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Also gestern, ja? Das war ja, nun, turbulent könnte man sagen. Auf der Bahnfahrt mit neuer Lieblingsmusik in ordentliche Endzeitstimmung gebracht, trat ich meinen letzten Tag an. (Na, wenn das nicht nach Aufbau eines Spannungsbogens klingt! Aber Romane schreiben liegt mir nicht, daher fasse ich mich kurz.) Gearbeitet habe ich nicht mehr, dafür eine große Abschiedstournee durch das Klinikgelände veranstaltet, Briefe, Kuchen und Süßkram verteilt (ohne albernes HoHoHo), und im Austausch dafür herzliche Umarmungen, gute Wünsche und jede Menge äußerst erfreuliches Feedback eingesackt. Ja, das war schon schön. Sehr sogar. Und traurig. Sehr sogar. Aber ich hatte selbst nach "Feierabend" keine Chance, mich nur ansatzweise in Selbstmitleid zu suhlen, weil: keine Zeit.
B. ist nämlich in der Stadt und hat gestern bei mir übernachtet. Ferienlager!!! Ja, und da haben wir Rotwein getrunken bis zum Abwinken, geredet, geredet, geredet und gelacht. Und uns gefreut, dass wir uns haben, immer wieder, weil sich zwischen uns nichts ändern wird. Nie! Gegen Drei waren wir dann müde vom reden, reden, reden und lachen, und sind zur Wiederholung der "Gilmore Girls" eingeschlafen. Für immerhin vier Stunden. Dann hatte der Sandmann offenbar keinen Bock mehr und hat mich aus dem Nimmerland geschmissen. Was mir sowas von egal ist, denn heut muss ich ganz einfach nicht ausgeruht, konzentriert oder mental anwesend sein. Heute ist es völlig ausreichend, wenn ich einfach nur existiere..