Die Magie des Augenblicks

26.10.2008 um 00:10 Uhr

~> Der Afrikaner

von: Seren_a   Kategorie: ~ Biographie

Vielleicht hat mich mein alter Traum letztlich doch nicht getäuscht. Während mein Vater durch die Macht des Schicksals zum Afrikaner geworden ist, kann ich an meine afrikanische Mutter denken, die mich in dem Augenblick, da ich gezeugt, in dem Augenblick, da ich geboren wurde, geküsst und genährt hat. 


"Der Afrikaner " von Jean-Marie Gustave Le Clézio .

 

 

 

 

17.10.2008 um 19:03 Uhr

~> 5000 Besucher geknackt :)

Wir haben die 5000 Besucher geknackt!

Ich finde, das ist einen Eintrag wert.

Es ist schön mit euch.

Danke für jeden einzelnen Eintrag und für jeden einzelnen Kommentar ;)

Danke für's Ideen schenken, so wird meine imaginäre Wunschliste immer länger.

 

17.10.2008 um 11:08 Uhr

~> Das wilde Pack

"Schliesslich hatte Spy seine Reime beisammen: "Müller wird wach und fühlt sich ganz schwach. Er schnuppert an sich, es riecht widerlich. Er kratzt sich am Kinn, nichts ergibt einen Sinn. Und auch im hellen Sonnenlicht sieht er uns'ren Tunnel nicht. Dann fährt er weg, und ich krieg einen Schreck: Die Fahrt ist ein Eiern, ein einziges Leiern. Ich sage euch Leute: Der weiss nix mehr von heute! Und ich war dabei, Spy aus dem Ei, und meine Geschichte ist jetzt vorbei!"
Für einige Sekunden herrschte atemlose Stille auf dem Paradiesplatz. Dann brach das Wilde Pack in Jubel aus. Shiva brüllte, Barnabas trommelte auf seine Brust, Ampel lief abwechselnd rot, gelb und grün an, Tulpenblüte schwang ihren buschigen Schweif, Oskar klapperte mit Kaka und Du mit den Schnäbeln um die Wette, und Hamlet stiess ein langes Wolfsgeheul aus.
"Und was jetzt?", fragte Oskar ihn plötzlich.
"Jetzt geht's richtig los!", rief Hamlet. Dann heulte er wieder, dass es von den Wänden zurückhallte."


Aus: "Das Wilde Pack" von André Marx

 

 

16.10.2008 um 21:06 Uhr

~> Im Herzen des Tals

Hier oben, im warmen Abendwind, fühlter er sich dem Himmel näher als dem Tal. Ihm war, als flöge er. Er breitete die Arme aus und stellte sich vor, er wäre ein Vogel. Doch er war keiner.  Vögel flogen. Menschen forschten. Und wenn sie gewissenhaft forschten, lernten sie vielleicht etwas. Er wusste nur, dass er lernen wollte. Die Frage, warum er das wollte, war genauso sinnlos wie für einen Vogel die Frage, warum er fliegen wollte. Er war ganz einfach dazu geboren.

Er hörte den Regen auf die Baumkronen prasseln, bevor ihn selbst der erste Tropfen traf. Er hob den Kopf zum Himmel und ließ sich die warmen Regentropfen über das Gesicht laufen.


Aus: "Im Herzen des Tals " von Nigel Hinton .

 

16.10.2008 um 20:16 Uhr

~> On Chesil Beach

von: Jari   Kategorie: ~ Englische Bücher

"On Chesil Beach he could have called out to Florence, he could have gone after her. He did not know, or would not have cared to know, that as she ran away from him, certain in her distress that she was about to lose him, she had never loved him more, or more hopelessly, and that the sound of his voice would have been a deliverance, and she would have turned back. Instead, he stood in cold and righteous silence in the summer's dusk, watching her hurry along the shore, the sound of her difficult progress lost to the breaking of small waves, until she was a blurred, receding point against the immense straight road of shingle gleaming in the pallid light."


Aus "On Chesil Beach" von Ian McEwan

 

 

14.10.2008 um 14:50 Uhr

Slam

von: skindeep   Kategorie: ~ Englische Bücher

All of it made me feel tired. Things looked OK in this Chinese restaurant with these people, but it was a long way from where I was, way back in the present, to here. There was a lot of work to do, and arguments to have, and kids to take care of, and money to find from somewhere, and sleep to lose.

I could do it, though. I could see that.

I wouldn't be sitting here now if I couldn't do it, would I? I think that's what Tony Hawk was trying to tell me all along.

 


Aus: "Slam" von Nick Hornby

 

 

08.10.2008 um 21:09 Uhr

~> Die zehn besten Tage meines Lebens

von: sweetigirli111   Kategorie: ~ Humor/Satire

Wenig später sitzen wir nebeneinander in meinem Esszimmer, umgeben von unserer himmlischen Familie.Wie üblich reden alle durcheinander. Grandmom und Onkel Morris tauschen die neuesten Klatschgeschichten aus, Adam und Grandpop diskutieren das Phillies-Spiel vom Vorabend, Ruth lässt Peaches nach Räucherlachsstückchen springen, die sie ihr vor die Nase hält. Dad sitzt stumm dazwischen und muss das alles erst einmal verdauen.
Schließlich schluckt er seinen letzten Bissen Bagel mit Räucherlachs hinunter und wirft einen Blick in die Runde, während ihm Ruth auf den Schoß klettert.
"So ist es also im Himmel."
Ich lege lächelnd meine Hand in seine. "Ja, Dad", sage ich. "So ist es im Himmel."


Aus: "Die zehn besten Tage meines Lebens " von Adena Halpern.