"Untersteh dich aufzuhören, mach sofort weiter", lallte sie und drohte Takeo mit dem Zeigefinger. "Ein bisschen plötzlich!", befahl sie noch einmal.
Da richtete sich auch Herr Nakano auf. "Ein bisschen plötzlich gefälligst!", wiederholte er.
Er goss uns noch einmal Wein in die Tassen, die wir in einem Zug austranken. Wir sahen uns an und lachten. Ich spürte die Wirkung des Weins im ganzen Körper und hatte das Gefühl zu schweben. Als ich in Takeos Richtung blickte, schaute auch er mich an.
"Den alten Laden gibt es nun nicht mehr", sagte ich, und alle nickten.
Herr Nakano stand auf. "Trotzdem wird Nakanos Laden nie vergehen", sagte er mit schwerer Zunge. Nun begannen wir alle vier gleichzeitig zu reden, und keiner wusste mehr, was der andere erzählte. Es wurde immer chaotischer, und als ich wieder zu Takeo hinsah, ruhte sein Blick auf mir.
Jetzt liebe ich Takeo zum ersten Mal richtig, dachte ich in einem Winkel meines wirren Kopfes.
Mit einem klaren Ton stiess die neue Flasche, die Herr Nakano geöffnet hatte, gegen den Rand meiner Teeschale."
Aus: "Herr Nakano und die Frauen" von Hiromi Kawakami