Telefongespräche mit der lieben Familie und Chlorix...
haben eins gemeinsam: Sie sind ätzend. Sehr richtig. Wenn man sich nichts zu sagen hat, ruft man sich nicht an. Klingt eigentlich logisch. Meine Familie denkt nicht logisch, sie ruft trotzdem an. 19 Minuten und 32 Sekunden, in denen man sich nichts zu sagen hat und trotzdem unablässig spricht. Vermutlich handelte es sich bei dem Anruf um die Beruhigung des kollektiven Familiengewissens. Meine Güte, ich gönne euch doch euren Urlaub! "Nein, ich fahre in diesem Jahr nicht weg, keine Zeit." "Oh...ach ja, stimmt ja. Die Prüfungen, oder?" "Ja, die Prüfungen." "Übrigens ist hier total schlechtes Wetter, es regnet die ganze Zeit." "Hmm, hier auch." "Wie geht's dir denn sonst so?" "Ja, geht schon, danke." [...] ... es folgt ein völlig aus dem Zusammenhang gerissenes Abfragen diverser Bereiche meiner Lebens- und Erlebniswelt, ohne dass die Fragen jedoch echtes Interesse vermuten ließen. [...] "Wir sehen uns ja dann bei der Hochzeit, oder?" "Ja, ich hab ja gesagt, dass ich komme." "Na also bis dahin" "Ja, bis dann." Geht es nur mir so, oder muss man derartige Alibi-Telefonate immer genau dann über sich ergehen lassen, wenn man meint: 'Zum Glück sind die alle weit weg - Famlilie kann ich grad überhaupt nicht gebrauchen!' ? Welcome, Mr. Murphy!
