Küss' mich - wenn Du kannst!

27.05.2012 um 10:28 Uhr

Mopsig

Als ich letztens an der Ampel stand sah ich eine Frau mit ihrem Mops gegenüber stehen. Während des Wartens schaute ich auf den Mops und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass auch er mich anschaute. Wir gingen dann los und der Mops ließ mich nicht aus den Augen. Frau und Hund gingen an mir vorüber während ich zu dem Mops sagte: "Na du bist ja ein Feiner." Frau zog sich umdrehenden Mops weiter und Mops drehte sich auch nach etwa fünfzig Metern immer wieder zu mir um. Schade, dass er angeleint war. Von Weitem sah ich die Frau dann das erste mal lächeln. Sie wunderte sich wohl auch über diese seltsame Begegnung. Ich lächelte auch. was für ein schöner Moment. Wenn Tiere reden könnten...

 

02.06.2011 um 14:24 Uhr

Fluchttier

ME ist ein Fluchttier.

Gestern habe ich ihn gefragt, wann er sich das letzte mal nur Zeit für sich genommen hat. Wann er bewusst mich sich alleine war und ob er dann und wann mal in sich hinein hört. Noch nie meinte er. Mit Problemen hätte er nichts am Hut. Das fängt bei der Steuererklärung an, zieht sich durch sein Privatleben und hört wohl nirgendwo auf. Er ist ein Entertainer, ein Spaßmacher und eine echte Rampensau. Die Bühne ist sein Leben. Er ist ein absoluter Sympathieträger, mit dem es nie langweilig wird. Tiefgehende Gespräche kommen jedoch nicht zustande. Man hat das Gefühl, dass er nicht lange an einem Ort verweilen kann. Auch nicht im Geist. Bisher habe ich ihn immer nur aus meiner Sicht gesehen und er tat mir oft leid, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass so jemand innerlich wirklich glücklich sein kann. Jemand, der sich niemals seinem inneren Ich widmet, dessen Leben nur aus Bewegung besteht, der in einem schönen und luxuriösen Umfeld lebt, der sich alles leisten kann und dem trotzdem die Frau davon lief, der im Grunde seines Herzens Sehnsüchte hat, die keine Erfüllung finden.

Gestern war das anders. Ich spürte ein leises "Ja" als er sagte: "Sicher ist es mit mir nicht einfach. Aber ich bin hier auf der Welt, um mich zu bewegen, die Menschen zu bespaßen. Davon lebe ich und dann gehe ich wieder." 

 

14.04.2011 um 11:48 Uhr

Der Nachbar

Vor ein paar Tagen träumte ich nachts sehr intensiv von meinem Nachbarn. 

Ich befand mich gerade in einem Geschäft, in dem man mir davon erzählte. Die Nachricht wurde an mich herangetragen als würde es mich mehr betreffen als es eigentlich der Fall war. Genau genommen so, als würde es überhaupt nur mich betreffen. In der Tat war ich sehr bestürzt. Er hatte sich das Leben genommen und niemand hat es vorher geahnt. Schnell ging ich nach Hause und sah von Weitem schon wie einige Männer in seiner Wohnung geschäftig die Spuren beseitigten. Ich sah das Blut auf dem Boden und fragte mich, wie er es denn getan hat.  Das fand ich nicht heraus. Ich versuchte mir vorzustellen, wie er sich in den letzten Tagen seines Lebens gefühlt haben muss und fragte mich WARUM? 

Immer wieder denke ich an diesen Traum, der sich irgendwie festgefressen hat und weiß nicht was das zu bedeuten hat.

20.03.2011 um 13:00 Uhr

Knut

Sehe ich die Bilder vom einst kuscheligen und liebevoll umsorgten kleinen Knut so liegt die Vermutung nahe, dass er an gebrochenem Herzen gestorben ist und selbiges blutet mir wenn ich an dieses arme Wesen denke welches ein schönes Leben hatte, bis es für die Menschen zu gefährlich wurde. Nun war er plötzlich auf sich allein gestellt, musste ein Eisbär sein und sich unter seinen Artgenossen zurecht finden.

Die große Frage ist, wie hätte man es besser machen können? Hätte man ihn einfach sterben lassen sollen als seine Mutter ihn verstieß...? Was war das süß, als der kleine Kerl so tapsig die Welt eroberte. War man sich denn aber nie darüber bewusst, dass dieser kleine Kuschelbär auch mal ein großes Raubtier wird und was dann mit ihm werden soll? 

Ich denke, das ganze Konzept Zoo sollte grundlegend überdacht werden. Es ist und bleibt Quälerei, Tiere in einem Bruchteil des für sie wirklich benötigten Lebensraumes gefangen zu halten und diesen künstlich nachzustellen. Kein Wunder, dass viele Tiere sich unter diesen Bedingungen so schlecht vermehren. 

Lieber  Knut  jetzt hast Du es bestimmt besser...

 

 

03.03.2011 um 16:01 Uhr

Er und Sie

Er (vorwurfsvoll): Die Mehlschwitze mache ich nur für Dich in den Eintopf.

Sie (trotzig): Das hättest Du ja nicht tun müssen.

Er: Soll ich die Mehlschwitze jetzt weg schütten?

Sie: Erinnere Dich doch bitte, wie ich seit Jahren meine Eintöpfe mache.

Er: Ich bin jetzt unsicher wenn Du sie doch nicht magst.

Sie: Du machst die Mehlschwitze extra wegen mir, weil Du weißt, dass ich den Eintopf so lieber mag und willst jetzt von mir wissen, ob Du sie weg kippen sollst? 

Er: Sag' doch einfach ja oder nein.

Sie: Werde ich nicht tun, weil ich weiß, dass Du die Antwort genau kennst und mich jetzt nur zu einer Ja oder Nein Antwort gängeln willst. 

Er: Dann schütte ich sie jetzt weg.

Sie: Dann ziehe ich jetzt aus.

 

(Er: hat sie nicht weg gekippt.

Sie: ist nicht ausgezogen.)

 

25.01.2011 um 11:40 Uhr

Multipel

Ich entdeckte da diesen Test und war zunächst überrascht denn dieser sagte mir ich würde wie Rainer Maria Rilke scheiben. Wow! Wie Rilke?! DER RILKE? Mein Ego fühlte sich geschmeichelt. Doch dann wollte ich es genau wissen. Je länger die Textprobe desto exakter und eindeutiger wäre das Ergebnis. Also nahm ich als Gegenprobe Texte aus meinem Blog und einst geschriebene Briefe...

Plötzlich schrieb ich wie Johann Wolfgang von Goethe, wie Sigmund Freud, Peter Handke (den ich zu meiner Schande gar nicht kenne) Ildiko von Kürthy und Melinda Nadj Abonij (kenne ich auch beide nicht). Dann wieder wie Rilke. Dann ließ ich es. Du meine Güte! Was soll ich denn jetzt von meinen multiplen Schreibstilen halten!?

 

24.11.2010 um 21:20 Uhr

Tiere im Alter

 

Haben Tiere eigentlich ein Bewusstsein für ihr eigenes Alter? 

 

 

16.11.2010 um 10:16 Uhr

Brand im Karlsruher Zoo

Etliche Tiere verbrannten qualvoll bei lebendigem Leib. Eine Handvoll alter Elefanten konnten mit schweren Brandverletzungen gerettet werden...

Man vermutet Brandstiftung.

Was geht in Menschen vor, die sich zum Spaß oder welchen Gründen auch immer an unschuldigen Tieren vergreifen?

 

 

14.11.2010 um 22:16 Uhr

Ich hab' heut'

 

FREUDE IM HERZEN.

 

11.11.2010 um 21:14 Uhr

S*elbstverletzung

Ich habe so etwas noch nie zuvor gesehen. Eine junge Frau beim Sachen probieren. Beim Umziehen kam sie immer mal wieder aus der Kabine. Mit bloßen Armen. Ich habe nicht draufgestarrt weil ich nicht wollte, dass sie sich begafft fühlt. Aber gesehen habe ich sie trotzdem. Die unzähligen Narben. Ich war zutiefst berührt und versuchte mir vorzustellen, wie jede einzelne zustande gekommen sein mag. Wieviel Leid diese Frau in ihrem Leben schon erfahren hat. Wie sie sich in jenen Momenten gefühlt haben muss. Sie wirkte völlig normal auf mich. Ich fühle mich von solchen Menschen angezogen, will mehr darüber erfahren. Aber ich konnte sie ja schlecht ansprechen...

 

11.09.2010 um 09:42 Uhr

Ich wünsche mir

Wenn ich früher zur Arbeit fuhr dann weil ich von irgendwas leben musste. Eine Art Pflichtveranstaltung. Dabei ist es nicht so, dass ich sie nicht gemocht habe. Aber angestellt zu sein ist doch etwas anderes als eigenständig. Anders als selbst entscheiden zu können. Heute fühlt es sich familiär an. Ich schaue nicht auf die Uhr und warte ungeduldig auf den Feierabend. Da werden es schnell mal ein paar Stunden mehr ohne dass es mir etwas ausmacht. Ich fühle mich wohl und wenn ich mich von meinen Leuten verabschiede dann mit einer liebevollen Umarmung. Ich gehe mit Freude im Herzen und komme mit der gleichen Freude wieder.

An Kontakten mangelt es mir nicht. Dennoch fehlt mir etwas. Ich hätte nie gedacht, dass ich das mal sagen würde denn eigentlich bin ich sehr gerne mal allein. Doch nun habe ich in meinem Leben aufgeräumt. Menschen die sich als Freunde ausgaben aber keine waren habe ich aus meinem Leben verabschiedet. Sie haben mich angezapft und ausgesaugt. Sie taten mir nicht gut. Zum ersten mal mache ich mir bewusst, was übrig bleibt und fühle mich allein. Es ist wohl vielmehr die Vorstellung im Kopf, dass da niemand ist, der wirklich teil hat. Genau genommen war das aber nie anders. Ich habe es nur nicht so wahrgenommen.

Wieviele Menschen umgeben sich mit Partnern, die sie nicht wirklich lieben und an denen sie ständig etwas auszusetzen haben? Dennoch bleiben sie zusammen und quälen sich gemeinsam durch Jahre und Jahrzehnte. Weil sie nicht allein sein wollen oder bequem sind oder denken, sie finden niemanden mehr. Sind sie nicht auch allein?

Ich will keine faulen Kompromisse mehr. Ich wünsche mir Menschen an meiner Seite - egal ob als Freund oder Partner, die mich meinen, die interessiert sind, die aufrichtig teilhaben, die nachfragen und für mich da sind wenn ich sie brauche und umgekehrt. Alles andere ist Energie- und Zeitverschwendung.

Leider wachsen solche Menschen nicht an Bäumen...

 

05.09.2010 um 11:55 Uhr

Berührt

 

Das berührt mich gerade ganz tief.

 

02.09.2010 um 15:59 Uhr

Ist das so?

 

Widersprich' nie einer Frau.

Warte fünf Minuten. Dann tut sie es wahrscheinlich von selbst.

Keine Ahnung, welcher Kopf diesen Ausspruch tat.

Ob ich das so unterschreiben würde?

 

05.08.2010 um 12:19 Uhr

OMG!

 

      *klick*

 

Man beachte das vor Begeisterung ausflippende Publikum.

Schön artig von Mutti zurecht gemacht...

Was liebte ich dieses Lied - als Kind.

Heute mag ich es auch noch ein bisschen... um der alten Zeiten Willen.

 

 

31.07.2010 um 13:00 Uhr

Die Kraft der Musik

 

Sie kommt gerade wieder. Meine Lebensenergie. Heute morgen noch suchte ich nach ihr. War antriebslos, versunken im Chaos, das so gar nicht meiner Natur entspricht.

Was ist passiert?

Nichts. Außer dass ich mich seit dem von meiner Lieblingsmusik beschallen lasse. Direkt ins Ohr. Ohne störende Außengeräusche. Ich werde eins mit ihr und meiner Emotionalität. Könnte heulen und lachen zugleich. Es ist wunderbar das Leben in sich zu spüren. Alles was ich tue - selbst die ungeliebten aber doch notwendigen Handgriffe gehen plötzlich wie von selbst. Ich bin gar nicht da.

Gibt es etwas Schöneres und Kraftvolleres als Musik? Mehr als alles andere kann sie in mir Stimmungen erzeugen... 

 

29.07.2010 um 11:08 Uhr

Warum?

 

So etwas hat es bei uns nicht gegeben.

Ich bin entsetzt. Traurig. Ich verstehe es nicht.

Warum sagst Du sowas?

 

29.07.2010 um 10:51 Uhr

Träume

 

... sind der Proviant auf dem Weg zum Ziel.

 

20.07.2010 um 10:34 Uhr

*Kopfschüttel*

Stimmung: fast schon amüsiert

 

Ist immer wieder interessant, was Menschen von sich geben wenn ihnen die Argumente ausgehen...

 

 

17.07.2010 um 08:53 Uhr

Freude!

 

IST DAS

SCHÖÖÖÖÖN!

Die Arme ausbreiten... sich mitten in den so heiß ersehnten Regen stellen... mit der Natur vereinigen...

singen, tanzen und das Leben feiern.

 

 

16.07.2010 um 22:29 Uhr

Versunken in eine andere Welt

 

Momentan fühle ich mich dort viel wohler als hier. Alles ist so schön... so stimmig, so echt. Darüber vergesse ich fast wo ich eigentlich bin. Und manches kommt mir hier gar nicht mehr richtig vor...