Die Magie des Augenblicks

31.01.2008 um 22:06 Uhr

~> Die Schlüssel zum Königreich - Schwarzer Montag (1)

von: Jari   Kategorie: ~ Fantasy

"Ed, ruf die 911 an!", befahl das Mädchen. Sie war es, die Arthur den Inhalator gegeben hatte.
"Der Kranke hat mein Telefon konfisziert", antwortete der Junge. Ed.
"Okay, dann lauf zurück zur Sporthalle", sagte das Mädchen. "Ich werde versuchen, Weightman zu erwischen."
"Wozu?", fragte Ed. "Solltest du nicht besser hierbleiben?"
"Nee, wir können nichts tun, ausser Hilfe zu holen", erklärte das Mädchen. "Weightman hat ein Telefon. Wahrscheinlich ist er schon auf dem Rückweg. Bleib einfach hier liegen und atme weiter."
Die letzten Worte waren an Arthur gerichtet. Er nickte schwach und winkte mit der Hand, dass sie ruhig gehen sollten. Jetzt, nachdem sein Gehirn wenigstens teilweise wieder funktionierte, war ihm die ganze Sache schrecklich peinlich. Der erste Tag an der neuen Schule, und er hatte es nicht einmal bis zum Mittagessen gepackt. Und es würde noch schlimmer sein, nach einem Monat zurückzukommen. Er würde wie ein totaler Verlierer dastehen und keine Chance haben, den Stoff leicht nachzuholen oder Freunde zu finden..."


Aus: "Die Schlüssel zum Königreich - Schwarzer Montag" von Garth Nix

 

 

24.01.2008 um 21:46 Uhr

~> Die Zeit und das Glück

"'Ich werde im Finstern hin und her taumeln und immer wieder gegen Wände stoßen, bis ich irgendwann den Ausgang, das heißt, den richtigen Mann, gefunden habe.'

'Und wie müsste der sein, der 'richtige' Mann? Vielleicht kenne ich jemanden, der deinen Vorstellungen entspricht, und könnte dich mit ihm bekannt machen.'

'So ungefähr wie du - nur dreißig Jahre jünger.'" 


Aus: "Die Zeit und das Glück " von Luciano de Crescenzo .

 

 

21.01.2008 um 23:09 Uhr

~> Der Wunschzettel

von: angelmagia   Kategorie: ~ Liebe

"'Vergiss nicht, dir etwas zu wünschen', sagt er lachend. Ich bekomme eine Gänsehaut. Spüre das vertraute Prickeln in den Fingerspitzen und Zehen. Nein, Heather, vergiss nicht, du hast es versprochen. Ich betrachte die flackernden Kerzen, hole tief Luft und schließe die Augen.

Andererseits.. Was ist schon ein kleiner Wunsch?"


Aus: "Der Wunschzettel " von Alexandra Potter.


 

21.01.2008 um 22:13 Uhr

~> Leben und Lehren der Meister im Fernen Osten

"In diesem Licht des wahren Verstehens der Wahrheit braucht ihr weder einen König noch eine Königin, weder eine Krone noch einen Papst oder Priester. In der richtigen Auffassung seid ihr selbst König, Königin, Papst und Priester, mit Gott vereint, steht ihr selbständig und fest. Ihr erweitert diese wahre Auffassung und bezieht das ganze Weltall und alles, was darinnen ist, mit ein. Und mit der euch von Gott verliehenen schöpferischen Fähigkeit umgebt ihr es mit all der Vollkommenheit, in der Gott es erschaut und mit der er es umgibt."


 

Aus: "Leben und Lehren der Meister im Fernen Osten (Band 1-3)" von Baird Thomas Spalding .

 


 

 

20.01.2008 um 23:25 Uhr

~> Novalis

von: Seren_a   Kategorie: ~ Biographie

"Nur schweigend, denn der neue und tiefe Schmerz hat keine Worte, will ich euch hinweisen auf ein herrliches Beispiel, das ihr alle kennen solltet - auf den zu früh entschlafenen göttlichen Jüngling, dem alles Kunst ward, was sein Geist berührte, seine ganze Weltbetrachtung zu einem großen Gedicht, den ihr, wiewohl er kaum mehr als die ersten Laute wirklich ausgesprochen hat, den reichsten Dichtern beigesellen müsst, jenen seltenen, die ebenso tiefsinnig sind als klar und lebendig. Aus ihm schaut die Kraft der Begeisterung und der Besonnenheit eines frommen Gemütes, und bekennet, wenn die Philosophen werden religiös sein und Gott suchen wie Spinoza, und die Künstler fromm sein und Christum lieben wie Novalis, dann wird die große Auferstehung gefeiert werden für beide Welten."


Aus: "Novalis " von Martin Beheim-Schwarzbach .

 

 

14.01.2008 um 21:42 Uhr

~> Die Chirurgin

von: angelmagia   Kategorie: ~ Thriller

"Ich besitze diese kostbare Locke nicht mehr. Aber ich brauche sie auch nicht mehr, denn ihr Geruch ist mir so vertraut wie mein eigener.

Ich weiß, wie ihr Blut schmeckt. Ich kenne den seidigen Schimmer des Schweißes auf ihrer Haut. All das bewahre ich in meinen Träumen auf, wo die Lust mit der Stimme einer Frau schreit und blutige Fußspuren hinterlässt. Nicht alle Souvenirs kann man in der Hand halten, betasten und streicheln. Manche können wir nur in den tiefsten Tiefen unseres Gehirns bewahren, in unserem innersten, tierhaften Kern, der unser aller Ursprung ist. Dem Teil von uns allen, den so viele gerne verleugnen.

Ich habe ihn nie verleugnet. Ich stehe zu meinem innersten Wesen, ich bekenne mich bereitwillig dazu. Ich bin so, wie Gott mich geschaffen hat, wie Gott uns alle geschaffen hat.

Wie das Lamm gesegnet ist, so auch der Löwe.
So auch der Jäger."

 


Aus: "Die Chirurgin " von Tess Gerritsen .

 

 


 

13.01.2008 um 16:11 Uhr

~> Der weiße Wolf

"Sonnenlicht fiel durch die Bäume. Er war im Fichtenwäldchen hinter dem Dorf, das er so gut kannte. Er trat unter den Bäumen hervor. Vor ihm lag die Wiese. Vom Straßenrand her kam würziger Heugeruch. Die Luft schmeckte nach Sommer und Hitze, nach Hahnenfuß und Schierlingskraut. Kein Halm regte sich in der mittäglichen Stille.

Ein Schmetterling schaukelte vorüber, leicht wie eine Feder.

Jenseits der Wiese, vor dem Garten, standen Vater, Mutter, Barbara und Christa. Sie hatten ihn vermisst. Sie hatten ihn gesucht. Sie riefen nach ihm.

Thomas fing zu laufen an."


Aus: "Der weiße Wolf " von Käthe Recheis .

 

 

 

12.01.2008 um 23:14 Uhr

~> Illuminati

von: dreifingerfaultier   Kategorie: ~ Thriller

"Mit einer geschmeidigen Bewegung war sie über ihm und drückte ihn aufs Bett. »Ich hoffe, du glaubst an ein Leben nach dem Tod, Robert Langdon.« Sie lachte, als Sie sich rittlings auf ihn setzte. In ihren Augen leuchtete es spitzbübisch.

»Offen gestanden«, ächzte er und lachte lauter, »ich hatte immer Probleme, mir irgendetwas jenseits dieser Welt vorzustellen.«

»Tatsächlich? Dann hattest du nie eine religiöse Erfahrung? Einen vollkommenen Augenblick der Verzückung?«

Langdon schüttelte den Kopf. »Nein. Und ich bezweifle, dass ich zu den Menschen gehöre, die jemals irgendeine religiöse Erfahrung machen.«

Vittoria ließ den Morgenmantel von ihren Schultern gleiten.

»Du warst noch nie mit einer Yoga-Meisterin im Bett, wie?«"


Aus: "Illuminati " von Dan Brown .

 

 

 

 

 

12.01.2008 um 23:09 Uhr

~> A long way down

von: schneehase   Kategorie: ~ Englische Bücher

"'So what about we give it another six month? See how we're doing?'

'Is that actually going round?' said Martin. 'I can't tell.'

We stared at it for a long time, trying to work it out. Martin was right. It didn't look as though it was moving, but it must have been, I suppose."


Aus: "A long way down " von Nick Hornby .

 


 

12.01.2008 um 20:35 Uhr

~> About a Boy

von: angelmagia   Kategorie: ~ Englische Bücher

"'Please, Mum. Don't.'

'Don't be silly. You love singing. You love Joni Mitchell.'

'I don't. Not any more. I bloody hate Joni Mitchell.'

Will knew then, beyond any shadow of a doubt, that Marcus would be OK."


Aus: "About a Boy " von Nick Hornby.

 

 

 

12.01.2008 um 13:52 Uhr

~> Die Schlüssel zum Königreich - Grimmiger Dienstag (2)

von: Jari   Kategorie: ~ Fantasy   Stichwörter: Schluessel, koenigreich

"Arthur konnte noch eine einzelne Pfote sehen, die hinter dem Hydranten hervorlugte. Eine Pfote, die langsam zerfloss und verschiedene andere Formen annahm: Tatze, Klaue, sogar rudimentäre Hand. Er konzentrierte sich auf diesen Anblick und hielt den grünen Stoffeinband des Atlas fest in den Händen.
Was ist dieses Ding, das sich hinter dem Hydranten versteckt?
Der Atlas schlug mit einem Knall auf. Obwohl darauf gefasst, fuhr er erschrocken zurück und wäre fast über sein Fahrrad gefallen.
Diesmal schrieb der unsichtbare Schreiber hastig und direkt in Englisch, wobei er Tinte über die ganze Seite kleckerte.

Nihilmorph! Lauf weg!"



Aus: "Die Schlüssel zum Königreich - Grimmiger Dienstag" von Garth Nix

 

 

09.01.2008 um 21:45 Uhr

~> Old magic

von: angelmagia   Kategorie: ~ Englische Bücher

"Tasha flicks a brief look at Kate, then stares at me with hard, wide-open eyes. 'What? And why not?' I position Kate right in front of me and  slide my arms around her waist.

Possissively.

'Well, that's easy. You see, I'm going to be taking Kate.'"


Aus: "Old magic " von Marianne Curley .

 

 

08.01.2008 um 13:36 Uhr

~> EinsSein

Arm in Arm spazierten wir zu unserem Wagen zurück. Ein Junge überholte uns auf seinem Skateboard, das er beherrschte wie ein Tänzer seinen Körper, ein engumschlungenes junges Pärchen kam uns entgegen. Wir waren alle unterwegs. Vor uns lagen die Entscheidungen dieser Minute, dieses Abends, dieses Lebens.


Aus: "EinsSein " von Richard Bach .


 

08.01.2008 um 13:33 Uhr

~> Mary - Die unbändige, göttliche Lebenslust

Als wir an diese Morgen wach wurden, wusste ich, was für ein Lustspiel wir heute mit der Gruppe machen würden. Wir würden uns wieder zusammen setzen und überlegen, welche Möglichkeiten die Gegenwart gerade bietet, um etwas Schönes zu erleben. Jeder für sich würde aus all diesen Möglichkeiten diejenige aussuchen, auf die er am meisten Lust hat.

Nach diesem Spiel würden Mary und ich einfach das tun, was sich gerade anbietet. Vielleicht würden wir mit jemandem reden oder etwas unternehmen. Aber ganz egal, was es sein würde, wir würden es genießen.

 


Aus: "Mary- Die unbändige, göttliche Lebenslust " von Gina Deletz/Bodo Deletz (Ella Kensington)

 

 

 

07.01.2008 um 21:44 Uhr

~> Anna Karenina

"Ich werde Kitty auch weiterhin Vorwürfe machen, wenn ich mich selbst ängstige, um es nachher zu bereuen; werde verstandesmäßig nicht begreifen, warum ich bete, und werde doch beten. Aber mein Leben, jeder Augenblick dieses Lebens, was auch immer in Zukunft mit mir geschehen wird, wird nicht mehr sinnlos und vergeblich sein wie bisher; es hat einen unbezweifelbaren Sinn bekommen: Er liegt in dem Guten, das ich in jeden Augenblick meines Daseins hineinzulegen vermag."

 


Aus: "Anna Karenina " von Leo Tolstoi .

 

 


 

 

07.01.2008 um 19:58 Uhr

~> Durch einen Spiegel in einem dunklen Wort

"'Ich finde mich auch schön, wenn ich schlafe', sagte sie.

Ariel hielt ihr eine Hand. Er blickte zu ihr hoch und sagte: 'So wie du hier sitzt, bist du noch schöner.'

'Aber das kann ich nicht sehen, jetzt bin ich doch auf der anderen Seite des Spiegels.'

Erst, als sie das gesagt hatte, ließ Ariel ihre Hand los. 'Du siehst aus wie ein prächtig gekleideter Schmetterling, der von Gottes Hand losgeflogen ist', sagte er.

Sie sah sich im Zimmer um. Ein dünner Streifen Morgensonne zog sich über Schreibtisch und Boden. Unter Cecilies Bett hatten einige Strahlen den Weg zu dem chinesischen Notizbuch gefunden. Sie sah, wie die vielen Seidenfäden glitzerten und funkelten.

 


Aus: "Durch einen Spiegel in einem dunklen Wort " von Jostein Gaarder .

 


 

 

06.01.2008 um 17:06 Uhr

~> Ich bin Gott. Waslaw Nijinsky - Leben und Wahnsinn

von: Seren_a   Kategorie: ~ Biographie

"Er tanzte um die halbe Welt, und er sprang in die mysteriöse Welt des "Wahnsinns". Er war ein Heiliger, ein Genie, ein Märtyrer, ein Wahnsinniger. Man sieht ihn noch vor sich, wie er in hohem Bogen den Raum erobert, fliegt und flattert, sich dreht und wirbelt, hoch in den Himmel springt und in der Luft stehenbleibt, wie er lacht, weint, Grimassen schneidet und schreit. Er bleibt ein Mythos, eine Erscheinung, ein Symbol, ein Phantasiegeschöpf, eine biologische Schöpfung, ein flüchtiges Bild Gottes. Nijinski, der Gott des Tanzes."

 


Aus: "Ich bin Gott. Waslaw Nijinsky - Leben und Wahnsinn " von Peter Ostwald

 

 

06.01.2008 um 16:44 Uhr

~> Aufzeichnungen aus einem Totenhaus

"Die Fesseln fielen. Ich hob sie auf ... Ich wollte sie noch einmal in der Hand halten, sie noch zum letztenmal sehen. Ich wunderte mich gleichsam darüber, dass sie soeben noch an meinen Füßen gewesen waren.

"Nun, mit Gott! Mit Gott" sagten die Sträflinge mit ihren rauhen, trockenen Stimmen, aus denen aber diesmal eine gewisse Zufriedenheit mit irgend etwas klang.

Ja, mit Gott! Freiheit, neues Leben, Auferstehung von den Toten ... Welch ein herrlicher Augenblick!"


Aus: "Aufzeichnungen aus einem Totenhaus " von Fjodor Michailowitsch Dostojewski


 

 

05.01.2008 um 23:36 Uhr

~> Isola

"Die Kamera zoomte auf mich. Ich murmelte etwas Unverständliches im Schlaf, dann schloss sich meine Hand fest um das Schneckenhaus und ich drehte mich zur Seite. Auf meinem Gesicht lag ein Lächeln, das einfach nur glücklich war.

Und dann zog die Kamera auf und aus der Palme, ganz oben aus ihren grünen Wipfeln, erhob sich ein Vogel. Er sah aus wie eine fliegende Zitrone, und als die Musik langsam leiser wurde, vernahm ich seinen fröhlich verschmitzten Ruf: Bem-te-vi...bem-te-vi..."


Aus: "Isola " von Isabel Abedi

 

 

05.01.2008 um 19:47 Uhr

~> Die Säulen der Erde

von: angelmagia   Kategorie: ~ Historische Romane

"Philip trat vor, um den König zu geißeln. Er war glücklich, dass er das noch erleben durfte. Von heute an, so dachte er wird die Welt eine andere sein."


Aus: "Die Säulen der Erde " von Ken Follett .