Zwischenwelt(en)

27.10.2008 um 13:08 Uhr

Blogeintrag zur Erledigungsvermeidung wichtiger aber langweiliger Angelegenheiten.

von: Discovery   Kategorie: Außenwelterleben

Wieder drei Tage für die Seele waren das. (Ich lasse dem Kitsch freien Lauf.)
Nur zwei Wochen Vorbereitung, ich denke, das kann man noch unter spontan verbuchen.
Mitbewohner A., der Schmock und ich auf dem Weg an die See, das allein ist freudeträchtig, aber B. besuchen, das ist sensationell.
Ganz nebenbei haben wir hinfahrend sogar Hamburg kennen gelernt. Im Dunkeln. Unbeabsichtigt. Atlanten in der Beifahrertür mögen spießig sein, wären aber an manchen Stellen sehr nützlich gewesen, denn es besteht ein frappierender Unterschied zwischen ‚Sich den richtigen Weg merken' und ‚Auf den richtigen Weg zurück finden'.
Freitag Abend gab es nach dem großen Wiedersehenstanz nicht nur Kartoffeln mit Quark, sondern auch einen Abstecher zu B.s Freunden, welche sehr sympathisch und außerdem trinkfest sind. Wir wären ja gern noch länger geblieben, aber nachdem die Gastgeber ins Bett gegangen waren, hielten wir es für angemessen, leise die Wohnung zu verlassen.
Der Samstag begann mit einem ausgedehnten Frühstück, wie es sich für Urlaube gehört, und schließlich schmeckte auch der Kaffee im zweiten Anlauf ganz wie gewünscht. Den ganzen Nachmittag lang schien uns am Strand die Sonne auf den Kopf, der Schmock erfreute sich an der eigens erworbenen Lenkmatte und ich... hab gelacht. Über vieles und zwar kräftig. Wie gut so ein kurzer Horizontwechsel tut. Andere Luft, anderer Laufgrund. Memo an mich: Öfter machen! Die Schweinekatze muss davon ja nichts mitbekommen.
Am Abend lernten wir weitere Freunde von B. kennen. Noch sympathischer und noch trinkfester. Ich kann jetzt „achtundachtzig" auf Holländisch sagen. Wer weiß, wozu das im Leben noch mal gut sein wird.
Der Sonntag Morgen kam dann viel zu plötzlich. Doch weil ich von allen am wenigsten verkatert und noch dazu bester Laune war, durfte ich zusammen mit B. ihr zurückgelassenes Auto und bei der Gelegenheit gleich Brötchen holen.
Ich.
Selbst.
Fahren.
Und noch dazu dem Schmock sein Wagen! Ich habe seit bestimmt drei Jahren nicht mehr hinterm Lenkrad gesessen. Nagut, als das Auto neu war, zum Anfühlen. Aber da parkte es auf dem Hof.
Alles ging gut, beulenfrei bin ich hinter B. durch die Stadt getuckelt. Die zwei chaotischen Hühner in der Frauenversion von Cobra 11. Großartig.
Bei der Frühstücksvorbereitung überfiel mich die Erkenntnis, dass ich mit dem ganzen Beziehungsding schon beinah so geworden bin, wie ich nie sein wollte. Elternprägung lässt grüßen, es ist ernüchternd. Aber das muss noch durchdacht und darf besprochen werden, darin liegt die Chance, vor dem Rollenungeheuer nicht zwangsläufig zu kapitulieren.
Dem weiten Heimweg geschuldet hieß es gleich nach dem zum Brunch gewordenen Frühstück Abschied nehmen, feste drücken und winken. Im Regen, wie passend aber auch. Manchmal glaube ich, dass das Wetter das extra macht. Es hat Spaß an Melodramatik.
Dieses Mal gabs die Verfahrung erst in ehemals heimatlicher Umgebung, Teufel, wie schnell man doch vergisst. Dafür bin ich den Rest dann gefahren, alles andere als entspannt zwar, weil Autobahn und dunkel und überhaupt, aber immerhin auch dieses Mal beulenfrei. An dieser Stelle spende ich mir selbst tosenden Applaus.
Und eigentlich wars das dann auch schon. Schmuckloser Schluss.

 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenZwischenweltler schreibt am 28.10.2008 um 18:03 Uhr:
    Bei der Frühstücksvorbereitung überfiel mich die Erkenntnis, dass ich mit dem ganzen Beziehungsding schon beinah so geworden bin, wie ich nie sein wollte.
    WIE genau wolltest Du nie sein? Was stört Dich an dieser "Rolle". (Wirklich nur gespielt oder doch gelebt?)
    Ich meine, nicht alles, was man einmal vorgelebt bekam, muß zwangsläufig schlecht sein. Und es liegt am Lauf der persönlichen Reifung, daß aus jugendlich pauschaler Rebellion irgendwann datailliert konstruktive Kritik wird.- ja, werden muß.
    Aber wenn ich Dich recht verstehe, hast Du (habt Ihr) vor, über Beziehungsmodelle nachzudenken. Das finde ich spanndend, und bin diesbezüglich immer für eine neue Idee zu haben.

    Einen schönen Abend für Dich!
  2. zitierenDiscovery schreibt am 29.10.2008 um 09:30 Uhr:Natürlich ist nicht alles schlecht (*pling*), was man mal vorgelebt bekommen hat. Wenn es sich aber schlecht -anfühlt-, kann es nicht richtig sein.
    Die "Erkenntnis" war, dass es tatsächlich Verhalten gibt, das offensichtlich nur Männer an den Tag legen und das auch noch selbstverständlich ist. (Nein, der Schmock ist nicht alleinige Referenz, es waren 4 Herren anwesend)
    Ich hab nie an das "typisch Mann, typisch Frau" geglaubt, oder wollte das vielmehr nicht wahrhaben, aber inzwischen denke ich, dass man schon eine Menge Kraft aufbringen muss, diese Kategorien zu überwinden.
    Nein, ich meine nicht, dass Frauen alles (und vor allem so gut) können müssen wie Männer und andersrum, darum gehts nicht. Aber nur weil es Abläufe vereinfacht (weil es immer so war) oder Diskussionen erspart, muss übernommenes Verhalten nicht zwangsläufig gut sein. Das Argument "Na, wenn es sich doch aber bewährt hat" zieht nur solange, wie es für beide zumindest ähnlich nützlich ist.

    Zum Glück stehen wir erst am Anfang, da kann man bestimmt noch was machen ;)
  3. zitierenZwischenweltler schreibt am 29.10.2008 um 10:13 Uhr:Wenn ich Dich recht verstehe, geht es Dir darum, Menschen, die mit oder schlimmer noch in Schubladen aufgewachsen sind, von diesen zu befreien - die Kategorien aufzulösen, alle Attribute neu zu mischen und danach NICHT wieder in Schubladen zu stecken.
    Damit rennst Du bei mir offene Türen ein. Das weißt Du. ;)

    Inzwischen bin ich mir jedoch sicher, daß diese Liberalisierung des sozialen Miteinanders nur dort funktionieren kann, wo es tatsächlich um gedankliche und somit bewußte Prozesse geht. Oftmals sind bestimmte Verhaltensmuster aber einem geschlechterspezifischen Empfinden geschuldet, welches sich jeglicher Rationalität entzieht. Daran etwas zu ändern, liefe auf eine "emotionale Umerziehung" hinaus, was aus meiner Sicht reine Utopie ist.
    (siehe auch: http://www.blogigo.de/ctm2/Der-domestizierte-Mensch/24/)

    Wenn Du also "Bewährtes" infrage stellst, müßte zunächst geklärt sein, ob es sich rational oder emotional bewährt hat.
    Es ist schwer, hier ohne konkrete Beispiele zu arbeiten.
    Sagen wir einmal so: Einem gläubigen Menschen den weihnachtlichen Kirchgang ausreden zu wollen, ist illusorisch, weil hier eine tiefe emotionale Verankerung vorliegt. Einem Mann jedoch das Pinkeln im Sitzen beizubringen, ist ein rational-argumentativer Prozeß, der durchaus Erfolg haben könnte. ;)

    Vielleicht kannst Du ja doch einmal ein Beispiel nennen, welches typisch männliche Verhalten da gerade am Pranger steht.
  4. zitierenDiscovery schreibt am 29.10.2008 um 13:53 Uhr:Naja, der Anspruch des Menschen-aus-Schubladen-befreiens scheint mir dann doch etwas heroisch und einfach zu hoch gegriffen.
    Mir geht es darum zu beobachten, in welchen Schubladen ich selbst denke bzw. längst drin stecke und ob ich das dann so hinnehmen muss, oder ob sich was dagegen tun lässt. Bzw. zu welchem Preis.
    Was ist mir mehr wert: Rollen anders zu definieren bzw. wenigstens bewusst zu machen und implizite Erziehung oder Zugeständnisse, mit denen ich aber kein gutes Gefühl habe, um des Friedens und der "Leben-und-leben-lassen"- Maxime willen.

    Das Beispiel würde jetzt zu lange dauern zu erläutern.. leider.

    Die Frage, die sich mir stellt, ist einfach folgende: Inwieweit bin ich überhaupt "berechtigt" den Stehpinkler umzuerziehen? (Jetzt von dem wirklichen Nutzen in Sachen Hygiene mal abgesehen)
    Welches Recht nehme ich mir heraus, das überhaupt zu versuchen?!
    Wo ist der Unterschied zwischen: Einem geschlechtsspezifischen Verhalten ("Er kann ja nichts dafür") und lediglich der Ausrede des geschlechtsspezifischen Verhaltens.. und ist allein die Tatsache, sich mit dem Geschlecht heraus zu reden nicht auch schon wieder geschlechtsspezifisch?
  5. zitierenDiscovery schreibt am 29.10.2008 um 14:20 Uhr:Doch ein Beispiel.. im Rahmen besagter Frühstücksvorbereitung.
    Die Mädels also in der Küche am Werkeln.. das stell ich ja schon gar nicht mehr in Frage. Dass da niemand von den Herren überhaupt auf die Idee käme mitzumachen, ist unschön, aber.. egal.
    So. Nun war im Wohnzimmer, wo wir geschlafen hatten, noch das Bettenlager aufgebaut, allerlei Kram lag rum und nichts war so (allein von den räumlichen Gegebenheiten), dass man hätte essen können.
    Und die 4? Sitzen auf dem Sofa und gucken Aladdin-Trickfilme! Nicht irgendwas.. keine Ahnung, mit Sinn oder so, was man mit viel gutem Willen noch hätte rechtfertigen können. Nee, Trickfilme.
    Kaum flimmert es irgendwo, starren die hin! Und vergessen die Welt ringsum. Ich hätte ein Foto machen sollen.. wenn die mir nicht alle augenblicklich so unsympathisch gewesen wären.
    Ich fand das schrecklich, ehrlich! Dass das eben nicht nur ein Klischee, sondern tatsächlich Realität IST! Sicher wirds Ausnahmen geben, aber der Mann, den ich liebe, gehört dazu!
    Natürlich hatten die Hunger (Und es wagte tatsächlich einer, Eile zu fordern), aber die Bude haben sie erst dann angefangen aufzuräumen, als denen das dreimal gesagt wurde.
    Das, was mich daran so aufregt ist, dass es so dermaßen ins Bild passt.. dass mir die Illusion geklaut wurde, der Schmock wäre anders.. oder ich.. dass wir eben NICHT typisch sind, oder jedenfalls nicht ganz so. Denn schon das Aufregen darüber ist doch wieder klassisch Frau.. statt es einfach als gegeben hinzunehmen.
    Muss ich das? Hat es an dieser Stelle Sinn, es anders haben zu wollen?
    Ach..
  6. zitierenZwischenweltler schreibt am 29.10.2008 um 14:32 Uhr:Atme mal ganz tief durch und stell nicht gleich die ganze Welt infrage. ;)
    Jetzt weiß ich zumindest genau, worauf Du hinaus willst. Eine ausführliche Antwort (die mir am Herzen liegt) kommt später. Gut Ding braucht Weile. :)
  7. zitierenZwischenweltler schreibt am 29.10.2008 um 16:10 Uhr:So, jetzt also. Los geht's...

    Anfangs hatte ich Angst, Du könntest womöglich viel tiefgreifendere Sachen meinen, und ich war erleichtert, daß es hier primär erst einmal "nur" um die Arbeitsteilung in einer Beziehung geht (wenn auch mit weiterreichenden Randgedanken).
    Allerdings muß ich für eine schlüssige Antwort doch etwas quer denken, denn wie Du weißt zähle ich zu den männlichen Exoten, die gerne Kochen und Bügeln und den Herd putzen. ;)

    Was meinst Du, hätte sich der Schmock ebenso verhalten, wenn er alleine in besagter Stube gewesen wäre?
    Ich frage deshalb, weil mir als erstes zwei Stichworte durch den Kopf gingen: Gruppendynamik und Alpha-Kämpfe.
    Keine Ahnung weshalb das so ist, aber auch ich muß häufiger feststellen, daß in geschlechterreinen Gruppen mit Vorliebe Klischees demonstriert werden, welche der Einzelne gar nicht erfüllt. Das betrifft Frauen wie Männer gleichermaßen. Ich persönlich fühle mich in solchen Runden nicht wohl. Aber diese Ansage hilft Dir ja nicht weiter.
    Die vier Knaben haben also das Klischee bedient "Hausarbeit ist Frauensache" und gleichzeitig noch den Kampf ums Alpha-Männchen ausgetragen. Wer zuerst einlenkt, hat verloren. Männer müssen immer kämpfen - vor allem, wenn es um sinnlose Sachen geht. You know... ;)
    Ob es sinnvoll ist, sich gegen diese Form der Gruppendynamik aufzulehnen, kann ich Dir nicht sagen. Dem Problem mit einer guten Portion Humor zu begegnen, würde ich jedoch schon empfehlen.

    Hinnehmen solltest Du das jedoch auf keinen Fall, wenn Dein Bester auch zu Hause solche Allüren an den Tag legen sollte. Die Verteilung der Hausarbeit ist knallharte Verhandlungssache. Das sollte man bei aller Liebe und Verliebtheit nicht vergessen. Falsche Rücksicht oder gar Angst um die Beziehung sind dabei völlig fehl am Platze. Und je früher man diese Verhandlungen aufnimmt, um so geringer ist das Reibungsrisiko später. Eine ungleiche Lastenverteilung, die sich einmal eingeschliffen hat, läßt sich später nur schwer reparieren. Selbst dann, wenn Ihr momentan noch getrennte Haushalte habt, solltet Ihr das nicht aus den Augen lassen.
    Also sprich ihn ruhig einmal darauf an, und frag ihn, ob er stolz darauf ist, bei dem Spiel "Wir ignorieren die Hausfrauen" nicht verloren zu haben. Solch kleine Denkanstöße sollten dann schon zeigen, ob in ihm ein "typischer" Mann steckt oder eben doch etwas Besseres.

    Ach, noch etwas aus eigener Erfahrung. "Hilf mir doch mal bitte dabei!" - bei Verrichtungen, die Du zwar gut alleine machen könntest, aber zu zweit einfach leichter von der Hand gehen - das wirkt manchmal Wunder.
    Ich hab keine Ahnung, wie das so bei Euch zugeht, aber auch in Deiner Bude mußt Du Dich nicht alleine für alles verantwortlich fühlen. Er ist nicht Gast - er ist Partner. Also kann er auch mal bei Dir den Abwasch machen oder so.

    Reicht das für's erste? Ich glaube, auf dem Gebiet bin ich ganz fit. :))
  8. zitierenDiscovery schreibt am 30.10.2008 um 13:00 Uhr:Vielen Dank für Deine Zeilen..
    Der Gedanke mit dem Rudelverhalten liegt in der Tat nahe, und da kann ich mich ja glücklich schätzen, dass die Rolle des Alphas schon vergeben war.
    Wobei ich nicht glaube, dass er die überhaupt übernehmen würde/könnte/wollte. Weiß ich nicht. Doch die Ansätze sind auf jeden Fall vorhanden, -obwohl- er selber gern bügelt (!) und auch wenn wir nur zu zweit sind.
    Da allerdings weise ich ihn zumindest darauf hin, dass er, wenn wir bei mir zu Hause sind, das Geschirr gern in die Spülmaschine räumen darf usw.. In meinem Territorium bin ich sozusagen schon sicherer, was das Anmelden eigener Bedürfnisse und Regeln angeht. Und seitdem gibt er sich auch wirklich Mühe, das merk ich schon. Was mich dabei so wundert oder ärgert oder was auch immer, ist aber eben der Fakt, dass man da erst drauf hinweisen muss. Auf Selbstverständlichkeiten.
    Und vielleicht ärgere ich mich auch nicht mal über den Fakt, sondern darüber, dass ich gedacht hab, ich würde mich über sowas nie aufregen, weil.. hm, das ja alles Vorurteile sind und eben Klischees. Ich glaube, das ist es.
    Ich konnte mir nie vorstellen, dass sowas mal in der Realität zum Problem werden könnte. Offene Zahnpastatuben und solche Scherze, das gibts doch nur in schlechten Filmen oder bei den Eltern. Aber doch nicht im eigenen Leben.. tztz.
  9. zitierenNoZi schreibt am 30.10.2008 um 13:06 Uhr:ich hätte da ein tolles buch im angebot, welches ich von meiner schwiegermutter bekam und mich in zweifacher hinsicht sehr nachdenklich stimme:

    "ich wollte nie so werden wie meine mutter"

    mahlzeit!
  10. zitierenZwischenweltler schreibt am 30.10.2008 um 13:29 Uhr:Solch Offene-Zahnpastatuben-Effekte wird es immer geben. Immer! Selbst ich als Stoiker muß dann meine innere Gereiztheit herunter schlucken. Dann frage ich mich, ob es das wirklich wert ist, deswegen Zoff zu machen. Meistens ist die Antwort dann ein klares Nein. ;)
    Toleranz und Nachsichtigkeit kosten manchmal Kraft - aber es schont die Nerven am Ende.

    Übrigens sind auch "Selbstverständlichkeiten" individuelle Ansichtssache. Die Frau definiert den Ruhezustand einer Klobrille nun mal mit "untern" - der Mann naturgegeben mit "oben" oder besser mit "last used". :))
  11. zitierenDiscovery schreibt am 30.10.2008 um 17:32 Uhr:Türlich ist das immer Ansichtssache. Aber so rein vom energetischen Aufwand her.. ist es nicht klüger, und somit männlicher, wenn man Kronkorken, wenn man sie schon zum Schreibtisch schleppt, gleich in den Mülleimer daneben zu werfen? Bevor man sie irgendwann später ja doch... ach nee, das macht ja dann die Frau.
  12. zitierenZwischenweltler schreibt am 30.10.2008 um 17:37 Uhr:Öhmmm.... wie lange seid Ihr schon verheiratet?
  13. zitierenDiscovery schreibt am 30.10.2008 um 17:57 Uhr:Sag ich doch! Ist doch furchtbar mit mir..
  14. zitierenZwischenweltler schreibt am 31.10.2008 um 00:35 Uhr:Forschtbar, ganz sehr! :))
  15. zitierenNoZi schreibt am 31.10.2008 um 07:52 Uhr:
    Discovery: Was mich dabei so wundert oder ärgert oder was auch immer, ist aber eben der Fakt, dass man da erst drauf hinweisen muss. Auf Selbstverständlichkeiten. Und vielleicht ärgere ich mich auch nicht mal über den Fakt, sondern darüber, dass ich gedacht hab, ich würde mich über sowas nie aufregen, weil.. hm, das ja alles Vorurteile sind und eben Klischees. Ich glaube, das ist es. Ich konnte mir nie vorstellen, dass sowas mal in der Realität zum Problem werden könnte. Offene Zahnpastatuben und solche Scherze, das gibts doch nur in schlechten Filmen oder bei den Eltern. Aber doch nicht im eigenen Leben.. tztz.


    liebste frau discovery,

    den zuerst genannten effekt wirst du eigentlich immer finden, denn es gehört zu den genetischen gegebenheiten, dass wir frauen etwas als selbstverständlich ansehen, während dies bei männern nicht so ist.

    wenn die alten früher von der jagd heimkehrten und die höhle betraten, war es ihnen egal, ob sie irgendwelchen dreck anschleppten und das ordnungssystem der daheim gebliebenen wieder durcheinander brachten. das wirst du nicht ändern. du kannst dich daran aufreiben oder eben, wie es der ehrenwerte herr z. schrieb übersehen, hinnehmen, dich nicht drüber aufregen, unter liebenswerter besonderheit verbuchen, etc.

    für dein gegenüber ist es einfach selbstverständlich, dass er den bierdeckel liegenlassen darf. für dich, dass er ihn wegräumen soll. und nun?

    frau noz!

    ps. es gibt auch kleine wirksame erziehungstipps, bei denen du ohne ihn direkt anzusprechen ne menge erreichen kannst ;o)

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