Küss' mich - wenn Du kannst!

28.01.2012 um 10:20 Uhr

Doch noch nicht gut?

Nach diesem Vorfall vor ein paar Wochen... war M. zunächst zickig und versuchte mir mit ein paar schnippischen Gesten zu zeigen, dass sie mir gar nicht gut gesonnen ist. Ich fand das völlig überzogen und irgendwie auch albern, so stand ich darüber und verhielt mich weiterhin normal ihr gegenüber. Es war schließlich nur ein Missverständnis und keiner wollte ihr etwas Böses. Ich hatte es ihr erklärt und eigentlich war ja gar nichts passiert. Sie tat es ab aber irgendwie wurmte es wohl weiter in ihr. 

Ein paar Tage später gab sie sich dann wieder normal. Sie schaute mir wieder in die Augen als wir über unseren Italiener sprachen, bei dem wir regelmäßig Essen bestellen. Mimik, Gestik... sie lächelte sogar. Keine Anzeichen mehr von Groll. Auch bei näherem Hinschauen nicht. Das freute mich, denn solche Zickereien sind gar nichts für mich.

Das war das letzte mal, dass ich sie sah. Seitdem liegen ihre Dienste außerhalb meiner Zeiten.

Nicht dass ich sie vermissen würde. Aber für einen Zufall wäre es schon ein sehr komischer...

27.01.2012 um 20:45 Uhr

Alles anders

Als sich heute nach der Arbeit die Tür hinter mir schloss hatte ich wieder dieses tolle Glücksgefühl. Mir wurde bewusst, dass mir noch bei keiner Arbeit soviel menschliche Wärme entgegen gebracht wurde. Und das, obwohl wir überwiegend Frauen sind.

Wie schön das ist.

Ich bin so dankbar dafür.

18.12.2011 um 12:06 Uhr

unversöhnlich

von: nacktschnecke   Kategorie: ...und sonst

Nur mal so:

Die Werbung, welche nun schon länger das Antlitz unserer Blogs verunziert... Eigentlich für mich nicht DAS Thema - zumal ich zur Zeit eh' nicht so oft hier bin. Was mir aber auffällt, dass man - und nicht nur hier - gerade jetzt um die Weihnachtszeit an keiner dieser Kontaktbörsen vorbeikommt und wundere mich immer wieder darüber, dass es nur schöne und scheinbar perfekte Menschen sind, die sich auf diesen Plattformen tummeln, um nach der großen Liebe zu suchen. Wer sich einmal in so ein Forum begibt wird schnell eines Besseren belehrt. Manchmal möchte ich weg. Weit weg von dieser lieblosen, verheuchelten, machtbesessenen und karriereorientierten "Zivilisation". Besonders jetzt um die Weihnachtszeit.

 

03.12.2011 um 10:55 Uhr

M.

Du denkst, Du kannst einen Menschen einschätzen? Nie und nimmer. Niemand kann das.

Seit dieser längst vergangenen kurzen und missverständlichen Begebenheit zeigst Du ein Gesicht, dass mir bisher verborgen blieb.

Interessant ist das. Ich beobachte neugierig, als würde es mich nicht betreffen. Und eigentlich tut es das auch gar nicht aber es ist spannend was ich dadurch über mich erfahre.

 

01.12.2011 um 11:10 Uhr

Das wird schon

Ich bin ja schon etwas durchgeknallt. Gestern ist mir das wieder einmal bewusst geworden. Bei mir ist alles verdreht irgendwie. Wo andere Leute sich normalerweise längst zurückziehen und nach Sicherheit streben, habe ich angefangen. Und nun setze ich sogar noch einen drauf. Verdreht eben. Na und? Es geht immer weiter. Und so lange es geht, geht es. Und auch wenn es nicht mehr geht, wird es weiter gehen. Müßig sich jetzt schon den Kopf darüber zu zerbrechen. Es kommt wie's kommt. Und wer weiß, vielleicht erledigt sich im neuen Jahr ohnehin alles von selbst...

 

29.11.2011 um 19:58 Uhr

Wie wird es weiter gehen?

Das Thema steht - wenn auch nicht akut - aber immer noch im Raum. Die endgültige Entscheidung ist Anfang nächsten Jahres gefragt. Dem Herzen folgen... ja. Ich denke, das werde ich tun. Wenn mir auch bis jetzt der Mut fehlte es offen auszusprechen. Wenn das Thema kam habe ich weder dafür noch dagegen gesprochen sondern einfach nur geschwiegen. Immer wieder höre ich in mich hinein, ob sich bei mir dazu doch noch etwas ändert. Bis jetzt jedoch nicht. 

Abgesehen davon bewegt sich noch etwas anderes in mir. Ich sitze zwischen zwei Stühlen und komme nicht so recht weiter. Ich dachte, wenn ich mir eine Auszeit nehmen würde, würde ich vielleicht Klarheit gewinnen. Ich befrage mein Herz, das dummerweise beharrlich schweigt. Der Kopf dreht und wendet die Wahrscheinlichkeiten ohne dabei in die Zukunft sehen zu können... Es könnte so oder so sein. Ich kann es nicht laufen lassen um zu schauen. Es wird eng denn die Fahrt geht weiter. In welche Richtung führt mein Weg? Wird sich alles verändern oder trotte ich weiter auf ausgetretenen Pfaden? Und mein Herz schweigt dazu...

Ein Rat, den ich mal von einem lieben Menschen bekam lautete: "Denk nicht an eine Entscheidung, denn die Zeit ist dafür doch noch gar nicht da. Wenn sie da ist, ist es ganz klar und dann ist die Energie dafür da..." Daran muss ich öfter denken und will es auch irgendwie beherzigen weil das eigentlich sehr einleuchtend ist. Dennoch kann ich mich dem Druck von außen nicht entziehen.  

Einiges drückte mich in diesem Jahr und trotzdem hat sich kaum etwas verändert. Irgendwie ganz schön unbefriedigend.  

 

17.11.2011 um 09:15 Uhr

Ratlos

von: nacktschnecke   Kategorie: Märchenmann

Eine Entscheidung ist nötig. Eine, vor der ich mich schon im entspannten Zustand drückte. Nun ist es ernst und Du sagst zwar ich sollte es lassen wenn ich kein gutes Gefühl dabei hätte. Bin mir aber nicht sicher in wieweit das Deiner subtilen Art entspringt mich zu manipulieren und mir ein schlechtes Gewissen einzuflüstern wenn ich es nicht mache. Die Nacht nach Deiner Eröffnung hatte ich Magenkrämpfe. Kein besonders hoffnungsweisendes Zeichen. Ich bin ratlos. Wäge Für und Wider gegeneinander ab während der Bauch nein schreit. Wenn ich es nicht tue ist es das Ende für Dich. Wenn ich es tue muss ich Dir blind vertrauen und reiße mich wenn was schief geht selbst mit hinein. Vertrauen... genau das was mir bei Dir bisher immer fehlte. Wenn ich es tue, dann mit Bauchschmerzen. Wenn nicht, mit einem schlechten Gewissen. Ich darf mich nun zwischen Pest und Cholera entscheiden und das am besten gleich gestern schon weil die Zeit drängt. Mache ich es bin ich vielleicht am A.... tue ich es nicht BIN ich der A.... 

Du bist nicht zufällig hingeraten wo Du jetzt stehst. Eigentlich ist es nur die logische Konsequenz mit der Du früher oder später rechnen musstest. Ich könnte fragen, was habe ich damit zu tun? Kann ich das ohne gleichzeitig als Egoist dazustehen, dem alles egal ist? Aber soll ich Deinem Untergang beiwohnen obwohl ich etwas tun könnte? Etwas, was ich eigentlich gar nicht will? Was ich mir nicht ausgesucht hätte weil mein Lebensplan ein anderer ist? 

Wieviel Verantwortung muss man für andere übernehmen und muss man das überhaupt? Soll das jetzt MEINE Herausforderung sein und ich habe es nur noch nicht erkannt? Ich bin zufrieden, so wie es ist in meinem Leben. Das Risiko liegt ganz bei mir. Warum sollte ich das tun?

Was mach ich bloß???

 

15.11.2011 um 10:20 Uhr

Lass' Träume wahr werden

Etwa eine Woche ist dieser Traum nun schon her. Doch schon gleich darauf wusste ich, dass dieser mich nicht loslassen würde. Er löste eine nie gekannte Sehnsucht in mir aus und verhieß gleichzeitig deren Erfüllung. Es fühlte sich so echt, so richtig und so absolut angekommen an. Was ich verloren glaubte war wieder da. Ich war ein fühlender Mensch, der sich öffnen und einlassen konnte und zu allem bereit. Geben und Nehmen ein nährender Fluss.

Ich kehre oft dorthin zurück und wünsche mir nichts sehnlicher.

 

08.11.2011 um 13:33 Uhr

Nichts ist wie es scheint

...denn den Psychologen hat es doch wieder zu mir verschlagen. Er hat sogar nach mir gefragt als ich nicht da war. Ich sollte mir abgewöhnen immer alles analysieren zu wollen.

Derweil geht es bei uns zu wie im Taubenschlag. Ich gebe mir inzwischen nicht mal mehr Mühe mir die Namen zu merken da ohnehin die wenigsten von ihnen Fuß fassen und eher früher als später schon wieder Geschichte sind.

Ob man F. dazu bewegen könnte mal seine kurzsichtige Strategie zu überdenken? Viel hilft nicht immer viel, belastet das Klima und verdirbt das Niveau. 

 

05.11.2011 um 08:09 Uhr

Geiz und Anspruch

Wer billig kauft kauft doppelt.

Wie sich das auch dort bewahrheitet, wo ich es nie assoziert hätte.

Aber es trifft immer wieder zu.

Die Geizigsten haben den höchsten Anspruch.

 

29.08.2011 um 20:08 Uhr

Aus die Maus

Jedes Ding hat seine Zeit und so ist wohl die Zeit der Gespräche mit dem Psychologen jetzt auch vorbei. Ich hörte durch Zufall, dass er inzwischen schon ein paar mal da war. Aber er besuchte mich nicht. Ich glaube ja, er weiß jetzt nicht mehr was er mir noch erzählen soll und dass ich ihm die Butter vom Brot nahm. Jetzt kaut er anderen ein Ohr ab. Was von dort bis in meine Ohren drang war jedoch nichts Neues...

 

17.08.2011 um 14:36 Uhr

Grob aber herzlich

Letztens kam ich dazu, als eine Kollegin auf der Toilette weinte. Bei ihr eine andere, die sie tröstete. Ich nahm sie in den Arm während sie mir erzählte, dass ihr Freund sie verlassen hat. Kurz darauf kam Marie hinein, die für ihre sehr direkte Art bekannt ist. Als sie hörte, weswegen die junge Frau weinte stemmte sie die Hände in die Hüften und polterte: "Du weinst wegen einem MANN?! Wegen einem MANN?! Ich dachte schon es wäre etwas Schlimmes passiert..." Dann lachten wir alle sehr herzlich... auch die junge Kollegin.

 

16.08.2011 um 09:40 Uhr

Alexander

Wer hätte gedacht, dass ich mich mal näher mit Alexander beschäftigen würde. Ging er mir doch oft auf den Zeiger, weil er mir jedesmal sehr fordernd und ungeduldig begegnete. Noch heute quält er sich mit Gewissensbissen. Wobei ich nicht glaube, dass er sich wirklich quält, sondern viel mehr die Entschuldigung von außen für sein Handeln braucht. Denn der Drang trotzdem so zu handeln ist offensichtlich größer. Inzwischen gelingt es mir immer besser ihn zu nehmen und versuche auch nicht mehr ihn aus seinem Zwiespalt zu befreien. Solange es nicht aus ihm selbst heraus klick macht kann ich mir die Spucke auch sparen. Weiß man eigentlich. Stattdessen begegne ich ihm jetzt spielerisch, nicht mehr so bierernst. Funktioniert viel besser.

 

15.06.2011 um 12:10 Uhr

Leise und berührend

"In Liebesgeschichten geht es nicht immer nur um Liebe. Manchmal gibt es nicht mal ein: "Ich liebe dich."... und doch... liebt man sich."

Germain, ein korpulenter und ungebildeter Arbeiter um die 50, trifft auf die feinsinnige und kultivierte Margueritte, die bereits 90 Lenze zählt. Das ungleiche Duo sitzt auf der Parkbank. Sie liest ihm aus Romanen vor und öffnet ihm die Tür zur Literatur - einer für ihn fremden Welt...

"Das Labyrinth der Wörter"

 

 

11.06.2011 um 11:47 Uhr

Nur mal so

von: nacktschnecke   Kategorie: ...und sonst

Also so langsam geht mir diese E*HEC-Aufbausche auf den Zeiger.

Wenn man mich fragt.....

Aber mich fragt ja keiner.

Und das ist auch gut so!

 

10.06.2011 um 21:30 Uhr

Zum Einschlafen

von: nacktschnecke   Kategorie: ...und sonst

Heute sah ich den Psychologen wieder. Was er dieses mal wieder für hahnebüchenes Zeug von sich gab will mir gar nicht mehr einfallen. Ich schlackerte nur wieder einmal mit den Ohren. Wie kann ein Mensch derart weltfremd sein und was sind das für Leute, die sich freiwillig auf seine Couch begeben?

Na immerhin habe ich in der Zeit seit wir uns kennen eines gelernt...

Wie man unbemerkt gähnt. 

 

07.06.2011 um 10:16 Uhr

Leiser Abschied

von: nacktschnecke   Kategorie: Gedanken

Gestern verabschiedete sich eine Kollegin. Es wurde Gebärmutterhalskrebs bei ihr diagnostiziert. Sie arbeitete erst seit Kurzem bei uns. Auch deshalb hatten wir nur sehr wenig miteinander zu tun. Ich war mir nicht sicher, wie ich darauf reagieren bzw. mit der Situation umgehen sollte. Als sie ging lächelten wir uns an. Etwas schwang da mit... bei ihr sicher etwas ganz anderes als bei mir. Dennoch berührten wir uns, für den Bruchteil einer Sekunde. Wahrscheinlich wird sie sich nun den klassischen Anwendungen der Schulmedizin unterziehen, zu denen ich meine ganz spezielle Meinung habe. Ich überlegte ganz kurz. Doch ließ es dann. Es hätte sie überfordert und es stand mir auch nicht zu.

 

05.06.2011 um 10:55 Uhr

Fremd doch trotzdem schön

Allenfalls zu Geburtstagen sieht man sich mal. Es gab viel Smalltalk. Und da war es wieder. Dieses Gefühl des sich Fremdfühlens. Das Wissen, dass ich mit ihnen im Leben sonst nie zu tun hätte. Es ist wie ein Privileg, sich für eine kurze Zeit lang darauf einzulassen und ihre Gemüter zu erleben. Es war schön. Ich mag sie. Auch wenn sie mit meiner Welt nichts gemein haben.

 

02.06.2011 um 14:24 Uhr

Fluchttier

ME ist ein Fluchttier.

Gestern habe ich ihn gefragt, wann er sich das letzte mal nur Zeit für sich genommen hat. Wann er bewusst mich sich alleine war und ob er dann und wann mal in sich hinein hört. Noch nie meinte er. Mit Problemen hätte er nichts am Hut. Das fängt bei der Steuererklärung an, zieht sich durch sein Privatleben und hört wohl nirgendwo auf. Er ist ein Entertainer, ein Spaßmacher und eine echte Rampensau. Die Bühne ist sein Leben. Er ist ein absoluter Sympathieträger, mit dem es nie langweilig wird. Tiefgehende Gespräche kommen jedoch nicht zustande. Man hat das Gefühl, dass er nicht lange an einem Ort verweilen kann. Auch nicht im Geist. Bisher habe ich ihn immer nur aus meiner Sicht gesehen und er tat mir oft leid, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass so jemand innerlich wirklich glücklich sein kann. Jemand, der sich niemals seinem inneren Ich widmet, dessen Leben nur aus Bewegung besteht, der in einem schönen und luxuriösen Umfeld lebt, der sich alles leisten kann und dem trotzdem die Frau davon lief, der im Grunde seines Herzens Sehnsüchte hat, die keine Erfüllung finden.

Gestern war das anders. Ich spürte ein leises "Ja" als er sagte: "Sicher ist es mit mir nicht einfach. Aber ich bin hier auf der Welt, um mich zu bewegen, die Menschen zu bespaßen. Davon lebe ich und dann gehe ich wieder." 

 

29.05.2011 um 18:50 Uhr

Manchmal

Manchmal fühle ich mich wie in einer fremden Welt. Manchmal bin ich von Leuten umgeben und komme mir zwischen ihnen vor wie in Watte gepackt. Ich höre was sie reden und verstehe sie doch nicht. Wo und wann ist mir ihre Sprache entgangen? Ihre Stimmen rauschen durch mich durch ohne den Sinn zu hinterlassen. Manchmal passe ich nicht in diese Welt.