Die Ruhe des Lebens wird nur unterbrochen durch die Stille des Seins.

25.05.2008 um 00:24 Uhr

Dämonen dürfen nicht gewinnen

von: Dormi1

Dunkel ist es, Wolken ringsum, laut heult der Wind
Regen peitscht von allen Seiten, irgendwo, da weint ein Kind
Mein Blick, er ist düster, so, wie diese Welt
Ein Flammenmeer der Gefühle, das mir nicht gefällt

*

Und der Wind, er wird stärker, nimmt mir schon die Luft
Verzweiflung macht sich breit und ein fahler Duft
Kriecht in meine Lunge und steig ins Hirn hinauf
Versteh nicht was geschieht, doch, es nimmt seinen Lauf

*

Noch denke ich, was ist das, vielleicht der Untergang
Dieser kalten, kranken Welt, die schon jahrelang
Auf diesen Moment zusteuerte, direkt, unaufhaltsam
Da spüre ich mit einem Mal etwas, es greift nach meinem Arm

*

Es reißt mich los vom Boden, zieht mich aus mir heraus
Ich sehe mich selber stehen und meine Augen, gehen langsam aus
Übrig bleibt mein Körper, er funktioniert noch gut
Doch ist er leer von innen, kein Glück, keine Angst, keine Liebe und keine Wut

*

Doch ich steig immer höher, in einen Himmel voller Glut
Der Regen, er wird stärker, doch spür ich ihn nicht mehr, er tut nicht mehr gut
Dämonengleiche Wesen, kommen auf mich zu
Ich frag mich noch, was wollen sie, da schlagen sie schon zu

*

Sie brechen meinen Willen, geben mich nicht frei
Wehren ist vergebens, wann ist es vorbei?
Sie lachen laut und hämisch, so künstlich doch real
Und laben sich an meiner Seele, genießen meine Qual

*

Ich weiß nicht mehr wie lange, sie daran Freude hatten
Irgendwann, ließen sie ab, und stoben davon, als wären sie nur Schatten
Noch bevor ich begriff, dass es vorbei war, fiel ich zur Erde zurück
Jetzt könnte man meinen, das ging noch mal gut aus, das sei mein Glück

*

Ich kam in meinem Körper an, der unversehrt da stand
Doch passte er nicht mehr zu mir und nicht, zu meinem Verstand
Er war zu perfekt, zu makellos, gesund und unverletzt
Doch meine Seele, war das Gegenteil, sie war nicht mehr ganz, sie war zerfetzt

*

Und schlagartig hörte das Heulen auf, des Windes um mich her
Kein Regentropfen mich mehr traf, die Sonne kam raus, doch mein Blick blieb leer
Ich habe gehört, das es schöne Dinge geben mag, wohl auch für mich
Doch erkenne ich nichts mehr, seit jenem Tag – nein, ich sehe sie nich(t)

*

Warum hat man nicht bloß meinen Körper verletzt, die Wunden wären vernarbt
Das Blut meiner Seele fließt unentwegt, in stillen Bächen, von mir herab
Und mit diesen Bächen fließen unkontrolliert, meine Gefühle aus mir heraus
Ich wûrde sie so gerne erleben, doch kenne ich mich, in mir selber nicht mehr aus

*

Oh ihr Dämonen jener dunklen Nacht, was habt ihr mir angetan
Habt mir meine Seele zerrissen, habt ihr weh getan
Hab mir meine Gefühle geraubt, den Glauben an mich selbst
Wenn dich so ein Dämon verletzt, sind es nicht Narben, sondern Wunden, die du behältst

*

Doch ich hab mir geschworen, dass ich kämpfe – fûr mich, der Sieg gehört letztlich mir
Ihr werdet es sehen, ich steh ûber euch, ganz aufrecht, im Jetzt und Hier
Und wenn auch der Weg den ich gehen muss, sehr lang wird und sehr steil
Und wenn auch die Wunden bleiben, der Schmerz, er geht vorbei

*

Dunkel ist es, Wolken ringsum, laut heult der Wind
Regen peitscht von allen Seiten, irgendwo, da lacht ein Kind
Mein Blick, er ist hell und strahlend und froh, ich renn durch den Regen voller Glück
Und spüre, wie mich Gefûhle ergreifen und ich genieße es, Stück fûr Stück


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