Küss' mich - wenn Du kannst!

31.01.2013 um 09:49 Uhr

Liebe und Liebe

Erst dachte ich H. muss gespürt haben, dass da was in der Luft liegt. Ich kann das gar nicht richtig benennen. Während ich mich innerlich abwandte muss sich etwas auf ihn übertragen haben. Möglicherweise war es aber auch genau umgekehrt? Jedenfalls war es für mich kein Zufall, dass H. letztes mal herumdruckste und es dann auf den Punkt brachte. Er spürte genau wie ich, dass wir an einem ganz bestimmten Punkt angelangt sind, der nach irgendeiner Art der Veränderung verlangte. 

Wir redeten. Uns beiden tat es gut damit etwas von unserer jeweiligen - ganz unterschiedlichen Anspannung herauszunehmen. 

Während H. um Zeit bat bot ich an, den Kontakt ganz zu lösen, um lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende zu erzeugen. Ich möchte nicht, dass er meinetwegen leidet. Unerwarteter Weise musste ich selbst dabei schlucken. H. ist mir wirklich wichtig geworden in den Jahren. Wir haben so eine tolle Ebene, können miteinander lachen und albern sein aber auch genau so gut super tolle Gespräche führen. Ich kann mich ihm öffnen und gleichzeitig in seine Seele schauen. Ich könnte ihm alles anvertrauen und weiß so viel mehr als andere - viel engere Menschen um ihn herum. Er ist sanft und respektvoll. Aber H. liebt mich auf eine fast schon schmerzhafte Weise.

Es kann und wird nie eine Zukunft für uns geben. Ich liebe ihn auch... aber nicht als Mann. "Nur" als Mensch und Freund. Ich begehre ihn nicht. Und überhaupt verbieten mir unter den gegebenen Umständen meine Prinzipien derartige Überlegungen. Das war eigentlich von Anfang an klar.

Am Ende kniete er vor mir als würde er mir einen Heiratsantrag machen wollen und entschied, dass ihm gerade wieder klar geworden ist, dass er auf mich nicht verzichten wolle und sagte, dass wir uns in 4 Wochen, wenn er von seiner Geschäftsreise zurück ist wiedersehen werden. 

 


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