Zwischenwelt(en)

09.09.2010 um 14:39 Uhr

Hier. Ich wollt mal wieder.

Ein Belangloseintrag. Um des Eintragens willen im Begriff verfasst zu werden.
Was es neues gibt?
Einen gigantischen Kühlschrank.
Dem Hüpfekind wachsen zwei Zähne und es versucht auf eigenen Füßen Knien zu stehen.
Es mutet herbstlich an. Und im Gegensatz zum letzten Jahr missfällt das meiner Stimmung enorm.
Ich hatte schon eine ganze Weile keinen tiefen Gedanken mehr, keinen guten jedenfalls.
Abu Dhabi, China, Magdeburg. Alles gleichermaßen exotisch.
Meine Güte, ich fühle mich richtiggehend dumm. So begriffsstutzig hohl eben.

05.06.2010 um 22:57 Uhr

Hört, hört!

Wunschkonzert für Schwiegermama.

Im Radio SWR3. Wunschtitel-Sendung.

Ein Hörer wünschte sich Folgendes:

"Ich wünsche mir für meine Schwiegermutter, die zur Zeit im Krankenhaus liegt, den Titel von Ich&Ich ‘So soll es sein, so kann es bleiben'."

belauscht im Radio von Albrecht...


Ich habe eine neue Lieblingsseite. Und da müssen erst die alten Herrschaften aus dem hohen Norden kommen und mich auf solche Netzschätze hinweisen. Tztztz.


26.07.2008 um 23:30 Uhr

gnihihi

17.05.2007 um 09:35 Uhr

Tick Tack

Dass wir den hörbaren Rhythmus des Sekundenzeigers als das Abwechseln zweier verschiedener Töne wahrnehmen, scheint mir doch eine höchst willkürliche Angelegenheit zu sein.
Mit ein wenig Konzentration und gutem Willen kann man nämlich erstens eine Umkehrung der Klangzuweisung von Tick-Tack in Tack-Tick, und zweitens sogar einen wahrgenommenen Gleichklang wie etwa Tick-Tick-Tick erzwingen.
Funktioniert auch beim Schrittrhythmus oder gleichmäßigen Motorengeräuschen einer Diskokugel, die über der Sitzecke hängt und mich morgens beim Kaffee über derartig sinnvolle Dinge nachdenken lässt.

30.04.2007 um 19:12 Uhr

Püh, dann eben nicht.

Merke: Vorabendliche Verabredungen mit der Männerwelt zukünftig nur noch unter Bibeleid, wahlweise Schwur auf die Unschuld der Mutter, eingehen. "The person you've called.."

Jetzt heißt es: Auf eigene Impulse zwecks weiterer Abendgestaltung warten.

Ich warte.

Aber nicht mehr lang. So.

29.04.2007 um 18:53 Uhr

Gesehen und geklaut.

[1] Würdest du dich lieber finden oder verlieren?
Finden, um mich dann irgendwann vielleicht wieder zu verlieren und dann wieder zu finden, usw..
[2] Warum lügst du?
Darum.
[3] Was denkt dein Spiegelbild von dir?
Na? Kennen wir uns nicht irgendwoher?
[4] Selbstgespräche?
Manchmal. Aber nur ganz ganz leise.
[5] Heimlich verliebt? Warum nicht?
Nein. Noch nicht. Aber ich arbeite dran.
[6] Wie würdest du dich dir selbst vorstellen?
Guten Tag, darf ich vorstellen? D.. Sehr angenehm, guten Tag.
[7] Wann hast du zuletzt in einer anderen Farbe als schwarz oder blau geschrieben?
Am 25.03.2007
[8] Gibt es Umstände, unter denen blauer Lidschatten ok ist?
Zeitreise. Beginn der Menschheit. Keiner siehts.
[9] Beschreibe einem Blinden Dein Aussehen. Würdest Du lügen?
Vermutlich. Und dann sag ich: Finger weg!
[10] Sind dir deine Eltern peinlich?
Inzwischen nicht mehr.
[11] Lieblingsfeiertag?
Buß- und Bett-Tag.
[12] Welches Holz riecht am besten?
Das, was noch als Baum irgendwo rumsteht.
[13] Drei Menschen, die du verachtest?
Gleichgültigkeit ist sparsamer im Energieverbrauch als Verachtung.
[14] Welche Tradition würdest du gerne begründen?
Die Morgens-bringen-mir-meine-Mitbewohner-den-Kaffee-ans-Bett-Tradition.
[15] Wen müsste man erschießen?
Die Revolverhelden.
[16] Worüber stehst du?
Über den Dingen jedenfalls nicht.
[17] Lieblingswort?
Affektinkontinenz.
[18] Keine Frage. Welche Antwort?
Vielleicht.
[19] Wie würdest du lieber heißen?
Eine Wahl hab ich ja doch nicht.
[20] Das letzte Weihnachtslied deines Lebens?
Ein sehr klägliches.
[21] Briefe aufreißen oder aufschneiden?
Gegebenenfalls (Zer)reißen.
[22] Wenn du eine Band hättest, wie würde sie heißen?
Blaue Felixmützen.
[23] Liebst du jemanden?
Ja.
[24] Jemals an Buntstiften gekaut?
Türlich.
[25] Was hast du dir zu deinem letzten Geburtstag gewünscht?
Nicht schon wieder älter zu werden.
[26] Lieblingsschimpfwort?
Kackbratze. Obwohl das ja eigentlich ein Kosename ist.
[27] Wovon solltest du Ahnung haben, was hindert dich daran?
Keine Ahnung.
[28] Was macht dich müde?
Melatonin.
[29] Mittag oder Mitternacht?
Egal. Hauptsache schlafen.
[30] Langsam oder schnell?
Angemessen.
[31] Fisch oder Fleisch?
Käse.
[32] Wen vermisst du am meisten?
Den einen oder anderen.
[33] Wonach riecht dein Atem?
Im Augenblick nach Pfefferminztee.
[34] Wenn du nicht du wärst, würdest du dich gerne kennen lernen?
Unbedingt!
[35] Was wirst du nie verstehen können?
Warum einem der Rückweg immer kürzer vorkommt als der Hinweg.
[36] Kannst du pfeifen?
Aber ja.
[37] Worin bist du behindert?
Logisches Denkvermögen und Orientierungssinn sind lediglich rudimentär vorhanden.
[38] Worin bist du perfekt?
Darin, mir mit Perfektionismus das Leben schwer zu machen.
[39] Warum fällt die Behinderung leichter als Perfektion?
Wie meinen?
[40] Was an der Natur würdest du ändern?
Willkürliche Änderung ist widernatürlich.
[41] Welche Tierart ist überflüssig?
Spinnen. Wenn ich da an der Natur was ändern könnte..
[42] Frage- oder Ausrufezeichen?
?
[43] Wirst du jemals berühmt sein? Wofür?
Ich gehe mal schwer davon aus. Das „wofür" muss allerdings noch geklärt werden.
[44] Glaubst du an Gott?
Ich wünschte, ich würde nicht.
[45] Siehst du nackt besser aus als angezogen?
Eher nicht.
[46] Was machen deine Füße gerade jetzt?
Zu Jazz-Musik gar lustig hin und her wackeln.
[47] Und wirst du?
Was?
[48] Was würdest du sofort abschaffen?
Mündliche Prüfungen.
[49] Welcher Feiertag müsste dringend erfunden werden?
Der Kreativitäts-Tag. Verordneter Einfallsreichtum!
[50] Würdest du auf einem Atlas die Elfenbeinküste sofort finden?
Ich denke wohl. Allerdings scheitert es derzeit am Atlas.
[51] Was findest du wirklich nicht zum Lachen?
Traurigkeit.
[52] Kannst du deine Nase mit deiner Zunge erreichen?
Kann ich.
[53] Hast du es gerade versucht oder wusstest du es auch so?
Gewusst. Dafür hab ich schon als Kind Beifall geerntet.
[54] Liebst du deine Erinnerungen?
Die einen mehr, die anderen weniger.
[55] Hast du je etwas gefunden?
Ha, jede Menge!
[56] Wofür schämst du dich noch immer?
Das würde ne lange Liste werden.
[57] Wo würdest du gerade lieber sein?
In einer meiner Zwischenwelten.
[58] Mache eine Faust. Wie fühlt es sich an?
Warm.
[59] Schläfst du lieber ein oder wachst du lieber auf?
Einschlafen. Da hab ich die Nacht noch vor mir.
[60] Was ist dein Lieblingsbuchstabe?
B. oder R. Vielleicht auch A.
[61] Was nimmst du deinen Eltern immer noch übel?
Meine Erziehung.
[62] Was hättest du lieber nicht ausgelassen?
Die ein oder andere Vorlesung.
[63] Welche Frage würdest du dir jetzt stellen? Beantworte sie.
Reicht's? Ja.
[64] Worüber würdest du dich mit dir streiten?
Darüber, ob Aquarellfarben-Horten sinnvoll ist oder nicht.
[65] Der traurigste Ort der Welt?
Welcher Welt?
[66] Letzte Frage. Wie sollte sie lauten?
Und jetzt? 

 

23.04.2007 um 20:10 Uhr

Guck doch mal, wie herrlich die Sonne scheint!

Das wird schon wieder. Lach doch mal! Man muss sich nur an den kleinen Wundern des Alltags freuen!
Es gibt Äußerungen, die, selbst wenn sie von außen an jemanden herangetragen werden, der momentan in einer depressiven Episode steckt, hilfreich sind oder motivierend wirken. Die oben genannten gehören mit Sicherheit nicht dazu.
Natürlich möchte man so einen elenden Jammersack dazu bringen, nach gefühlten fünf(zig) Wochen endlich mal den Hintern hochzukriegen, der Abwasch macht sich schließlich nicht von alleine. Die Rechnungen bezahlt auch niemand sonst. Und das Geheule jeden Tag macht selbst das stabilste Nervenkostüm irgendwann nicht mehr mit.
Die Verlockung, da in einem kleinen Nebensatz so was wie: 'Nimm nicht alles so schwer, das Leben ist schön, und übrigens, der Mülleimer könnte auch mal geleert werden', fallen zu lassen, ist in der Tat groß. Aber.
Liebe Leute lasst Euch sagen, derartige Phrasendrescherei bringt keine Punkte. Denn: Das Gegenteil von gut ist? Aber ja. Gut gemeint. (Dieser Hinweis ist übrigens in jeder handelsüblichen Depressions-Broschüre nachzulesen.)
Wie komme ich überhaupt darauf?
Well, ich saß vorhin gemütlich auf einer Bank im Klinikpark, überbrückte die Zeit bis zur nächsten Therapie mit Nichtstun, und fühlte mich gut. Richtig gut. Weil sich nämlich einiges verändert hat:
Das Vogelgezwitscher ist kein bedrückender Lärmbrei mehr. Die Sonne scheint nicht, um ausgerechnet mich zu blenden. Das Eichhorn provoziert mich nicht mit seiner Lebenslust. Und das Stricknadelgeklapper der Dame neben mir ist keine Aufforderung zur Flucht, sondern gibt mir das wohlige Gefühl, hier nicht alleine die Zeit totzuschlagen.
Derartiges von mir zu hören - vor ein paar Monaten so was von undenkbar. Undenkbarer geht fast nicht.
Heißt das also, dass an den Fröhlichkeitsparolen doch was dran ist? Türlich. Aber die Erfahrung kann man keinem aufdrücken. Die muss man hübsch selber machen.
Und trotzdem (Ich brech ne Lanze für die F32- und F33er):
Diese entzückenden Alltagskleinigkeiten sind nicht das, was das Leben ausmacht.

PS: Aber sie bereichern es ungemein.

16.04.2007 um 20:19 Uhr

Mein Meta-Meta-[…]-Meta-Ich. Oder: Die endlose Analyse

Es ist inzwischen eine Weile her, dass ich hier meine ersten Gedanken verfasste, und schon relativ zu Beginn berichtete ich von dem Phänomen, dass ich anfing, in aufschreibbaren Sätzen und Wendungen zu denken. Erlebnisse sozusagen aus der Perspektive der Erzählbarkeit heraus zu betrachten.
Dieser Umstand zwang meine Aufmerksamkeit, sich in mindestens zwei Teile zu splitten: Einerseits Anwesenheit in entsprechender Situation und andererseits (sozusagen auf einer höheren Meta-Ebene... siehe unten) Prüfen, inwieweit sich die Ereignisse später des Festhaltens als würdig erweisen. Allein diese Aufteilung forderte (und fordert derzeit wieder) von meinem Bewusstsein eine ganze Reihe an Bewertungen und Entscheidungen.
Mein Therapeut würde an dieser Stelle sagen: „Werden sie doch mal konkret! Geben sie mir Beispiele!" Später, Herr R., später.

Also. Bewertungen.
Wie stelle ich mir das vor?. Nun, ein Individuum begibt, nein, befindet sich in einer Situation. („Begibt" setzt schon wieder so viele Entscheidungen voraus, die die Sache an diesem Punkt unnötig verkomplizieren würden.)
Eine der ersten vorgenommenen Bewertungen in einer Situation könnte sein: Angenehm vs. Unangenehm.
Darauf folgt recht bald: Situation verlassen oder bleiben.
Eine sich unter anderem anschließende Entscheidung wäre vielleicht: Passiv bleiben oder aktiv werden.
Derartige Fragen würde ich mal auf der ersten Meta-Ebene ansiedeln. (Meta-I meinetwegen)
Dass sich mit jeder dieser zu treffenden Entscheidung die möglichen Handlungsvarianten potenzieren, wird schon anhand dieser drei genannten Aspekte deutlich. (Hach, und da gibt's ja noch einige mehr!)
Man könnte sich also vorstellen: Individuum nimmt Situation als angenehm wahr, entscheidet zu bleiben, sich aber nicht bewusst aktiv einzubringen.
Zum Beispiel: (Ha!)
Ich befinde mich in einem Raum, in dem sich mehrere Menschen angeregt unterhalten.
Ich empfinde es als angenehm dort zu sein (Weil ich die Leute mag, und/oder das Thema interessant finde usw.), und beschließe zu bleiben (Um das angenehme Gefühl aufrecht zu erhalten), mich aber nicht aktiv an dem Gespräch zu beteiligen (Weil ich nichts zum Thema beizutragen habe, weil ich Angst habe vor Leuten zu sprechen oder was auch immer)

Oder auch: Individuum erlebt Situation als unangenehm, entscheidet sich aber bleibend aktiv zu werden, um die Situation zu beeinflussen.
Usw. Usw.

Dass sich die bisher angeführten Entscheidungen im Situationsverlauf durchaus flexibel gestalten, muss ich jetzt einfach mal außen vor lassen.
Nun ist es ja so, dass sich das ganze X-oder-Y-Gedenke überwiegend im Reich des Unbewussten bewegt, und damit der gerichteten Aufmerksamkeit nicht allzu viel abverlangt.

Es sei denn, man macht gerade eine Psychotherapie.

Da setzt man sich nämlich irgendwann nicht mehr einfach so in eine Runde, schwatzt mit oder hält die Klappe, wenn man nichts zu sagen hat. Steht auf, wenns genug ist oder bleibt, weil man zu betrunken ist, um aufzustehen. Naahein!
Da ist man nämlich so hochgradig selbstfixiert, dass man sich, noch bevor man irgendwo eine Gruppe erahnt hat, auf Meta II begibt und fragt: „Verspüre ich das Bedürfnis nach sozialem Kontakt? Verspüre ich es wirklich? Kommt es aus mir selbst oder denke ich nur, dass es aus mir selbst kommt? Warum verspüre ich das Bedürfnis? Kann ich etwa nicht allein sein? Bin ich gar so narzisstisch, dass ich denke, nichts verpassen zu dürfen?"

Wenn ich das Pech habe, dann tatsächlich auf eine Gruppe zu stoßen, schließt sich gleich der nächste Fragenkatalog an:
„Ob ich mich jetzt einfach dazusetzen darf? Was, wenn die mich nicht leiden können? Und warum stell ich mir überhaupt die Frage, ob ich mich dazusetzen kann? Was macht mich so unsicher? Sieht man mir die Unsicherheit womöglich an?"

Spätestens jetzt ist der Punkt erreicht, an dem sich das psychotherapeutisch gezüchtete dritte Meta-Ich einschaltet. Das ist nämlich dafür zuständig, zu analysieren, ob es sich bei der ganzen Fragerei (und dem sich anschließenden Verhalten) um gewohnte Tendenzen handelt (die man im Zuge der Behandlung ja gerade abzulegen wünscht), und wenn dem so ist, Motivation und Strategien bereitzustellen, um diesen Gewohnheiten eben nicht nachzugeben, sondern bewusst alles anders zu machen als bisher.
Ein beliebtes Mittel, derartige Situationen zu trainieren, ist übrigens, den Patienten beispielsweise auf die Straße zu schicken und fremden Leuten Komplimente machen zu lassen.
Jahaa, weil diese Meta-III-Prozedur aber noch nicht genug Energie frisst, muss das vierte Meta-Ich zusätzlich darüber nachdenken, ob und wie man den ganzen Kram am besten dem Therapeuten erzählt. Schließlich will man ja zeigen, dass man mitarbeitet und -denkt, und nicht nur sinnlos Zeit absitzt. Ein guter Patient sein eben.
Und als absolute Krönung überlegt sich das blogschreibende fünfte Meta-Ich, wie es diese wunder- und vor allem sinnvollen Gedanken einer unbekannten Leserschaft berichten kann, von der es nicht einmal weiß, ob es sie gibt.
Na, ist das nicht Multitasking in Reinkultur? Und da fragen mich die Leute, warum ich mich nach nem Acht-Stunden-Klinik-Tag nicht einfach zu ihnen auf die Couch setze, um übers Wetter zu plaudern. Ich kann gar nicht! Bis ich alle Entscheidungen getroffen habe, die es mir ermöglichen, mich zu setzen, sind alle anderen schon wieder weg!

14.04.2007 um 23:41 Uhr

Ich bin einfach

nicht in der Lage, vernünftige Absätze in den Text zu bringen.

Randnotiz: Kein Weltuntergang!