Darf man eigentlich wirklich über das Leben nachdenken?
Viele Menschen, oder eher wahrscheinlich ein jeder schonmal, hat sich schon Gedanken über den Sinn des Lebens, oder vllt. auch präziser den Sinn seines eigenen Lebens zu hinterfragen, bzw. überhaupt erstmal zu finden.
Ich gebe zu möglicherweise voreingenommen zu sein, da ich leider selbst nach etlichen um die Ohren gehauenen Nächten zu keinem wirklich Ergebniss gekommen bin.
Ok, klar mein Leben verläuft soweit nicht schlecht, je nach Definition, was soviel heißt das ich halt wie wohl viele nach ihrer schulischen Laufbahn und der danach kurzfristigen Zwangsrekrutierung zum Staatsdienst halt irgendwas brauchte was man den ganzen Tag so machen kann. Heißt hier konkrekt ich hab erstmal angefangen mit studieren. Warum auch nicht wenn man schon das Glück hat es zu können.
Das Problem ist nur ich hab einfach keine Ahnung ob ich das will...
Es ist nicht so das es zu schwer wäre, oder nicht interessant. Auch die arbeitsmöglichkeiten in dem Feld reizen mich durchaus.
Aber die Entscheidung etwas zu machen, ist eigentlich keine Entscheidung für etwas, als viel mehr eine Entscheidung gegen alles andere..
Ich kann zwar in dem Bereich eine Menge lernen. Aber genaugenommen lerne ich dadurch nicht wirklich viel, sondern nehm mir direkt die Möglichkeit soviele andere Dinge zu (er)lernen.
Es gibt einfach so unvorstellbar viele Dinge nach denen wir unser Leben richten und auslegen können. Aber die Festlegung auf etwas kommt immer einher mit dem Verlust der Möglichkeiten auf alles andere.
Selbstverständlich könnt man danach auch einfach noch mehr studieren, lernen, erleben... aber irgendwie wollen die ganzen Jahre ja später auch mal abbezahlt werden können. Ist ja nicht so als wenn man studieren und wohnen für umsonst bekommen würde.
Von daher ist genaugenommen danach erstmal wieder arbeiten angesagt, ist ja auch vernünftig ich will ja auch gar nicht erwarten alles umsosnt zu bekommen.
Aber das führt uns wieder zurück zum Anfang.. Die Arbeit erfordert notwendigerweise weitere Zuwendung zu vorher erlernten Dingen, was direkt einhergeht mit mangelnder Zeit für sämtliche andere Dinge, jedenfalls wenn es darum geht Dinge über Stammtisch Niveau kennenzulernen.
Wo ist in dieser Hinsicht also eine Möglichkeit gegeben dem Leben einen Sinn zu geben?
Und wenn nicht hier wo dann?
Es gibt Leute die ihren Sinn darin sehen anderen leuten durchs Leben zu helfen.
Dies ist insofern gut, da sie etwas haben das ihnen das Gefühl gibt wirklich nützlich zu sein, und ich möchte dieses Engagement auf keinen Fall schlecht reden, ich respektiere alle die für sich ein Ziel gefunden haben das sie ausfüllt.
Aber im Endeffekt läuft das Leben nur auf den Tod hinaus, bei manchen eher bei manchen später.
Wenn es im leben also nur darum geht überhaupt zu leben so könnt ich es auch direkt sein lassen, weil davon hab ich mittlerweile defintiv schon genug gesehen, als das ich sagen könnte, das ist hundertprozent das was ich möchte.
Ist es nach dem Leben aus kommts auf 1-2 Jahre mehr oder weniger erst recht nicht an.
Gehts danach weiter, kanns ja eigentlich auch nich zwingend langweiliger oder weniger spannend sein von daher warum bitte möglicherweise so lange drauf warten?
Schlussendlich hab ich mittlerweile fast keine Lust mehr mir darüber den Kopf zu zerbrechen.
Ich möchte beinahe sagen ich bin eifersüchtig auf die Leute die einen Sinn für sich entdeckt haben. Aber so lang ich auch Suche und so sehr ich auch versuche einen Sinn zu finden, So sehr ich auch etliche unterschiedliche Dinge probiere , Ich finde einfach für mich keinen Sinn.
Warum dann nicht gleich irgendwo runterspringen? .. Naja vllt naive Hoffnung oder Angst, ich weiß es nicht,,, Das zu wissen verhindert aber leider nicht das ich die Frage satt bin, nur ohne diese Frage nur vor mich hinleben.... Ich bin mir nicht sicher ob das wirklich eine Alternative ist...
Bleibt eigentlich nur noch die Frage , wenn das keine Alternative ist, was bitte war denn dann der Ausgangspunkt zu dem die Alternative die Alternative ist, die ja anscheind keine ist....
Tja wenn ich doch nur so weit wär behaupten zu können das zu wissen, dann könnt ich wenigstens sicher sein möglicherweise irgendwann diese Ausgangslage zu finden und darin aufzugehen....
Am liebsten nicht mehr drüber nachdenken, aber eigentlich ist das nicht drüber nachdenken auch nichts anderes als der Versuch einen Sinn in dem Chaos der Sinnlosigkeit zu erhaschen..
So far
