03.09.2008 um 16:56 Uhr
11.02.2008 um 15:05 Uhr
Persönlicher Einsatz.
Ein solches windempfindliches Verkäufer-Fähnchen „beriet" mich eben bezüglich meines Handyvertrages. Hausbesuch inbegriffen. Die Szene erinnerte mich irgendwie an Hinterhofverhandlungen der Spielfilmmafia. „Und wenn doch mal was ist mit dem Handy, dem Akku oder so *flüsterflüster*, immer mich anrufen. Ich kenn da ein paar Tricks, auch wenn das Telefon mal verloren geht, ne neue Karte oder so.." Ah ja. Nee, schon klar. Sind eben harte Zeiten für die Kommunikationsbranche, jeder Kunde ist wichtig, da sind theatralische Töne angebracht.
So richtig glücklich ist er mit mir nicht geworden, glaub ich. Aber ich hab ja jetzt seine Nummer. Und wenn mich das kleine Schwarze im Stich lässt, ist er der erste, den ich kontaktiere.. Verkäuferehrenwort.
12.12.2007 um 19:48 Uhr
Bang Boom Bang.
Na endlich! Da war es wieder.. die Sorte Trommelei, die mal so richtig gut und weh tat. Selbst das Stück, das letzte Woche noch wie ein Angriff auf die Menschenwürde wirkte, war heute wohltätig. So und nicht anders wollen wir das.. 's Narzisschen und ich.
04.12.2007 um 04:41 Uhr
Das Gegenstück.
Ich weiß jetzt deinen Namen. Wurde doch irgendwie Zeit. Nicht?
03.12.2007 um 17:03 Uhr
Die Bahn macht mobil. Vol. 2
Halb dösend hing ich auf dem Rücksitz, lauschte seiner selbstgemachten Musik und bangte mit jedem Kilometer, ob ich wohl meinen angedachten Zug aus der Provinz Richtung Nachhause noch erreichen würde. Unnötigerweise.
Denn trotz unwetterartigen Regenfällen und entsprechenden Straßenverhältnissen bin ich eine Dreiviertelstunde vor Abfahrt, ausgestattet mit Fahrkarte und Salamibrötchen, startklar. (Ich hätte auch Käse nehmen können, aber da haben ja die anderen Fahrgäste nichts von.)
Also von mir aus kann's losgehen.
...
Ich sagte, ich bin soweit.
...
Ich würde dann fahren wollen..
...
???
„Sehr geehrte Fahrgäste am Gleis Eins, der Regionalexpress Richtung Ganzweitimnirgendwo verspätet sich um etwa zehn Minuten."
Ach, ist ja mal was ganz neues. Ich bin gespannt. Zehn Minuten, soso.
Tatsächlich betrug die Verzögerung zwölf Minuten, aber da bin ich ja nicht kleinlich.
Ansonsten klappt alles wunderbar, der Anschluss flutscht und ruckzuck sitze ich im nächsten Zug, der mit angekündigten fünf und tatsächlichen fünfzehn Minuten Verspätung nach Nochweiterimnichts losfährt.
Mitten auf der Strecke dann ein Stopp.
Lautsprecherknistern.
Stille.
Pfeifendes Knistern.
„Sehr geehrte Fahrgäste, aufgrund unserer verspäteten Abfahrt kommt es zu einer Zugkreuzung, so dass sich die Weiterfahrt um einige Minuten verzögert." Aha. Na dann.
Eine halbe Stunde später dasselbe Spiel.
Die sehr geehrten Fahrgäste fangen an, sich zu verbünden.
Was ich im Übrigen für eine sehr faszinierende Erscheinung halte, die man auch an Kassenschlangen oder in Wartezimmern beobachten kann: Wenn es nicht voran geht, schließt man sich zu einer einstimmig motzenden Schicksalsgemeinschaft zusammen. Das frustrierte Fußvolk probt den Aufstand gegen die Obrigkeit.
Als der Schaffner das dritte Mal zur Masse spricht, hat seine Stimme etwas entschuldigend-selbst-genervt-singendes. Das wirkt besänftigend. Doch die allgemeine Stimmung bleibt unruhig.
Dann der Knaller.
„Sehr geehrte Reisende, aufgrund von Bauarbeiten besteht zwischen Nichtmehrsoweitweg und Schonnäheranderstadt Schienenersatzverkehr. [Pause]
Ich weiß jedoch nicht, ob aufgrund unserer Verspätungen für diesen Zug überhaupt noch ein Bus bereitgestellt wird."
Na is ja prima. Aber gut zu wissen, dass da irgendwann mal Busse gefahren sind.
Der Mob wird nervös. Wildes Gemurmel. Fast bösartige Töne werden laut.
Knisterquietsch.
„Also ich würde ihnen vorschlagen, dass sie, um auf Nummer Sicher zu gehen, in Nichtmehrsoweitweg aussteigen und dort auf die S-Bahn warten. Die fährt ganz sicher und zwar etwa zwanzig Minuten nach Ankunft."
Na, wenn das kein Grund zur Freude ist. Fluchtartig verlassen wir (Ich gehöre dazu!) den Zug, rotten uns auf dem Bahnsteig zu kleinen Grüppchen zusammen und ziehen die Köpfe ein. Ich glaube Pinguine zeigen ein ähnliches Verhalten, wenn, wie es inzwischen der Fall war, Wind und Wetter von der Seite peitschen. Jawohl, peitschen! Scheiße aber auch..
Als ich dann irgendwann, tausend Stunden später in meinem Bett saß mit einer Tasse Kakao-Amaretto in meiner Hand, beschloss ich, am Mittwoch den Lotto-Jackpot zu gewinnen, mir davon einen Hubschrauber samt Piloten zu kaufen und nie wieder auf die Bahn angewiesen zu sein.
Tut mir leid für die, die sich Hoffnung auf das Geld gemacht haben, aber ich seh da leider keinen anderen Ausweg.
03.12.2007 um 15:08 Uhr
Die Bahn macht mobil.
Und zwar die bösen Kräfte in mir.
Am vergangenen Wochenende hatte ich das Vergnügen, insgesamt gefühlte siebenunddreißig und geschätzte elfeinhalb Stunden in diversen Regionalbahnen, Intercitys und Nahverkehrszügen durch den Osten des Landes geschoben zu werden.
Das Unternehmen Inselbesuch begann am Donnerstag Morgen gegen Neun Uhr bei klirrender Kälte aber relativer Reiselust. Die wurde jäh gebremst, als es hieß, der Zug habe etwa fünfundzwanzig Minuten Verspätung. Aber zumindest kein Streik. Worüber also beschweren.. Der Zug rollt ein, die Leute steigen zu, der Zug..
bleibt stehen. Nee, is klar. Fahren wird ja auch total überbewertet.
Peinliche Stille im geschlossenen Abteil, das ich mit zwei jungen Männern teile, von denen mindestens einer widerlich wie Kneipe stinkt. Unauffällig atme ich während der Fahrt durch meinen Schal. Zwei Stunden lang.
Zwei Stunden.. ich rechne nach, und mir wird klar, dass die Sache mit dem Anschlusszug in Berlin ne knappe Angelegenheit wird.
Um genau zu sein, ist es exakt eine Minute, die mir letztendlich fehlt.
Aber das Universum meint es gut mit mir und schickt einen Intercity aufs gegenüberliegende Gleis, in den ich steige, und in dem, oh Wunder, trotz Zugbindung meine Fahrkarte gilt.
Fast bin ich geneigt, mich ne Runde vor mich hin zu freuen, hätte die die ganze Glücksfügung nicht einen Haken..
Der Haken heißt Antonia, ist etwa einenmeterirgendwas groß, sitzt in der Reihe vor mir und unterhält den gesamten Wagon mit penetrantem:
„Mut-ti, rate mal was das ist!" (Zeigt auf den Schal, den sie über den Tisch geworfen hat)
„Eine Tischdecke."
„Jaaaa, richtig!" (Wow, dieser Scharfsinn.)
„Mut-ti, rate mal was das ist!" (Wieder der Schal)
„Eine Tischdecke?!"
„Jaaa, richtig!" (Das Spiel fängt an, mich zu nerven)
„Mut-ti.." (Ich drehe die Musik lauter und täusche Tiefschlaf vor.)
Antonia scheint sich selbst und Mut-ti mit ihrem Tischdeckenspiel zu langweilen und beginnt, auf ihrem Sitz stehend, mit altklugen Kommentaren die Aufmerksamkeit der Mitreisenden einzufordern.
Als ich an der Reihe bin, von ihr bedacht zu werden, sagt die doch nicht wirklich:
„Mut-ti (dieser Tonfall alleine... Mut-ti), guck mal, das schläft!"
Tapfer halte ich die Augen geschlossen. Kein Zucken. Nichts.
„Mut-ti, guck doch mal!" (Mein Gott, kann sie dem Kind Ganzen nicht ein Ende bereiten und endlich hinsehen..)
„Mut-ti, dahaaa, guck doch mal!"
Mut-ti wird die Sache offenbar endlich peinlich und bittet Antooni-a, sich doch hinzusetzen.
Antooni-a tut nichts dergleichen.
Sie zieht es vor, von vorn nach hinten und zurück und hin und zurück durch den Wagon zu trampeln und mit einem anderen Balg Verstecken zu spielen. Na großartig.
„Ich seeeeeh dich!" Kreischt es neben meinem Sitz.
„Antooni-a, bitte!" Zischt es aus der Reihe davor.
„Ich seeeeeh dich!" Neben mir.
„Und jeeetzt?" Vom Ende des Ganges her.
„Ich seh dich immer nooooch!"
„Antooni-a, bitte!"
„Und jeeetzt?"
Ich schwöre, beinah hätte es Tote gegeben. Oder Verletzte. Oder zumindest verdammt eingeschüchterte Kinder. Würden sich meine Aggressionen nicht ausschließlich in meinem Kopf abspielen, und hätten wir nicht unmittelbar den nächsten Umsteigebahnhof erreicht.
Der Rest der Hinfahrt ist schnell erzählt: Keine Verspätung, kein Kneipengestank, keine Kinder und ein Herr Papa, der mich gut gelaunt am Bahnsteig erwartet.
Es folgten drei Tage Salzluft und Familie und eine Rückfahrt, von der eventuell später berichtet wird..
28.11.2007 um 13:57 Uhr
Manchmal ist es ganz einfach.
Fünf Meter Kabel mit zugehörigen Adaptern erwerben.
Eine Seite in den Rechner.
Andere Seite in den Verstärker.
Bass ein wenig höher drehen.
Richtige Musik wählen. (Als Farbe hieße sie Perylene Maroon)
Und dann..
Genau so. Genau das.
22.11.2007 um 15:58 Uhr
Experimente
Inspiriert durch eine vegane Lasagne und anschließende Diskussionen über Massentierhaltungswahnsinn und Ernährungskatastrophen am gestrigen Abend, bin ich heute mal auf die Jagd gegangen. Stichprobenartig ins gesunde (Luxus)Leben vorfühlen sozusagen.
Soeben getestet: Das Vanille-Geschnätz (da rechts oben das).. Ich sag mal so: Mein Lieblingsgetränk wird es vermutlich nicht werden, aber zum Erbrechen eklig ist es auch nicht. Was dazwischen vielleicht.
22.11.2007 um 14:24 Uhr
Farblos.
Heute seh ich aus dem Fenster und es ist verschwunden -
das letzte Grün an meinem Baum im Hof.
08.11.2007 um 01:16 Uhr
Say what?
04.11.2007 um 23:31 Uhr
Alles muss raus.
Die man ja eventuell noch irgendwann benutzen könnte. Diese Mitteilung klingt beiläufig, würde aber, geäußert im Beisein guter Bekannter oder gar Familie, für mittelprächtige Ohgotts und Wasumhimmelswillens sorgen. Ich selbst beobachte diese Wandlung amüsiert. Von weitem.
02.11.2007 um 20:03 Uhr
Ich-Begegnungen
Gut Madame, gut gemacht.
01.11.2007 um 15:48 Uhr
Verquert.
31.10.2007 um 23:14 Uhr
Wenn, dann.
31.10.2007 um 17:13 Uhr
Zauberkräfte vielleicht.
25.10.2007 um 14:23 Uhr
Der erste Auftritt
26.09.2007 um 20:15 Uhr
Autsch
23.09.2007 um 23:33 Uhr
Freundinnen
Möglicherweise erweitert sich dieser Kreis derzeit..
Bereits gestern hatte ich einen gar lustigen Nachmittag mit K., einer Ex-Verrückten, mit der ich mich schon auf dem Zauberberg recht gut verstanden und auch seitdem ab und an gemeinsam Zeit verbracht habe.
Heute wiederum wurde aus der spontanen Kaffee-Stunde bei A.,(eine von den Trommel-Mädels), ein langer Abend mit viel Gespräch und ohne Musik. Mit Gutfühlcharakter.
Ich bin mir durchaus bewusst, dass sich das ziemlich albern anhört, aber Tage wie diese darf ich in meinem Kopf tatsächlich als Erfolge abspeichern. In welcher Hinsicht auch immer..
21.09.2007 um 22:38 Uhr
Eigentlich..
Und normalerweise würde ich um diese Zeit im Laden hinterm Tresen stehen, mich von durstigen Idioten Gästen anbrüllen lassen und mein Leben verfluchen. Nun? Sitze ich am hauseigenen Schreibtisch, lese in Blogs, die mir ausgesprochen gut gefallen, höre Musik, die mir direkt ins Gemüt fließt und fühle mich... herbstfrei! Tatsächlich.
21.09.2007 um 14:34 Uhr
Thomas und Gerd
Egal. Ich lästere ja auch nur ganz leise..
Gerd (empört): „Jetzt schimpf doch nicht mit mir!"
Thomas (von weiter weg): „Mit wem denn sonst?!"
Pause.
Thomas: „Jetzt dikschste n bissl, hm?"
Gerd: „..."
Wie die Hühner..
