Willkommen bei Susanne Ulrike Maria Albrecht

16.02.2010 um 12:21 Uhr

DER TRIUMPH DER LIEBE / LICHT UND LIEBE

 

Der Triumph der Liebe / Licht und Liebe

 

Der Triumph der Liebe

 

Selig durch die Liebe

Götter - durch die Liebe

Menschen Göttern gleich!

Liebe macht den Himmel

Himmlischer - die Erde

Zu dem Himmelreich.

 

Einstens hinter Pyrrhas Rücken,

Stimmen Dichter ein,

Sprang die Welt aus Felsenstücken,

Menschen aus dem Stein.

 

Stein und Felsen ihre Herzen,

Ihre Seelen Nacht,

Von des Himmels Flammenkerzen

Nie in Gluth gefacht.

 

Noch mit sanften Rosenketten

Banden junge Amoretten

Ihre Seelen nie -

Noch mit Liedern ihren Busen

Huben nicht die weichen Musen,

Nie mit Saitenharmonie.

 

Ach! noch wanden keine Kränze

Liebende sich um!

Traurig flüchteten die Lenze

Nach Elysium.

 

Ungegrüßet stieg Aurora

Aus dem Schooß des Meers,

Ungegrüßet sank die Sonne

In den Schooß des Meers.

 

Wild umirrten sie die Haine

Unter Lunas Nebelscheine,

Trugen eisern Joch.

Sehnend an der Sternenbühne

Suchte die geheime Thräne

Keine Götter noch.

 

Und sieh! der blauen Fluth entquillt

Die Himmelstochter sanft und mild,

Getragen von Najaden

Zu trunkenen Gestaden.

 

Ein jugendlicher Maienschwung

Durchwebt, wie Morgendämmerung,

Auf das allmächt'ge Werde

Luft, Himmel, Meer und Erde.

 

Des holden Tages Auge lacht

In düstrer Wälder Mitternacht;

Balsamische Narcissen

Blühn unter ihren Füßen.

 

Schon flötete die Nachtigall

Den ersten Sang der Liebe,

Schon murmelte der Quellen Fall

In weiche Busen Liebe.

 

Glückselige Pygmalion!

Es schmilzt, es glüht dein Marmor schon!

Gott Amor, Überwinder!

Umarme deine Kinder!

 

Selig durch die Liebe

Götter - durch die Liebe

Menschen Göttern gleich!

Liebe macht den Himmel

Himmlischer - die Erde

Zu dem Himmelreich.

 

Unter goldnem Nektarschaum,

Ein wollüst'ger Morgentraum,

Ewig Lustgelage,

Fliehn der Götter Tage.

 

Thronend auf erhabnem Sitz,

Schwingt Kronion seinen Blitz;

Der Olympus schwankt erschrocken,

wallen zürnend seine Locken -

 

Göttern läßt er seine Throne,

Niedert sich zum Erdensohne,

Seufzt arkadisch durch den Hain,

Zahme Donner untern Füßen,

Schläft, gewiegt von Ledas Küssen,

Schläft der Riesentödter ein.

 

Majestät'sche Sonnenrosse

Durch des Lichtes weiten Raum

Leitet Phöbus' goldner Zaum;

Völker stürzt sein rasselndes Geschosse.

Seine weißen Sonnenrosse,

Seine rasselnden Geschosse,

Unter Lieb' und Harmonie,

Ha! wie gern vergaß er sie!

 

Vor der Gattin des Kroniden

Beugen sich die Uraniden.

Stolz vor ihrem Wagenthrone

Brüstet sich das Pfauenpaar;

Mit der goldnen Herrscherkrone

Schmückt sie ihr ambrosisch Haar.

 

Schöne Fürstin! ach, die Liebe

Zittert, mit dem süßen Triebe

Deiner Majestät zu nahn;

Und von ihren stolzen Höhen

Muß die Götterkönigin

Um des Reizes Gürtel flehen

Bei der Herzenfeßlerin.

 

Selig durch die Liebe

Götter - durch die Liebe

Menschen Göttern gleich!

Liebe macht den Himmel

Himmlischer - die Erde

Zu dem Himmelreich.

 

Liebe sonnt das Reich der Nacht,

Amors süßer Zaubermacht

Ist der Orkus unterthänig;

Freundlich blickt der schwarze König,

Wenn ihm Ceres' Tochter lacht.

Liebe sonnt das Reich der Nacht.

 

Himmlisch in die Hölle klangen

Und den wilden Hüter zwangen

Deine Lieder, Thracier -

Minos, Thränen im Gesichte,

Mildete die Qualgerichte,

Zärtlich um Megärens Wangen

Küßten sich die wilden Schlangen,

Keine Geißel klatschte mehr;

Aufgejagt von Orpheus' Leier

Flog von Tityos der Geier;

Leiser hin am Ufer rauschten

Lethe und Cocytus, lauschten

Deinen Liedern, Thracier!

Liebe sangst du, Thracier!

 

Selig durch die Liebe

Götter - durch die Liebe

Menschen Göttern gleich!

Liebe macht den Himmel

Himmlischer - die Erde

Zu dem Himmelreich.

 

Durch die ewige Natur

Düftet ihre Blumenspur,

Weht ihr goldner Flügel.

Winkte mir vom Mondenlicht

Aphroditens Auge nicht,

Nicht vom Sonnenhügel,

Lächelte vom Sternenmeer

Nicht die Göttin zu mir her,

Stern' und Sonn' und Mondenlicht

Regten mir die Seele nicht.

Liebe, Liebe lächle nur

Aus dem Auge der Natur,

Wie aus einem Spiegel!

 

Liebe rauscht der Silberbach,

Liebe lehrt ihn sanfter wallen;

Seele haucht sie in das Ach

Klagenreicher Nachtigallen -

Liebe, Liebe lispelt nur

Auf der Laute der Natur.

 

Weisheit mit dem Sonnenblick,

Große Göttin, tritt zurück,

Weiche vor der Liebe!

Nie Erobrern, Fürsten nie

Beugtest du ein Sklavenknie,

Beug' es jetzt der Liebe!

 

Wer die steile Sternenbahn

Ging dir heldenkühn voran

Zu der Gottheit sitze?

Wer zerriß das Heiligthum,

Zeigte dir Elysium

Durch des Grabes Ritze?

Lockte sie uns nicht hinein,

Möchten wir unsterblich sein?

Suchten auch die Geister

Ohne sie den Meister?

Liebe, Liebe leitet nur

Zu dem Vater der Natur,

Liebe nur die Geister.

 

Selig durch die Liebe

Götter - durch die Liebe

Menschen Göttern gleich!

Liebe macht den Himmel

Himmlischer - die Erde

Zu dem Himmelreich.

 

Eine Hymne

Johann Christoph Friederich Schiller

 

Licht und Liebe

 

Licht und Liebe

Ein Meer voll Güte und

Barmherzigkeit

Frohsinn macht sich

Überall breit

Lachen, singen, tanzen

Beschwingt sein

Glücklich und sanft

Hüllen uns die Flügel ein

Susanne Ulrike Maria Albrecht

 

14.02.2010 um 04:50 Uhr

Selig durch die Liebe

 

Selig durch die Liebe

Götter - durch die Liebe

Menschen Göttern gleich!

Liebe macht den Himmel

Himmlischer - die Erde

Zu dem Himmelreich.

Johann Christoph Friederich Schiller

 

Wunsch der Seele

Herz in Flammen

Ein Meer von Worten auf der Zunge

Vergoldetes Schweigen

Die Berührung

Pure Magie

Du wagst es

Deine Lippen sagen es

Liebe

Susanne Ulrike Maria Albrecht

 

 

 

13.02.2010 um 22:33 Uhr

Mein Herz, ich will dich fragen

 

Mein Herz, ich will dich fragen

 

Mein Herz, ich will dich fragen,

Was ist denn Liebe, sag'? -

"Zwei Seelen und ein Gedanke,

Zwei Herzen und ein Schlag!"

 

Und sprich, woher, woher kommt Liebe? -

"Sie kömmt und sie ist da!"

Und sprich, wie schwindet Liebe? -

"Die war's nicht, der's geschah!"

 

Und was ist reine Liebe? -

"Die ihrer selbst vergißt!"

Und wann ist Lieb' am tiefsten? -

"Wenn sie am stillsten ist!"

 

Und wann ist Lieb' am reichsten? -

"Das ist sie, wenn sie gibt!"

Und sprich, wie redet Liebe? -

"Sie redet nicht, sie liebt!"

 

Friedrich Halm

(Eligius Franz Joseph Freiherr von Münch-Bellinghausen)

 

 

Nachthimmel

Ohne den Nachthimmel wüssten wir nichts

vom Sternenzelt und ohne Träume nichts

von einer anderen, besseren Welt.

Susanne Ulrike Maria Albrecht