Zwischenwelt(en)

22.01.2011 um 00:14 Uhr

Heute vor einem Jahr..

von: Discovery   Kategorie: Schief gewickelt

Klang es laut hinter dem grünen Vorhang.. das erste "Whääääää".
Jetzt übst Du Dich schon im Laufen und plapperst den ganzen Tag.
Ich hab Dich sehr lieb, mein Hüpfekind (und freu mich auf die Lego-Steine, die Du heut geschenkt bekommst).

 

01.10.2010 um 20:21 Uhr

Komplimente gabs heute.

von: Discovery   Kategorie: Schief gewickelt

Nicht für mich, aber für den Spross.

"Der ist ja echt einer zum Mitnehmen.", flötete die Kinderärztin, nachdem das Hüpfekind trotz Impferei nicht vom Anlächeln und Rumspaßen abzubringen war.
"Bitte, gern.", wäre meiner Stimmung entsprechend die richtige Antwort gewesen.
"Ja, ja, ganz ein fröhlicher.", sagte ich stattdessen, zugegeben, nicht weniger wahrheitsgemäß.

Trotzdem bin ich froh, dass alles mal ein Ende hat - sogar diese lästigen Dienstreisen. Nur noch 3 Stunden...

24.09.2010 um 12:08 Uhr

Ich bin son bisschen verliebt.

von: Discovery   Kategorie: Schief gewickelt

 

 

Ich finde, ich sollte das auch mal sagen. 

29.05.2010 um 23:35 Uhr

Na sowas.

von: Discovery   Kategorie: Schief gewickelt

Die abendliche Einschläferprozedur zog sich zwar ein wenig länger hin als gewöhnlich, aber das konnte ich verschmerzen.
Heute hatten wir ein Traumkind.
Den ganzen Tag über:
Kein Jammern.
Kein Geschrei.
Nicht mal Rumgeningel (wie man hierzulande sagt).
Und das allergroßartigste: 3(!) Stunden Mittagsschlaf! Soviel schafft er sonst in einer Woche nicht. Fantastisch.
Wir sind erholt wie lange nicht, die Wohnung blitzt und blinkt und überhaupt war dieser Tag einfach nur so, wie wir uns das irgendwann in kühnen Träumen ausgemalt haben, die Sache mit dem Elternsein.
Ja, wir haben ein bisschen was an der Ernährung gebastelt, aber das haben wir schon öfter. Und ich bin durchaus darauf vorbereitet, dass dies lediglich eine Eintagsfliege war. Vielleicht hat er mich auch nur für den gestrigen Tag entschädigen wollen.. da war er unausstehlich. Garstig. Schwer aushaltbar.
Das Böckchen. (Der Tatsache geschuldet, dass meine kleinste Nichte seinen Namen nicht aussprechen kann und immer Jabok sagt).
Und jetzt freu ich mich noch ein wenig auf die Nacht auf dem Sofa und weine nicht, dass die 21 Millionen diesmal nicht uns gehören.

30.04.2010 um 11:11 Uhr

Ein Wunder!

von: Discovery   Kategorie: Schief gewickelt

Ich sag nur eins:
Von 20.00 Uhr bis 6.30 Uhr.
Holla, da könnt ich mich ja sowas von dran gewöhnen :-)

29.04.2010 um 09:02 Uhr

Aber wenn er nicht kämpft.

von: Discovery   Kategorie: Schief gewickelt

Dann lacht und gluckst er zum Verlieben und das ganze Gesicht strahlt.
Die großen Hände hat er vom Papa und die begreifen schon eine ganze Menge.
Dann macht es wirklich Spaß, ihm beim Lernen förmlich zugucken zu können.

28.04.2010 um 20:33 Uhr

Kleine Kinder, kleine Sorgen?!

von: Discovery   Kategorie: Schief gewickelt

Ich bin es so leid, dieses permanente Probieren.
Wir lagerten ihn erhöht und auf der Seite.
Wir tragen ihn herum, bis uns die Arme beinah abfallen. Und das dauert bei inzwischen fast 8 Kilo Lebendgewicht zugegebenermaßen nicht mehr allzu lange. (Ja, er ist in Länge und Schwere seiner Zeit um mindestens 2 Monate voraus.)
Wir gaben ihm Milch mit Mini-Loch-Saugern.
Wir wechselten die Milchsorte. Sogar mehrfach.
Wir dickten die Milch mit diversen Johannisbrotkernmehlen an. (Die Reformhausverkäufer grüßen schon freundlich von weitem.)
Wir kauften teure Spezialnahrung.
Ihm wurde der Kopf verdreht und das Becken gerichtet.
Autositz, Fliegergriff, Babywippe.
Fencheltee, Kümmelzäpfchen, Bäuchleinsalbe.
Jedes verdammte Mal hoffen wir, dass wir die Lösung gefunden haben. Hangeln uns von Arzt zu Idee zu angeblichem Meilenstein der Entwicklung. (Ja, wenn sich erst mal der Magen-Darm-Trakt eingependelt hat. Und wenn die drei Monate rum sind! Und vielleicht hat ja der Doktor S., von dem alle schwärmen, Zauberhände!)
Und zwischendurch ging es tatsächlich auch mal 2 Wochen ziemlich gut: Keine Spuckerei, kein stundenlanges Würgen oder Gurgeln, kein schrilles Geschrei, dass einem durch Mark und Bein geht, weil man weiß, dass es ihm einfach nur weh tut. Man konnte ihn sogar mal länger als 2 Minuten auf den Rücken legen, ohne, dass er wie besessen mit Armen und Beinen rudert, dass einem angst und bange werden kann.
Aber seit einer Woche stehen wir wieder am Anfang und retten uns in Sachen (letzte?) Hoffnung bis zum nächsten Termin. Der ist dann im Krankenhaus und beinhaltet eine Untersuchung, die sich über die wahrscheinlich längsten 24 Stunden meines Lebens erstrecken wird.
Ganz ehrlich? So schwer hab ich es mir nicht vorgestellt. Und mich überfällt so was wie Neid, wenn ich beim Rückbildungskurs all die winzigen Huschelkindchen sehe, die einfach nur hingelegt werden und eine Stunde am Stück keinen Pieps von sich geben, weil sie mit Gucken statt Magensäureschlucken beschäftigt sind..Ja, es wird werden. Ja, ja.

Darf ich mal ganz laut? Scheiße! 

Danke. 

21.03.2010 um 22:19 Uhr

Ein gutes Geschäft.

von: Discovery   Kategorie: Schief gewickelt

Der Schmock ließ sich nur zögerlich auf den, wie ich finde, fairen Handel ein. 
Er war von Freitag bis Sonntag Snowboarden in den Alpen, ich hab dafür heute die Nacht auf der Couch.
Im Wohnzimmer.
Mit Rotwein, Bettzeug und Ohropax.
Vielleicht hat er ja Glück, und sein Sohn zeigt sich von der Sonnenseite. Und wenn nicht, hoffe ich, dass er es mich nicht wissen lässt.
Eigentlich müsste ich mich umgehend hinlegen, Augen zu machen und schlafen, schlafen, schlafen.
Geht nicht. Bin zu aufgeregt.
Allein die Aussicht auf eventuell mehr als 3 Stunden Nachtruhe am Stück macht mich ganz unruhig...

19.03.2010 um 16:39 Uhr

8 Wochen.

von: Discovery   Kategorie: Schief gewickelt

Ganz oft ist er ganz niedlich und ganz oft auch ganz laut. Und noch öfter ist er ganz wach. Meistens wenn es draußen dunkel und leise ist.
Unsere Augenringe graben sich tiefer und tiefer ein, werden chronisch. Den Gedanken, den Schlaf der letzten Nacht einfach später nachzuholen, glauben wir uns selbst schon nicht mehr, aber er hilft beim durchhalten.
Zum Glück hatte ich weder Vorstellungen noch Erwartungen, sonst wäre ich sicher enttäuscht. Es ist keine rosa Zuckerwattenbabykuschelwelt. Aber auch nicht die reine Hölle. Irgendwas dazwischen, angeröstete Watte vielleicht.
Manchmal stehen wir verliebt am schniefenden Stubenwagen und können uns nicht satt sehen.
Und manchmal ertragen wir einander und nichts nicht mehr, weil alles so anders ist als zuvor.
Aber wir reden miteinander und geben uns Mühe. Ganz erwachsen.