wirklich für mich interessiert. Gestern kamen ganz süß einfach ein paar liebe Worte per sms. Und wir haben neulich Händchen gehalten. Und es geht vorwärts

Aber da ist dann eben der Knackpunkt. Ich bin es nicht. Ich bin nicht glücklich verliebt. Ich habe Angst, dass ich mir das nur einbilde. Dass ich es mir schön rede. Dass mir schon wieder jemand das Herz bricht. Also fange ich an, verzweifelt nach dem Haar in der Suppe zu suchen. Die Anzeichen schon im Vorfeld zu erkennen.

Er benimmt sich schließlich auch nicht, wie jemand der bis über beide Ohren verliebt ist. Der Gott weiß was anstellen würde, um mit mir zusammen zu sein. Er mag mich, keine Frage. Er sucht genauso den Kontakt. Er verbringt auch gern seine Zeit mit mir. Er denkt hin und wieder an mich und es geht ihm nicht nur um Sex. Aber sonst..?

Damit sind wir schon wieder bei dem Thema Erwartungshaltung. Ist es zu viel, nervt es mich, ist es zu wenig, werde ich huschig. Werde ich irgendwann man jemanden treffen, der sich genau in meinem Maß bewegt? Vermutlich nein. Und Legolas liegt nur ein kleines bisschen drüber. Quasi noch im Toleranzbereich. Außerdem bin ich auch noch nicht wirklich verliebt. Dazu kenn ich ihn eigentlich zu wenig.

Vielleicht ist es auch so schwierig, weil ich seine Gedanken nicht lesen kann. Anders als so viele Leute, die ich getroffen habe, ist er kein offenes Buch. Es fällt mir schwer ihn einzuschätzen. Seine Handlungen, Blicke, Gesten... zu deuten. Ich kann seinen Charakter noch nicht wirklich greifen. Ich kann nicht mal beschreiben, was mich so reizt, was mich an ihm so fasziniert.

Es ist wie ein Vorhang, der sich einfach nicht öffnen will. So als könnte ich nicht dahinter blicken. Oder wie Nebel der ihn umgibt, den ich nicht durchdringen kann. Er ist dabei auch nicht abweisend. Im Gegenteil, er lädt mich förmlich ein, es zu erkunden und zu erforschen. Wenn ich Fragen stelle bekomme ich Antworten. Jedes Mal, wenn wir uns treffen, gewährt er mir immer ein kleines Stückchen mehr Einblick. So wie ein Buch, bei dem man erst mit dem Umblättern der Seite erfährt, wie es weitergeht, bei dem man eben nicht nach 2 Seiten weiß, wie es ausgeht.

Wenn ich ein Buch habe, das mich fasziniert, versuche ich viel drin zu lesen. Jede freie Minute am liebsten. Ich nehme mir Zeit es zu studieren. Zusammenhänge zu erkennen. Ich freue mich, auf die nächste Seite, auf die nächste Enthüllung. Wenn die Charaktere gut beschrieben sind, fange ich an, eine gewisse Sympathie für sie zu entwickeln. Mit ihnen mitzufiebern. Ich fange sogar an sie zu vermissen, wenn das Buch zu Ende ist, oder ich längere Zeit keine Gelegenheit hatte weiter zu lesen. Es würde mir aber niemals einfallen vorzublättern und das Ende vorweg zu nehmen.

Der Vergleich ist wirklich gut. Legolas ist irgendwie wie ein faszinierendes Buch, dass sich mir erst so nach und nach erschließt. Allerdings kann ich nicht so oft drin lesen, wie ich gern würde, weil er dazu einfach nicht oft genug verfügbar ist. Eigentlich macht es das auch wieder sehr spannend. Es ist eben nicht vorhersagbar. Und das ist eigentlich sehr schön.

Ich muss echt mal meine Ungeduld in den Griff kriegen und anfangen im hier und jetzt zu leben.

14.02.2010 um 14:00 Uhr

Sexperimente 7: Gang Bang

von: VomFeuerkind   Kategorie: Sexperimente   Stichwörter: SMPaar, Teddybär, Cora, GBF, Strolch, Legolas

Es ist mal wieder Sexgeschichten-Zeit... Hier kommt neuer Beitrag in meiner Lieblingskolumne. Zeitpunkt: Montag 12.10.2009 - eine Woche nach der Darkroomparty! Auslöser diesmal, wieder SM-Er, aber diesmal per sms:

„Hi Feuerkind, Du willst doch immer wissen wie alles so läuft. Heute Abend macht der Typ von der letzten Party einen professionellen Gang Bang. Hast du Lust mich zu begleiten? Musst auch nichts machen!"

Mit „der letzten Party" war die Einweihungsfeier den Samstag zuvor von SM-Sie's neuer Wohnung gemeint. Man, war das ne schräge Feier. Es gab „normale" Freunde und „spezielle" Freunde. Also mit speziell meine ich Swinger. Leute mit offenen Beziehungen oder anderen Verwicklungen sexueller Art zum SM-Paar. Das lustige war, dass man nie wusste, mit welcher Sorte Freund man gerade redet. Also tastete man sich langsam vor. Und daraus entstanden die tollsten Gespräche. Sehr cool. Am Ende endete die Party damit, dass die „normalen" Freunde im Wohnzimmer über Kinder kriegen und Häuser bauen geredet haben, während die „speziellen" Freunde Sexgespräche in der Küche führten. (3 mal dürft ihr raten, wo ich war *grins*) Das war auch die Party, wo ich Strolch und Legolas das erste Mal sah, aber ich hab mit beiden kein Wort geredet. Allerdings fiel mit Legolas schon deutlich ins Auge. Und es war die Party, wo ich Gang Bang F. (kürzen wir das mal ab: GBF) kennenlernte.

GBF organisiert nämlich semi-professionell Gang Bangs. Das läuft dann so, dass es ein oder mehre Mädels gibt, und ca. 20-50 Kerle auftauchen, die für den Spaß Geld bezahlen und hinterher bekommen die Mädels was von dem Geld ab und er als Organisator natürlich auch. Und ja, das grenzt an Prostitution. Wobei die Mädels wirklich Spaß daran haben. Ich weiß ja, dass SM-Sie schon nymphoman ist und dass sie wirklich Lust auf so was hat. Es fällt mir immer noch schwer es nachzuvollziehen, wie man sich für so was hergeben kann.

Ich dachte also ne Weile über die sms von SM-Er nach, aber weil ich gerade eh so was wie einen Run hatte, dachte ich, jetzt kann ich mir das auch mal ansehen und sagte zu. Also begleitete ich an dem Montag Abend SM-Er auf nen Gang Bang - als Zuschauer, selbstverständlich!

Dort angekommen, war es ungefähr so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Die Location war so ein Dart- und Billiard-Club, der Montags Ruhetag hat. Es war hell erleuchtet und haufenweise - zum Teil gruselige - Männer um die 40 standen um die Theke herum. Ich trank erstmal einen Sekt und versuchte mich zu akklimatisieren. Das war nichts so einfach, weil ich von allen vor Ort ziemlich angestarrt wurde. Ein Blick auf Cora, die Hauptperson, genügte und ich wusste warum. Ich mochte sie vom ersten Moment an nicht. Ich konnte diese Frau jederzeit in allen Bereichen in die Tasche stecken: Lebenserfahrung, Charme, Sexappeal und vor allem Intelligenz. Ich sag deswegen Cora, weil es ohnehin ein Deckname ist und keiner weiß, wie sie wirklich heißt.

Meine Güte, war die Frau anstrengend. Hin und wieder steht ich ja auf Frauen, aber nich auf sie. Sie war ein wirklich billiges, nervtötendes, lautes, geistig umnachtetes Mädel ca. 22, (das natürlich wegen ihrer Versautheit, alle anwesenden Männer total geil fanden,) nicht wirklich hübsch, etwas unförmig und die einen blöden Spruch nach dem anderen losließ. Z.B.: „Also wenn ihr gleich aufs Klo geht, dann macht in den Eimer, der da steht, weil ich mir das Sperma nachher noch abduschen will." und später am Abend lief sie schreiend durch die Gegend und meinte "zweiundzwanzig Uha eN eeeeeS!!" (Hier die Übersetzung: ->"22Uhr NS"; NS steht für Natursekt ->Urin! *würg* aber jeder soll das tun, wozu er/sie Lust hat - Irgendwann druck ich das noch mal auf nen T-Shirt.)

Außer Cora stach mir noch ein Typ ins Auge. Er hatte irgendwas von einem Teddybären. Er war lieb, rundlich und keine Ahnung wieso, aber ich fand ihn irgendwie süß - und scharf. Irgendwie hing der wohl mit dieser Cora zusammen. Aber nein... sie sind nicht zusammen, er passe bloß ein wenig auf sie auf und sie hätten ein Paarprofil bei p*oppen.*de (Aha!!) Er meinte sie wäre herrlich versaut - ich sag, sie ist ne billige Schlampe. Er sagte sie ist devot, ich sag, sie ist Aufmerksamkeit heischend. Er meinte sie ist ja ne Süße, wenn sie einem zu Füßen liegt und einem einen bläst. Ich sag: "Besser man steckt ihr einen Schw*** in den Mund, dann kann sie wenigstens nichts blödes mehr sagen!" Hatte ich schon erwähnt, dass ich sie nicht mochte?

Also legte Cora los. Setzte sich auf eine Matratze und alle Männer drumherum. Ich tat mir das gar nicht erst an. Ich blieb an der Bar stehen und trank weiter NORMALEN Sekt und redete mit dem Teddybären. Wie gesagt, er war irgendwie süß und merkwürdigerweise war ich scharf auf ihn. Warum? Keine Ahnung. Ich werde es nie verstehen, warum mich der eine Typ mit Bierbauch scharf macht und der andere mit den vielen Muskeln nicht.

Die zweite Runde fing an und Cora zog auf ne andere Matratze auf dem Billardtisch um. An ihr klebte schon Sperma und als SM-Er meinte, das Sperma auf den Brüsten verteilen zu müssen, hätte ich fast gekotzt, als er versuchte mich mit den Sperma-Fingern anzufassen. Sperma von jemandem den man mag, ist was ganz anderes, als Sperma von haufenweise fremden Kerlen, die noch nicht mal leiden konnte. *würg* Also ging SM-Er auf meinen Befehl hin Händewaschen.

Dann dachte ich aber, weil der Teddybär so davon schwärmte, dass ich mir ihre Blastechnik mal ansehen könnte. Vielleicht kann man ja noch was lernen. Also trat ich an den Billardtisch heran. SM-Er stellte sich hinter mich und der Teddybär vor mich. Keck, vermutlich um mich damit zu necken, nahm der Teddybär ne Flasche Gleitgel und machte nen Dupp in meinen Ausschnitt. „Dann musst du es aber auch verteilen!" sagte ich mit dem gleichen kecken Gesichtsausdruck. Ich habs ja nicht so mit dem angefasst werden, von fremden Männern, aber den Teddybären fand ich schon nett. Das ließ er sich nicht zweimal sagen und fing an meinen Busen zu massieren. Aber dabei blieb es ja nicht. Plötzlich hatte ich seine Hand in meinem Schritt und dann in der Hose und ja, es gefiel mir.

Was dann folgte, war ne reine Affekthandlung. Ehe ich überhaupt mein Gehirn einschalten konnte, warf ich Oberteil und BH von mir, schlüpfte aus der Hose raus und legte neben der blöden Cora auf den Billardtisch. „Achtung an alle:" sagte ich noch. „Ich ficke mit niemanden, ich fasse keinen Schw** an und abspritzen könnt ihr auf der da!" und zeigte damit auf Cora. Und dann ließ ich mich befummeln. Von SM-Er, vom Teddybären, von GBF und von haufenweise Kerlen, die ich nicht kannte. Wenigstens ließ sich der Teddybär die Hoheit über meinen Schritt sich nicht nehmen und ließ keinen anderen Kerl daran. Ich kam irgendwann auch und Cora war ziemlich pissig, weil ich lauter war als sie. (Der Teddybär kann ziemlich gut lecken!)

Aber in dem Moment, in dem ich kam, setzte mein Hirn wieder ein. Irgendein Typ bedankte sich und ich wusste nicht wofür. Ich hatte mich wirklich nur gehen lassen. Mich an meine Ansage gehalten. Sonst weiter nichts gemacht. Aber ich musste sofort von diesem Tisch runter. Weg, nur weg.

Oh mein Gott, was hatte ich getan... Ich habe bei einem Gang Bang mitgemacht! Neben der Schlampe Cora auf nem Billardtisch gelegen! Ich war auch nicht besser als sie. Ich war ja nicht zu halten gewesen! Ich bin Sklavin meiner Triebe geworden. Und ich hab mich von den gruseligen Kerlen anfassen lassen. Mir wurde schlecht. Au man, wie peinlich. Wie wiederlich. Wie konnte so was bloß passieren. Dabei haben mich meine Eltern zu einem anständigen Mädchen erzogen. Aber anständige Mädchen tun so was nicht. Nein, nein, nein! Oh mein Gott, was hab ich bloß getan. Und vor allem haben anständige Mädchen bei so was, wenn sie es machen, nicht noch Spaß dran. Und den hatte ich, das musste ich zugeben. Aber ich schämte mich deswegen in Grund und Boden.

Es dauerte eine Weile und die Erkenntnis sank so richtig ein: „Ich bin genauso eine Schlampe, wie Cora." „Ich bin genauso eine Schlampe, wie Cora."... Wie ein Mantra wiederholte sich dieser Satz in meinem Kopf und ich konnte nicht mehr, ich fing an zu heulen. Richtig heftig sogar. Ich schluchzte immer wieder. SM-Er war wirklich großartig. Er knuddelte mich so lange, bis es wieder gut war. Das rechne ich ihm bis heute noch hoch an. Wenn er das damals nicht getan hätte... nicht auszudenken. Aber damit war es ja noch nicht ganz vorbei. SM-Er und der Teddybär nun auch noch wollten wissen, was los wäre. Aber wie soll man Männern einen Misch aus Scham, moralischen Bedenken und Ekel vor der eigenen Person erklären? Besonders, weil mir das alles selbst nicht so richtig klar war. Ich tat mein bestes, aber wirklich verstanden hat mich glaube ich keiner.

Irgendwann war aber wieder gut. Mittlerweile fand ich die Aktion auch ein bisschen cool. Außerdem wurde diese Aktion und der Spruch mit dem ich auf den Tisch gehüpft bin, irgendwie zu einer Legende, die seit dem öfter auf Partys erzählt wurde.

SM-Er und ich gingen irgendwann. Aber nicht bevor ich nicht die Nr. vom Teddybären hatte. Den fand ich wirklich ziemlich scharf und ich dachte vielleicht ergibt es sich noch mal, dass wir beide ein bisschen Spaß miteinander haben. Leider ging das nicht ohne eifersüchtigen Zickenterror von und mit Cora ab. Aber ehrlich mal... Die Frau? Ist doch keine Gefahr.

Ich traf mich, Cora hin, Cora her, trotzdem mit dem Teddybären, aber davon erzähle ich Euch nächstes Mal...

13.02.2010 um 20:11 Uhr

Eine kleine Wolke am 7. Himmel

Stimmung: Hoch Legolas wirkt weiter

Der Abend am Donnerstag mit Legolas war wirklich schön. Er kam um kurz vor sieben vorbei. Man ist das blöd, dass ich so dicht an seiner Arbeit dran wohne. Ich war noch nie bei ihm. Wenn er das jetzt lesen würde, würde er sich über das „nie" in dem Satz aufregen. Ich würde sagen, 100% der Treffen fanden bei mir statt oder endeten vor seiner Haustür. Also „nie". Er würde dagegen halten, dass wir uns überhaupt erst fünf mal gesehen haben und dann „nie" viel zu übertrieben wäre (weil die Gesamtanzahl zu gering ist). Er regt sich ohnehin „immer" über generalisierende Äußerungen auf, wie „immer", „alle" oder „nie" aber auch so Äußerungen wie „früher", wenn man vor zehn Jahren meint oder „gleich" wenn man 20 min meint. Das ist irgendwie ein kleines bisschen süß.

Ich war gerade dabei den Saum einer Hose auszubessern, als er kam. Ich drückte ihm das Gutscheinheft in die Hand und meinte, er solle sich ein Restaurant aussuchen. Jedenfalls war das der Plan. Aber er entdeckte die Fachliteratur über Bondage und SM, die ich gekauft habe und er fing darin an zu blättern. Die Situation war total cool. Er hätte sich auch neben mich aufs Sofa setzen können, aber nein er setzte sich auf ein Kissen zu meinen Füßen, lehnte sich gegen meine Beine und blätterte in den Büchern rum. Irgendwie war das sehr gemütlich. Er am lesen, ich am nähen... Ich sag doch immer, dass ich ihn gut um mich herum ertragen kann.

Seine Haare waren irgendwie vertüddelt. Obwohl ich selbst nie lange Haare hatte, faszinieren sie mich ungemein. Eigentlich will ich immer gern anderer Leute Haare kämmen und flechten und so. Leider lassen einen langhaarige Freundinnen nicht gern an die Haare ran. Die einen sind zu pingelig und die anderen können andere Leute an den Haaren überhaupt nicht ertragen. Es hat mich auch einiges an Überzeugung gebraucht, bis er mir endlich seine Bürste in die Hand gedrückt hat (!). Anfangs moserte er auch die ganze Zeit rum. Nicht ziepen, nicht die Haare kaputt machen, ich mache das falsch.... Aber dann... Man, sind die schön. Weich, schwer, lang. Außerdem hat es etwas äußerst entspannendes jemanden die Haare zu bürsten. Auch er entspannte sich irgendwann und ich durfte ihm sogar einen Zopf flechten. Nein keinen Französischen Zopf. Ich wollte ja nicht, dass er schwul aussieht. Meine Frisörin flachste heute schon rum, falls wir jemals heiraten, bekommt ER die Hochsteckfrisur. Aber ich mag es auch gern, wenn er die Haare offen trägt.

Nebenbei tranken wir beide ein Glas Highland Park (mit besten Dank an den Alten Mann - er war wirklich lecker). Irgendwann war er mit durchblättern der Bücher fertig und wandte sich tatsächlich dem Gutscheinheft zu. Die Entscheidungsfindung ging erstaunlich unkompliziert. Das nervt mich ja immer, wenn man es irgendwie nicht schafft sich zu einigen. („Was willst du denn?" „Mir egal, was willst du denn?" usw.) Wir einigten uns auf ein Lokal das mir beim Durchblättern schon aufgefallen war. Aber irgendwie war es so gemütlich, dass ich auch gern zu hause geblieben wäre - hätte mein Magen nicht so geknurrt. Also gingen wir um 21h los.

Das Restaurant ist wirklich super, aber ich könnte dort niemals mit meiner Mutter hingehen. Es gab keinen vernünftigen Fußboden, sondern nur Sand; keine Stühle, sondern nur Kissen am Boden; kein Besteck, sondern nur die Finger und kein Steak oder deutsche Küche, sondern nur afrikanisches, nepalesisches oder philippinisches Essen. Alles Gründe für meine Mutter es zu hassen. Aber ich fand es toll. Das Lokal selbst war von innen komplett mit weißen Tüchern ausgehängt, so dass es aussah wie ein Beduinisches Zelt. Es lief entspannende Musik, dass Essen war wirklich lecker, wenn auch durch die Gewürze eher ungewohnt und die Atmosphäre war toll. Mir machte das Essen mit den Fingern nichts aus. Im Gegenteil... es ist sogar irgendwie lustig, so unrsprünglich. Außerdem konnte man sich gegenseitig ein wenig füttern. Also ein perfektes Lokal um sich näher zu kommen.

Auf dem Weg zurück trug er mir meine Handtasche (!!) und wir hielten Händchen (!!!). Also das war klar irgendwie süß aber schon ein wenig schwul... Die Sache mit dem Zopf und die Handtasche dabei... Ich musste deswegen laufend kichern. Aber es war so schön, so gemeinsam, wie ein Paar, durch die Gegend zu laufen.

Er hatte ein bisschen Rückenschmerzen, also bot ich ihm noch an, den Rücken zu massieren. Und dann wurde es gemütlich. Ich fange wirklich an, meine dominante Seite zu entdecken. Ich bin erstaunlicherweise eher dominant als sadistisch. Also ließ ich ihn etwas später zu meinen Füßen knien und eben diese mit Öl einreiben und massieren. Und dann machte er auf meinen Wunsch hin das gleiche mit meinen Beinen. Echt jetzt... wie cool war das denn? Nen Mann, der einen verwöhnt, weil man als Frau das will? Der Gipfel war, dass er es auch toll fand... die Befehle, die Drohungen mit der Gerte, die entsprechenden Gesten. So kann ich mir das wohl auch gefallen lassen. *kicher*

Tja.. dann traute ich mich, ihm zu sagen, was ich gern mag und wie er meine Punkte besser trifft. Meist waren es nur kleine Verbesserungen. Nichts schlimmes. Ich halte ihn auch nicht für einen schlechten Liebhaber, oder so. Im Gegenteil. Aber anscheinend hab ich da wirklich nen Nerv bei ihm getroffen und gekränktes Ego war die Konsequenz. Das war ein wenig blöd, weil es so die Stimmung ein wenig kaputt gemacht hat.

Ich weiß, wie kann ich bloß? Ich weiß, Männer finden es mit der Zeit alles auch selbst raus, besonders, wenn sie sich für einen interessieren, aber ich sehe überhaupt nicht ein, warum ich wochenlang warten sollte. Strolch hat sich auch beschwert, dass ihm keine Tipps gegeben habe. Jetzt mach ich das und es ist auch nicht richtig. Mein Gott, jede Frau ist da eben anders. Ist doch bei Männern auch so. Der eine mag es hart, der andere zart, der eine schnell, der andere langsam. Wenn man nicht fragt erfährt man es nie. Dann ist es auch nur Trial und Error - und das dauert eben seine Zeit. Das kann man sich doch sparen. Wir sind doch alt genug...! MAN! *gnaaa* *mit den Augen roll*

Beim Essen ist ihm schon aufgefallen, dass er sich ein wenig mit den Tagen vertan hatte und dass er dummerweise am nächsten Tag doch arbeiten musste. Also ging er mitten in der Nacht schweren Herzens.

Am nächsten Morgen war ich wegen der Reaktion immer noch angenervt. Allerdings hoffte ich, dass es auch am wenigen Schlaf lag. Nicht dass das Treffen mit ihm plötzlich einen schalen Beigeschmack bekommt. Der Geschichtenerzähler war total süß. Er meinte, Legolas kriegt sich schon wieder ein. Männer wären nun mal so, wenn man sie ein wenig kritisiert. Das wirkt bis zum nächsten Mal nach und dann ist das alles auch wieder total toll. Außerdem hätten wir uns darauf geeinigt, dass er zu den „guten" Jungs gehöre, im Gegensatz zu AWL. Stimmt. Zu denen gehört er. Ich sag nur: HÄNDCHEN HALTEN!!!

Das ist echt schräg. Bei einigen Punkten sind wir echt schnell und bei anderen überhaupt nicht. Wir reden viel, aber ich habe nicht das Gefühl ihn zu kennen, was ihn auf der anderen Seite aber auch wirklich interessant macht. Wir landen jedes Mal im Schlafzimmer, er hat auch schon bei mir geschlafen, wir knutschen ständig aber Händchen haben wir den Tag zum ersten Mal gehalten. Wir telefonieren noch nicht vorm Einschlafen, treffen uns einmal in der Woche meistens an einem WOCHENTAG, hatten immer noch keinen Sex (*!!!!) und einen Begrüßungskuss bekomme ich auch noch nicht. Und wenn ich ganz viel Glück habe, ruft er mich morgen an. Wobei ich nicht glaube, dass das Wort Valentinstag fallen wird. Er braucht für manche Dinge eben eine Weile und ich will ihn da nicht unter Druck setzen. Ich merke ja, dass er sich mir annähert, dass er sich öffnet, dass er sich für mich interessiert. Er ist da ein wenig langsamer als ich. Aber wen wundert das... ich bin ohnehin ein Düsenjet im Vergleich zu anderen (der Alte Mann würde bei dieser Aussage wieder schmunzeln - Geschwindigkeit ist zwischen uns beiden auch immer ein Thema). Aber für den Moment, hat Legolas alle Zeit der Welt. Es passiert ja was. Man kann die Fortschritte ja sehen und fühlen.

Heute, nachdem ich vernünftig drüber geschlafen habe, hat sich die Wolke auch wieder verzogen und es ist wieder alles in bester Ordnung. Zumindestens auf meinem Teil des 7. Himmels. Aber es lohnt nicht, sich Gedanken darüber zu machen, ob für ihn die Wolke weiter anhält, weil solche Gedanken scheibar völlig unnötig sind. 

 

 

(*Was wir immer im Schlafzimmer machen, wenn wir keinen Sex haben? Uns gegenseitig dominieren, ans Bett binden, mit der Gerte versohlen und uns gegenseitig befriedigen. Und es macht sehr viel Spaß - auch ohne Sex. Irgendwann will ich schon gern mit ihm richtig schlafen, aber irgendwie war dafür noch nicht der richtige Moment.)

11.02.2010 um 18:13 Uhr

Die Wogen geglättet

von: VomFeuerkind   Kategorie: Männergeschichten   Stichwörter: Legolas, BioPapa

Stimmung: wechselhaft

So... heute mal ganz schnell (so wie ich mich kenne, wird das wieder mal nichts - aber versuchen kann man es ja)!

Nun endlich die Info für alle, die nicht die Kommentare zu dem letzten Beitrag gelesen haben: Legolas ist lebt und er redet weiter mit mir. „Warum sollte ich nicht?" War seine Gegenfrage zu diesem Thema. Ja... das wusste ich dann spontan auch nicht mehr. Tütülü.. Über was ich mir immer so Gedanken machen kann...

Also... er saß gestern Vormittag in der Bahn und schrieb ne sms an mich und stellte dann beim Abschicken fest, dass er kein Guthaben mehr auf der Karte hatte. *kopfschüttel* Ich hab auch Prepaid, aber ich hab ne automatische Aufladung aktiviert (weil ich ein ähnliches Problem mal im Ausland hatte). Dafür lässt er seine Katze nicht verhungern, während ich regelmäßig Zimmerpflanzen töte. Jeder das macht halt das, was er/sie gut kann.

Geplant hatte er tatsächlich, mich abends anzurufen. Aber ich konnte nicht warten und hab um 22h altmodischer Weise zum Telefon gegriffen. Gerade, als er zur Tür reinkam. Noch 15min mehr verdammte Geduld und er hätte sich bei mir gemeldet. Ich hasse es... Ich will auch geduldig sein. Aber bitte sofort.

Nein. Es gibt kein Problem. Nein, ich habe ihm nicht mit irgendeinem Satz verbal auf die Füße getreten. Ja, er will sich weiter mit mir treffen. Ja, auch zu „normalen" Dingen und das gleich heute abend. Essen ist angesagt. Ich habe ja zum Geburtstag ein sehr nützliches Gutscheinheft bekommen und ich muss langsam mal anfangen diese Gutscheine (u.a. für sehr viele Restaurants) auch zu verbrauchen. Sonst ist das Jahr um und noch viel Gutscheinheft übrig. Und jetzt freu ich mich. Sehr sogar. Fast so dolle, dass ich darüber den Stress mit meinem Bio-Papa vergessen habe.

Meine Mutter hatte gestern abend meinen Bio-Papa zufällig getroffen und ihm zugeraunt, dass er mich wohl ziemlich mit der Silvesteraktion (guckst Du hier) verärgert hätte. Daraufhin ist er wohl ausgerastet und hat meine Mutter fertig gemacht. Das das nach 28 Jahren, die sie nicht mehr zusammen sind immer noch geht... unfassbar. Jedenfalls weckte mich heute morgen um acht ne sms von ihr. Wenn sie schon so ankommt... dann ist es wirklich ernst. Sie war jedenfalls total fertig.

Ich rief ihn also an, was ihm denn einfiele meine Mutter so fertig zu machen. Hätte er nicht. Ach nicht, warum ruft sie dann heulend bei mir an? Und dann ging es los. Er war sauer auf mich, weil ich letztes Jahr nie angerufen habe und ich weil er sich nicht für mich interessiert. Und so ging das hin und her. Irgendwann fing ich aus strategischen Gesichtspunkten an zu heulen und ihm zu erzählen, wie doof ich das finde, dass er meine Cousine immer so vorgezogen hat und dass ich da nicht willkommen bin und dass er mir mit meiner Selbstständigkeit nicht den Rücken stärkt. Nein das könne er nicht, weil er glaubt ich werfe damit meine Zukunft weg und so... Außerdem findet er nicht gut, wie sich unser Verhältnis entwickelt hat. Ich meinte daraufhin welches Verhältnis denn, wir hätten noch nie eins. Ein Wort gab jedenfalls das andere und ich kramte sogar Geschichten von ganz früher raus, die mich immer noch verletzten.

Das Ende vom Lied war, dass wir in Zukunft überhaupt wieder miteinander reden wollen, dass wir in Zukunft Dinge, die uns stören ansprechen, dass ich immer willkommen bin und selbstverständlich auch zur Silberhochzeit eingeladen wäre. Mal sehen wie das so weiter geht. Und dann sagte er noch etwas, was er noch nie gesagt hatte: „Ich hab dich lieb!" Also dann hat das Aufregen wirklich mal geholfen.

Man gut, dass ich für abends tolle Pläne habe, da verflog die schlechte Laune viel schneller.

10.02.2010 um 16:16 Uhr

Mich plagt das Gewissen...

von: VomFeuerkind   Kategorie: Männergeschichten   Stichwörter: Legolas

Stimmung: bedenklich???

Da bei meiner halben Stelle schon wieder nur Texte anstehen und ich schon wieder keine Lust habe, mich daran zu machen, weil bei Pressetexten und Flyertexten immer jedes Wort auf die Goldwaage gelegt wird, schreib ich lieber hier nen neuen Eintrag.

Also, ich hab gestern doch noch ne sms am Legolas geschrieben. So nach dem Motto, dass ich gerade an ihn gedacht hätte und dass mit ihm gern mal was normales machen würde und ob er diese Woche noch Zeit hätte. Hätte ich mal besser nicht machen sollen, weil er immer noch nicht drauf geantwortet hat. Gut, vielleicht hätte ich es nicht während seiner Arbeitszeit tun sollen. Ich hab schon gemerkt, dass er sich dann immer mit dem Antworten schwer tut.

Jetzt geht der Tag heute dahin, es kommt und kommt keine Antwort. Und so langsam fängt es an mich nervös zu machen. Ist da was vorgefallen? Geht es ihm gut? Hat er womöglich einen Unfall gehabt (die Fahrradwege sind ja nun nicht im besten Zustand...total vereist und zugeschneit!)? Ist sein Handy kaputt? Hat er die sms gar nicht erhalten (soll ja vorkommen)?

Oder... Ganz fataler Gedanke, der sich unterschwellig doch wie Gift in die Gedankenwelt einschleicht: Hab ich irgendwas gesagt oder getan, was ihn verschreckt hat? Mag er mich nicht mehr? Will er keinen Kontakt mehr? War ich nicht nett genug? Hab ich ihn mit einer Aussage verletzt? Hätte ich verbindlicher sein müssen? Hab ich ihn unter Druck gesetzt?

Mit diesen Gedanken steigt Panik auf. Selbstzweifel. Unruhe. In Gedanken gehe ich alles durch, was ich je gesagt und getan habe und beleuchte es aus unterschiedlichen Perspektiven. Mir will einfach nicht einfallen, was es sein könnte. Oder doch? Ich hasse es, mich selbst in Frage zu stellen. Aber ich kann das gar nicht verhindern. So schnell, wie das passiert, kann ich gar nicht dagegen steuern.

So... Jetzt atme ich einfach mal tief durch und überlege mal in Ruhe.

Also erstmal scheint Legolas nicht der Typ Mann zu sein, der sich vor schwierigen Auseinandersetzungen drückt. Das heißt, wenn ihm etwas nicht passen würde, würde er es auch ansprechen. Und wenn er plötzlich keinen Kontakt mehr will würde er es auch sagen. Also nehmen wir einfach mal an (so schwer es auch fällt), dass weder meine Person, noch meine Aussagen die Ursache sind. *selbstzweifel wegschieb*

Zum anderen hat er schon öfter mal nen Tag zum Antworten gebraucht. Also muss ich mir eigentlich keine Sorgen machen - dass kommt bei ihm vor. Manchmal scheint es mir auch, dass er weniger für die Welt hier draußen zugänglich ist, wenn er viel arbeitet oder auf der Arbeit viel Stress hat. Da kann es auch schon mal sein, dass ne sms untergeht und sie vergisst, wenn er nicht direkt drauf antworten kann.

Manchmal muss er auch über Dinge ne Weile nachdenken und brauch ne Zeit bis er es für sich klar sieht. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, ihm diese Zeit zu lassen. Auch wenn es mir schwer fällt. Diese verdammte Ungeduld. Werde ich die jemals in den Griff kriegen? Und diese verdammte Unsicherheit. Und wenn ich bloß nicht wirklich nen schlechtes Gewissen hätte, bei etwas was ich gesagt habe...

09.02.2010 um 17:08 Uhr

Hoch "Legolas" weiter im Vormarsch

von: VomFeuerkind   Kategorie: Männergeschichten   Stichwörter: Legolas

Stimmung: irgendwie glücklich

Entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten, hier und heute noch mal ein Beitrag. Einfach weil es mich nicht los lässt und ich ihn so vermisse...

Samstag ist schon wieder so lange her. Er fehlt mir. Ich genieße seine Gegenwart und seine ruhige Art und ich mag gern mit ihm reden und kuscheln und schmusen. Und ich will gern normale Sachen mit ihm machen. Ins Kino gehen oder essen gehen oder mal nen DVD gucken oder nen Kaffee trinken oder ihn meinen Freunden vorstellen oder mal morgens zusammen frühstücken oder einen Sonntag im Bett verbringen oder was zusammen kochen oder so.

Ich möchte ihm auch wirklich gern sagen, dass ich ihn vermisse oder ihm irgendwas anderes Nettes als sms schreiben. Ich würde ihm gern ganz nah sein und ihn knuddeln oder ihn verwöhnen oder mich an ihn kuscheln.

Klar könnte ich einfach zum Telefon greifen und ihn anrufen. Oder ich könnte abwarten, bis er mich auch vermisst. Und dann fangen wieder diese Strategischen Überlegungen an. Wäre es nicht besser zu warten, bis er kommt? So nach dem Motto: Mach dich rar! Aber das ist doch blöd. Kann man nicht mal als Frau einen Schritt machen? Unser gesamter Kontakt ist nicht so standardmäßig aufgebaut.

Wir hatten schon oft ein ähnliches Gefühl für Timing. So wie letzten Sonntag zum Beispiel. Da dachte ich, dass ich mich an seiner Stelle an dem Tag noch melden würde und 10 min später hatte ich ne sms von ihm. Nein, ich muss mir keine Sorgen machen, das läuft schon irgendwie.

Aber es gibt schon noch andere Anzeichen: Ich interessiere mich kaum noch für andere Männer. Exklusivität wird auf einmal ein Thema für mich. Mehr weil ich exklusiv für ihn sein will, nicht weil ich es einfordere. Geht ihm scheinbar ähnlich, weil er auch total süß betont, dass mit bestimmten Frauen rein gar nichts läuft, dass es rein platonisch ist.

Ich bin mir gar nicht so sicher, ob das wirklich ein gutes Zeichen ist, dass ich ihn vermisse. Das ist nämlich ein Zeichen für Verliebtheit. Und das ging jetzt schon wieder ziemlich schnell. Eigentlich kenne ich ihn noch gar nicht. Ich weiß überhaupt nichts von seinem Hintergrund, von seinen Zielen und von seinen Vorstellungen. Was wäre das denn für eine Basis für eine Beziehung. Ich habe bloß ein gutes Gefühl, wenn ich in seiner Nähe bin und er glaube ich auch. Und ich hab mich schon wieder in dieses Gefühl verliebt. Das mache ich oft. Und dann bin ich hinterher wieder enttäuscht, weil andere Leute da rationaler rangehen.

Und ich merke, dass es für ihn noch zu früh ist, um dazu was zu sagen. Er braucht da ein bisschen länger. Wir haben uns vier mal getroffen. Das reichte letztes Mal gerade für ein Kompliment. Ich glaube er ist innerlich ein wenig zerrissen. Aber ich habe keine Ahnung, was diese Seiten ihm einflüstern Er mag mich - keine Frage. Vielleicht ist es die gleiche Unsicherheit, die ich auch habe. Ich kenne ihn gar nicht. Ich weiß nicht wie gut wir im Alltag harmonieren. Ich weiß nicht, ob der berufliche Unterschied mal zu einem Problem für ihn oder für mich werden wird. Es ist für Männer ja oft schwierig, wenn Frauen mehr verdienen als sie selbst. Oder das ich erfolgreicher bin als er.

Trotzdem bin ich irgendwie glücklich. Mir hüpft ein wenig das Herz. Ich grinse den ganzen Tag glücklich vor mich hin und das Kopfkino lässt sich nicht ausknipsen. Auch wenn er körperlich nicht anwesend ist, ist Legolas mir einfach so irgendwie nah. Und das ist so schön.

Und ich weiß trotzdem nicht, ob ich warten soll, mit dem melden, weil es strategisch cleverer wäre oder eben nicht, weil man ihn sowieso nicht in eine Schublade reintun kann. Bei ihm kriegt es keinen Anschein von Hinterherlaufen.

09.02.2010 um 13:24 Uhr

Außer der Reihe

von: VomFeuerkind   Kategorie: Alltägliches Einerlei   Stichwörter: LineDancing

Stimmung: Hoch Legolas wirkt immer noch

So... gestern hat es mich spontan gepackt. Ich lese ja nun schon seit einer Weile andauernd in Pelegrinas Blog über ihre Line Dancing Truppe. Und irgendwie hat sich das so nach Spaß angehört, dass ich mich hier auch mal schlau gemach habe. Und schon wieder traf mich die Ernüchterung: Hier gibt es mal wieder nichts. Also hab ich Pele angeschrieben und sie meinte, klar gibt es bei Euch was, die sind sogar richtig gut und sahnen jedes Jahr die Pokale bei der Deutschen Line Dance Meisterschaft ab.

Was gibt es bitte? Eine deutsche Meisterschaft im Line Dancing???? Eine Meisterschaft??? Ich glaub es nicht. Wenn ich ihren Blog nicht gelesen hätte, hätte ich nicht mal gewusst, dass es eine Sportart gibt, die Line Dancing heißt. Und eine Truppe hier macht das sooo gut, dass die da Pokale holen???

Aber selbst wenn... so weit muss es ja nun nicht gehen. Nenene...  Ich tanze gern. Und normalerweise kann ich das auch ganz gut. Ich hab auch schon ne Menge gemacht. Von Standard über Rock'n'Roll, Jazz Dance (das war in den 80ern total der Hit) bis hin zum Bauchtanz. Meist habe ich nach ner Weile immer die Lust verloren. Entweder, weil das mit dem Partner nicht so toll funktioniert hat, beim Jazz Dance kam mein Auslandsjahr dazwischen und danach bin ich irgendwie nicht mehr reingekommen und Bauchtanz war ein Uni-Kurs und ich hab die Anmeldefrist für den Fortgeschrittenen Kurs verpasst. Ich hab beim Tanzen irgendwie keine Ambitionen. Ich mach das, weil ich Spaß an der Bewegung habe, weil ich mir Schrittfolgen gut merken kann und weil es mir auch sonst gut vom Fuß geht. Und es wird langweilig, wenn ich merke, dass ich das Grundprinzip gecheckt habe. (Das Problem habe ich aber bei jeder Sportart. Ich bin da kein Perfektionist, der eine Sache so lange übt, bis er Meisterschaften gewinnt.)

Also nein... lieber nicht bei einer Showtanztruppe mitmachen, die auf der Jagd nach Pokalen ist. Lieber etwas lockeres wo die Leute einfach so Spaß haben. Und welch Zufall, die eine Truppe ohne Webseite (was ich als Zeichen für mangelnde Professionalität wertete) traf sich nun ausgerechnet gestern um 19h. Montags ist auch ein verdammt guter Abend für eine Daueraktivität, weil ich da mit einer größeren Wahrscheinlichkeit auch pünktlich weg komme, als an anderen Abenden.

Ich machte mich also auf, an das andere Ende meiner Stadt und begab mich auf die Suche nach dem Veranstaltungsraum. Mein Navi lag falsch. Das Ziel lag nicht rechts sondern links und es war auch nicht so weit hinten, sondern direkt am Anfang von der Straße. Also kam ich ewig zu spät. Aber das war auch nicht schlimm... Weil mich da eh ein wirrer Haufen erwartete. Die, die bock hatten, tanzten, alle anderen standen komisch drum herum.

Bärbel (oder so ähnlich) schmiss sich direkt an mich heran. Oh... ich wäre wohl neu. (ich nickte) Ob ich das schon mal gemacht hätte (ich schüttelte den Kopf), ob ich ein Talent fürs Tanzen hätte (ich nickte) und ob ich auch fit im Kopf wäre (ich nickte wieder). Naja.. sie würde ja immer schon um 18h den Anfängern einige Tänze zeigen. Sie wisse nicht, ob sie an dem Tag was neues machen. Aber ich könnte ja mal gucken. Außerdem zahlt jeder jedes Mal einen Euro ans Haus und 50 cent in die Clubkasse. Und dann erzählte sie, was sie so alles anstellen und dass es ständig (fast jedes Wochenende) irgendwelche Veranstaltungen (lockere Zusammenkünfte, wo Country gespielt wird) gäbe, zu denen sie hinfahren und zu denen jeder was zu essen mitbringt und dass sie das nur zum Spaß machen und dass sie keinen wirklichen Trainer haben, dass jeder, der nen Tanz kennt, den vormachen darf usw. usf.

Ich hörte nur mit einem halben Ohr hin. Die anderen waren nämlich mit tanzen beschäftigt und ich starrte Barbara (wie ich später erfuhr) die ganze Zeit fasziniert auf die Füße. Das erkannte ich sofort, sie tanzt präzise und zuverlässig. Der konnte man wirklich einiges abgucken. Keine hingehuschten undeutlichen Schritte... wenn der Hacken aufgesetzt wird, hatte der Hacken auch wirklich Bodenkontakt. Ein Schritt nach vorne war auch ein Schritt nach vorne und nicht ein merkwürdiges Schleifen. Sie war immer auf dem Takt und kam selten raus.

Nach ein zwei Tänzen erkannte ich erste Muster. Es waren immer die gleichen Abläufe, die sich immer wiederholten. Manchmal länger, manchmal kürzer, manchmal mit mehr Drehungen und dann wieder nur mit zweien. Erstaunlich oft kamen Cha Chas vor, die ich ja schon vom Standard-Tanzen kannte. Einige Schrittfolgen hatten Wiedererkennungswert und so testete ich sie am Rand mit aus. Aber die drehten sich ständig und die Drehungen waren schwieriger zu merken, weil sie zur Richtigen Seite getanzt werden mussten, sonst landete man auf dem falschen Fuß und dann ging gar nichts mehr.

Aber dann zeigte der eine Typ einen recht einfachen Tanz und den hatte ich noch bevor die Musik einsetzte drauf. Und dann kam Barbara auf mich zu und meinte, dass ich es ja erstaunlich schnell checken würde und fing an mir die Schritte während des Tanzens vorzuerzählen. Und ich machte mit. Ich tanzte total oft im wahrsten Sinne des Wortes aus der Reihe. Aber das störte eigentlich keinen. Die fanden es nur toll, weil ich mich so bemühte - und das zwischendurch auch noch funktionierte. Ganz oft war es so, dass ich zum Ende des Lieds dachte, wenn sie das Lied noch mal spielen würden, hätte ich die Schritte drin.

Und dann kam noch ein Tanz, der erst trocken vorgemacht wurde und den ich checkte und noch einer. Und ständig fragten mich Leute, ob ich das schon mal gemacht hätte, weil es doch so gut klappen würde. (ich schüttelte immer nur brav den Kopf - ich war schließlich hoch konzentriert). Zum Schluss kam Bärbel noch an und meinte, dass es vermutlich reicht, wenn ich nur nächstes Mal zu den Einsteigern kommen würde, wo ich das alles doch so schnell kapiere. Und dann meinte eine andere noch, dass ich bestimmt schnell bei der Truppe unterfordert wäre.

Aber mir geht es halt um den Spaß und den hat man finde ich, wenn man nicht mehr über Schritte nachdenken muss, sondern einfach tanzen kann. Also hat mich jetzt doch ein wenig der Ehrgeiz gepackt: ich will die Tänze jetzt können. Blöd nur dass ich mir die Namen nicht aufgeschrieben habe, weil ich sie so zu Hause nicht nachmachen kann.

Hinterher war ich total verschwitzt. (Memo an mich selbst: nächsten Montag Kleidung im Zwiebel Prinzip anziehen und was zu trinken mitbringen!) Das das anstrengend ist hätte ich nie gedacht! Aber es machte Spaß!!!! Es war toll!!! Und die Leute schienen auch irgendwie nett. Allerdings fand ich es schade, dass die so wenig Westernmäßig daher kamen. DAS hatte ich mir schon irgendwie anders vorgestellt.

Aber ich werde wohl nächsten Montag wieder hingehen.

08.02.2010 um 14:18 Uhr

Samba Spezial

von: VomFeuerkind   Kategorie: Alltägliches Einerlei   Stichwörter: SMPaar, Legolas

Musik: Samba...

Samba ist laut und bunt und macht gute Laune...

Das hatte ich Freitag geschrieben und so war es auch. Der Samba Umzug war einfach klasse. Naja.. vielleicht ein bißchen kalt. Aber wen stört das schon? Hier im Norden ist der Sambaumzug das einzige, was wenigstens ein wenig an Karneval erinnert. Aber ich glaube das ist auch nicht unbedingt das Ziel. Das Ziel ist Spaß. Und den haben dann auch alle, selbst die trüben und langweiligen Nordlichter. Wenn Samba angesagt ist, kann keiner der Spaßbremsen hier oben still stehen.

Das Motto war "Land unter" und so war es auch.. Immer wenn hier Karneval ist, kommen Gruppen aus der ganzen Welt und trommeln was das Zeug hält. Es wird gebastelt und geklebt und man läuft hier in den schrillsten Formen und Farben rum. Es gab Meerjungfrauen, Unterwasser Menschen, alle Sorten von Fischen, Quallen, Kraken aber auch einfach nur Meer, Fischer, Korallen, Wattwürmer, etc...

Man war der Zug lang. Es ging auch EWIG. Gruppe nach Gruppe kam vorbei und es hatte einfach kein Ende. Nach zwei ein halb Stunden war ich sooo durchgefrohren das ich aufgegeben habe. Leider kam die Gute Laune nicht von dem extremen Sonnenschein... Aber ich habe Euch ein paar Eindrücke mitgebracht. (Bitte entschuldigt die Fotoqualität, aber mein Handy gab nicht mehr her) 

 

Hier kann man die berümten Stelzenläufer sehen, die immer den Zug begleiten: 

Samba 1


Cool fand ich, dass sie tatsächlich Wattwürmer gebastelt hatten (unten rechts) und oben rechts finde ich die Idee mit den Schwimmenten auch lustig:

Samba 2

 

 

Und noch ein paar kreative Kostüme. Die Quallen (rechts) sahen richtig gut aus:

Samba 3

 

 

Außerdem hab ich noch ein Video auf Youtube gefunden: Guckst du hier oder hier. Jedenfalls war es ein riesen Spaß, auch wenn es sau kalt war!!!

 

Ansonsten war das Wochenende auch toll. Ich hab mich mit dem SM-Paar getroffen und Legolas auch kurz gesehen. Und es war großartig. Obwohl wir nicht miteinander/beieinader geschlafen haben. Aber es ist einfach auch so schön Zeit miteinaner zu verbringen.

07.02.2010 um 14:00 Uhr

Sexperimente 6: Darkroom

von: VomFeuerkind   Kategorie: Sexperimente   Stichwörter: SMPaar, HerbsBar

Es ist wieder so weit für einen weiteren Teil aus der Sexperimente Reihe.

Diesmal fängt alles mit einem Telefongespräch mit SM-Er an. Eine Woche nach dem Vierer. Es war Freitag Abend, der 02.10.2009 und aus einem, mir im Nachhinein nicht mehr erkennbaren Grund, hatte ich noch nicht so richtig was vor, als um 23h SM-Er anrief.

Er: „Oh gut, du bist zu Hause. Sag mal was machst du denn heute abend?"
Ich:
„Du... weiß ich das gar nicht wirklich. Vielleicht schlafen. Ist ja schon spät."
Er:
„Ich bin heute Abend alleine, SM-Sie ist irgendwie unterwegs. Hast du nicht Lust, mit mir in Herb's Bar zu gehen?"
Ich:
„Grundsätzlich schon. Ist da heute was, oder fragst du einfach nur so?"
Er:
„Da ist heute Darkroom-Abend."
Ich:
„Aha! Soso... Und das heißt?"
Er:
„Männerüberschuss!"
Ich zog die Augenbrauen hoch:
„Männeüberschuss!" sagte ich abfällig. „Aha! Männeüberschuss!" wiederholte ich noch mal.
Er:
„Ja, da ist es dann dunkler als sonst! Und es sind nur wenige Frauen da und hauptsächlich Männer. Ich würd schon gern mal hingucken, aber allein ist blöd, weil das als Mann allein immer so viel kostet!"
Ich:
„Ach soooo" grinste ich. „Jetzt hab ich es verstanden...Ich soll also deine Alibifreundin machen, damit du Kosten sparen kannst!"
Er:
„Na sooooo war das nun auch nicht gemeint. Aber man könnte ja gucken was da so los ist, nen Bier trinken (kostet dann als "Paar" ja keinen Eintritt) und dann mal abwarten. Außerdem würde ich mich wirklich freuen, wenn du mitkommst."
Ich:
„Stimmt, das KÖNNTE man tun...Aber Männerüberschuss...? Ich weiß nicht...!"

Wir kamen irgendwie vom Thema ab und quatschen noch ne Stunde so am Telefon. Es ging mir trotzdem nicht aus dem Kopf. Diese Fixe Idee geisterte da in meinem Kopf rum und kam immer wieder an die Oberfläche... Was da wohl jetzt los sein mochte und wie das so aussieht, wenn da Darkroom ist? Außerdem war ich in Herb's Bar schon lange nicht mehr. Wer weiß, wann ich wieder eine Gelegenheit kriegen würde. Also meinte ich irgendwann, dass ich da jetzt doch hin will. ABER ich würde ihm nicht garantieren, dass da auch was passiert. Wenn es ok wäre, dass wir nichts machen, würde ich mitkommen. Jaja... das wäre in Ordnung.

Naja... das dauerte natürlich noch ne Weile bis wir uns beide was angezogen hatten. Gut, es ist ne Bar, also KANN man da auch normal hingehen. Muss man aber nicht. Man KANN auch sexy aussehen... Das ist doch dieee Gelegenheit mal die Dinge anzuziehen, die man sonst im Büroalltag nicht anziehen kann.

Also zog ich mir mein Lieblingskleid mit dem riesigen Ausschnitt an. Ich liebe dieses Kleid. Es ist schlicht schwarz, knielang und außer dem Ausschnitt hat es nichts so wirklich zu bieten. Aber es ist ein Accessoirekleid. Wenn man ne andere Kette und andere Schuhe anzieht, wirkt das Kleid völlig anders. Wenn man Gothikstiefel, Netzstrümpfe und ein breites Samthalsband anzieht, wirkt es eher einfach, schlicht, eben Gothik/Partymäßig, wenn man dann Perlenkette und High Heels anzieht, ist es sehr edel, fast ein bisschen vornehm. Ich war zu dem Zeitpunkt ein wenig auf die 40er Jahre eingeschossen. Also nahm Perlenkette, High Heels, schlichte schwarze Strümpfe und Hut aus dem Schrank. Passendes Make-up, Haare entsprechend gestylt... fertisch.

Als wir ankamen war es nicht so richtig voll. Es ging. Also ja, es war schummeriger als sonst und der hintere Raum war wirklich dunkel. So dunkel, dass man fast nichts sehen konnte. Ich war noch nicht so wirklich in Stimmung... Also setzten wir uns erstmal an die Bar und tranken was und SM-Er fing an, sich an mich ranzusoften. Das zeigte auch Wirkung und ich fing an mitzumachen. Wir fummelten mit einander rum. Am Tresen sozusagen. (Das ist eigentlich eher ungewöhnlich). Vor allen Leuten. Und ich fing an Spaß daran zu entwickeln mich absichtlich ein kleines bisschen zu zieren („Nicht...komm lass die Brust drin... nicht vor all diesen Leuten..."). Außerdem flirtete ich ständig mit den Leuten, die hinter SM-Er standen. Ich genoss die Aufmerksamkeit und setze uns beide richtig in Szene. Ich zog ne richtige Show ab.

SM-Er fing mein Augenzwinkern auf, ging voll in der Rolle auf und fing an mich rumzukommandieren. „Jetzt zick hier nicht rum... Du weißt doch warum wir hier sind... oder muss ich dich erst wieder schlagen...stell dich mal nicht an... und komm mit!" Er zog mich hinter sich her in den Darkroom... Ich moserte ein wenig gekünstelt rum „Wo willst du denn hin...? Ach komm lass es... hier sind so viele Leute...! Ich glaube ich will das gar nicht... Bitte bitte nicht schlagen..."

In dem Darkroom stand so was wie ne Massagebank, zu der er mich führte und gegen die er mich bäuchlings schubste. Dann drückte er meinen Kopf nach unten und gab mir den ein oder anderen Klapser auf den Po. Das Geräusch zog die Männer alle an. Dann setzte er sich vor mich auf die Bank und wies mich an seinen Sw*** zu blasen. Ich folgte auch brav. Plötzlich merkte ich eine Hand am Po, die definitiv nicht von SM-Er kommen konnte. Ich zuckte zusammen, drehte mich um und glücklicherweise fand ich den Typen sympathisch. (Mittlerweile hatten sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt) Also ließ ich es zu. (SM-Er raunte mir zu, dass ich nichts machen muss, was ich nicht wollen würde und ich sagen könnte wenn mir was nicht passt.)

Dann war es mehr als eine Hand und noch eine und noch eine. Irgendwer fing an mich zu fingern und ich kam so langsam in Extase. Nicht zu wissen, was da hinter einem los ist, scharf zu sein und einem Orgasmus nahe und von so vielen Händen... mh... das war schon merkwürdig. Aber ich dachte nicht so viel drüber nach, ich war ja anderweitig beschäftigt. Außerdem sah ich die Leute auch gar nicht. Als irgendwer, den ich offensichtlich nicht kannte, versuchte mir sein bestes Stück reinzustecken, sagte ich klar, dass ich das nicht will - und er hielt sich dran.

Irgendwann hatte ich auch einen Orgasmus und SM-Er auch und genau in dem Moment kam in dem Moment irgendso ein Würmchen an und meinte, er würde er an meinem A**** oder in meinem A****. Ich guckte von seinem besten Stück nach oben und schüttelte mich innerlich. Ich meinte zu SM-Er „Du, ich glaube ich will hier sofort raus." Er reagierte prompt, nahm mich bei der Hand und wir gingen wieder in die Bar zurück.

Trotzdem hat es viel Spaß gemacht und es hätte keine Sekunde länger dauern dürfen. Glücklicherweise hatte ich es ja schon mal, dass mich mehr als eine Hand angefasst hat, aber es ist doch was anderes, wenn man sich selbst aussucht, wer einen anfasst. Wir tranken erstmal was.

Den ganzen restlichen Abend war ich ziemlich auf provozieren ausgelegt. Also fing ich an zu tanzen. Mittlerweile lief gute Musik und ich stieg auf den runden Tisch in dem ersten Raum und räkelte mich passend zur Musik an der Gogo-Stange. Das erste Mal. Aber ich schlug mich erstaunlich tapfer. Das muss an den Schuhen gelegen haben... *grins* Ich probierte ein paar Sachen aus, die ich mal im Fernsehen gesehen hatte und irgendwie funktionierte es. Niemand war überraschter, als ich selbst. Es muss wohl auch ganz gut ausgesehen haben, weil SM-Er wieder scharf wurde. Er und noch ein paar der anderen Typen in dem Schuppen. Ich provozierte sie alle. Und ich fand es toll!

Mittlerweile wurde es aber auch leer. Es war ja schon spät, die meisten waren „fertig" und gingen dann. Wir auch bald.

Fazit von dem Abend war, dass ich immer mehr Spaß daran entwickelte mit Männern zu spielen. Sie zu provozieren und anzutörnen. Es erstaunte mich, dass ich es an dem Tag zugelassen habe, dass mich mehr als ein Typ, den ich nicht kenne, anfasst. Aber ich konnte sie auch nicht sehen und SM-Er ist sofort und gleich mit mir wieder aus der Situation gegangen, als ich nicht mehr wollte - das war auch gut so. Außerdem habe ich festgestellt, dass ich irgendwie sexy an so einer Stange tanzen kann.

So... nächste Woche schreibe ich dann davon, was SM-Er und ich die Woche drauf gemacht haben.

05.02.2010 um 20:04 Uhr

Ab in den Süden...!

von: VomFeuerkind   Kategorie: Männergeschichten   Stichwörter: Legolas

Stimmung: Sonne, Sonne und noch mal Sonne

Irgendwie bin ich jetzt langsam des Schnees müde. Ich mag nicht mehr auf zugeschneiten, vereisten Straßen laufen auf denen sich zu allem Überfluss auch noch oben drauf Wasser ansammelt, was abends immer festfriert. Ich mag weiß und grau nicht mehr, ich will es wieder bunt und grün und schön haben. Ganz davon ab, dass ich gern wieder mehr Sonne und Wärme hätte.

Also ganz klar, ich muss in den Süden.

Aber noch nicht heute. Morgen ist hier super cooler Sambaumzug und ich freu mich schon wie doof. Blöd nur, dass ich überhaupt keinen dafür begeistern kann, ihn mit mir anzugucken. Das macht in der Gruppe doch gleich noch mal so viel Spaß. *seufz* Aber ich taaanz auch alleiiiine.... dum dum dumdididum... *kicher*

Außerdem läuft im Moment im Kopfkino so ein toller Film. Der ist ohnehin viel spektakulärer als das triste Grau in Grau da draußen. Der Film ist mit Star-Besetzung. Die männliche Hauptrolle spielt dabei ein gewisser Legolas, die weibliche das berühmte Feuerkind. Irgendwie lassen mich einige Szenen einfach nicht los. Die wiederholen sich in der Dauerschleife.

Ich: „Wenn du den vierten Seidenschal aus dem Schrank geholt hast, machst du die Schranktür dann bitte wieder zu?"
Er: „Wieso? Kannste dich dann nicht entspannen?"
Ich: „Nein, kann ich nicht!"
Er: „Dann geh doch selbst!"
Ich: „Ist gerade irgendwie schlecht, weil ich am Bett festgebunden bin!"
Er: „Oh... das ist aber blöd für dich. Dann lernst Du es eben!" Und dann grinste er frech und ließ die Tür offen.
(Ich glaube ich werde spleenig)

Oder als ich auf ihm gesessen habe, sein Kopf über der Kante hing und seine langen Haare voll schön lang am Bett runterhingen und er dabei auch noch scharf geguckt hat.

Oder als er seinen Handabdruck auf meinem Po stundenlang im Spiegel bewundert hat.

Oder als es ihm peinlich war, dass uns die Bedienung sehen könnte, wie wir in der Bar miteinander rumgefummelt haben.

Oder diese winzig kleine Berührung die für endlose Schauer gesorgt hat.

Oder das zögernde Verhalten, weil er irgendwie nicht gehen wollte.

Und noch ganz viele weitere kleine Gesten und Mimiken und Aussagen. Und ich muss lächeln und lächeln und lächeln.

Heute morgen kam ich ein bisschen schwierig in Gang, weil das Kopfkino eben noch an war. Aber anders als gestern, war der Tag total produktiv. Und weil heute Abend doch meine Essens-Verabredung ausgefallen ist, muss ich mich auch nicht dafür schämen dass ich schon wieder drin sitze.

Achja.. wer braucht denn da draußen schon Sonne, wenn sie doch in mir drin so hell scheint! Außerdem ist da draußen Samba und Samba ist laut und bunt und macht gute Laune... (das geht ja alles schon heute los)

04.02.2010 um 16:22 Uhr

Hoch „Legolas“ bleibt weiter Wetter bestimmend

von: VomFeuerkind   Kategorie: Männergeschichten   Stichwörter: Legolas

Stimmung: Sonne, Sonne und noch mal Sonne

Soo... ihr lieben Jungs und Mädels. Um Eure Ungeduld ein wenig abzumildern, hier ein kleiner Abriss von dem Treffen mit Legolas: Es war toll!

Erstmal fing es schon damit an, dass er das Treffen vorverlegt hatte. Das heißt es gab das Treffen schon um sieben und nicht um kurz vor neun. Juhu! Wir sind dann in mein Lieblings-Flammkuchen-Restaurant gegangen. Das Restaurant, das sich besonders durch eine nette, ruhige, kuschelige Atmosphäre (<- kommt durch antiquierte Möbel, die Legolas sowieso total super findet!), guten Wein, guten Kaffee und leckere Flammkuchen auszeichnet, war extrem gut geeignet, um in Gesprächsstimmung zu kommen.

Also waren wir super lange mit quatschen beschäftigt. Zwischendurch knusperten wir noch einen Flammkuchen und bestellten noch einen Wein. Ich war natürlich total unerotisch, weil ich ständig in ein Taschentuch schniefte. Jedenfalls ging das mit dem miteinander reden total gut. Wir redeten über den letzten Abend, über den vorletzten und über die sms neulich wegen der Massage, die gar nicht so zickig gemeint gewesen war. Das mit dem Rausschleichen war eigentlich eher ein Versehen, weil er eingeschlafen ist und sich Sorgen um seine Katze gemacht hat. Wir sprachen davon, was wir gut fanden und was nicht und waren dabei super offen. Zwischendurch gab es noch mal ein paar allgemeine Themen, wie Beruf und Berufung oder Hobbys/Interessen oder Exfreunde/innen oder gemeinsame Freunde, Filme, SM-Szene, seine Vorlieben, meine Vorlieben, Kommunikationsverhalten im Allgemeinen und im Besonderen etc. Also um es kurz zu machen, wir rissen super viele Themen an und es wurde nicht langweilig. Es macht wirklich Spaß mit ihm zu reden.

Später gingen wir dann noch woanders nen Absacker trinken (Restaurant macht so um 23h zu) und quatschten in der nächsten Bar weiter. Das Wort Beziehung fiel auch mal, aber wir waren uns einig, dass wir beide noch nicht absehen können, wo das mit uns hingehen würde. Ich mag ihn sehr und ich fühle mich in seiner Gegenwart total wohl und ich habe sehr viel Spaß, aber ob wir es wirklich schaffen unseren Alltag übereinander zu legen... das kann man jetzt ja irgendwie nicht wissen. Schließlich kommt er aus ner ganz anderen Welt als ich. Winkt da Problempotenzial? Keine Ahnung! Trotzdem bei mir hat es schon ein bisschen gekribbelt. Er ist einfach kein Schubladentyp. Er fasziniert mich. Ich mag die unkomplizierte Art, wie er Dinge angeht, wie er denkt, die offene Art wie wir reden, den Humor und dass man ihn nicht so einfach knacken kann, wie normale (langweilige, einfach gestrickte) Männer. Ich mag wie er aussieht und ich mag wie er riecht und ja (welch Zufall) ich werde sogar von ihm scharf.

Es gab so eine winzig kleine Berührung, wo unsere Finger sich wie fast zufällig streiften und ein kleiner Schauer sich von dort über den ganzen Körper ausbreitete. Das war die erste von vielen. Später knutschten wir ganz ungeniert in der Bar rum und die Gänsehaut ging fast nicht mehr weg. Gerade als wir so richtig in Stimmung waren, machte um 1 der Laden auch dicht (unter der Woche ist hier einfach nichts los) und wir zogen weiter zu mir.

Ein kleines bisschen unsicher war ich schon... Soll ich ihn noch reinbitten? „Ja, Nein ich mein Jein. Soll ich's wirklich machen, oder lass ich's lieber sein..." Am Ende überließ ich ihm die Entscheidung. Und er wollte noch mitkommen. Dann stand ich im Wohnungsflur und fragte, wo ich denn Licht machen soll. Wir machten nirgends Licht, aber gingen ins Schlafzimmer.

Wir hatten Spaß. Es war leidenschaftlich. Es stimmte. Es war toll. Nein, kein Sex, aber alles andere (ich hab Besuch vom roten Indianer). Ich konnte mich fallen lassen, er konnte sich fallen lassen. Es war wirklich toll. (Naja... ein/zwei Dinge muss ich ihm abgewöhnen, dafür ein/zwei Dinge angewöhnen... aber die Basis ist schon mal hervorragend.) Einen besonders intensiven Moment gab es noch, als er mich ganz eng umschlungen festhielt, ich nicht wegkam, seinen Körper und seine Kraft überall spürte...

 

Später in der Nacht fand ich mich an Händen und Füßen ans Bett gefesselt wieder. Er kniete vor mir und strich mit der Gerte über meinen Körper und ich zitterte wie doof. Nein, es war nicht kalt. (ok, war es doch, aber das war nicht der Grund) Es war eine Mischung aus freudiger Erwartung und einer irren Angst vor dem nächsten Schlag. Und ich war ausgeliefert. Das war schon ziemlich prickelnd. Sehr erregend. Und er genoss es zusehens. Allerdings fällt es mir immer noch schwer, mich dann richtig fallen zu lassen. Zu neu und zu schwer einzuordnen sind die Eindrücke. Ich fange dann an, mich über mich selbst zu wundern, dass ich das auch noch geil finde. So viel zum Thema, ich wisse nicht, ob ihn das antörnt, ich wisse nicht, ob er mich scharf findet und er hätte nur eine schwach ausgeprägte dominante Seite. Alles Quatsch. Sex war definitiv auch nicht die einzige Motivation... Er mag mich auch - zumindest ein bisschen.

Er schlief bei mir. (Effektiv hab ich wohl 1,5h geschlafen) Voll schön, neben jemanden aufzuwachen und sich gegenseitig zu beschmusen und scharf zu machen. „Du... ich muss echt los... ich muss noch die Katze füttern und vielleicht kriege ich noch ein paar Stunden Schlaf bevor ich zur Arbeit muss." Aber er ging nicht. Hier noch mal über den Po streicheln und da noch ein Küsschen. Und um 8 hatte der Wecker geklingelt. Gegangen ist er um halb elf. „Hey, du darfst auch wiederkommen...!" grinste ich.

Ich machte mir erstmal nen Kaffee. Und kuschelte mich wieder ein. Mein Schlafzimmer sieht aus wie ein Schlachtfeld. Die Gerte liegt noch rum, überall ist Bondagetape verteilt, an meinem Bett hängen an allen Ecken Seidenschals. Ich hab einen Handabdruck am Po und ich kriege einen kleinen blauen Fleck am Oberschenkel. Mal sehen...wie lange es dauert, bis er sich meldet und ob der blaue Fleck bis dahin weg ist. *grins*

03.02.2010 um 11:12 Uhr

Hallo Welt!

Stimmung: großartig

Ohne mich jetzt arg aus dem Fenster zu lehnen, waren das, glaube ich, die ersten Worte (natürlich auf englisch) die jemals auf einem Computer angezeigt wurden und mit ihnen brach ein neues Zeitalter an. Viele Jahre später, nämlich heute, bricht scheinbar auch für mich eine neue Episode an:

ES GEHT MIR GUT!

Ich bin wach, fröhlich, glücklich und stecke voller Tatendrang. Ok, ok, es ist zehn Uhr und ich bin noch nicht im Büro. Nach wochenlanger Trübsal muss man es jetzt auch nicht überstürzen und zu viel erwarten. Trotzdem bin ich das erste Mal seit Wochen um zehn Uhr wach und ausgeschlafen und vor allem schon geduscht. Und das nicht weil ich einen Termin habe, sondern einfach so. Es ist großartig. Und heute morgen könnte ich die Welt umarmen. Scheint da nicht auch ein Sonnenstrahl ins Fenster?

Ich traue mich noch nicht so richtig an den Umschwung zu glauben. Ein bisschen skeptisch bin ich noch. Wer weiß wie lange es anhält? Vielleicht ist er ja morgen schon wieder vorbei. Also gehe ich lieber mit kleinen Schritten voran und freue mich über die kleinen Verbesserungen. Ich merke schon seit Tagen, dass ich das Tal quasi durchschritten habe.

Sonntag war ich beispielsweise schon total motiviert zum Sportmachen. Ich habe die letzten Tage viel auf mich geachtet und viel gemacht, was mir gut tat. Sauna z.B. oder tatsächlich noch mal gestern morgen etwas länger schlafen, weil ich da doch so eine Schnupfnase und Kopfschmerzen hatte. Eigentlich habe ich gar keine Lust krank zu sein. Ist ja nicht so, als hätte ich mich in der letzten Zeit nicht schon genug ausgeruht. Gestern Abend war ich jedenfalls das erste Mal seit einer Ewigkeit in Telefonlaune, die sich allerdings schon wieder damit erschöpft hatte, dass ich Nitida nicht erreicht habe. Aber egal. Heute ist ein neuer Tag und neues Glück wartet auf mich.

Hihi... coole Formulierung... weil sie doch ein wenig wörtlich zu nehmen ist. *grins* Ich habe heute Abend eine Verabredung mit Legolas. Hoffentlich ist er nicht allein für diesen Überschwang verantwortlich, weil ich sonst wieder in so ein AWL-Loch reinfalle, wenn meine Erwartungen nicht erfüllt werden. Aber habe ich überhaupt Erwartungen? Naja nur, dass der Abend nett wird. Ich freue mich ihn wieder zu sehen und außerdem habe ich auch einige Dinge, die ich mit ihm besprechen will. Was dabei herauskommen soll, ist eigentlich ganz einfach: ich will ihn besser verstehen und ihm überhaupt gern etwas näher kommen. Nein, nicht körperlich. Naja, vielleicht auch ein bisschen. Aber hauptsächlich zwischenmenschlich. Ich mag ihn und ich würde ihn einfach nur gern etwas besser kennenlernen. Und weil ich heute viel besser drauf bin als die letzten beiden Male, an denen wir uns getroffen haben bin ich da auch guten Mutes, dass der Abend auch wirklich gut wird.

Weil ich ihn nicht allein sexuell überzeugen will, habe ich mich auch gegen die Schuhe entschieden, die ihn zum sabbern bringen. Nein, ich werde heute Abend gut aussehen, keine Frage, aber eben nicht zum niederknien. *zwinker*

Vielleicht sollte ich noch für die Nachwelt festhalten, wieso es mir wieder besser geht, was den entscheidenden Kick gegeben hat, damit ich es für das nächste Mal weiß, aber das ist fast so nebulös wie das Problem selbst.

Mir ist klar geworden, dass es hauptsächlich mit meiner Firma zu tun hat und der Tatsache dass ich mich immer wieder neuen Rückschlägen entgegensah und den letzten Rückschlag, bei dem ich so viel Stress mit dem Teufel hatte, auch noch nicht verkraftet habe. Das ist jetzt fast ein Jahr her. Aber seit dem klebte irgendwie Wut und Ärger und Frustration wie grüner Schleim an der Idee. Der war hartnäckig und ließ sich nicht abschütteln. Vor allem führte er, wie eine innere Abneigung dazu, die Idee nicht noch mal anzufassen.

Ich fühlte mich seitdem, als wäre ich meiner Seele beraubt worden. Wie von einem Dementor ausgesaugt. In mir brannte kein Feuer mehr. Für mich als Feuerkind - der Name ist schon ziemlich treffend, ist das eine Katastrophe. Wenn ich nicht für irgendetwas brenne, keine Leidenschaft habe, bin ich eigentlich nur noch eine leblose Hülle, die nur noch vor sich hin vegetiert.

Also sollte ich meine Firma aufgeben und versuchen irgendwo anders mein Feuer und meine Begeisterungsfähigkeit wiederzufinden? Aber wo? Ehrlich gesagt hatte ich keine Ahnung, was ich lieber tun wollen würde, als das, wofür meine Firma steht: Unabhängigkeit, eigene Ideen umsetzen... Und ich konnte es auch nicht aufgeben. Irgendwie war es doch mein Baby. Wenn ich es jetzt aufgeben würde, wäre es, wie der Versuch einen Berg hochzusteigen, keine Lust mehr zu haben und dann irgendwo mittendrin sich mit dem Lift wieder nach unten fahren zu lassen. Aufzugeben.

Aber ich gebe nicht auf. Das habe ich noch nie getan. Und ich bin noch nicht am Ende. Ich habe noch Möglichkeiten. Ich habe sogar Kunden! Die Idee ist gut! Außer der Miete fürs Büro, viel Zeit und viel Kraft, kostet es mich nichts, die Idee weiter zu treiben. Ich verschulde mich nicht. Also warum aufgeben?

Weil mir der Kampf zu viel geworden ist. Weil ich nicht mehr die Kraft hatte. Weil grüner Schleim dran klebt.

Warum ist der jetzt weg? Keine Ahnung. Weiß ich nicht. Aber das ist er. Weg! Einfach so. Anstatt runterzufahren, habe ich mir einen Moment der Ruhe der Pause gegönnt. Bewusst mir Zeit genommen wieder Kraft zu tanken. Mich nicht unter Druck gesetzt. So ein Schritt ist nicht leicht, wenn man ohnehin immer das Gefühl hat nichts zu schaffen und dann soll man auch noch anhalten? Aber manchmal muss man eben langsam machen um schnell vorwärts zu kommen. (In Momo steckt schon unglaublich viel Weisheit drin). Und ich bin wieder total motiviert. Dieses Jahr, im Jahr des Tigers, werde ich die Weltherrschaft anstreben! Ja, Das werde ich tun...

...Wenn doch bloß meine Nase nicht so laufen würde und ich etwas weniger Kopfschmerzen hätte...

02.02.2010 um 16:27 Uhr

Von Entspannung und Anspannung

von: VomFeuerkind   Kategorie: Alltägliches Einerlei   Stichwörter: Susi, Strolch, Nitida, CopyCat, DerAlteMann

Stimmung: verschnupft aber sonst gut

Au man... wie kann man nach zwei Tagen Sauna krank werden? Das ist irgendwie ein wenig gemein. Heute morgen wachte ich mit einer Schniefnase, den totalen Kopfschmerzen und Ohrenschmerzen auf.

Ich war am Sonntag mit ner Freundin Squash spielen. Naja.. wir können das irgendwie gar nicht richtig. Wir tun nur so. Wir hauen ne halbe Stunde einen Ball gegen eine Wand und quatschen hauptsächlich nebenbei. Aber wir haben hinterher zumindest das Gefühl wir HÄTTEN was getan. Hinterher gehen wir immer schön in die Sauna. Und eigentlich machen wir das NUR WEGEN der Sauna. Squash mit Sauna ist nämlich günstiger als nur Sauna. *grins* Hinterher hab ich mich ein wenig über sie lustig gemacht, weil sie fünf Anrufe in Abwesenheit hatte. Eigentlich wusste die Person, dass sie in der Sauna war, wie kann man das dann so oft probieren? Als ob man das Telefon mit in die Sauna nehmen würde...!

Gestern war ich dann mit Susi einen ganzen Abend lag in der Sauna. Allein.  Naja.. nicht ganz allein. Es waren ja noch ca. 50 andere Leute da. Aber eben ohne Strolch. Das war das erste Mal dass wir beide was allein gemacht haben. Und das war total toll. Wir hatten uns sooo viel zu erzählen, dass wir fast nicht zum saunen gekommen sind. Erstaunlicherweise haben wir dann doch drei Sauna-Gänge geschafft. Als wir dann um halb elf gehen wollten guckte ich auf mein Handy.

Ich meinte: „Oh, Strolch hat angerufen. Hihi... jetzt krieg ich die Anrufe, weil du deins vergessen hast. Wow: vier Mal. Um kurz vor acht, um 20 vor neun, um viertel nach neun und um viertel nach 10. Muss ich da jetzt noch zurückrufen?"

Sie: „Ach ne.. wir sind ja gleich zu hause."

Ich: „Kann ja eh nicht so wichtig gewesen sein, weil er ja sonst ne Nachricht hinterlassen hätte."

Sie: „Eben!"

Ich: „Außerdem, wer nimmt denn schon sein Handy mit in die Sauna! Der weiß doch dass wir hier sind. Und ich mach mich gestern lustig über meine Freundin... pft!"

(Zur Info: Das Handy lag die ganze Zeit stummgestellt im Spinnt. Ich mach es immer stumm, damit niemand durchs klingeln animiert wird den Schrank aufzubrechen. Außerdem ruft mich eh niemand mobil an (das hab ich allen schon abgewöhnt), also werde ich auch nicht nervös, wenn ich mal ne Stunde nicht aufs Handy geguckt habe und lasse es entsprechend die ganze Zeit unbeobachtet. Und Strolch WEISS auch, dass ich ungern mobil angerufen werde.)

Das Ding war dann nur, dass unsere beiden Autos ziemlich vereist waren. Von innen und außen. Außerdem war Susis Tür zugefroren. Sie kam also erstmal überhaupt nicht rein. Es dauerte ewig, bis wir losfahren konnten und die Straßen waren wegen überfrierender Nässe auch eher glatt. Das heißt aus „wir sind ja eh gleich da!" wurden 45 min. Und ehrlich gesagt, hatte ich Strolche auch schon wieder vergessen - ich hatte ja andere Sorgen. Ab viertel nach elf klingelte dann mein Handy im Minutentakt. Etwas was ich schon per se nervig finde, aber erstens war ich hoch konzentriert wegen der glatten Straße und zweitens lag es hinten in der Handtasche auf dem Rücksitz. Ich hätte also nicht mal rankommen können, selbst wenn ich gewollt hätte nicht.

Als ich dann endlich geparkt hatte und zu Hause angekommen war hatte ich auch da mehrere Anrufe in Abwesenheit von Strolch. HALLLOOOO!! Wir waren in der Sauna und das wusste er!!! Und wieso hinterlässt er keine Nachricht? Was ist denn das für eine Masche? Da kann ich gar nicht drauf. Das hat mich beim Teddybären (von dem erzähle ich später mal was!) auch tierisch angenervt. Wenn ich nicht rangehe, dann, weil ich es nicht mitbekomme und ich rufe zurück, wenn ich es bemerke. Und wenn man dann EINE (in Worten: EINE) Nachricht hinterlässt, melde ich mich auch umgehend. Aber diese ewigen Versuche OHNE Nachricht nerven mich tierisch.

Ich war also drauf und dran, mich gar nicht mehr zu melden, aber ich dachte, um des lieben Friedens willen tu ich ihm mal den Gefallen. Ich rief also zurück und war schon kurz vor 180.

Ich: „Was willst du denn so dringend?"

Er super zickig: „Wo steckt ihr denn die ganze Zeit?"

Ich total ungläubig: „In der Sauna, wo denn sonst?"

Er: „Ich bin total angefressen! Ich wollte Susi was fragen und außerdem habe ich mit dem Essen gewartet!" Also Susi hat am nächsten Tag einen Arzttermin für den sie am 20h nichts mehr essen durfte. Also warum mit dem Essen warten?

Er: „Du hättest ja wenigstens mal ne sms schreiben können!"

Ich: „Ich nehme mein Telefon nicht mit in die Sauna. Es lag im Schrank! Ich hab es überhaupt nicht mitbekommen."

Er richtig stinkig: „Sauna ist seit 45min. zu. Wenigstens ne sms! Ich bin ziemlich angefressen!"

Ich: „Ich auch!"

Er: „Na toll!" (plus irgendwie unverständliches Gemurmel) und dann legte er auf.

Ich guckte verständnislos mein Telefon an. Spinnt der? Muss ich mich von ihm anzicken lassen? Und was soll ich jetzt seiner Meinung nach tun? Hinterher telefonieren vielleicht? Das würde ich vielleicht unter Umständen machen, wenn ich nicht wirklich sauer auf ihn gewesen wäre (und immer noch bin) wegen der Aktion am Freitag.

Freitag haben wir uns nämlich spontan noch abends getroffen. Lust hatte ich nur bedingt und war auch nicht in der besten Stimmung.

Erstmal nervte es mich total, dass er permanent schmusen wollte, ich aber keine Lust auf körperliche Nähe hatte und er wiederholt ein „nein Strolch, ich will nicht!" übergangen hat. Ständig hatte ich ihn an mir kleben. Dann passierte noch etwas anderes blödes. Jemand der mir meine Dozentenjobs vermittelt tauchte mit ein paar Freunden von ihm auf, sah mich, grüßte und stellte sich dann mit seinen Kumpels an unseren Tisch. Die totale Katastrophe! Ich flüsterte Strolch zu: „Das ist ein geschäftlicher Kontakt, also keine Gespräche über Sex, keine Annäherungsversuche und kein Rumknutschen!" und er nickte. Ich dachte, er hat es verstanden.

Aber dann stellte sich dummerweise raus, dass mein geschäftlicher Kontakt Keyboard spielt und das Strolch's Band dringend noch einen Keyboarder braucht. Also lug er ihn ein, mal bei ner Probe mit zu machen. Ich guckte ihn ungläubig an. Das kann doch jetzt echt nicht wahr sein! Ist der noch ganz koscher? Spinnt der?

Wenn mein Kontakt in Strolchs Band mitspielt, reden die sicher über dies und jenes. Dann kommt raus, was Susi und Strolch sexuell alles so machen - damit hält zumindest Strolch ja nicht unbedingt hinterm Berg. Und das fällt dann auf mich zurück, allein, weil ich solche Leute kenne. Ob ich dann da mitmache oder nicht, wäre dann vollkommen egal. Aber so wie ich Strolch einschätze, könnte ihm dann ein entsprechender Satz, das ich wirklich mitmache, ihm gegenüber auch noch rausrutschen. Dann kann ich mir mein mühsam aufgebautes integeres berufliches Image an den Nagel hängen. Das wird wie ein Lauffeuer rumgehen, weil der Typ auch noch so viele Leute kennt und Business hier ein einziger Klüngel ist. Den Imageschaden werde ich nie wieder loswerden. Das ist geschäftsschädigend. Da hilft dann nur noch umziehen. Ich war sooo stinkig. Das ließ sich schon gar nicht mehr in Worte fassen.

Aber das Beste kam ja noch. Dummerweise bin ich am Anfang mit der Blogaddresse in meinem Freundeskreis ein wenig hausieren gegangen. Ich war einfach so stolz, dass ich es nun endlich angefangen habe, dass ich nicht anders konnte. Ich weiß auch von Freunden, die meinen Blog lesen: Nitida, CopyCat, Der Alte Mann. Und ich mag die Art und Weise, wie sie damit umgehen. Jeder ein bisschen anders, aber trotzdem gut. Strolch liest ihn dummerweise auch. Und er kann nicht damit umgehen.

Strolch meint nämlich, besonders toll zwischen den Zeilen lesen zu können. Er muss mich auf fast alles ansprechen und/oder wissentlich grinsen. Das Problem ist, dass ich hier Sachen erzähle und über Dinge schreibe die nicht unbedingt für seine Ohren bestimmt sind. Ich zeige hier eine Seite, die er ohne Blog nicht in dem Ausmaß zu Gesicht bekommen würde. Ich bin hier oft nachdenklich. Manchmal habe ich mir auch schon ne Weile Gedanken gemacht, bevor ich es aufschreibe. Meist sind es Momentaufnahmen und manchmal auch zeitverzögert.

Würden wir uns treffen, würde ich bestimmte Gegebenheiten abmildern oder gar nicht erwähnen oder erst nach vielen Tagen davon berichten. Warum würde ich das tun? Weil ich weiß, dass er damit nicht umgehen kann. Warum schreibe ich es hier trotzdem? Weil es mein Blog ist, weil da reinschreiben kann, was ich will und weil es für mich wichtig ist es aufzuschreiben, weil ich Leser habe, die mir folgen und die damit umgehen können und weil ich nicht für eine Person den Stil anpassen werde.

Klar geht es mir in der letzen Zeit nicht wirklich gut. Es sind anscheinend mal wieder zwei Jahre um und ich bin mal wieder dabei mein Leben, meine Ziele, meine berufliche Situation, meine Freizeit, meine Beziehungen und meinen Bekanntenkreis grundlegend zu überdenken und neu zu strukturieren. In der Regel bin ich dann einfach mal nicht da. Ich verschwinde von der Oberfläche. Was hauptsächlich daran liegt, dass ich nachdenke. Viel nachdenke. (Schon komisch das aufzuschreiben, weil mich das bei AWL ja zu Tode genervt hat). Heulen tue ich eigentlich recht selten. Ich kann dann auch kaum jemanden um mich herum ertragen und körperliche Nähe geht mir dann eigentlich eher auf den Keks. Ich weiß ja, dass es irgendwann wieder besser wird. Irgendwann habe ich eine Lösung und die wird dann umgesetzt. Konsequent. Am besten lässt man mich so lange in Ruhe, bis ich wieder von allein ankomme. Das checkt auch jeder - nur nicht Strolch.

Jedenfalls bestand Strolch am Freitag drauf mich die 200m von der Kneipe nach Hause zu bringen. Gut, dachte ich... soll er mal machen. Vollkommen unnötig sozusagen, aber egal. Vor meiner Haustür ging das dann los. Eine halbe Stunde lang.

Er: „Du... wir vermissen dich so. Wir haben dich ja schon ewig nicht gesehen (jaja.. eine Woche ist wirklich ne lange Zeit! Da war der Spieleabend und von dem bin ich immer noch angenervt). Wir machen uns Sorgen um dich. Und was ich in deinem Blog zwischen den Zeilen lese, macht mir auch Sorgen!"

Ich: „Ich mag einfach gerade nicht. Ich will gerade niemanden sehen! Mir geht es soweit gut. Und nimm nicht alles wörtlich, was in meinem Blog steht."

Er: „Belüg dich doch nicht selber! Dir geht es nicht gut."

Ich: „Aber so schlimm ist es wirklich nicht. Ich will einfach nur meine Ruhe haben."

Er: „Ich wollte dir nur sagen, dass wir dich wirklich mögen und dass wir keine Schönwetterfreunde sind. Unsere Tür steht 24h Stunden offen. Du kannst jederzeit zu uns kommen und dich bei uns ausheulen oder mit uns reden!"

Ich: „Das ist wirklich nett von Euch, dass weiß ich auch, aber ich will gar nicht heulen. Ich weiß nicht mal genau wo das Problem ist. Also kann ich auch nicht drüber reden. Und außerdem brauche ich wirklich keine Hilfe! Ich komme da auch allein mit klar."

Er: „Das habe ich auch 2 Wochen vor dem Selbstmordversuch gesagt."

Ich wurde langsam sauer: „Sag mal spinnst du jetzt? Ich werde mich doch nicht umbringen! Ich kenne diese Sorte Probleme und ich habe dafür Mechanismen entwickelt wie ich da wieder rauskomme. Ich weiß das. Das dauert einfach ein bisschen."

Er: „Ich mache mir einfach nur Sorgen! Und ich will dir helfen"

Ich. „ICH WILL ABER NICHT, DASS MAN SICH SORGEN UM MICH MACHT. ES GEHT MIR GUT! ICH MAG NUR IM MOMENT KEINEN SEHEN! ICH WILL IN RUHE GELASSEN WERDEN UND HILFE WILL ICH AUCH KEINE!!"

Er: „Ja, aber zwischen denen Zeilen im Blog, steht ganz klar drin, dass es dir nicht gut geht. Und wir mögen dich sehr! Wir wollen dir nur helfen. Du kannst dich jederzeit ausheulen."

Ich war jetzt richtig sauer: „SAG MAL WILLST DU ES NICHT VERSTEHEN? ICH WILL NICHT HEULEN! UND ICH WILL KEINE HILFE. ICH WILL EINFACH NUR IN RUHE GELASSEN WERDEN!!"

...

Das ist nur ein Auszug. Das ging nämlich ewig weiter. Er verstand mich einfach nicht. Überhaupt nicht. Anscheinend hat der Typ ein Wahrnehmungsproblem. Er checkt alles und kapiert alles? Ha! Anscheinend glaubt er das nur. Wenn das wirklich so wäre, hätte er mich beim Gespräch auch verstanden. 

So, das schreibe ich deswegen so ausführlich auf, weil ich mich Freitag sehr über Strolch geärgert habe, weil er mir nicht zugehört hat, weil er mich nicht verstanden hat und weil ich weiß dass er das hier lesen wird. Vielleicht checkt er es ja, wenn es schwarz auf weiß hier steht. Mit solchen Aktionen gefährdet er nämlich unsere Freundschaft. Er setzt mich damit unter Druck. Und das kann ich gar nicht leiden. Das macht mich nur sauer. So, ganz ehrlich, das einzige was hier zwischen den Zeilen steht ist, dass er sich keine Sorgen machen muss und dass ich verdammt noch mal allein damit fertig werde. Ich springe von keiner Brücke. So ein Quatsch. So!

Mich ärgert nur, dass der super schöne Saunatag jetzt so ein blödes Ende nahm. Vermutlich hatte Susi auch Stress zu Hause und das hat sie einfach nicht verdient.