07.04.2006 um 00:37 Uhr
06.04.2006 um 23:56 Uhr
What the Bleep do we (k)now?
Hmmmkay. A. und ich waren heut also im Kino. Zum oben genannten Film. Sagen wir's mal so. Der Anfang war wirklich vielversprechend. Gespickt mit tiefsinnigen Fragen, die sich im Laufe des Lebens irgendwann vermutlich jeder mal gestellt hat. 'Warum bin ich hier?' 'Wo gehe ich hin?' 'Was ist Realität?' Eine Handvoll Experten auf dem dritten Bildungsweg dokumentierte die Reise durch Bewusstsein und Quantenphysik mit jeder Menge kluger Aussagen, ohne dabei jedoch wirklich zum Punkt zu kommen. Natürlich steht die Frage am Anfang. Doch in einem derartig angelegten Film erwartet man auch so etwas wie Antwort. Und die liegt meines Erachtens jenseits von 3-D-Animation irgendwelcher Wackelpuddingrezeptoren und redundanter Phrasendrescherei. Hochgradig unbefriedigend. Ein vernichtendes Urteil? Kommt wohl auf den Blickwinkel an. Zu viele offene Fragen, zu viele lediglich angerissene Themen, wo der motivierte Zuschauer letztlich doch auf die eigene Gedankenwelt angewiesen ist. Per se nicht verkehrt, aber bitte nicht nach einer solchen Einleitung. Zusammengefasst könnte man sagen: 'Ja, an diesem Punkt waren wir schon lang genug. Wie aber geht's weiter?'
Naja, den nächsten Film darf dann A. aussuchen.
Das anschließende Sit-In bei Beck's und Pringles in seiner WG war da um einiges erhellender. Sein Mitbewohner (samt Freund) gesellte sich zu uns, und wir verbrachten den Abend mit ausschweifenden Diskussionen über Lokalpatriotismus, lebensverlängernde Maßnahmen und funktionale Sprachstörungen. Irgendwie hatte das was. Es schreit förmlich nach Wiederholung.
05.04.2006 um 23:36 Uhr
Grün auf Rot
Oder: Ich beschäftige mich jetzt wieder mit den "wichtigen Dingen". Nein, nicht mit der Frage, warum den Rosen seit Jahrmillionen scheinbar nutzlos Dornen wachsen. Es handelt sich um die Sorte banaler Wichtigkeit. Naja, muss ja, ne?
05.04.2006 um 12:55 Uhr
Traum
Ich hab geträumt. Sehr gegenständlich, intensiv und gleichzeitig wirr. Jedenfalls aus dem Blickwinkel der Wachwelt. Krieg war angekündigt für die Stadt. In Form eines Bombenangriffs in einem festgeschriebenen Zeitraum. Gegen achtzehn Uhr Beginn, das weiß ich noch. Entweder hatte ich derartiges schon einmal geträumt oder ich habe diese Erinnerung selbst auch geträumt, dieser Angriff jedenfalls hatte "dieses Mal" etwas von einem wiederholt zelebrierten Ritual. Ich wusste, was zu tun war, erinnerte auch plötzlich ein Versteck, das mich das "letzte Mal" überleben ließ. Und so hatte ich auch weniger Angst, fühlte mich lediglich gehetzt und angespannt, weil ich noch Wasser und ein paar dicke Klamotten zum überziehen besorgen musste. Und wie das so ist im Traum, wenn man eigentlich keine Zeit hat… man wird zum vergesslichsten Menschen der Welt, muss zig mal zurück und hat am Ende doch nicht alles zusammen, was man braucht. Ich war mit ein paar anderen verabredet, wir wollten gemeinsam zu diesem Versteck. Ich wusste lediglich, wie das Haus in etwa aussah, mein Cousin kannte den Weg dahin. Ja, und irgendwie kam es nicht mehr dazu, dass ich dorthin konnte, weil plötzlich ein Uniformierter im Fenster erschien und mich mit seinem MG erschoss. Ich weiß noch, dass es sich sehr unangenehm anfühlte, nicht direkt schmerzhaft, eher wie ein krampfhafter Druck, gefolgt von einem tiefen inneren Fallen, das lange nicht aufhörte. Ich war mir bewusst, in diesem Augenblick zu sterben, aber wie das so ist bei geträumten eigenen Hinrichtungen, der Tod setzt einfach nicht ein. Und so kam es, dass ich "diesen Krieg" erschossen "überlebt" hab. Als der geplante Angriff vorbei war, fand ich mich in einer Art Lazarett wieder, zwischen lauter Menschen, die seltsam entstellt waren. Nicht verwundet oder so, eher genetisch fehlgebildet, ohne Augen, mehrere Köpfe und so was. Ich hab mir dann meine Kamera gegriffen (die hatte ich seltsamerweise bei mir, das Wasser noch immer nicht) und bin weg von dort. Raus, wo ich inmitten einer riesigen Menschentraube durch die Straßen gegangen bin. Es war irgendwie friedlich, nichts zerstört, die Stimmung, und vor allem das Licht erinnerten an Weihnachtsmarkt. Ich hab die bunt erleuchteten Fassaden fotografiert, das weiß ich noch. Dann irgendwann muss ich wach geworden sein.
04.04.2006 um 22:45 Uhr
Nun
So'n bisschen was von Krankenhaus hat das Ganze ja inzwischen. Vielleicht sollte ich dem mintgrün-goldenen Kalb ja auch einfach nen Herzinfarkt vortäuschen.. Ach nee, nix geht über sterile Kinosessel.
04.04.2006 um 22:12 Uhr
Rendezvous am Donnerstag.
Oder auch Filmgucken mit A.. Um siebzehn Uhr. Klingt nach Kindervorstellung. Ist es aber nicht, sondern nur der Seltenheit geschuldet, mit der dieser, ja, ausgerechnet dieser, Streifen in den städtischen Kinos läuft. Wir treffen uns vor Ort. Wenn nicht irgendein Herzinfarkt oder eine Alkoholvergiftung dazwischenkommt. Bei den Götzen in Mintgrün mit Mundschutz weiß man ja nie.
Ich hab Hunger. Aber für solche Kinkerlitzchen ist's jetzt zu spät.
04.04.2006 um 20:10 Uhr
Rumpel Rumpel... hohles Poltern..
Fehlen noch die wehenden Reisigbündel, die quer über 's corpus callosum kullern. In anderen Worten: Nichts als gähnende Leere da oben drin. Selbst ein gediegener Wutausbruch oder eine elegante Heulorgie wären mir jetzt lieber als das. Nichts nichts nichts. Wie banal die unmotiviert absolvierten Höhepunkte des Tages. Bett beziehen. Bettwäsche waschen. Bei sechzig Grad und ordentlich Weichspüler. Geburtstagsanruf beim Patenonkel. "Ja, danke, es geht mir prima, und Euch so?" "Fein, fein, läuft alles. Muss ja. Ne?" Kurz vor Ladenschluss noch schnell zwei Vollkornhörnchen kaufen, um wenigstens irgendwas noch im Magen zu haben. Bei soviel Stress kann man das Essen schon mal vergessen. Und dann die Überraschung. Dieter Thomas Scharping ruft mich an. Völlig unvermittelt. Mich. Na mal schauen, vielleicht weiten wir unser, durch einen warnenden Akku zwangsweise kurzgehaltenes, Gespräch an anderer Stelle aus. Und A. erkundigt sich telefonisch nach meinem Befinden. Und auch danach, ob es bei unserer Donnerstagsverabredung bleibt. Huch, die hatte ich schon wieder vergessen. (Ein Detail, das er selbstverständlich nicht wissen muss.) Ein wirklich fruchtbares Telekling mit Herrn Pan war, aufgrund widriger Umstände in Form von startenden oder meinetwegen auch landenden Düsenjets unmittelbar neben seinem Freisprech bisher nicht möglich. Aber noch hat dieser Tag ja knapp vier Stunden. Rumpel Rumpel…
04.04.2006 um 04:50 Uhr
Eine Schicht für's Ego
Schicht für Schicht sozusagen. Ha ha. Nungut. Aber heut die neun Stunden im Laden waren wirklich für's persönliche Album. Greatest Moments.. oder so ähnlich. Zwei Wochen Schlaf- und Appetitlosigkeit scheinen wahnsinnig anziehend auf die Männerwelt zu wirken. Wenn auch sonst nicht mehr viel geht, die Rolle hinterm Tresen hab ich immer noch ziemlich gut drauf. Ich will das gar nicht weiter kommentieren. Weil ich es nicht kann. Schwamm drüber. Und zwei Kommilitonen hab ich mit Bier versorgt. Diese Begegnung hat mich zwangsläufig an mein "anderes Leben" erinnert. Es ist so fürchterlich weit weg, und ich weiß nicht, ob ich in nächster Zeit dahin zurück finde… damned.
02.04.2006 um 23:21 Uhr
It's the end of the world (as we know it)
Um dieses Lied irgendwann einmal in Echtzeit mitsingen zu können, muss ich vermutlich noch so einige VHS-Kurse "Zungenakrobatik" belegen. Bis dahin begnüge ich mich mit Zuhören. Und rhythmischem Fußwackeln. Das jedoch erinnert ein wenig an Parkinson.. von außen gesehen, meine ich. Zum Glück sehe ich mich höchst selten so.
02.04.2006 um 17:51 Uhr
01.04.2006 um 22:17 Uhr
Das schöne
01.04.2006 um 20:15 Uhr
01.04.2006 um 18:26 Uhr
01.04.2006 um 05:33 Uhr
Joa, ne?
So in etwa könnte der Titel meines heutigen Beitrags lauten. Eine Tagesüberschrift in der Rückschau quasi. Oder auch: "dezembriger April", obwohl ja vorhin noch März war. Kurzum: Zwei vor, drei zurück. Tapp tapp. Verhext oder bestraft, so wirklich spielt das keine Rolle. Wer kann schon für seinen Stoffwechsel? Aber um fair, und vor allem ehrlich zu bleiben: Im Laden war's die Nacht gar nicht so übel. Aushaltbarer Stress, meine Musik, man hat mich in Ruhe gelassen. Das ist mehr, als man von einem Durchschnittsfreitagsdienst erwarten kann. Und was das ganze Drumherum betrifft: Es geht eigentlich nicht um Suche nach Identität, stabiler Ichform oder gar Seelensubstanz. Im Grunde geht es um die Suche nach einem halbwegs verlässlichen Spiegelbild. Rot, Blau, Groß, Breit… das ist auf Dauer einfach nix. Stabilität erschafft sich nicht aus sich selbst heraus.. Angekündigte Erdbeben.. das wär doch was. Wenigstens ein Anfang.
