Küss' mich - wenn Du kannst!

28.10.2010 um 14:09 Uhr

Was das wohl wird?

von: nacktschnecke   Kategorie: ...und sonst

Morgen habe ich freigenommen weil über's Wochenende eine Fahrt mit Märchenmanns Geschäftsfreunden ansteht. Diese Fahrten finden jährlich statt und bisher konnte ich mich erfolgreich davor drücken. Dieses mal jedoch habe ich mich im Vorfeld unter einer Flut von Vorhaltungen und einem Anfall von irgendwas breit schlagen lassen und bereue das heute. Nun ja, da muss ich jetzt wohl durch. Das passt gerade zu meinem vorigen Eintrag. Zu gern hätte ich das Wochenende ganz allein genossen. Wenn ich mit den Leuten wenigstens etwas anfangen könnte. Aber allein die flüchtigen Begegnungen auf diversen Veranstaltungen reichen mir schon. Für mich ist das reine Zeitverschwendung. Smaltalk und Heitidei mit Fremden, die sich in mir unbekannen Sphären bewegen. Aber wer weiß, vielleicht wird es ja doch schön. Dann hätte ich das zumindest nicht erwartet.

Und ganz am Rande will es der Märchenmann jetzt auch noch wissen. Bin mal gespannt, wie ich aus der Nummer wieder raus komme. 

 

28.10.2010 um 07:42 Uhr

Erkenntnisse

Wieso wundert es mich eigentlich? Alles was ich bis jetzt getan und gelebt habe hat dazu geführt, dass ich mich genau dort befinde wo ich jetzt bin.

Ich sinniere schon seit einiger Zeit darüber. Eine Art Bestandsaufnahme sozusagen.

Als ich kürzlich mehrere Verabredungen nicht zustande kommen ließ (mit Menschen, die durchaus als potentielle Freundinnen in Frage kämen) war das wie eine Bestätigung und irgendwie erschrak ich bei dieser Erkenntnis. Es ist ja gar nicht so, dass ich keine Freundschaften haben kann. Menschen kommen auf mich zu. Es liegt an MIR! Wäre ich der gesellige Typ, hätte ich wahrscheinlich einen ganzen Sack davon. Die, die ich hatte habe ich, wie hier schon mal geschrieben, aufgelöst. Dabei mag ich Menschen. Ich mag es mich auszutauschen. Doch aktiv habe ich mich unmerklich zurück gezogen und fühle mich inzwischen am wohlsten mit mir selbst. Ich stelle fest, dass ich mich schwer tue Bekanntschaften zu pflegen bzw. zu treffen, um eventuelle Freundschaften entstehen zu lassen. Ich frage mich, was stimmt nicht mit mir? Es reicht mir bei der Arbeit mit lieben Menschen umgeben zu sein und gehe darin auf. Privat bin ich lieber allein. Wenn ich an früher denke so ist es als wäre ich ein komplett anderer Mensch geworden. 

 

27.10.2010 um 09:45 Uhr

Unliebsame Pflichten

von: nacktschnecke   Kategorie: ...und sonst

Asche auf mein Haupt. Bisher fuhr ich konsequent mit Sommerreifen durch die Welt. Nachdem uns aber der Winter im letzten Jahr so reichlich Schnee bescherte und ich ohne fremde Hilfe oft schon nicht aus der Parklücke kam, leiste ich mir heute einen Satz Allwetterreifen. Lieber würde ich dafür shoppen gehen. Investitionen fürs Auto kommen mir immer so überflüssig vor. Obwohl das natürlich Quatsch ist. So ein Auto will schließlich unterhalten werden damit es bei Laune bleibt und mich weiterhin schön brav von A nach B bringt. Nachdem die Reifen nun bestellt sind bin ich aber doch etwas verunsichert. Denn kurz danach kam mir zu Ohren, dass ein neues Gesetz verabschiedet werden soll, wonach im Winter ausschließlich Winterreifen vorgeschrieben wären. Ich hoffe nicht, dass das stimmt und künftig auch mit neuen Reifen noch bestraft werden kann. Wozu machten Allwetterreifen dann überhaupt noch Sinn?

 

23.10.2010 um 09:36 Uhr

Zwischenstand

Gestern ist es wieder später geworden als erwartet. Ich war bereits im Aufbruch als das Telefon klingelte und sich noch ein kurzfristiger Termin ergab. Meine Kollegen schmunzelten nur weil sie das bereits kennen. Es macht mir nichts aus. Einzig, dass es schwer ist, um diese Uhrzeit zu Hause noch einen Parkplatz zu finden. Doch diesmal hatte ich Glück und so verwarf ich die Überlegung mir im Spätkauf noch einen Salat zu holen, worauf ich richtigen Heißhunger hatte. Gleichzeitig wurde mir bewusst wie grotesk das ist. Bloß nicht weiter drüber nachdenken...

Der Märchenmann legt sich temporär wieder ins Zeug... wie so oft, wenn er seine Felle davon schwimmen sieht. Ich bin mir noch nicht sicher ob ich mich auch zum hundertfünfundzwanzigst gefühltem mal wieder darauf einlassen will, wenn am Ende doch nur wieder das Murmeltier grüßt. 

Seitdem schlafe ich wieder sehr unruhig und träume noch intensiver als sonst. Während ich träume ertappe ich mich dabei gewisse Dinge als Zeichen zu erkennen und noch dort zu analysieren. Das ist so eine Mischung aus Traum und Wirklichkeit bei der ich mir oft über das Träumen bewusst bin, dann scheinbar erwache, obwohl ich doch weiß, dass ich gar nicht erwacht bin weil die Umstände fremd sind. Dennoch fühlt sich alles sehr klar und echt an. Wenn ich früher ganz selten mal solche Klarträume hatte waren sie mir unheimlich. Inzwischen finde ich sie spannend.

Nun ist erstmal Wochenende. Die Sonne scheint und alles ist gut...

 

20.10.2010 um 16:26 Uhr

Unstet

Wie komisch das manchmal ist.

Kaum habe ich mich auf meinen neuen "Umstand" eingestellt und bin bereit ihn so anzunehmen bzw. mich darauf einzurichten will alles wieder ganz anders kommen. Es fällt mir schwer. Offensichtlich bin ich da wohl recht unflexibel. Ich mag es nicht, dieses Hin und Her. 

 

19.10.2010 um 09:34 Uhr

Intuitiv

Ich brauche keine Worte (mehr).

Was ist sagt mehr als alles andere.

 

18.10.2010 um 21:20 Uhr

So könnte es bleiben

Noch immer ist nichts ausgesprochen. Doch die Gewissheit wird immer gewisser. Ich schnüre mein Päckchen auch ohne Worte.

Der Tag begann wundervoll als mir ein völlig Fremder beim Hundespaziergang 'Guten Morgen' zurief während ich mein Auto vom herbstlichen Laub befreite. 

Der ganze Tag war wie ein ausgleichendes Geschenk, welches mich über meine Traurigkeit hinweg hob. Alles passte heute irgendwie. Die Kollegen, die Arbeit, sogar das Wetter, auch wenn ich es nicht nutzen konnte.

Es ist rund. Ich schöpfe Kraft aus diesem Tag, der nun allmählich ausklingt. Hoffentlich kann ich gut schlafen und träume nicht wieder irgendwelchen Mist.

 

17.10.2010 um 23:10 Uhr

Es ist soweit

Es ist vorbei. Stumme Gewissheit breitet sich in mir aus.

Dies ist hoffentlich der Augenblick von dem ich rückblickend einmal sagen werde, das war der Schlüsselmoment.

Die Rolladen fallen und drinnen geht das Licht an.

Ich bin mir noch nicht sicher welches Gefühl gerade dominiert. Müsste ich mich spontan festlegen, wäre es die Leere, gleich gefolgt von Ernüchterung, die mir die Kehle verschnürt. Ich will nicht weinen. Doch die Tränen lassen sich nicht aufhalten und rollen einfach ungebeten drauf los. So als wollten sie mir sagen: mach Platz für Neues, es ist an der Zeit.

Die Erleichterung lässt noch auf sich warten.