hm
(Nicht Notausgang.) Die hab ich heut gezogen, so feste es eben ging. Irgendwie ist man halt doch kein Amateur mehr. Und wenn es dabei nur um die eigene Person geht. Raus aus der Bude! Regen? Is Wurscht. Ein langer Spaziergang, viel frische Luft und 33 Fotos. Ein bisschen unheimlich ist es doch, dieses Hochwasser. Nunja. Hoffen wir einfach.
Und richtig am Hebel gerissen habe ich, als ich mich mit A. getroffen habe. Auf zwei kleine Bier in einer Kneipe, die ich bisher noch nicht kannte. Thematik angerissen, aber keine Problemdiskussion. Ein Angebot seinerseits gibt mir ein gutes Gefühl. Wenn mal wieder nix geht und so.
Ok. Das war jetzt ein Abend. Aber immerhin.
Ob ich das packe. Jemals. Und so.. weil.. wegen.. na deshalb eben. You know?
Ich
Ich
Ich
Ich. Immer dreht sich alles nur um mich. Aber klar, ist ja auch mein Weblog!
Egozentrik. Günstig abzugeben! Allerdings nur für Selbstabholer. Wir haben schließlich Hochwasser.
Ob.
Und wenn alles eigentlich nur Illusion war? Ich habe sie satt, diese Kämpfe. Zumal man doch schlauer sein müsste. Müsste man doch, oder? So close, no matter how far..
Schieße mir mein Hirn mit brüllend lauter Musik lahm und fühl mich ziemlich elend. Die Kippelstimmung der letzten Tage hat sich also für eine Richtung entschieden. Seis drum. Ich bin müde. Sehr müde. Und es regnet. Nach innen und außen.
Begann spät, nach einem sehr bizarren Traum, der mir noch immer ziemlich bildhaft vor dem geistigen Auge abrufbar ist. Prinzipiell- aber ich will grad nicht. Ehm, is ja auch nich so wichtig. Was stand denn auf dem Programm heute? Hausordnung.. sehr spannend. Minutensache.. kostet aber immer wieder Überwindung.
Haare färben. Musste mal wieder sein. Frauen wissen einfach, wann der richtige Zeitpunkt dafür ist.
M. hat mich unangekündigt besucht. Er kam auf ein Stündchen vorbei und hat Arbeitsstress abgeladen. Im Gegenzug hab ich mich für den Dezember "entschuldigt". Er war überrascht. So, wie man überrascht sein kann, wenn man mich ein paar Jahre kennt.
Am späten Abend kam J. vorbei. Irgendwie seh ich ihn mit anderen Augen. Er hat durchaus etwas anziehendes. Aber das schiebe ich auf den drohenden Frühling… Hormone und so.
Und sonst so? Nix. Einfach so: NIX.
Na so eine Freude. Nachdem die Sonne gestern ja bereits halb Deutschland begrüßt hat, ließ sie sich heute tatsächlich auch bei uns blicken. Wenigstens ein paar Stunden. Schade nur, dass ich den überwiegenden Teil dieser Stunden im Bett verbracht habe… unfähig, mich nur einen Zentimeter zu bewegen. Ja, man wird eben nicht jünger und die Arbeit – ach Schwamm drüber. Doch weil die Wunderwaffe Tageslicht ja gegen so manches WehWehchen wohltuend heilende Wirkung hat, hab ich mir meine Übergangsjacke übergeworfen und bin raus an die Luft, auf Schneeglöckchenjagd. Als bräuchte ich einen Beweis, dass es jetzt wirklich endlich losgeht. Meteorologen können schließlich viel erzählen. Doch irgendwie… ich weiß nicht. Nach Frühling, Sonne und Sturm & Drang sah das dann doch nicht aus.
Viel war noch nicht los im Park. Ich hab mich auf eine Bank gesetzt, ein Zigarettchen geraucht und versucht, den trüben Gedanken ein bisschen Einhalt zu gebieten. Schieben wir es auf die Übermüdung, aber der Tageslichtrevolver war heut scheinbar nicht geladen. Naja. Nach einer Stunde hab ich beutelos wieder den Heimweg angetreten. Um dann, versteckt unter allerhand Buschwerk doch noch ein paar lustig blühende Gesellen zu entdecken.
Portrait im Sack und froh über dieses Lenz-Geschenk ist es mir auch ziemlich egal, dass ich auf dem Weg zu diesem Bild unbemerkt in hunderte matsch-getarnte Haufen Hundekacke getreten bin.
Heut haben nur welche mit geknickten Flügeln Eintritt. Ob nun Möwen, Libellen oder Engel.. das ist doch wirklich egal.
Analysis für Nichtalleinwohnende: Warum dieser Tag dann doch noch rundum gelungen ist: Ich hab eine Geflügelfrikadelle gegessen, ein paar aufschlussreiche sms getauscht, die Musi bis Anschlag gedreht, so gut und so laut es ging mitgeschrien, noch eine Frikadelle gegessen und einfach nur den Gedanken genossen, dass ich jetzt vierzehn Tage lang völlig, also gänzlich und total, alleine in dieser Wohnung bin. Das ist ein Geschenk. Und jeder, der in einer WG wohnt, weiß, dass Weihnachten, Geburtstag und Ostern auf einmal ein Scheißdreck dagegen sind!