Zwischenwelt(en)

17.08.2005 um 16:38 Uhr

Gedanken schreiben Gedanken

Heute stand Phase zwei auf dem Programm: sinnvolle Beschäftigung. Heißt im Klartext: In den Park gehen und lernen. Mit dabei natürlich mein Schätzlein (man kann nie genug testen!). Ich sitze da und knipse ein bisschen rum, lese zwei, drei Seiten, als ich folgendes Phänomen bemerke: Seit ich hier angefangen habe zu schreiben, presse ich meine Tage, mein Erleben in eine erzählfähige Form. Ich fange an, geschrieben zu denken. Sehe die Dinge durch den Filter der Aufschreibbarkeit. Banalitäten bekommen in meinen Gedanken Gewicht, da es potenzielle Zeilen sind. Gedanken werden also nicht mehr einfach gedacht, sie werden vor-geschrieben und beanspruchen dabei jede Menge Kapazität. Vielmehr eine Art Meta-Kapazität.  Einerseits Struktur, andererseits jedoch Korsett. Ich erlebe zwar - rein quantitativ betrachtet - nicht mehr als noch vor zwei Wochen, aber ich nehme irgendwie bewusster wahr. Denke ich.


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