Das Leben der jungen J

28.07.2011 um 10:52 Uhr

Die liebe Technik

Stimmung: geht so

Sooo… Jetzt komme ich endlich dazu, über den Rechner abzulästern. Ich habe einen neuen Rechner auf der Arbeit. Natürlich einen Windoofrechner. Davor habe ich die ganze Zeit mit meinem privaten M*ac gearbeitet. Ehrlich gesagt wurde es nun auch langsam Zeit, dass sie mir einen Rechner stellen. Dass ich damals als ich hier freiberuflich gearbeitet habe, mein eigenes Arbeitsgerät mitbringe, fand ich logisch. Und damals als ich ne halbe Stelle hatte, wusste ich nicht, wie lange das noch bleiben will und ich wollte mich nicht umgewöhnen. Aber jetzt habe ich schon seit guten 3 Monaten ne feste Stelle, da habe ich es nicht mehr eingesehen, mein Gerät abzunutzen. Vor allem weil der langsam anfängt zu schwächeln. Wenn ich Schlau gewesen wäre, hätte ich denen die Nutzung des M*ac und die Miete von P*hotoshop in Rechnung stellen müssen. Aber so schlau war ich dann doch wieder nicht. Oder doch… aber ich war froh überhaut ne Arbeit zu haben und hab mich nicht getraut es anzusprechen. Und ich liebe meinen M*ac, warum das pushen?

Und ja gut… der M*ac bleibt mir ja privat erhalten, aber wo sitzt man die meiste Zeit vorm Computer? Natürlich auf der Arbeit. Ich vermisse den M*ac sehr. Da geht irgendwie alles einfacher. Es ist einfacher Dinge zu finden und einfacher sich nicht alles auf dem Desktop abzulegen. Das Touchpad ist einfach genial, da braucht man keine Maus, während man auf nem normalen Lap*top ohne fast völlig aufgeschmissen ist. Der Bildschirm ist auch ne Wucht. Ich fand es selbst bei Grafik-Dingen, wo ich teilweise einzelne Pixel verschoben habe, einfach großartig. Wenn man sich erstmal daran gewöhnt hat, nicht immer die Windooftaste zu erwischen, sind die Tastenkombinationen wirklich intuitiv und konsequent. Und nicht zu vergessen, dass es dort gibt es nette kleine Features, die einem das Arbeiten erleichtern: Das Programme Dock, wo man die Programme ablegen kann, die man ständig braucht, die aktiven Ecken, der Quickview, wo man mit drücken der Leertaste eine Vorschau angezeigt bekommt, die Funktion, das man Programmfenster schließen kann ohne das Programm zu schließen (dann braucht es beim nächsten Mal nicht so lange zum laden) oder die kurzen Wartezeiten nach dem Hochfahren oder zurückholen aus dem Schlafmodus.

Hach… war das immer nett.

Also habe ich mich drangesetzt und gefühlte 100 Stunden recherchiert, was es für Tools gibt, die einem ein M*ac-like Gefühl vermitteln. Jetzt habe ich nun einen Windoof-Rechner, der mir zumindest manche Dinge bietet, die ich vom M*ac gewöhnt bin.

Da gibt es zum Beispiel „R*ocket D*ock“ was einem ein ähnliches Ablageding unten am Bildschirm bietet, wie beim M*ac. Da kann man dann seine Programme draufpacken, die man ständig braucht und kann sie einerseits von da öffnen oder mit Drag und Drop Dateien drauf ziehen. Das ist auch sehr schön umgesetzt und ähnlich praktisch. Außerdem müllt man sich dann den Desktop nicht mit Verknüpfungen voll.

Dann habe ich mir noch „SmallWin*dows“ runtergeladen. Mit dem Programm kann man genauso aktive Ecken integrieren, wie beim M*ac. Ich habe es wie beim M*ac so eingestellt, dass ich alle offenen Fenster angezeigt bekomme, wenn ich in die eine Ecke mit der Maus fahre und alle offenen Fenster vom aktiven Programm in einer anderen. Gut… die Umsetzung ist nicht so schön flüssig animiert wie beim M*ac, aber man kann damit leben. Es springt einfach auf die geänderte Optik. Aber die Funktion gibt es dann wenigstens schon mal.

Problematisch finde ich es noch, die ganzen Dateien von A nach B zu bekommen. Für Emails und Kontakte habe ich noch keine wirkliche Idee. Vermutlich brauch ich doch noch ein Smartphone.

Außerdem könnte ich ja nach wie vor am laufenden Band darüber aufregen, dass Out*look es bei I*MAP-Konten es nicht schafft eine Benachrichtigung auszugeben. Nachdem ich mich gestern gefühlt den ganzen recherchiert habe, scheint es wohl tatsächlich bei der Programmierung vergessen worden zu sein. Bei 2007 war es noch drin, bei 2010 ist es raus. Bei POP*3-Konten ist das alles gar kein Problem. Entweder man schreibt sich dafür selbst ein Skript (was ich nicht kann) oder man lebt damit oder man nutzt POP. Halte ich alles nicht für eine akzeptable Lösung. Pest oder Cholera. Hab mir nun doch wiederwillig POP-Konten eingerichtet, weil mir die Benachrichtigung wichtiger ist, als zu Hause gelesene Mails als gelesen markiert zu bekommen.

Aber auch nachdem ich all diese Dinge eingerichtet habe und die Programme selbst auf meine Bedürfnisse abgestimmt habe, werde ich immer noch laufend daran erinnert, dass ich am PC sitze. Die Schrift sieht anders aus, die Tasten fühlen sich anders an, das Mauspad funktioniert nicht so schön geschmeidig, die Arbeitsfläche ist deutlich eingeschränkter (Mac hat nicht so viele Leisten überall) die Tastenkombinationen sind alle anders…

Ich hasse es. Aber so langsam finde ich mich damit ab. So langsam fühle ich mich arbeitsfähig. Aber was ich nicht verstehe ist, warum Windoof diese vielen kleinen netten Features, die einen M*ac so liebenswert machen nicht auch integriert. Irgendwie finde ich das dumm.

Aber anderseits hatte ich Anfangs auch beim M*ac Schwierigkeiten, das @-Zeichen zu finden. Und ich dachte, ich könnte niemals ohne Entfernen-Taste existieren. Aber ein M*ac macht es eben leicht ihn zu lieben. Man braucht keine Entfernen-Taste, weil man alles mit der Backspace-Taste tun kann. Programme löschen und Dinge hinter dem Cursor entfernen. Alles in einem.

Ein Gutes hat es ja auf jeden Fall: Ich muss nicht mehr jeden Tag mit meinem eigenen Rechner zur Arbeit kommen. Ich kann den nun sogar in der Firma lassen und mit leichtem Gepäck anreisen. Tja.. und nun steht er auf meinem Schreibtisch. Es fehlen noch ein paar Programme und noch ein großer hochauflösender Bildschirm für Grafikbearbeitung. Ne Tastatur kaufe ich mir glaube ich selbst. Die, die wir verwenden sind laut und haben einen merkwürdigen Anschlag. Da kann kein Mensch richtig schnell drauf tippen. Oder wenn man es tut, ist es nervig.

Und es hat noch einen Vorteil: Der PC hat mehr Standard-Spiele zum Zwischendurch-mal-Ablenken drauf. Der M*ac hat nichts. Also… auf ein neues

27.07.2011 um 15:45 Uhr

Geldregen

Stimmung: Sehr gut

Au man... ich will die ganz Zeit mich über den neuen Rechner beschweren, aber ich komme einfach nicht dazu. Heute kam nämlich der unglaubliche Geldsegen mit der Post. Das ist so unerwartet und richtig viel.

Überhaupt ist es super einen richtigen Job zu haben. Das tolle ist, das man nämlich einen Kredit beantragen kann, wenn man einen Job hat. Naja. Eigentlich reicht es nicht, einen Job zu haben, man braucht auch ein gewisses Einkommen. Im Grunde hatte ich das vorher auch schon, aber da galt das irgendwie nicht. 400€-Jobs helfen zwar die Miete zu bezahlen, aber nicht um einen Kredit zu bekommen. Das ist schon gemein... da hat man einen finanziellen Engpass und nirgendwo bekommt man Geld um den zu beheben. Aber wenn man schon viel Geld hat, dann bekommt man Geld fast für umsonst.

Aber jetzt habe ich einen. Einen Kredit. Nicht groß aber immerhin. Es reicht um die Schulden zu tilgen, die sich letztes Jahr angehäuft haben, die ganzen Autoreparaturen zu bezahlen und Urlaub ist auch noch drin. Ich kann also wieder gut schlafen, weil ich mir nicht mehr ständig Sorgen um unbezahlte Rechnungen machen muss. Außerdem bin ich nun wieder ein bisschen liquide für den Fall, dass nicht einkalkulierte Sonderausgaben anstehen. Das sind ja die, die einem so richtig die Stimmung vermiesen können. Ne kaputte Waschmaschine zum Beispiel oder ne Rechnung, die man einfach nicht eingeplant hat. Und das Gute an einem Kredit ist, dass man ihn regelmäßig mit einer gewissen Rate wieder zurückzahlen kann.

Aber das war es nicht, was heute mit der Post kam. Es kam mein Steuerbescheid. Eigentlich nichts, worüber man sich sonst freut. Aber diesmal wußte ich, dass ich fast 200€ bekommen würde. Die hatte ich auch schon fest in die Urlaubsplanung eingerechnet. Aber in dem Bescheid stehen gute 800€ drin. Ich musste den Brief zweimal lesen, bis ich es richtig verstanden hatte. Guthaben...! Sie überweisen mir den Betrag auf das angegebene Konto...! Voll toll...! Ich bekomme richtig viel Geld! Einfach mal so. Ungeplant. Dann hat es letztes Jahr doch etwas geholfen Verlust in meiner eigenen Firma zu haben. War ja keine Absicht.

Also ist der Urlaub gesichert und die Winterreifen auch. Vielleicht ist dann tatsächlich auch mal wieder shoppen drin. Auf jeden Fall ist es ein gutes Gefühl nicht mehr ganz so sparsam sein zu müssen.

26.07.2011 um 12:01 Uhr

Die blöde ehemalige Mitarbeiterin

von: VomFeuerkind   Kategorie: Alltägliches Einerlei   Stichwörter: Arbeit

Stimmung: nicht mehr so toll

Ok, ich oute mich hiermit: Ich finde unsere ehemalige Mitarbeiterin doof. Ich fand sie schon doof, als sie noch bei uns gearbeitet hatte.(Hab ich hier auch schon mal was drüber geschrieben).

Aber heute Abend haben wir (also die Kollegen, die noch hier arbeiten) uns überlegt einen Poker-Abend zu machen. Eben weil die Chefs nicht da sind. Irgendwas muss man ja mit dieser Gelegenheit anfangen. Kommt ja nicht so oft vor, dass wir ne ganze Woche uns völlig allein überlassen sind. Alle Kollegen haben Zeit, wir haben das mit den Getränken und dem Essen geklärt und alles ist eigentlich gut. Bis es plötzlich hieß (mit einer Selbstverständlichkeit), dass wir vielleicht Platzprobleme bekommen. ‚Wieso?‘ fragte ich. ‚Naja... weil ehemalige-Kollegin eben auch kommt!‘ kam als Antwort.

Und dummerweise kann ich an dieser Stelle eben nicht sagen ‚Na und? Sie arbeitet ja nicht mehr bei uns!‘ Denn alle Leute mögen sie. Ich nicht. Ich will sie nicht bei unseren Aktivitäten dabei haben. Wir haben mittlerweile 3 Neue Mitarbeiter, die überhaupt keinen Bezug mehr zu ihr haben. Ok... die ersten 1-2 Male konnte ich es ja noch irgendwie verstehen. Schließlich hat sie einen neuen Job und wohnt in einer Stadt, wo sie keinen kennt. Aber ist nach dem Minigolf und dem Rakiabend nicht langsam mal gut? Können die sie nicht irgendwie privat treffen? Muss sie immer bei unseren Teamgeschichten dabei sein? Wenn das so weiter geht, kommt sie auch zu unserer Weihnachtsfeier.

Ich finde sie stört. Wenn sie da ist muss man so aufpassen was man sagt, weil sie ja nicht mehr verpflichtet ist Interna für sich zu behalten. Außerdem steht sie dann so bescheuert im Mittelpunkt. ‚Ach Mensch, wie geht es dir denn so? Was hast du denn die letzte Zeit gemacht? Und wie läuft mit diesem und jenen und wie war Neuseeland? Und hast du dich schon in der neuen Wohnung eingerichtet?‘ *würg* Mich nervt das. Ich will nicht wissen wie es ihr geht. Ich habe keinen Bock auf sie.

Das schlimme ist, dass sie wirklich nett zu sein scheint. Scheint! Sie ist es nämlich gar nicht. Wenn man was von ihr will, wird man ziemlich im Stich gelassen. Und sie geht dann hintenrum zu den Chefs und schwärzt einen an. Klar, dass die anderen da nichts mitbekommen haben. Das ging ja auch nur gegen mich. Blöde Kuh.

Ich weiß auch, dass es mich nicht gerade in einem guten Licht dastehen lässt, sie doof zu finden. Ich weiß auch, dass ich eifersüchtig bin, weil sie alle Leute lieber mögen, als mich. Und dass es nicht richtig ist, immer noch das Gefühl zu haben, ich müsste jobtechnisch mit ihr konkurrieren. Aber so ist es nun mal. Ich habe keinen Bock auf sie und bin froh, dass sie weg ist. Blöde Kuh. So.

Und jetzt habe ich endlich wieder in der Firma Fuß gefasst, mir geht es ein bisschen besser und ich fühle mich wieder wohl und ständig taucht diese Person an Tagen auf und ich bekomme das Gefühl zweite Wahl zu sein. Immer wenn sie da ist, kann ich nicht so witzig sein wie sonst, ich bin nicht so gut drauf, ich ziehe mich zurück und bin froh, wenn ich wieder gehen kann. Das war meine verdammte Idee mit dem Pokerabend. Ich wollte Spaß haben. Was soll sie dann da?

Ganz davon abgesehen, dass ich sie nicht mag, ich finde sie hat bei Team-Dingen nichts zu suchen. Und außerdem ist es unfair den anderen ehemaligen Mitarbeitern gegenüber, die nicht eingeladen werden. Und warum werden sie es nicht? Weil sie bei solchen Dingen nichts zu suchen haben. Sie gehören nicht mehr in den Club. Der ist nämlich nur für Mitglieder. (Und weil sie keiner so richtig mochte.)

Und alle andern finden sie toll. Und deswegen kann ich nichts sagen. Mist. Mist. Mist. Gut ich schäme mich für meine Gefühle, aber ich kann nichts daran ändern. Mist. Blöde Kuh.

25.07.2011 um 15:03 Uhr

Hank hates you all.

von: VomFeuerkind   Kategorie: Alltägliches Einerlei   Stichwörter: Pferdeflüsterer

Stimmung: geht so

"Hank hates you all"So lautet der Titel von Hank-Moodys Bestseller in Califonication. Und so fühlte ich mich heute Morgen, als ich aufwachte auch. Ich hasse Euch alle. Naja.. vielleicht sind die Leser meines Blogs mal ausgenommen. Und mein Freund. Und meine Freunde. Und vielleicht auch der ein oder andere Arbeitskollege. Aber den Rest hasse ich bestimmt.

Fangen wir man mit dem Montagmorgen an. Ich hasse den Montagmorgen. Da muss man nach einem schönen Wochenende ausschlafen und rumgammeln wieder aufstehen und zur Arbeit gehen. Aufstehen ist scheiße und Arbeit im Moment auch. Da gibt es diesen neuen Rechner, den ich hasse (dazu später noch mehr) und dieses Projekt dass mich ganz schön an meine Grenzen bringt.

Dieses verdammte Messsystem. 1001 Berechnung. Und jede noch komplizierter als die davor. Jetzt habe ich schon den zweiten Teil der Berechnungen gemeistert, glaube ich jedenfalls und jetzt kommt der nächste. Und danach noch eine und noch eine. Außerdem sind die Chefs gerade im Urlaub (was eigentlich super ist, so können wir alle ein wenig auf den Dächern tanzen und mal fünfe gerade sein lassen) aber jetzt muss ich die ganze Zeit dem neuen Mitarbeiter erklären, wie das Messsystem hinterher aussehen soll und was es können muss.

Das ist vielleicht blöd... Klar weiß ich wie es ungefähr aussehen soll und was es können muss. Schließlich habe ich die Spezifikation geschrieben. Aber ich habe da noch nie die Entscheidungen getroffen, ob das Fenster bspw. nun so oder anders sein soll. Ich bin da gar nicht mehr in Übung. Und ständig werde ich gefragt, ob das so oder anders soll und wie er dies und jenes machen soll. Ich weiß es doch auch nicht! Ich habe BWL studiert. Verdammt noch mal. Ich habe nur ne Affinität zu diesem ganzen Kram. Ich habe keine Ahnung von Datenbankstrukturen oder Schnittstellenprogrammierung. Ich weiß nur, was hinterher rauskommen soll. Und gut.. der Typ kommt direkt von der Uni. Und er hat das in dem Umfang auch noch nie gemacht. Aber ein bißchen nachdenken oder mal allein eine Lösung finden ist doch nicht zuviel verlangt, oder?

Im Moment bin ich ziemlich froh, dass ich damals keine Stelle als Projektmanagerin bekommen habe. Ich wäre ja total überfordert gewesen. Aber trotzdem will ich jetzt meine Chance nutzen, mich in diese Richtung zu entwickeln. Im Moment bin ich sowas wie eine Junior-Projektmanagerin. Ich taste mich langsam an alles ran und bin noch nicht 100% allein verantwortlich. Und dann 2-3 Projekte später, kann ich es vielleicht wirklich allein. Trotzdem ist es neu für mich. Ich muss mich an diese Rolle erst noch rantasten. Ich weiß, dass ich es gut kann. Aber im Moment habe ich das Gefühl mir fehlt noch so viel Wissen.

Und deswegen ist der Montag naja... Ich muss mich wieder dem Kampf stellen und mich mit diesem Messsystem auseinander setzten. Mein Hirn anstrengen. Zermartern. Lösungen finden. Entscheidungen treffen. Montagsmorgens fällt mir das besonders schwer. Da würde ich lieber ein kleines Mädchen sein, dass sich unter der Bettdecke verkriecht, statt wie eine Erwachsene Probleme zu lösen.

Außerdem ist Montag immer der Tag an dem ich mich von meinem Freund für die Woche verabschieden muss. Er geht dann und ist für 5 Tage weg. Ok... man hat noch Telefon, aber das ist ja nicht das gleiche, wie sich ankuscheln und zusammen aufwachen.

Ich hasse im Moment überhaupt diese blöde räumliche Trennung. Mich macht das immer unglaublich traurig. Ich leide darunter. Ich würde ja gern mit ihm zusammenziehen und er auch mit mir, aber ganz so leicht ist das eben nicht. Ich müsste nämlich bei ihm einziehen, damit er den Job behalten kann. Gut... das ist blöd. Nicht nur, weil ich dann auf DSL und zu Fuß einkaufen verzichten muss, sondern weil ich mich in seinen schon beanspruchten Raum drängen muss.

Das heißt aber auch, dass er mir Platz schaffen muss. Und das gestaltet sich irgendwie schwierig. Einerseits ist er sich unsicher, wie lange er dort überhaupt noch arbeiten will und anderseits ist sein Chaos zu einem Berg geworden, bei dem ich mir nicht sicher bin, dass er den überhaupt allein bewältigt bekommt und er fragt nicht um Hilfe. Dafür ist er irgendwie zu stolz. Ich mische mich in einem wie ich finde angemessenen Rahmen ein, aber mehr geht eben nicht. Dabei wäre es meiner Meinung nach ne Sache von einem Wochenende. So schlimm ist es nämlich gar nicht. Besonders nicht, wenn wir zu zweit an die Sache rangehen würden. Aber statt dessen habe ich das Gefühl, dass er rumbummelt und es gar nicht hinbekommt.

Und weil er „rumbummelt" kann ich nicht einziehen und ich werde mir unsicher, ob er mich überhaupt dort haben will. Und ja... das macht mich alles traurig.

So lange haben wir eben nur das Wochenende und dann geht entweder er oder ich am Montag und wir sehen uns dann erst am Wochenende wieder. Klar... auch das hat Vorteile. Ich vermisse ihn und die Zeit, die wir miteinander verbringen wird zu etwas besonderem. Meistens jedenfalls. Ich finde sie sollte etwas Besonderes sein, aber es wird immer mehr Alltag. Nicht schlimm, aber es ist eben da. Aber wenn es wirklich Alltag wäre, könnte ich mich auch mal am Freitag oder Samstag mit den Mädels treffen. Das kann ich aber auch nicht machen. Schließlich ist das unsere Zeit. Verflixt.

Aber ich finde, das sind gute Gründe um dem Montagmorgen-Blues zu verfallen.

Achja... nebenbei: Die Beerdigung meiner Oma ist gut verlaufen. Ich bin froh, das es vorbei ist, weil es jetzt sowas wie einen Abschluss hat. 

08.07.2011 um 14:16 Uhr

Wer sind Sie? Und was haben Sie mit meiner Mutter gemacht?

von: VomFeuerkind   Kategorie: Das Schwiegermonster   Stichwörter: Pferdeflüsterer, Mutter

Stimmung: müde

Ich weiß nicht ob der Tod meiner Oma oder die Tatsache, dass meine Mutter im Urlaub jemanden getroffen hat, der scheinbar einen bleibenden Eindruck mit seiner Sichtweise bei ihr hinterlassen hat, der Auslöser war, aber meine Mutter ist gerade wie ausgewechselt.

Indiz 1: Meine Mutter ist sehr streng gläubig und so bin ich auch erzogen worden. Als ich für mich feststellte, dass das in der Kirche vermittelte Verständnis von Gott nicht meinem entspricht und ich deswegen nicht mehr hingehen möchte, hat sie das als persönliche Beleidigung aufgefasst. Offenbar hat nun im Urlaub der Mensch an der Kanzel genau ihren Nerv getroffen. ‚Wir hätten nicht das Recht, darüber zu urteilen, warum jemand zur Kirche kommt oder nicht!' meinte er und plötzlich ist es OK für sie, dass ich nicht mehr zur Kirche gehe. Schließlich ist es ja meine Entscheidung! (Achja? Das versuche ich ihr seit Jahren zu vermitteln!)

Indiz 2:Auf der Karte, die sie aus dem Urlaub geschrieben hat, stand der Pferdeflüsterer mit vollen Namen in der Adresszeile drauf. Er wurde nicht nur am Ende mitgegrüßt, sondern explizit in der gesamten Karte mit angesprochen. Die Karte war an uns beide gerichtet. So was hat sie noch nie gemacht.

Indiz 3:Offenbar hat die Tatsache, dass der Pferdeflüsterer mir und meiner Tante zur Seite gestanden hat, als meine Oma im Sterben lag, auch einen Anteil, an ihrer Verhaltensänderung. Jetzt steht er als Angehöriger in der Zeitungsanzeige und sie kommt aus dem Schwärmen nicht mehr raus, wie toll er denn nun ist. (????)

Das ist schon auffällig. Sie ist anders. Rege ich mich darüber auf? Nein. Ich wäre ja schon schön blöd. Ich wundere mich bloß. Natürlich weiß ich nicht, wie lange es anhält, aber es würde mich schon freuen, wenn es möglichst lange wäre.

Ansonsten hängt sie wegen dem Tod ihrer Mutter sehr durch. Sie hat sich auf Grund von Depressionen bis nächsten Freitag (da ist die Urnenbeisetzung) krank schreiben lassen. Sie meint, sie kriegt überhaupt nichts auf die Reihe und ist mit allem überfordert. Es nimmt sie doch stärker mit, als wir alle gedacht haben. Dass meine Tante durchhängt war klar, aber dass es meiner Cousine auch so schlecht geht, hätte ich nicht erwartet Sie kann überhaupt nicht mehr allein schlafen und bricht ständig in Tränen aus. Ist mit mir irgendwas falsch, weil ich mich irgendwie normal fühle und Spaß am Leben habe?

Naja... ganz normal ist es dann nun auch wieder nicht. Ich bin im Moment schon wieder super schnell gestresst. Gestern hab ich morgens am Telefon angefangen zu heulen, weil der Pferdeflüsterer wissen wollte, ob wir denn nun in zwei Wochen nach München fahren, weil er sonst einer anderen Sache zusagen würde und ich es einfach nicht wusste.

Ich war total überfordert. Mit allem. Vor allem damit, dass ich Abends zu diesem Businessding sollte, dass bei mir zu Hause ein schier unüberwindbares Chaos herrscht, dass ich dem Frisör absagen muss weil ich zur Beerdigung muss, dass Auto so viel kostet, dass es keine günstige Zug-Verbindung nach München mehr gibt, weil das alles super spontan ist und schon die Vorstellung 7 Stunden im Auto zu sitzen mich unglaublich anstrengt. Auch damit, dass auf der Arbeit ständig jemand kommt, der ne Grafik will oder ich muss zig mal hinter meinem Chef hinterher laufen, damit er endlich eine Freigabe macht. Das Messsystem ist auch schon wieder an einem neuen schier unlösbaren Problem angekommen und raubt mir derzeit super viel Kraft. Und als wäre das nicht schon alles genug, kommt meine Mutter noch an und will dass ich wildfremde Menschen im Ausland anrufe um ihnen zu sagen, dass meine Oma gestorben ist. Ich wusste es war ein Fehler Englisch zu lernen. Ich hasse es mit fremden Menschen zu telefonieren. Ich habe da regelrecht Panik vor.

Das schlimme ist, dass ich wirklich gern nach München fahren würde, aber der Zeitpunkt gerade unglaublich schlecht ist. Und dann ist ein Wochenende auch einfach zu kurz. Besonders wenn die 1,5 Tage, die man dann da ist, schon fast völlig verplant sind. Und dann 7h Autofahrt! Warum kommen Leute auch immer so super kurzfristig mit ihren Geburtstagseinladungen rüber. Deswegen fiel mir die Entscheidung auch so unglaublich schwer. Aber als ich mich dann gestern abend gegen dieses Businessding entschieden habe und lieber zu Hause geblieben bin und dagegen nach München zu fahren, um das Geld für einen anstrengenden 2 Tages-Trip lieber in eine nette kleine Ferienwohnung auf einer Ostfriesischen Insel im September zu investieren, ging es mir besser.

Schon komisch, wie einen manchmal das was man gern machen würde, so weit davon weg bringt, was gut für einen ist.