Zwischenwelt(en)

19.03.2010 um 16:39 Uhr

8 Wochen.

von: Discovery   Kategorie: Schief gewickelt

Ganz oft ist er ganz niedlich und ganz oft auch ganz laut. Und noch öfter ist er ganz wach. Meistens wenn es draußen dunkel und leise ist.
Unsere Augenringe graben sich tiefer und tiefer ein, werden chronisch. Den Gedanken, den Schlaf der letzten Nacht einfach später nachzuholen, glauben wir uns selbst schon nicht mehr, aber er hilft beim durchhalten.
Zum Glück hatte ich weder Vorstellungen noch Erwartungen, sonst wäre ich sicher enttäuscht. Es ist keine rosa Zuckerwattenbabykuschelwelt. Aber auch nicht die reine Hölle. Irgendwas dazwischen, angeröstete Watte vielleicht.
Manchmal stehen wir verliebt am schniefenden Stubenwagen und können uns nicht satt sehen.
Und manchmal ertragen wir einander und nichts nicht mehr, weil alles so anders ist als zuvor.
Aber wir reden miteinander und geben uns Mühe. Ganz erwachsen.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenNachtwolf schreibt am 19.03.2010 um 16:54 Uhr:Die Erfahrung lehrte mich sich abzuwechseln. Erst der eine die Arbeit übernimmt, der andere sich zum schlafen legt. Möglichst in einen anderen Raum. Da wo er jedenfalls schlafen kann. Und einen Tag später, oder wenn der Wachposten nicht mehr kann, dann wurde getauscht. So bekommt jeder seinen wichtigen Schlaf. Kann ein jeder sich mal erholen. Und man geht sich nicht gegenseitig auf die Nerven, weil jeder durch seine Müdigkeit extrem gereizt ist. Das verhindert unnötige Spannungen und hilft super über die Zeit. Der Tag wird kommen, wenn der kleine Wurm mal eine Nacht durchschläft. Dieser Tag wird kommen... ganz sicher. Es bedarf nur etwas Geduld. ;-)

    Ich drück euch ganz fest die daumen. Ihr schafft das schon.
    PS: Omas für ein paar Stunden fest mit einzubinden, hilft auch super. Erstens lieben es Omas wenn sie mal so`n klein Enkel bemutteln können und zweitens hat man dadurch mal wieder ein paar Stunden zu zweit. Ist gut für die Zwischenmenschliche Harmonie. ;-)
  2. zitierenZwischenweltler schreibt am 19.03.2010 um 17:15 Uhr:Wie sagt der Volksmund? "Schön, wenn der Schmerz nachläßt."
    ...in Deinem Fall: Mal wieder acht Stunden durchschlafen ist besser als ein Orgasmus. ;)
    Ich habe die ersten Wochen auch als blanken Streß in Erinnerung. Doch wenn man dann wieder mal etwas Zeit ganz für sich hat - und sei's nur eine Stunde -, sich das arme Hirn wieder auf Normalbetrieb umstellen kann und das hungrige Blärren so langsam von lustigem Gesabbel abgelöst wird, dann verfliegen die Erinnerungen an diese Streßphase ganz schnell wieder. So ein Kinderlachen ist eine tolle Wiedergutmachung.

    Und was das "ganz erwachsen" angeht: Auch dieser Zustand ist umkehrbar. ;)

    Halt die Ohren Steif!
    Ich drück dich ganz lieb ((@))
  3. zitierenDiscovery schreibt am 19.03.2010 um 20:32 Uhr:Lieber Wolf,
    Wir probieren es schon mit einer Wechseltaktik.. die ist sicher nicht ideal, aber besser als unsere anfänglichen Versuche, Arbeitsteilung im Sinne gleichzeitiger Präsenz zu üben. Naja, vielleicht testen wir das mal mit den getrennten Räumlichkeiten.. zu verlieren gibts ja nichts :-)
    Mit den Omas ist das so eine Sache. Die, die ICH bevorzugt einspannen würde, wohnt 500km entfernt.. leider leider. Aber auch die Option der hiesigen Oma haben wir immerhin schon 2 Mal genutzt ... Ja, ausbaufähig. Aber das liegt an meinem Schatten, der in diesem Fall irgendwie riesig ist.


    Lieber Herr Z.,
    Du kennst meine Orgasmen nicht! *hust*
    Die Zeit ganz für sich.. da sagste auch was. Vor einer Woche war ich ja mal auf Besuch im "Laden".. Fotos zeigen unter anderem. Aber eben auch mal wieder ganz ohne Kind einfach nur mit Freunden schwatzen und Bier trinken. Bier trinken!! Hach, war dit schön.
    Und auf die Osterwoche freue ich mich auch schon enorm. Rügen steht auf dem Plan.. und jede Menge Familie. Alles prima Babysitter, die sich um Enkel, Neffen, Großneffen, Cousin reißen. Da können der Schmock und ich in aller Ruhe Seeluft schnuppern und Beziehung pflegen.

    Ich will aber nochmal betont wissen, dass mein Sohnemann nicht ausschließlich nervig und anstrengend ist. Wenn er nämlich grad nicht mit Spucken oder Schreien, weil er gleich spucken muss, beschäftigt ist, zeigt er sein sonniges Gemüt von einem Ohr zum anderen.
    Und dieses Lachen ist so ansteckend.. hihi.
  4. zitierenZwischenweltler schreibt am 19.03.2010 um 20:45 Uhr:Lust auf Familie... diese Worte... hey! ;)

    Und keine Angst, ich weiß, daß dieser (mein) Schnappschuß kein Anlaß für Verallgemeinerungen ist. Ich find ihn klasse!!!
  5. zitierenWari schreibt am 24.03.2010 um 10:03 Uhr:Fast dünkt es mich, ich wäre die Einzige, der durchwachte Nächte nichts ausgemacht haben, fast meine ich in den Boden kriechen zu müssen, weil ich es so anders empfunden habe. (Und ich gestehe, ich war so dumm, dem Meinigen damals den Rücken freizuhalten - sprich, er musste nachts nicht aufstehen, er musste nicht nach dem schreienden Kind schauen, er musste nicht ...). ABER ... ich habe mich dafür tagsüber hingelegt, wenn die kleinen Geister den Schlaf der Gerechten schliefen, um mich des nachts um so mehr zu fordern. (Der Lütte brachte es auf konsequente 8x pro Nacht! - macht summa summarum ca. 45-60 Minuten Schlaf zwischen den einzelnen "Mama, ich brauch dich!"-Attacken) Ich habe dafür eben konsequent den Haushalt Haushalt sein lassen, weil mir unser (Über)Leben wichtiger war, als irgendwelche zusammengelegte Wäsche :-)

    Glaub mir, das wird alles besser werden!

    Dafür war meine erste Nacht ohne Ruhestörung der reinste Horror - ich fühlte mich morgens wie ausgekotzt! Und brauchte drei geschlagene Wochen, um mich an den Luxus-Zustand Durchschlafen zu gewöhnen ...
  6. zitierenDiscovery schreibt am 25.03.2010 um 17:37 Uhr:Ja, mein (falscher, ich weiß) Haushalts - Ehrgeiz tut da sein übriges. Aber ich bilde mir ein, die äußere Chaosfreiheit zu brauchen, um nicht vollends durchzudrehen. War schon ohne Kind so.

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