Zwischenwelt(en)

10.08.2005 um 19:49 Uhr

von Kopfweh und allerlei Lob

klopf klopf klopf macht es, beinah rhythmisch. Aber auf ein "Herein" folgt kein Eintreten. So ein Kopfschmerz kann einem die Stimmung schon prächtig verderben, vor allem, wenn man keine Mittel zu dessen Bekämpfung im Hause hat. Und noch vorallemer, wenn man gestern in der Apotheke stand und sich nach einigem Zögern und Hadern dann doch gegen den Kauf der pharmazeutischen Heilsbringer entschieden hat. Ich Vollidiot ich! Aber ich will mal nicht zu hart zu mir sein. Im Gegenteil, ich werde mich jetzt loben. Und zwar dafür, dass ich trotz keiner wesentlichen Verbesserung der allgemeinen Stimmungswetterlage meinen inneren Schweinehund, der heute vielmehr im Mantel eines Hundeschweins daherkam, überwunden und mich in die staubig-trockene Welt der multiplen linearen Regressionsanalyse begeben habe. Applaus.. klatsch klatsch. Ganz prima. Toll gemacht. Herzlichen Glückwunsch. Ich denke, das sollte reichen. Gestern abend war ich bei A.. Präventiv Gesellschaft aufsuchen, sozusagen. Bevor ich mir im Wahn traurigen Gemüts meine Gesprächspartner selbst erschaffe. Ein Lob auch dafür. Wir haben also aus unseren Fehlern gelernt. Geredet habe ich dann nicht so viel, A. umso mehr. Aber das war die Maßnahme der Situation (Lob an A.!) und sie war erfolgreich. Lustige und nicht ganz so lustige Geschichtchen aus dem Klinik-Alltag als hochpotente Antikörper gegen den depressiven Virus. Leider nur wirksam im Moment der Verabreichung. Aber man kann nicht alles haben.  

Und jetzt? Ne Stulle, ne Zigarette und Fenster zu. Es ist nämlich saukalt und noch eine Jacke will ich nicht drüber ziehen.


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