Die Magie des Augenblicks

28.04.2008 um 23:27 Uhr

Komm, ich erzähl dir eine Geschichte

Diese Geschichten, die du gerade gelesen hast,

sind wie ein paar Steine.

Grüne Steine,

gelbe Steine,

rote Steine.

 

Diese Geschichten

sind nur geschrieben worden,

um einen Ort oder einen Weg zu markieren.

 

Die Arbeit, in ihnen,

in der Tiefe jeder Geschichte,

den versteckten Diamenten zu suchen,

ist die Aufgabe jedes einzelnen


Aus "Komm, ich erzähl dir eine Geschichte " von Jorge Bucay

 

 

 

 

 

22.04.2008 um 08:54 Uhr

~> Erinnerungen der Nacht

von: Jari   Kategorie: ~ Fantasy

"Nein, das würde ich auch nicht von dir verlangen. Ich habe meine Strafe verbüsst, Rhiannon. Du hast mir die Schlüssel gegeben, mit denen ich mich befreien konnte."
Da lächelte sie so schelmisch und diabolisch, wie er es in den vergangenen Tagen vermisst hatte. "Sag es mir noch mal."
"Ich liebe dich, Rhiannon."
Er stand auf und legte ihr die Arme um die Taille. Sie liess ihre auf seine Schultern wandern. Er küsste sie lang und innig auf den Mund, als würde er ihren Geschmack das erste Mal kosten.
"Dein Vater hat sich geirrt, Rhiannon. Wusstest du das schon? Du bist ein Schatz, so selten und so kostbar... den man suchen und finden, aber niemals besitzen kann. Nur eine Weile halten."
"Dann halte mich, Roland. Halte mich für lange, lange Zeit."


Aus "Erinnerungen der Nacht" von Maggie Shayne

 

 

21.04.2008 um 21:39 Uhr

~> Teuflisches Genie

von: Jari   Kategorie: ~ Fantasy

"Ich habe nämlich dieses Bild in meinem Kopf. Ich sehe dich und mich, und wir spielen irgendwo im Park miteinander Schach. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie wichtig diese Vorstellung für mich ist. Aus irgendeinem Grund denke ich sehr oft daran: Wir sitzen im Park und spielen Schach - den ganzen Nachmittag lang, während die Schatten länger werden und die anderen Parkbesucher langsam nach Hause gehen. Alle bis auf uns.
Vielleicht hat es etwas zu bedeuten, auch wenn ich nicht weiss, was.
Vielleicht bin ich letzendlich doch nicht so intelligent."


Aus: "Teuflisches Genie" von Catherine Jinks

 

 

21.04.2008 um 18:55 Uhr

~> Bis(s) zum Abendrot (Teil 3)

von: sweetigirli111   Kategorie: ~ Fantasy

So war es viel besser. Jetzt hörte ich nur noch das leise Rascheln des Laubteppichs unter meinen Krallen, das Flüstern des Flügels einer Eule über mir, den Ozean - weit, weit im Westen -, der sich stöhnend an des Strand warf. Das hören, sonst nichts. Nichts fühlen als Geschwindigkeit, nichts als den Zug von Muskeln, Sehnen und Knochen in ihrem harmonischen Zusammenspiel, während ich Meile um Meile zurücklegte.

Wenn das Schweigen in meinem Kopf anhielt, würde ich nie zurückkehren. Ich wäre nicht der Erste, der sich für diese Gestalt und gegen die andere entschied. Wenn ich nur weit genug weglief, musste ich vielleicht nie mehr hören ...

Ich trieb meine Beine noch mehr an und ließ Jacob Black hinter mir zurück.

 


Aus: "Bis(s) zum Abendrot " von Stephenie Meyer .

 

 


 

 

 

 

20.04.2008 um 21:25 Uhr

~> Bis(s) zur Mittagsstunde (Teil 2)

von: angelmagia   Kategorie: ~ Fantasy

Von Chaotika .

"Edward drückte mich sanft. "Ich bin da."
Ich holte tief Luft.
Das stimmte. Edward war da, und er hielt mich im Arm.
Solange das so war, konnte ich alles ertragen.
Ich straffte die Schultern und ging weiter, um meine Strafe anzutreten, Edward verlässlich an meiner Seite."


Aus: "Bis(s) zur Mittagsstunde " von Stephenie Meyer.
 

 

14.04.2008 um 18:21 Uhr

~> Bis(s) zum Morgengrauen (Teil 1)

von: sweetigirli111   Kategorie: ~ Fantasy

"Bella." Er strich über meine Lippen. "Ich bleibe bei dir - ist das denn nicht genug?" Mein Mund weitete sich unter seinen Fingerspitzen zu einem Lächeln. "Für den Moment, ja." Stirnrunzelnd registrierte er meine Hartnäckigkeit. Keiner von uns beiden würde an diesem Abend nachgeben. Er atmete aus, und es klang beinahe wie ein Knurren. Ich berührte sein Gesicht. "Edward. Ich liebe dich mehr als alles andere in der Welt zusammen. Ist das denn nicht genug?" "Doch, es ist genug", antwortete er lächelnd. "Genug für alle Zeiten."

Und er beugte sich hinab, um abermals seine kalten Lippen an meine Kehle zu legen.


Aus "Bis(s) zum Morgengrauen " von Stephenie Meyer.


 

 

14.04.2008 um 13:39 Uhr

~> Moulin Rouge

von: apres   Kategorie: ~ Biographie

Ihr Gesicht, ihr ernstes, geliebtes Gesicht wurde trübe und schattenhaft, entrückte in eine verschwommene Ferne, obwohl gerade das erste Morgenlicht ins Zimmer fiel. Diesmal wuchs die Dunkelheit aus dem Innern. Maman ... Leb wohl, Maman.


Aus "Moulin Rouge " von Pierre La Mure

 

Moulin Rouge

 

13.04.2008 um 15:12 Uhr

Morpheus

von: ameparia   Kategorie: ~ Thriller

"Hände durch das Loch", bellte Sergeant Dick durch das Gitter. Hinter ihm standen drei Vollzugsbeamte. Der Sergeant sah Bantling fest in die Augen, ohne sich zu rühren. Nach einer langen Pause fuhr er fort. "Ist wohl dein Glückstag heute, Arschloch", sagte er und spuckte gelben Rotz auf den Boden. "Wir sind da, um dich abzuholen. Du fährst runter in den Süden. Wir haben gerade einen Anruf vom Gouverneur bekommen. Deiner Berufung wird stattgegeben. Du bekommst einen neuen Prozess."


Aus: "Morpheus " von Jilliane Hoffman

 

 

 

13.04.2008 um 15:07 Uhr

Cupido

von: ameparia   Kategorie: ~ Thriller

Sie lächelte und küsste ihn noch einmal. Dann sprang sie aus dem Wagen, um die Akten loszuwerden und in die Ferien zu starten. Der Flug nach San Francisco ging um halb sechs, und sie wollte ihn nicht verpassen.


Aus: "Cupido " von Jilliane Hoffman

 


 

13.04.2008 um 14:59 Uhr

Und Nietzsche weinte

Am selben Nachmittag bestieg der Patient von der Nummer 13, Eckhardt Müller, einen Fiaker und ließ sich von der Lauzon-Klinik zur Bahn bringen, um nach dem Süden zu reisen, allein Richtung Italien, der warmen Sonne, dem reinen Himmel und einem Stelldichein entgegen - einem ehrbaren Stelldichein mit einem parsischen Propheten namens Zarathustra.


Aus: "Und Nietzsche weinte " von Irvin D. Yalom.

 

 

 

 

11.04.2008 um 21:35 Uhr

Giuseppe Verdi - Ein musikalischer Triumph

von: Seren_a   Kategorie: ~ Biographie

Das "Geräusch des Atems" hörte am 27. Januar 1901 um drei Uhr morgens auf. Verdi war tot.

Carlo Gatti nahm an seinem Begräbnis teil. Als ich den alten Biographen, der so viel von Verdi wusste, zum letzten Mal traf, sprach er über jenen Tag:

"Es war auf dem städtischen Friedhof von Mailand. Verdi hatte die Anweisung hinterlassen, dass es weder Musik noch Gesang geben dürfe. Er wollte alles sehr einfach haben ... Der Tag war trüb und feucht und neblig. Die halbe Bevölkerung Mailands war gekommen. Niemand durfte sich dem Grab nähern, und wir standen stumm weinend ein Stück davon entfernt. Verdi hatte zwar angeordnet, dass es keine Musik geben dürfe, doch er konnte nicht bestimmen, dass nicht geweint werden solle. Dann erklang plötzlich aus der Menge ein Choral - erst leise, dann lauter und lauter, als er sich über die Menschenmenge ausbreitete. Es war das ,Va pensiero' aus Nabucco, das vor fast sechzig Jahren Verdi zu einem nationalen Symbol gemacht hatte."


Aus: "Guiseppe Verdi - Ein musikalischer Triumph " von Joseph Wechsberg .

 

 

11.04.2008 um 21:28 Uhr

~> Schöpfung (Band 4)

Ich sage meinen heutigen und meinen künftigen Kritikern: "Tschüss, ihr Verächter! Ich gehe mit Anastasía. Sie mag euch ein wenig naiv erscheinen. Sie ist schön, gut und herzlich. In die neue Zeit gehen mit uns unsere Leser, im Moment über eine Million begeisterter Menschen, die eine schöne Gestalt in ihren Herzen tragen. Wir wollen im neuen Jahrtausend gemeinsam daran arbeiten, dass auf unserer Erde, der Schöpfung Gottes, die Luft sauber und rein, das Wasser heilend und klar und die Gärten zu einer blühenden Heimat werden. Für euch lohnt es sich nicht, mitzukommen, ich weiß: Ihr werdet an eurer eigenen Bosheit ersticken. Ach, ich habe beinahe etwas vergessen! Ich beabsichtige weiterhin die Briefe und die Gedichte der Leser zu veröffentlichen, und zwar in der Reihe "Volksbuch". Ich werde Barden ihre Lieder über die Seele, über Russland, über Anastasía aufnehmen lassen. ,Furchtbarer Dilettantismus!', sagt ihr? ,Fruchtbar, vom Herzen', erwidere ich! Und dazu zitiere ich Anastasìas Worte: ,Kein Instrument in fernsten Galaxien klingt reiner, als das Lied der Menschenseele.'"


Aus: "Schöpfung " von Wladimir Megre

 

 


 

 

11.04.2008 um 21:21 Uhr

~> Der Idiot

"Aber jetzt ist es genug, sich berauschen zu lassen; es wird Zeit, zur Vernunft zu kommen. Und alles dies hier, dieses ganze Ausland und dieses euer ganzes Europa, alles das ist nichts als Phantasie, und wir alle sind hier im Ausland nichts als Phantasie ... behalten Sie meine Worte, Sie werden es noch selbst einsehen!" habe sie beim Abschied von Jewgenij Pawlowitsch beinahe zornig geschlossen.

 


Aus: "Der Idiot " von Fjodor Michailowitsch Dostojewskij. 

 


 

 

 

11.04.2008 um 21:02 Uhr

~> Hallo, Mister Gott, hier spricht Anna...

Von Silencer .

Die eisernen Pforten öffneten sich. Ich sagte: "Die Antwort heißt: In mir drin, ganz in der Mitte. " Und ein kurzer Schreck überfiel mich, als ich Anna sagen hörte:
"Und auf welche Frage ist das die Antwort, Fynn?"

Das ist leicht. Die Frage heißt wo ist Anna?

Ich hatte sie wieder gefunden. Und ich war mir sicher, irgendwo saßen Mister Gott und Anna nebeneinander und lachten.


Aus: "Hallo, Mister Gott, hier spricht Anna... " von Fynn.

 
 

 

 

09.04.2008 um 19:16 Uhr

~> Buntschatten und Fledermäuse

von: angelmagia   Kategorie: ~ Biographie

Von Azriel.

Wiewohl meine Geschichte nicht abschließend erzählt ist, endet sie hier.

 


Aus: "Buntschatten und Fledermäuse " von Axel Brauns .

 

 


 

 

06.04.2008 um 21:07 Uhr

~> Artemis Fowl - Die Rache

"Das Shuttle parkte in einem abgelegenen Nebenschacht, und die Passagiere sassen um den Esstisch. Diverse ZUP-Verpflegungspacks waren aufgerissen und leer gefuttert worden. Der grösste Verpackungshaufen türmte sich vor Mulch Diggums.
Der Zwerg erblickte Artemis und bemerkte die Veränderung sofort. "Wurde auch langsam Zeit, dass du den Kopf klar kriegst", brummte er und stand auf. "Ich muss dringend mal für kleine Jungs."
"Schön, Sie zu sehen, Mulch", sagte Artemis und trat zur Seite, um ihn vorzulassen.
Holly erstarrte, die Safttüte auf halbem Weg zum Mund. "Du erinnerst dich an ihn?"
Artemis lächelte. "Natürlich, Holly. Wir kennen uns seit gut zwei Jahren."
Holly sprang auf und packte ihn an den Schultern. "Den Göttern sein Dank, endlich bist du wieder bei uns. Wir brauchen den echten Artemis Fowl, und zwar dringend."
"Nun, er ist hier und einsatzbereit, Captain."


Aus: "Artemis Fowl - Die Rache" von Eoin Colfer

 

 

03.04.2008 um 22:40 Uhr

~> Da hilft nur noch Schokolade

von: schneehase   Kategorie: ~ Frauenliteratur

Weihnachten war für sie eine bittersüße Zeit. Sie liebte die festliche, erwartungsfrohe Stimmung, verspürte aber gleichzeitig bei dem Gedanken daran, was sie verloren hatte, einen nie endenden Schmerz. Er fehlte ihr so sehr.

Trotzdem war er immer bei ihr, würde er für alle Zeit in ihrem Herzen sein. Und sie hoffte, dass er, falls er sie jetzt sähe, stolz auf seine Mutter war.


Aus: "Da hilft nur noch Schokolade " von Cathy Kelly

 


 

03.04.2008 um 22:11 Uhr

~> Neue Schuhe zum Dessert

von: angelmagia   Kategorie: ~ Frauenliteratur

Abgesehen von der Tatsache, dass ein Buch von mir erschienen ist und wir jetzt mehr Mullbinden bekommen können, als gut für uns ist, könnte man denken, er war nie weg...

 


Aus: "Neue Schuhe zum Dessert " von Marian Keyes.