was ist schon das Brunswik'sche Linsenmodell..
.. gegen einen Nachmittag im Café de Paris bzw. ein Abend unter einer Brücke? Ja, unter einer Brücke. Bei einer Schafsherde, springenden Riesenfischen und hunderten Schwalben, die unterhalb der Fahrbahn ihre Jungen mit Mücken vollstopfen. Dieser beschauliche Ort soll uns eigentlich nur als Unterschlupf dienen. Vor dem fiesen Regen, der plötzlich einsetzt, als wir uns gerade einen Platz am Wasser ausgesucht haben. Aber wir finden Gefallen daran und bleiben. Spielen eine abgespeckte Version von "Sekt oder Selters" und starren doch die meiste Zeit nur auf den trägen Fluss, der gelegentlich ein paar Ruderer oder Paddler in unser Gesichtsfeld spült. Wenn alles schiefläuft: Hier wäre der beste Platz zum übernachten, da sind wir uns einig. Warum also Angst vor dem sozialen Abstieg? Wind kommt auf. Wie gut, dass wir ins Auto steigen, bei Mc Donald's "zu Abend essen" und uns daheim vor den Rechner setzen und virtuell den weiteren Verlauf unserer "Beziehung" klären können... Klären? Geklärt ist da gar nix. Aber so ists auch bequemer. Das ist weder ein Vorwurf noch Ausdruck schlechten Gewissens. Keine Ahnung, wie das weitergeht. Aber immerhin ein Fortschritt, dass man so tut, als würde man sich darüber Gedanken machen..
Und jetzt? Gucken, ob Mitbewohner A. noch ein Beck's übrig hat... gemeinsames Rumhängen in der Sitzecke und vermutlich beizeiten schlafen gehen.. Ich höre doch, wie das Linsenmodell schon wieder nach mir ruft. Morgen, liebes Modell, morgen - ganz bestimmt.
