Zwischenwelt(en)

30.06.2006 um 15:13 Uhr

So ein Dreck..

Da wollte ich von einem sportlichen Highlight zum nächsten schliddern.. Quasi im Galopp vom deutschen Rasen auf die französische Straße.. und dann sowas. Allein, dass "Ulle" nicht mitfährt, und somit Feindbild Nummer eins weggefallen ist, wäre schon Grund genug gewesen, bestenfalls die Zusammenfassungen zu sehen. Aber jetzt? Werd ich mir wohl selbst das verkneifen. Dopingverdacht wohin man guckt. Schade. Und ärgerlich. Irgendwie.

30.06.2006 um 14:54 Uhr

Verschämt und ganz klein ganz groß..

Happy Birthday.. lieber Ffffffffffffff... :-)

28.06.2006 um 01:07 Uhr

Ach ja

Heute kam er. Tatsächlich und leibhaftig. Lange angekündigt und doch irgendwie vermisst. Der Regen. Begleitet von Wind, Blitz und Fernsehausfall. Schön. Wirklich schön. Das kann ich jetzt so sagen, denn inzwischen ist es ja auch nicht mehr gefährlich.

28.06.2006 um 00:50 Uhr

Ich wollte es mit einem Foto versuchen..

Aber hat nicht so richtig geklappt. Nicht so, wie erwünscht jedenfalls. Foto? Hä? Na von dem "Armband", das ich gerade trage. Ein Streifen Papier, zusammengepappt mit einem Stück Klebeband, dekoriert mit dem Motto des heutigen Abends: "Trinken hilft". Widerspricht jeder therapeutischen Richtlinie, mir aber grad herzlich egal. Ich hatte einen großartigen Abend in A.s WG. Mit Lachtränen, Nichtfußball und One-women-entertainment vom feinsten. Oft kommt es anders.. und meistens sowieso als man denkt. Und so.

27.06.2006 um 12:54 Uhr

Hopp Schwiiz!

Ach, es war ja zum weinen. Irgendwie. Das Spiel meine ich. Ordentlich in rot-weiß und mit einer guten Portion Optimismus im Gepäck war ich also arbeiten gestern abend. Noch vor Anpfiff war ich drauf und dran, zwei Leuten Lokalverbot zu erteilen - die wollten einfach für die falsche Mannschaft jubeln! So geht das natürlich nicht. Na gut. Ich hab sie dann sitzen lassen.. waren ja auch ganz artig die Jungs. Tja, dann kam es, wie es kommen musste, nach diesem zähen Spiel mit raren Chancen der absolute worst case. Elfmeterschießen und ich ohne Valium. Inzwischen hatte sich eine Traube vor dem Tresen gebildet.. ach Traube, ein Weinberg! So ein Anblick ist dieser Tage wirklich selten; in den letzten Wochen war der Laden eher "weniger gut" besucht, ums mal schweizerisch diplomatisch auszudrücken. Shevchenko vermasselt - der Saal tobt. Es sollte die einzige Gelegenheit zum toben bleiben. Was folgte.. ach, reden wir nicht drüber. Wirklich bemerkenswert war, dass sich im restlichen Dienstverlauf nahezu jeder genötigt fühlte, mich ob meines Outfits entweder zu bemitleiden oder zu verspotten (oder mich tatsächlich einfach nur mit "Ey Schweiz!" anzusprechen). Besonders niedlich fand ich immer so tröstende Worte wie: "Ach, sei nicht traurig, in zwei Jahren zur EM kannst Du das Shirt ja wieder anziehen." In der Summe war's ein außergewöhnlich lustiger Abend. Und die Jungs sind nur deshalb ausgeschieden, weil sie einfach zu friedlich, zu gut, zu neutral sind, um andere Mannschaften verlieren lassen zu können. Jawohl.

26.06.2006 um 10:55 Uhr

Wohnen nach Wunsch

Oder: Ich hab den Durchblick!

Oder: Jahaa, ich hab gestern Fenster geputzt. Ein bisschen dem ollen Aberglaubewunsch folgend, es würde anschließend ein Platzregen folgen, der sich gewaschen hat. Aber nüschte. Pfurztrocken die Welt. Und heiß. Vielleicht sollte ich meinen Herrn Papa bitten, bei uns im Hof seinen Wagen (ich wollte immer schon mal Wagen statt Auto sagen) zu waschen. Todsichere Methode. Nur wird er sich wohl kaum überzeugen lassen. 500 Gründe, die dagegen sprechen. 500 kleine Kilometerchen.. hach.

24.06.2006 um 10:40 Uhr

Hallo Maamiiis

Hört mal zuuuuuuuuu!

Wie ich diese Drecksbälger verabscheue.. Diese Voll-mit-guten-Früschten-und-guter-Mülsch-Fruchtzwerge-löffelnden Patienten. Und wie die erst ihre Mütter später hassen werden.. wenn sie konfrontiert werden mit ihrem neurotischen Geplärre. Warum ich mich so aufrege? Weil ich eben die Fernbedienung nicht schnell genug gefunden habe. Ich hab gewöhnlich ne ziemlich hohe Toleranzschwelle, was Werbung angeht. Aber bei dieser einen wird mein pawlow'scher Umschaltreflex aufs beste trainiert.. Übrigens dicht gefolgt von der Activia-Madame, die so anschaulich ihre Bauch-Entspannung gestisch unterlegt..

24.06.2006 um 00:08 Uhr

Was geht denn so?

Nehee, ich sitze nicht den ganzen Tag im flaggengeschmückten Kämmerlein und beobachte knackige Fussballerhinternse (Ach, ich würde aber gern!), stattdessen bücke ich mich so sechs, sieben manchmal auch acht Stunden am Tag in meine Bücher und eigne mir haufenweise Wissen an. Zur Ätiologie der depressiven Störungen beispielsweise. Da machen sich hunderte Fachleute jahrelang Gedanken, dabei ist die Lösung so einfach: Zwinge einen Menschen unter dem Vorwand, es stünden enorm wichtige Diplomprüfungen an, dazu, das Ereignis schlechthin, das in Einmaligkeit kaum zu übertreffen ist, nahezu zu verpassen, lustige Abende und Nachmittage im Kreise seiner Beamer-fixierten Freunde zu versäumen und sich stattdessen durch endlos dicke Wälzer zu quälen, und voilá: Da hast du ihn - den depressionsgebeutelten Menschen. Soziale Isolation? Vorhanden! Interessenverlust? Indirekt. Ich kann meinen wirklichen Interessen schließlich nicht nachgehen. Gedrückte Stimmung und Traurigkeit? Hallo, ich verpasse die We-ehemm! Antriebsminderung? Ha, erzähl mir was neues! Aber wer wird sich denn beklagen? So eine Jammer-Depression ist schließlich eine höchst unhübsche Diagnose. Man macht sich damit so unbeliebt bei den Therapeuten.

Naja neenee (wie Ex-LAG D. immer so schön geseufzt hat).. wird schon, wa? Morgen Achtelfinale mit echtem Interessenkonflikt. Natürlich kein Vergleich mit der Haderei, wenn erstmal Deutschland und die Schweiz im Finale stehen. (Das Lachen habe ich überhört!)..

Tschuldigung.. das, was an konstruktiven Gedanken noch vorhanden war (habe ich den depressionsbedingten Konzentrationsmangel schon erwähnt?), habe ich vorhin geballt in einer einzigen E-Mail aufgebraucht. Leichte Ermüdbarkeit. Stimmt, das sollte man natürlich auch nicht vergessen.

16.06.2006 um 10:42 Uhr

Kleines Resümee

Etwas verspätet zwar, die selbstgesetze Frist ist seit zwei Tagen verstrichen, aber ein Wort trotzdem. Oder zwei. Mein "Projekt" lief soweit ganz gut, so dass ich mir erneute vierzehn Tage gebe.

Ansonsten? Leuchtet die Welt schwarz, rot, gold. Es ist ein Fest! Turbulent auch die fußballfreie Zeit, aber das gehört vielleicht dazu. Zu dem, was man so Sommer, Freundschaft, Leben nennt.

08.06.2006 um 12:02 Uhr

That was weird!

Oh wie hab ich gut geschlafen letzte Nacht. Nicht zuletzt eines endlos langen Traumes wegen.. Man mag es gutheißen, verteufeln oder gekonnt ignorieren - die [aufgrund des berechtigten Kommentars editiert:] Fußball - WM 2006 ist allgegenwärtig. Selbst nachts. In meinem Kopf. Tzz. Wenn es nach meinem Unterbewusstsein geht, findet das Eröffnungsspiel in meinem Heimatort statt. Meine Familie hat 6 ungültige Eintrittskarten und vor dem Stadion stehen ganze 5 Dixi-Klos, keine Schlangen davor. Ist doch was! 1,5 Stunden vor Anpfiff stelle ich fest, dass ich immer noch im 150km entfernten Bett liege und eigentlich keine Chance auf Pünktlichkeit habe. Da wird mir bewusst, dass ich das alles nur träume und bin ganz gelassen. Nach dem Motto: Wenn ich will, schaff ich es trotzdem. Und so finde ich mich mitten in den verregneten Rängen wieder. Gleich gehts los. Ein Blick auf die Uhr verrät mir: Es ist plötzlich 20.15 Uhr. Hä? Sollte das Spiel nicht 18.00 Uhr beginnen? Ich habe das ganze Spektakel verschlafen!

Schnitt.

Eine Psychiatrie auf dem Lande. Ich habe die Seiten gewechselt und befinde mich relativ orientierungslos in einem riesigen Schlafsaal. Die Patienten wirken alle ziemlich entspannt und auch sonst erweckt die gesamte Szenerie eher den Eindruck einer großzügigen Kuranstalt für Menschen mit eher alltäglichen Seelen-Wehwehchen. Auf der sonnigen Terrasse entdecke ich meinen besten Freund aus Pubertätstagen, und freue mich, dass er mich besucht. Hier. Soweit draußen. Ich stelle fest, dass er ebenfalls Insasse ist. Was ihm fehlt, weiß ich allerdings nicht. Er ist gerade ins Gespräch mit 2 Mitpatienten vertieft und teilt mir im Nebensatz mit, dass Deutschland 3:0 gewonnen hat. (Na das lässt doch hoffen für morgen, oder? Hm.) Tablettenausgabe. Ein Pfleger, der in einer Art Fahrkartenhäuschen sitzt, reicht mir eine handvoll dicker blauer Pillen rüber. Auf meine Frage, was das denn sei, nennt er mir zwar den Namen des Medikaments, ich kann damit allerdings wenig anfangen und beschließe, das Zeug nicht wahllos zu schlucken, sondern den Chefarzt persönlich um Erklärung zu bitten. Dieser, in Gestalt meines Praktikums-Chefs, begegnet mir umgehend auf dem Flur. Er habe mich schon gesucht. Hm?? Da ein Gespräch unter vier Augen an diesem Ort nicht möglich ist, veranstalten wir ein gar lustiges Schauspiel, um uns ins Turmzimmer zu verabschieden. Auf dem Weg dahin suche ich nach Erklärungen für meine Anwesenheit. Sein Piepser geht. Moment. Nee, das war mein Handy. Auf meinem Nachttisch. SMS. Argh! Alle Versuche, meinen Traum und damit meine entschuldigenden Ausführungen fortzusetzen, schlagen fehl. Ich geh Kaffee kochen.

01.06.2006 um 21:51 Uhr

Vorsichtig

Ich wage einen Versuch. Ein Selbst-Experiment. Unwissenschaftlich aber grundlegend, mit dem Hauch einer Struktur. Möglicherweise wird es mir schwerfallen - am Anfang, aber noch bin ich das, was man allgemeinhin wohl optimistisch nennt. Vielleicht ist es sowas wie die berühmte letzte Chance. Ja, wenigstens hier kann ich dem Ganzen ja einen Touch Dramatik verleihen. Im wirklichen Leben ist es einfach nur Arbeit. Auf einer Großbaustelle. Ganz ohne Bagger, Schaufel oder Bohrer.