Zwischenwelt(en)

11.08.2011 um 11:25 Uhr

Erschwängert.

War ich heut nacht. So richtig hochschwanger von heute auf morgen und mein erster Gedanke: Or nee!
Nachts schlafen ist so unvergleichlich gut! Und auf Geburt und alles hatte ich auch nicht die mindeste Lust. Dann kam die Angst. Weil ausweichen nicht möglich. Da muss ich also durch, alleine, nimmt einem ja niemand ab sowas. Schöne Scheiße.
Habs nicht zu Ende gebracht, weil ich plötzlich auf den Malediven war. Mal ehrlich, die hab ich mir aber anders vorgestellt. Kiefern, die von Wasser umspült sind?! Palmen lediglich in Blumentöpfen.. für die Touristen, die zum Dank ihre alten Kaffeemaschinen im Meer entsorgen. Pack! Überhaupt alles total überlaufen dort. Klassenkameraden aus einer Zeit, die ja schon nicht mal mehr wahr ist. Also Urlaub mit aus Deutschland importiertem Schlemmerfilet mach ich da nicht mehr. Auch nicht auf Rezept.

07.03.2011 um 09:56 Uhr

Happy Birthday to me.

Jetzt bin ich also quasi Kindergartenkind.

25.07.2010 um 20:30 Uhr

Erlebnisurlaub.

Es gibt Begegnungen, die sind so unverhofft und zufällig, dass sie beinah schon wie eine längst fällige Notwendigkeit wirken. Bei denen die Seele ein erleichtertes „Na endlich.." seufzt, und die so nachhaltig gut tun, dass dieses Gefühl auch noch lange nach dem Abschied immer wieder auftaucht und wirkt.
Ich habe im Urlaub einen Menschen getroffen, der mich mit seiner Präsenz, seinem Charisma und letztlich seinen Antworten so überwältigt hat, wie ich es noch nie erlebt habe.
Intelligent, witzig und achtsam.
Jemand, bei dem man gern einfach nur zuhört, aber bei dem es ebenso gut tut, wenn man erzählen und vor allem Fragen stellen kann.
Ein Mönch. Gleichzeitig Theologe, Priester, Verleger und Autor. Und Mensch mit Zweifeln und Fehlern.
Das waren so reichhaltige 2 Wochen... so wohltuend, so wichtig.
Steine sind ins Rollen gekommen, die ich verdammt lange und fein säuberlich krampfhaft irgendwie vergessen wollte. Jetzt machen sie meinen Weg frei.
Ich kann wieder glauben, ohne mich selbst zu belügen. Das ist echt irre!
Aber das Beste: Der Schmock und ich, wir gehen diesen neuen Weg gemeinsam.
Danke, Pater.

09.05.2010 um 13:40 Uhr

Musik.

Die fehlt mir manchmal sehr für mein inneres Gleichgewicht. Das merke ich an Tagen wie heute, wenn ich sie so höre, wie ich es gern habe: Laut!
Nein, Kopfhörer sind keine echte Alternative.
Aber weil Muttertag (gnihi) ist, und der Schmock mit dem Hüpfekind die Großeltern beglückt, tu ich meiner Seele mit ausreichend Dezibel Gutes. Sehr Gutes.

05.05.2010 um 09:47 Uhr

Geht noch.

In der profansten aller Situationen geäußert, gänzlich unpoetisch gemeint, aber mich treffen manche Formulierungen eben immer noch an so einer ganz bestimmten Stelle.
Da wird nur gefühlt und nicht gedacht.

"Über dir ist ein Loch im Himmel."

Inzwischen ist es nur noch der Nachklang - der kommt nicht mehr bis hin. Aber ich will es mir so gern merken.

18.05.2009 um 17:25 Uhr

Durchatmen.

Noch hab ich keinen klaren Gedanken dazu. DAS nenn ich mal ne Nachricht. Harrrs, mein Kopf.

03.04.2009 um 14:29 Uhr

Zwei Stunden.

Ungefähr.
Ich meine, ich könnte mich ja jetzt schon ins Auto setzen. Und warten.
Ich könnte auch schon losfahren. Und dann warten. Vor dem Tor oder so.
Ich freu mich so unglaublich vor. Soll ja die schönste Freude sein, angeblich.
Find ich nicht.
Die allerschönste ist die des Wiedersehens. Der erste bestimmte Moment. Wo ich einen neuen Freund treffe und du eine neue Freundin. Wie "damals" im fernen Osten.
So kribbelig.
Nein, wie ich mich auf dieses Wochenende freue. Mit freiem Kopf, unbeschwerten Schultern und Aussicht auf einundzwanzig Grad.

31.03.2009 um 22:47 Uhr

Mal im Sinne der Kategorie von ganz drinnen..

Er ist so großartig.
Dieser freie Kopf, der so viel Platz für Musik und Nichts lässt.
Den Einschlaf hinauszögern solang es geht, trotz der verlustig gegangenen Stunden letzte Nacht.
Ich will es auskosten.
Dieses Poltern noch echoen hören. Da segelt er, der Stein der letzten Wochen.
Ein Gemeinschaftswerk, wie ich inzwischen weiß. Überall Daumen und Andachten. Und ich bin so sehr dankbar, wirklich.
Es hat geklappt.
Es hat wirklich geklappt. Und das auch noch gut.

19.03.2009 um 23:00 Uhr

Ich sehe und höre dafür einfach nicht zu.

Und bei Zattoo, da verwickeln sie grad (22.57 Uhr) Drillinge, wobei doch eins schon beinah konkret wäre, mit Namen und alles. Ach.. C'est de la foutaise tout ça!
So simpel. Ursächlich evolutionär und doch auch ausgedacht gewünscht.
Eines, wenn es passt, und später vielleicht ja noch eins. „Wir wären cool", sagt der Schmock, na klar, cool, darauf kommts ja auch an. Gnarf. Trotzdem hat er recht, die zwei habhaften sind schon die unterkühltesten on schmockearth.
Wird Zeit für realkonsequenzierte Entscheidungen. Jünger wird man ja schließlich auch nicht, wie?

25.02.2009 um 00:37 Uhr

Trust I seek...

Nein, die ewige Liebe schnarcht längst neben mir, und wer weiß, vielleicht ist asymmetrische Schlaflosigkeit ja zu irgendwas gut.

Entscheidend ist die Musik zu dieser ungewohnt gewöhnlichen Szenerie.

Das hier.

Über Kopfhörer, die die Bezeichnung verdammt noch mal verdienen. Bässe und Euronen satt, aber meine. (Danke, Laden!)

Es ist gut.

Infantile Tsunamies lernen das Beziehungsalphabet und drücken sich dementsprechend aus. Verständlichkeit auf den Wegen.

Aber vielleicht kommt ja alles sowieso irgendwann anders. Nicht katastrophenszenarienerprobt und dennoch schaffbar. Gnihihi, einfach ganz eigentümlich!!

24.12.2008 um 00:45 Uhr

...

Und es tut wirklich weh. Wer hätte gedacht... das.

23.12.2008 um 21:24 Uhr

Oh du fröhliche.

Ach, wozu noch bunt drumrum reden. Dieses Weihnachten wird sich in die Reihe der katastrophalen Besinnlichkeiten der letzten Jahre einordnen. Dem traditionellen Beisammensein entgehe ich durch die Einführung eines gänzlich innovativen Konzeptes:
Rotwein-Themenabend.
Allein.
Tausche emotionales Fiasko in Familie gegen affektiven Solo-GAU.
Ob nun hier oder 20 oder 150 Kilometer entfernt, die große Heulerei wird nicht aufzuhalten sein, wozu also Zuschauer?!
Die Generalprobe findet heute statt. Gründe der irrationalen Aufwallung:
Ebay als weihnachtlicher Geschenkebasar ist einfach ungeeignet und am Ende steht man mit leeren Händen da, ohne Zweitfallschirm, weil auch auf die Kauflandreserve kein Verlass ist. Außerdem:
Das Bund mit 3 Haus-, 3 Wohnungs-, 1 Briefkasten-, 1 Fahrrad- und einem Mensaschlüssel sowie dem unersetzlichen geschenkten Schweizanhängeband ist abhanden gekommen und nicht mehr auffindbar. Und:
Ich denke an morgen und an die Vierundzwanzigsten der letzten vier Jahre. Des Weiteren:
Dies und Das. 70 Quadratmeter schmocklos zum Beispiel.
Deshalb: Sturmfrei in der selbstfremden WG ausnutzen, selbstfremde Boxen uffjedreht und Kopf schütteln, rhythmisch bis es weh tut.

18.12.2008 um 21:01 Uhr

Ungetanzt.

Mal fließen lassen. Rhythmisch, kaskadenartig von einem Reiz zum anderen.
Nee, nicht
alles im Lot, aber immer noch auf Kurs.
Ich suche solche Momente (heute, so alleine und zufrieden damit) zu selten. Es könnte ja einer mit Dir verpasst werden. (Und ich wollte doch alles anders machen, dem stetigen Vermissen ausweichen.)
Bald schon ein Jahr und immer noch "Keinen Zentimeter" ohne Dich.
Nie, nie, nie für möglich gehalten das. Daran muss ich denken, wenn mir alles wieder nicht denkenswert erscheint.
Die Zwischenwelt teilen ist eben doch die zwei Punkte überm
IchliebÄdich.

18.12.2008 um 20:01 Uhr

Tanzen.

Ich möchte tanzen. Laut laut laut!

09.12.2008 um 03:22 Uhr

Dieser Schwachmat.

Dieser Idiot. Dieser dämliche Vollhorst. Hirnloser Parasit. Ein langhaariger Pseudoöko mit abonnierter Achsolässigkeit. Arsch Arsch.. Pimmel! Ohne Ohrenzuhalten.
Wenn ich ihn sehe, will ich kotzen. Und zwar ihm auf die Füße. Nein, besser noch direkt in dieses breite Grinsen.
Nicht nur, dass die Wohnung seit Wochen aussieht wie Sau, komme ich heut nach der Arbeit nach Hause, steht die Bude gleich mal ganz offen. Nachts. Um zwei. Dieser Penner.
Ich wünsche ihm, dass er mir morgen nicht begegnet.
In drei Wochen kann er mich mal. Auf Wiedersehen, Hackfresse.
Zwischenmitbewohner? Braucht kein Mensch.

21.11.2008 um 00:53 Uhr

Ganz sehr entschieden.

Manchmal lösen ein paar klitzeknappe Worte ein paar vielfach verkettete Situationsemotionen aus.

21.11.2008 um 00:26 Uhr

Halbnacht.

Drei Punkte horizontal sind besser als nichts.

...

Drei Punkte vertikal hießen Sprachlosigkeit.

.

.

.

Oder vielleicht auch Warten.

Auf morgen.

   .

      .

Diagonal: Künstlich.

Stell dir vor, um diese Zeit plaudern Elstern im blattleeren Baum vorm Fenster. Jetzt noch! Während du zahnverschmerzt träumst. Oder hoffst nicht zu träumen.

 

Ich liebe dich.

Seit vielen Tagen schon sag ich dir das.

Sehr.

Und sehr oft.

Sagen mein ich.

20.11.2008 um 11:46 Uhr

So wie gestern.

Als erstes verschwindet immer der Wille.
Dann der Antrieb. Aber den will dann ja schon niemand mehr zurück.
Das Interesse, die Punkte, an denen sich die Augen gern festhalten, fliehen hinterher.
Und die Ausdauer.
Als letztes geht die Bewegungsfähigkeit.
Stößt sich in der Tür mit Inhaltslosigkeit.
Die wird überwältigt von Schuldgefühlen. Und die bleiben.
Teilen sich den Platz mit Angst, Resignation und Traurigkeit. Selbstmitleid sitzt auf dem Schoß.
Ganz nebenbei hat die feindselige Isolation eine Folie um das Gedränge gewickelt. Übermalt freie Plätze mit bösartigen Spitzen.
Der ganze Haufen sitzt vor dem Spiegel und spuckt ihn an.

17.11.2008 um 19:21 Uhr

Wohin jetzt?

An Tagen wie diesen fühle ich mich randvoll mit Bildern, die förmlich danach schreien, in Farbe gewickelt zu werden. Raus raus raus damit. Diffuses Rot, ganz wenig Grün nur noch und viel spitzes Schwarz.
Und dann setze ich die Geräte an, mache die Augen zu und will ganz unbedingt Gefühl kanalisieren.
Und ganz unbedingt läuft eben nicht. Dann seh ich sie wieder, die bekannten Formen, die abgenutzten Szenen, immer dasselbe.
Tausend Möglichkeiten und nach drei Anläufen ist es aus. Die Luft und die Lust weg.
Das Gefühl verschluckt.
Taubheit.


10.11.2008 um 12:46 Uhr

Unfassbar müde.

Nach dem Einbruch gestern.
Immer noch in Zeitlupe sehend, ölige Gedankenfetzenpfützen.
Harzig alles.