Ja, ich will.
Sind die drei magischen Worte, die du morgen über die Lippen bringen musst, um dich, komme was da wolle, auf ewig an diese eine Frau zu binden. Zu ketten. Zu fesseln. Ich weiß nicht, wie ich es in diesem Fall bezeichnen soll. Und es wird ein großes Fest geben, mit allem, was dazugehört und vermutlich mit noch viel mehr, man muss ja auch repräsentieren. Aber was eigentlich? Dass ihr beide was ganz besonderes seid? Glaub mir, das seid ihr auch so. Bisher habe ich kein vergleichbares Paar gesehen. Die ganze Familie wird da sein. (Ich könnte auch einen Kanister Chlorix trinken.) Alle werden tanzen und trinken und lachen und manche werden mit einem furchtbar unguten Gefühl tanzen und trinken und nicht lachen. Eine davon wird Deine Schwester sein. Ich sehe ihr Gesicht vor mir, und weiß schon jetzt, dass hinter ihrem betont erwachsenen Blick eine tiefe kindliche Traurigkeit lauern wird, deren Ausbruch auf Teufel komm raus verhindert werden muss. Denn auch sie muss repräsentieren. Ich glaube, sie hat schwer an dieser Fassade zu tragen, an der alle so fleißig arbeiten. Zugegeben, ich halte diese Hochzeit morgen für einen weiteren Baustein dieser Blende. Warum ich trotzdem dabei sein werde? Weil ich mehr Teil dieses Spiels bin, als mir lieb ist.
