Liebe geht
Liebe geht und kommt nicht mehr
Renn dem Glück nur hinterher
Ohne es je einzuholen
Hab es selber mir gestohlen
Hab es selber mir geraubt
Lies sie geh’n, die mir vertraut
Gab ihr nicht, wonach sie rief
Fehler wiegen heut so tief
Ging den Weg mit ihr gemeinsam
Trotzdem war sie meistens einsam
Litt darunter manche Nacht
Und ich bin nicht aufgewacht
Sah nicht mehr das Leben leben
Gab ihr nichts mehr und wollt doch alles geben
Hab die Liebe ihr entzogen
Hab die Sicht oft so verbogen
Das ich glaubte, alles ist gut
Und dabei erlosch die Glut
Habe selbst das Feuer ausgetreten
Wie oft hat sie mich gebeten
Die Flamme unsres Glückes zu erhalten
Die Tage neu und lebend zu gestalten
Doch hab ich oft nur hin- nicht zugehört
Hab nicht gemerkt, was sie so stört
Und bin dabei stets treu geblieben
Hab niemals aufgehört sie zu lieben
Hab mich doch meist um sie gedreht
Und hab vergessen wie man lebt
Fing an, an Selbstverständnisse zu glauben
Und nach und nach selbst einzustauben
Und ihr, ihr ging es schlecht dabei
Und dann spürt sie die Zauberei
Der jungen Liebe und des neuen
Und sie blüht auf, das sollt mich freuen
Und tut es auch, doch tut’s so weh
Weil ich nun plötzlich all das seh’
Was ich zuvor nicht mehr erkannt
Ich werde wach, wach mein Verstand
Und hoffe doch ihn zu verlieren
Denn ich muss einseh’n, akzeptieren
Dass jetzt, wo das Leben wieder lebe
Und ich aufwache und nach dem Lichte strebe
Ich den größten Teil von mir
Verlieren werde, verlier’n mit ihr
Und ich vermisse sie so sehr
Liebe geht und kommt nicht mehr.