Der Mann am Klavier
Leise greift er in die Tasten
Und er spielt für dich sein Lied
Und du hörst die ersten Töne
Weißt nicht gleich, wie dir geschieht
Er versteht es dich zu fesseln
Zieht dich ganz eng, in seinen Bann
Ständig schaust du zu ihm rüber
Woher kennst du nur den Mann?
Sein Gesicht hält er verborgen
Seine Finger, lang und dünn
Hinüberschauen willst du nicht mehr
Und schaust trotzdem, immer, immer wieder hin
Und er spielt und spielt
Immer nur das eine Lied
Welches dich ganz in Besitz nimmt
Und ein Hauch von Kälte dich umgibt
Und du weißt nicht mehr wie lang schon
Du dem Klang der Tasten folgst
Und merkst nicht, wie du dahingehst
Und in ihm da wächst der Stolz
Weiter spielt er, wird nicht müde
Stunden zieh’n, als Leben sanft dahin
Deine Hingabe alleine
Ist sein Ziel, ist sein Gewinn
Und das Lied ist, seines ganz alleine
Und er spielt es, jedem irgendwann
Leise greift er in die Tasten
Spielt für dich, der Sensenmann.