Mitbewohner sind klasse... und natürlich irre..
... aber deshalb zieht man vermutlich in eine WG. Mal von den üblichen (und daher eigentlich nicht erwähnenswerten) Abstrichen, die man zwangsläufig in Sachen Putzteufelei machen muss, abgesehen, lebt es sich in einer Wohngemeinschaft wie dieser doch recht komfortabel. Mitbewohner C. ist neu und selten zu Hause. Er macht keinen Krach, dafür umso mehr Dreck (wie auch immer er das schafft). Das derzeit positivste an ihm ist tatsächlich seine seltene Anwesenheit. Klingt gemein, ist aber so. Durch ein einmaliges Casting kann man seine zukünftigen Hausgenossen eben nur höchst oberflächlich einschätzen. Man kauft die Katze im Sack und darf sich überraschen lassen. Ich rede mir ein, dass wir noch immer in der Kennenlernphase sind, und sich früher oder später doch alles zum Guten wendet. Naja, er ist ja ein ganz Netter. Aber würden wir nicht zusammen wohnen, wäre er nicht der Typ Mensch, mit dem ich meine Zeit verbringen möchte. Mitbewohner A. dagegen hat sich (allerdings auch erst lange lange nach seinem Einzug) als absoluter Glücksgriff herausgestellt. Er hört nicht meine Musik, teilt aber absolut meinen Humor. Und das ist Gold wert. A. - ich liebe dich! Auch wenn du gern versteckst, was für ein herzensguter Mensch du bist, bei dir fühle ich mich aufgehoben, und es ist mir beinah unheimlich, wie oft wir uns ohne lästige Worte verstehen. Wie gut, dass du das hier nicht lesen wirst, ich würde im Erdboden versinken.. ich demonstriere dir meine Zuneigung lieber, indem ich dich mit der Blumenspritze attackiere und du erwiderst sie, indem du mir den vollen Wasserbecher vor das Gesicht hältst und Rache schwörst. Danke dafür..
