Panikattacken... willkommen zurück!
Irgendwas läuft da grad nicht, wie es eigentlich laufen soll. Der Abend begann sehr gemütlich... nen Kaffee trinken, ein Schokoeis essen, Fotos angucken, plaudern über dies und das.. und dann? Muss das Koffein gewirkt haben. Ich wollte raus, spazieren gehen, weiß der Teufel. Einfach nach draußen eben. A. und ich sind durch die halbe Stadt gelaufen.. die anvisierte Kneipe (extra ein Stück weg, um genügend Auslauf zu haben) war leider voll. Und so sind wir weiter marschiert.. und kamen dabei ins Gespräch. Quintessenz: wir sind übrig geblieben. Das Leben hat für alle ringsum offenbar einen Plan und muss uns irgendwie übersehen haben. Einsamkeit ist das Stichwort, Ziellosigkeit, verpasste Gelegenheiten... seltsames Unwohlsein macht sich breit in mir. Dinge, über die ich nicht gern nachdenke, tauchen wieder auf. Sind plötzlich zentrales Thema. Knallhart. A. ist jemand, der mich zweifelsohne versteht. Aber ist Verständnis in diesem Moment wirklich konstruktiv? Hätte ich stattdessen nicht lieber jemanden neben mir, der mir versichern kann: Alles wird gut? Diese Garantie kann mir niemand geben, am wenigsten jedoch A.. Er hängt genauso in dieser verfluchten Gedankenschleife fest wie ich. Und da ist er wieder, der "Plan"... der mentale Notausgang, greifbar wie lange nicht. Auch gegenseitiges Belächeln und Beschwichtigen kann nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass wir an dieser Stelle einen Schritt zu weit gegangen sind. Es ist wieder real, und ich kann mit dieser Realität nicht umgehen. Wir treten die Flucht an.. nach Hause.. als hätten die bösen Geister in den eigenen vier Wänden Hausverbot. Der Selbstbetrug schlägt zu. Auf dem Weg merke ich, wie die Gedanken plötzlich wieder beginnen zu rasen. So wie das Herz, so wie die Atmung. Ich kenne doch das Gefühl.. ich kann es benennen und weiß, wie man es stoppt.. warum gelingt mir das nicht? "Hey, lass uns einen Moment hinsetzen, ja?" "Ja, klar, kein Problem." Und da sitzen wir und ich kann nichts sagen, nur sitzen. Und jede Frage von ihm lässt das Spiel von vorn beginnen, weil ich ihm nicht antworten kann. Wir hocken einfach nur da, mitten im Leben, und ich atme und ich sitze und ich atme... bis es tatsächlich nachlässt. Wir gehen wieder ein Stück, bis zu seiner Tür. Verabschiedung. "Kann ich dich wirklich so gehen lassen?" ... Oh nein, bitte nicht solche Fragen.. der Puls geht wieder hoch... "Ja, alles klar...geht schon wieder"... ich brauche etwas länger zu meiner Haustür, gerade lang geung um mit Sicherheit sagen zu können: Ja, wirklich - ist vorbei. Ich kann dann schlafen gehen..

liebe Grüße! (nicht ohne natürlich Danke gesagt zu haben)