Zwischenwelt(en)

31.07.2007 um 21:40 Uhr

Wir sind Helden..

von: Discovery   Kategorie: Außenwelterleben

Mein Roller und ich. Jaha, ich bin jetzt motorisiert.
In einem Anfall von mentaler Abwesenheit Großzügigkeit und Geberlaune hat mir mein Vater seinen 49,13ccm-Feuerstuhl vermacht, holla, und ich habs angenommen, das Geschenk.
Am ungebremsten 58kmh - Maximum - Fahrspaß haben mich bisher nur die 500 Kilometer zwischen elterlichem und meinem Wohnort gehindert.
Aber da mein Vater nicht nur spendabel, sondern auch noch ungemein entgegenkommend (wörtlich) ist, hat er das Ding die halbe Strecke mit dem Kleinbus mitgenommen. Die andere Hälfte hab ich heute in einem 6- Stunden - Ritt hinter mich gebracht. S-e-c-h-s Stunden über verlassene Landstraßen durch Orte, die niemand kennt. Kilometerlang.. nichts. Nur Wald. Oder Feld. Oder Nichts. („Ich fühl mich heut so leer, ich fühl mich Brandenburg.." frei nach Rainald Grebe.)
Auch wenn ich im Augenblick nicht den Eindruck habe, je wieder richtig sitzen zu können, muss ich schon sagen: Gute Sache. Columbus kann sich nicht verwegener gefühlt haben. Der Geschmack von Freiheit und Abenteuer. Rauchfrei. Seit nunmehr vierzehn Tagen.

27.07.2007 um 00:28 Uhr

Zeitperspektive.

von: Discovery   Kategorie: Außenwelterleben

Nein.
Es ist kein Rezidiv, sagst Du. Eine Fluktuation.
Eine Stunde Gespräch.
Ich draußen und Du das Gegenteil. Jedenfalls voneinander entfernt.
Ich bin nicht ich selbst, oder vielleicht gerade das.
Ein Freak.
Chronisch, sagst Du. Nie ohne.
Es wird immer da sein, sagst Du. Zusammen müssten wir wissen, wovon wir sprechen.
Immer immer immer.
Ich verabscheue dieses immer.

25.07.2007 um 19:43 Uhr

Seid fruchtbar und mehret euch!

Heute morgen hatte ich es also wieder, das große Vergnügen mit der roten Couch, die in Wahrheit ein Rattansessel ist. Und auf der Suche nach den Gründen meiner derzeitigen Verstimmtheit erfuhr ich, dass es mein inneres Kind ist, das sich meldet und bemüht ist, die Oberhand zu gewinnen. Aha. Jetzt gesellt sich zu Narzisschen, Madame Ratio und zum Schwarzen Ich also auch noch ein Balg, um das sich gekümmert werden soll. Ist ja prima. Wenn ich zukünftig noch ein paar mal den Therapeuten wechseln sollte, brauch ich ne größere Wohnung.
Was mache ich denn jetzt mit dem Kind? Kinder sind mir unheimlich, deshalb meide ich für gewöhnlich den Kontakt.
Jetzt hab ich selber eines, und noch dazu im Kopf! Das kann ich nicht mal eben Zigaretten holen schicken und in der Zeit schnell das Türschloss wechseln. Was soll ich machen?
Ignorieren?
Mobben?
Traktieren?
Beobachten. Ich werde es vorerst nicht aus den Augen lassen, jeden Schritt belauern und verfolgen. Vielleicht verzieht es sich ja von alleine wieder.

25.07.2007 um 00:35 Uhr

Pur. Und zwar ich, nachdem ich alle Tore selbst eingerissen habe.

von: Discovery   Kategorie: Außenwelterleben

Ich hatte eben tatsächlich sowas wie konstruktive Gedanken, gemischt mit der Musik, die ich in den letzten Stunden wieder für mich entdeckt habe. Gute Gedanken. Ich verlasse diese und angle mir die nützlichen Ideen aus der Parallelwelt. So einfach. Klappt offenbar nicht auf Ansage. Verdammt aber auch.

Mu- sik! Ich verlange Musik! Die von der großartigen, ewigen Sorte. Musik macht mich gesund. Beatmet mich. (Ich krieg keine Luft! Lauter, Schwester, lauter!) Scheiße scheiße.. ich bin wirklich auf die dunkelste Vergangenheit angewiesen.

Youtube als virtueller Fixpunkt. Die Kanäle sind sauber. Und wenn sie es nicht wären, spielte es im Moment der wörtlichen Notdurft keine Rolle. Infiziert ist infiziert. Musik ist toxisch, terroristisch. Die ganz alten Kracher, die vom un- zum geküssten Zustand verholfen haben, verschaffen sich grad Platz. Ja, es steht schlimm um mich. Suche krampfhaft nach Erdung. Morgen. Morgen hört sich diesen, meinen Rotz wieder jemand an. Für Geld. Drei Wochen Therapiepause.. ist doch ne Zumutung, gell?

24.07.2007 um 23:26 Uhr

Radiohead.. Exit Music

Breathe, keep breathing, don't lose your nerve, breathe, keep breathing
I can't do this alone..

Zeilen, die ich schreien möchte. Grad jetzt. Was um Himmels Willen haben diese Abendstunden an sich, dass sie mich immer so zum austicken bringen? Das ist doch nicht normal für eine Bank.

24.07.2007 um 15:05 Uhr

Immer hübsch mit der Ruhe.

von: Discovery   Kategorie: Außenwelterleben

Ich glaube, es dauert noch ein paar Stunden, bis ich aufhören kann, das Tageslicht zu hassen. Nach meiner Woche Krankmache gestern im Laden wieder von Null auf Tausend, natürlich personell unterbesetzt, aber wer konnte auch ahnen, dass die Freaks bei der Wärme nicht auf den Grill-Weiden gammeln. Routiniert wie bei Ford am Fließband zapf, zapf, dreisechzigbitte, stimmtso, dankeschön, und bei dir? plop, einsfünfzig, danke, und bei dir? ham wir hier nich, und bei dir?
Als ich nach Hause kam, rannte mich F., zur Arbeit eilend, im Treppenhaus fast über den Haufen, für ihn war schon Diens- für mich immer noch Montag, ein Knoten im Raum - Zeit - Gefüge, hoppla. Die Überlegung, die Nacht gar nicht zu schlafen musste dem Klimpern der Augenlider weichen, man ist eben nicht mehr die Jüngste, aber wem sag ich das.
Das mit dem Hinlegen hätt ich mir allerdings sparen können, in unserem Haus nistet sich derzeit nämlich eine Fastfood-Kette ein, und die warten mit ihrem täglichen Baubeginn nicht, bis Madame ausgeruht ist. Skandalös. Schlagbohrer, Kreissäge und Hammer auf Blech - ich weiß nicht, wie ich mich je über die Elstern im Hof beschweren konnte. Aber: Ist alles halb so wild, außer einem Baumarktbesuch zum Zwecke des Blumenspritzenumtauschs plane ich heute keine größeren Aktivitäten. Halbe Kraft - völlig ausreichend.

24.07.2007 um 06:42 Uhr

Baustein eins

von: Discovery   Kategorie: Beziehungsweise

Er sollte mir bitte keine Gedichte schreiben.

23.07.2007 um 19:52 Uhr

Von der Idee zur Kategorie

von: Discovery   Kategorie: Beziehungsweise

Ein kurzer sms-Wechsel mit dem Verrückten, und ich bin mir sicher: Meine Entscheidung war richtig.
Auf der Suche nach den Gründen dieser gefühlten Richtigkeit, und mit der Hypothese im Bauch, dass das Fehlschlagen dieser Beziehung nicht ausschließlich an mir und meinen Unfähigkeiten lag, drängten sich mir so manche Überlegungen über Eigenschaften auf, die der Mann eines meiner zukünftigen Lebensabschnitte unbedingt/auf keinen Fall mitzubringen hat.
Ja, das mag jetzt sehr rigoros, halsstarrig und meinetwegen auch verzweifelt klingen, aber mal ehrlich, wenn ich mir vornehme: Mein nächster Mann ist ein Macho-Arsch, so ist das einfach zu verwaschen, so ziellos, damit kann doch keiner was anfangen. Dagegen sind konkrete Vorstellungen fast schon verwirklichte Ziele. Und mal angenommen, es käme irgendwann zur Begegnung mit der berühmten guten Fee. Wie praktisch wäre es, man könnte ihr die lang gehegten Wünsche zackzack und präzise erdacht entgegenschmettern, ohne anschließendes "Ach je, hätte ich nur daran gedacht, dass er ja um Gottes Willen nicht Fan von PUR oder Atze Schröder sein sollte." Also.
An den ersten Formulierungen arbeite ich noch.

23.07.2007 um 12:30 Uhr

Es ist nicht alles pathologisch.

Von wegen Näheprobleme. Ich mag es einfach nicht, wenn in meiner psychophysischen Komfortzone zuviel atmendes Beiwerk unterwegs ist.

22.07.2007 um 21:21 Uhr

Regression

Ein Tag, an dem gar nichts passiert. Hier in meiner kleinen Welt, in der ich mich heut bewege wie eine Amöbe. Unsichtbar, angestrengt und formlos. Und am liebsten gar nicht.
Ein Zustand, so gewollt und provoziert. Jetzt sollte vor dem ZuBettgehen nichts mehr klingeln, klopfen oder anrufen. Die Zelle muss regenerieren.

22.07.2007 um 01:39 Uhr

Schluckauf..

Und ich weiß nicht, was außer esslöffelweise Zucker, rothaarigen Glatzköpfen und fünfzehn Schluck Wasser das Zwerchfell noch entstimulieren könnte... Hick hick hick und hick machens Schlafen schierlings unmöglich.

22.07.2007 um 01:02 Uhr

Gelegentlich..

von: Discovery   Kategorie: Außenwelterleben

Da treffe ich A., meinen besten Freund, und wir grillen zu zweit, reden, spielen Federball, trinken, rauchen nicht (!), beschweren uns über das Leben und seine Gemeinheiten, und am Ende ziehe ich folgende Bilanz:
[Ursprünglich stand hier eine Reihe von vermasselten Chancen und verpassten Gelegenheiten]
So, wie es war, war alles gut, weil sinnvoll.
Ich bin kein Freund von esoterischen Schicksalsduseleien, aber an Tagen wie diesen übernehme seltsamerweise ich die Rolle der Zwangsoptimistin und rede alle Niederlagen schön, verscheuche Selbstzweifel und Eventualitäten und bin ganz vorn an der Front der Topffindetdeckelverteidiger. Mein vierter Vorname ist Positivität..
Glaube mir, lieber A., auch Du wirst eines Tages... ach, was red ich hier eigentlich. Guck Dir doch das Elend an da draußen. Alleine sterben kann nicht schlimmer sein.
Hüstel. Nein. Es hat auch wirklich Vorteile, einen depressiven Arzt zum Freund zu haben. Der Abend war sehr nett. Unzweideutig: Rischtsch gut! Nachhaltig sozusagen. Wahrhaftige Belohnung folgt dann also morgen. Pssst, Schweigepflicht.

Fünfter Tag ohne Zigarette.. der Anmerkung wegen.

20.07.2007 um 02:57 Uhr

So.

von: Discovery   Kategorie: Außenwelterleben

An sich war dit janz einfach. Sagen, dass es nicht so geht und fertsch.
Haben dann noch ne Flasche Wein und ein paar Bier geleert und ich hab keine geraucht.
In Worten: Keine.
Ich weiß, dass es darum grad nicht gehen sollte, aber die Art und Weise, wie wir uns getrennt haben, rechtfertigt genau diese genau so. Das ist es. Ich bin wieder Single. Let`s drive.

19.07.2007 um 20:17 Uhr

Noch 40 Minuten.

Dann nehme ich den vierten Anlauf. Na gut. Den dreieinhalbten.
Diesmal ohne Wein, der mir den Willen kaputt macht. Auf neutralem Boden und bei Tageslicht. Stark sein, Madame, stark sein, es geht schließlich nur um das Ende einer Beziehung.
Jetzt eine rauchen.. das wär was..

19.07.2007 um 17:32 Uhr

Drive.

Nicht Mc-, nicht -through, schlicht Drive. Und zwar von R.E.M..
Das Lied ohne Höhepunkte, von mir ungeliebt, bis mich das erste Hallenkonzert zur Besinnung rief. (Wie konnte ich nur!)
Habe bei youtube eine entzückende Live-Version gefunden, die seit Tagen die gesamte Nachbarschaft erfreut. Gut. Einfach nur verdammt richtig gut.

19.07.2007 um 14:36 Uhr

Klammheimlich

von: Discovery   Kategorie: Außenwelterleben

wächst da was..

Ich werde es im Auge behalten. Nicht, dass am Ende noch ein Affenbrotbaum draus wird.

18.07.2007 um 22:54 Uhr

Zweiter Tag.

Devise ab heute: Karies statt Krebs. Habe meine Leidenschaft für "Party-Mallows" entdeckt. Sind schweinesüß aber qualmen nicht. Fein durchgehalten hats, das Narzisschen.

17.07.2007 um 22:55 Uhr

Wortkarg.

Und wenn ich nun eine Beziehung, noch gar nicht lang, ich diese aber gern nicht mehr, weil ich mir beginnend vielleicht etwas anderes vorgestellt, ich nun aber schon mehrere Anläufe zur Beendigung gebraucht und vergeigt, dann wäre der Hase zum Hundsopfer geworden. Aber so?! Schon wieder so abstandssuchend. Herrje.

17.07.2007 um 21:31 Uhr

Neues Projekt.

von: Discovery   Kategorie: Außenwelterleben

Heute morgen noch vor dem Aufstehen beschlossen: Zukünftig Finger weg von Gauloises, Luckys und derlei Geschnätz. Ab jetzt lebe ich rauchfrei.
Und dabei spielten Überlegungen zum Klima- und Kontoschutz tatsächlich nur eine untergeordnete Rolle. Aus dem profansten aller Gründe habe ich aufgehört (Aussagen hübsch so formulieren, als seien die Handlungen abgeschlossen und stünden nicht noch zur Bewältigung an), und zwar meiner Gesundheit wegen. Dass mich hypochondrische Symptomsammlerin die nackte Panik vor den Spätfolgen meiner Sucht (Jaha, böses Wort) nicht längst eher erfasst hat, grenzt ohnehin an ein Wunder. Halsschmerzgelegenheit nutzen und Schluss damit. Jetzt.

Gott, war dieser Tag lang...

13.07.2007 um 14:05 Uhr

Er ist wieder da.

Mitbewohner A. hat den Mozartkugeln den Rücken gekehrt und erfreut mich seit gestern Nacht wieder mit seiner Anwesenheit. Hach.