Willkommen bei Susanne Ulrike Maria Albrecht

30.03.2010 um 20:18 Uhr

EIN FROHES UND GESEGNETES OSTERFEST von SUSANNE ULRIKE MARIA ALBRECHT

 

EIN FROHES UND GESEGNETES OSTERFEST von SUSANNE ULRIKE MARIA ALBRECHT

 

                                           DAS GEFÜHL VON OSTERN

                                    VON SUSANNE ULRIKE MARIA ALBRECHT

 

                                                 DU ATMEST EIN

                                                 DU ATMEST AUS

                                          DAS LIED, DAS IN DIR SPIELT

                                               IST DIR SO VERTRAUT

                                           KEIN WEG IST DIR ZU WEIT 

                                             ES IST ETWAS DAS BLEIBT

 

                                  COPYRIGHT SUSANNE ULRIKE MARIA ALBRECHT

 

 

 

                                                                             

  

28.03.2010 um 20:33 Uhr

WENN DER LENZ NAHT von SUSANNE ULRIKE MARIA ALBRECHT

 

                             WENN DER LENZ NAHT

                                           VON

                        SUSANNE ULRIKE MARIA ALBRECHT

 

                      LIND UND LEISE NAHT SIE, DIE MAIENZEIT,

                        WEICHER BLÜTENSTAUB FÄLLT AUF DIE

                                         ERDE NIEDER.

                        WIE FEENZAUBER IST ES ANZUSCHAUEN.

                                IN ALLEN HÄUSERN SIND DIE

                            MENSCHEN AUFGEREGT, WEIL IM

                              LENZ JEDER MENSCH GEHEIME

                                       WÜNSCHE HEGT.

 

                       COPYRIGHT SUSANNE ULRIKE MARIA ALBRECHT    

     

27.03.2010 um 20:14 Uhr

OHNE LIMIT von SUSANNE ULRIKE MARIA ALBRECHT

 

OHNE LIMIT von SUSANNE ULRIKE MARIA ALBRECHT

 

EINE BOTSCHAFT

DIREKT AN DEINE SEELE

HABE DAS LICHT GESEHEN

IN DEINEM INNERN

ES IST ENTFACHT

LASS ES WEITER SCHEINEN

SO HELL WIE DIE SONNE STRAHLEN

UNS AUS DEM OZEAN DES LICHTS

IN DAS ABENTEUER LEBEN STARTEN

SEELENFLÜGE

OHNE LIMIT

EIN WIMPERNSCHLAG

ZEIT GENUG FÜR EINEN TRAUM

DIE WIRKLICHKEIT UNBEGRENZT NUTZEN

UNEINGESCHRÄNKT LEBEN

OHNE LIMIT

 

COPYRIGHT  SUSANNE ULRIKE MARIA ALBRECHT

 

 

25.03.2010 um 17:01 Uhr

ELFCHEN VON SUSANNE ULRIKE MARIA ALBRECHT

 

ELFCHEN VON SUSANNE ULRIKE MARIA ALBRECHT

 

                          WUNSCH

                         DER SEELE

                 SCHWEIGEN PURE MAGIE

                  DEINE LIPPEN SAGEN ES

                             LIEBE

 

COPYRIGHT  SUSANNE ULRIKE MARIA ALBRECHT

 

 

 

22.03.2010 um 14:39 Uhr

DANKE FÜR DIE ERFÜLLUNG! VON SUSANNE ULRIKE MARIA ALBRECHT

 

DANKE FÜR DIE ERFÜLLUNG!

VON SUSANNE ULRIKE MARIA ALBRECHT

 

DAS HIMMELSDACH ERSTRAHLT IN KLAREM BLAU.

DIE WIESEN STEHEN IN EINEM SATTEN GRÜN.

BLUMEN RECKEN SICH DER SONNE ENTGEGEN,

BLÜHEN IN IHRER SCHÖNSTEN PRACHT

UND FÄRBEN SICH TÄGLICH BUNTER.

LIEBER FRÜHLING, AUF DEINE TREUE IST VERLASS.

VOLL FREUDE, DANKEN WIR DIR, HERR, DU

SCHÖPFER ALLES LEBENS, FÜR DEINEN SEGEN,

UND DIE WUNDER DER NATUR.

 

 

Copyright  Susanne Ulrike Maria Albrecht

 

 

19.03.2010 um 17:33 Uhr

ERFÜLLUNG

 

                                  ERFÜLLUNG

 

                                     Dann

                                losch das Licht,

                                     und

                               durch die Stille,

              fiebernd, verlangend, erwartungsbang,

                                     nur noch:

                      unser zitternder Herzschlag!

 

                        Trunken ... stammelnd, 

                                     meine

                 Lippen ... süß dein ... Aufschrei!

 

                                 Seligkeit!

 

                                    Im

Garten, frühauf, pfiff ein Vogel, von tausend Gräsern troff der Tau,

                                    der

                     ganze Himmel ... stand in Rosen.

 

                                Lieber! ... Liebe!

                                    Und

                      wieder: Kuss ... auf ... Kuss!   

                                    Und

                   nichts als ... wir, nichts ... als wir!    

 

                                    Was

                            kann die Welt,

                      an Glück, an Glanz, an

                                  Rausch

                             an Wonne, an 

                                   Taumel,

                   Erdenlust ... und ... Herrlichkeit,

            uns ... jetzt noch ... schenken ... uns jetzt ... noch

                   bieten ... uns jetzt noch ... bringen?!

 

                                                                                         Arno Holz

 

 

       

 

 

19.03.2010 um 14:41 Uhr

Nacht ist schon hereingesunken ...

 

Nacht ist schon hereingesunken,

schließt sich heilig Stern an Stern,

große Lichter, kleine Funken

glitzern nah und glänzen fern;

Glitzern hier im See sich spiegelnd,

glänzen droben klarer Nacht;

Tiefsten Ruhens Glück besiegelnd,

herrscht des Mondes volle Pracht.

 

Faust 2.Teil, 1.Akt

Johann Wolfgang von Goethe

 

 

19.03.2010 um 14:27 Uhr

Es ist doch was wie Ernst darin.

 

Es ist doch was wie Ernst darin. Ich will einmal nachdenken.

Ich fange an sowas zu begreifen, sterben, sterben ...

Es darf ja alles leben, alles, die kleine Mücke da,

der Vogel. Warum denn er nicht?

Der Strom des Lebens müßte stocken, wenn nur der eine

Tropfen verschüttet würde. Die Erde müßte eine Wunde

bekommen von dem Streich. - Es regt sich alles, die Uhren

gehen, die Glocken schlagen, die Leute laufen, das Wasser

rinnt, und so alles weiter bis da, dahin ...

Nein, es darf nicht geschehen, nein, ich will mich auf den Boden

setzen und schreien, das erschrocken alles stockt, sich nichts

mehr regt. Das hilft nichts, das ist noch alles wie sonst,

die Häuser, die Gasse, der Wind geht, die Wolken ziehen.

Wir müssens wohl leiden.

Ich setze mich auf Deinen Schoß,

Du stiller Todesengel

                              Es ist ein Schnitter,

                              der heißt Tod, hat Gewalt

                              vom höchsten Gott.

Du liebe Wiege, die Du meinen Camille in Schlaf gelullt, ihn

unter Deinen Rosen erstickt hast. Du Totenglocke, die Du ihn

mit Deiner süssen Zunge zu Grab sangst.

                                 Viel hunderttausend sind

                                 ungezählt, was nur unter die

                                 Sichel fällt.

Es lebe der König!

 

Lucile, Gattin des Camille Desmoulins

                   aus

          Dantons Tod

                   von

          Georg Büchner

          (Karl Georg Büchner)

 

                     

19.03.2010 um 13:37 Uhr

Die neue Eisenbahn

 

Die neue Eisenbahn

 

Der Schädel ruft: "Ich bin Ambassadeur, ich bin Baron und ich vermittelte den

Frieden zwischen Dänemark und Holland.

Wer rüttelt meines Marmorsarges Wände?

Wer sprengt den Deckel?

Auferstehungstag?

Gemeines Lumpenvolk, Leibeigene entreißen meiner Brust das blaue Band,

das blaue Band des Elefantenordens. Und meines Königs, Friedrich des

Fünften, des Gütigen, des gnädigen Herren Bild, auf Elfenbein gemalt,

an meinem Herzen, mir von ihm selbst geschenkt in laun'ger Stunde, sie

rauben es mir weg! Halunkenpack!"

 

Doch von der Eisenbahn die Arbeiter, enteignet hat der Staat die Grabkapelle,

verhöhnen das Geschrei des alten Schädels. Von ihnen einer schenkt das

Königsbild der Pockenliese in der Bretterbude die Schnaps ausschenkt und

Schlafstellen vermietet. Und mit dem Bild als Schmuck erscheint sie dann

am Sonntag mit den Arbeitern zum Tanz.

 

Der Schädel ruft: "Ich bin Ambassadeur, ich bin Baron und ich vermittelte

den Frieden zwischen Dänemark und Holland!"

 

Das hilft ihm nichts.

Die halbbetrunknen Männer erhöhen ihn auf eine Seitenleiste des

Sandwagens, der hin und her karijolt. Dann dient den plumpen Fäusten

er als Ball.

 

Der Schädel ruft: "Ich bin Ambassadeur, ich bin Baron und ich vermittelte

den Frieden zwischen Dänemark und Holland."

 

Das hilft ihm nichts. 

Denn müde werfen sie zu einer toten Katz ihn in den Schmutz.

 

Der Schädel schreit: "Ich bin Ambassadeur, ich bin Baron und ich vermittelte

den Frieden zwischen Dänemark und Holland."

 

Das hilft ihm alles nichts.

Ihn überschreit der erste Pfiff der neuen Eisenbahn.

 

Detlev von Liliencron

(Friedrich Adolf Axel Freiherr von Liliencron)

 

 

18.03.2010 um 03:10 Uhr

Weinen muss ich, immer weinen / Wenn ich ihn nur habe

 

WEINEN MUSS ICH, IMMER WEINEN

 

Weinen muss ich, immer weinen:

Möcht er einmal nur erscheinen,

Einmal nur von Ferne mir.

Heilge Wehmut! ewig währen

Meine Schmerzen, meine Zähren;

Gleich erstarren möcht ich hier.

 

Ewig seh ich ihn nur leiden,

Ewig bittend ihn verscheiden.

O! dass dieses Herz nicht bricht,

Meine Augen sich nicht schließen,

Ganz in Tränen zu zerfließen,

Dieses Glück verdient ich nicht.

 

Weint denn keiner nicht von allen?

Soll sein Name so verhallen?

Ist die Welt auf einmal tot?

Werd ich nie aus seinen Augen

Wieder Lieb und Leben saugen?

Ist er nun auf ewig tot?

 

Tot, - was kann, was soll das heißen?

O! So sagt mir doch ihr Weisen,

Sagt mir diese Deutung an.

Er ist stumm, und alle schweigen,

Keiner kann auf Erden zeigen,

Wo mein Herz ihn finden kann.

 

Nirgend kann ich hier auf Erden

Jemals wieder glücklich werden,

Alles ist ein düstrer Traum.

Ich bin auch mit ihm verschieden,

Läg ich doch mit ihm in Frieden

Schon im unterirdischen Raum.

 

Du, sein Vater und der meine,

Sammle du doch mein Gebeine

Zu dem seinigen nur bald.

Grün wird bald sein Hügel stehen

Und der Wind darüber wehen,

Und verwesen die Gestalt.

 

Wenn sie seine Liebe wüßten,

Alle Menschen würden Christen,

Ließen alles andre stehn;

Liebten alle nur den Einen,

Würden alle mit mir weinen

Und in bitterm Weh vergehn.

 

NOVALIS

Georg Friedrich Philipp Freiherr von Hardenberg

 

 

WENN ICH IHN NUR HABE 

 

Wenn ich ihn nur habe,

Wenn er mein nur ist,

Wenn mein Herz bis hin zum Grabe

Seine Treue nie vergißt:

Weiß ich nichts von Leide,

Fühle nichts, als Andacht, Lieb und Freude.

 

Wenn ich ihn nur habe,

Laß ich alles gern,

Folg an meinem Wanderstabe

Treu gesinnt nur meinem Herrn;

Lasse still die andern

Breite, lichte, volle Straßen wandern.

 

Wenn ich ihn nur habe,

Schlaf ich fröhlich ein,

Ewig wird zu süßer Labe

Seines Herzens Flut mir sein,

Die mit sanftem Zwingen

Alles wird erweichen und durchdringen.

 

Wenn ich ihn nur habe,

Hab ich auch die Welt,

Selig, wie ein Himmelsknabe,

Der der Jungfrau Schleier hält.

Hingesenkt im Schauen

Kann mir vor dem Irdischen nicht grauen.

 

Wo ich ihn nur habe,

Ist mein Vaterland;

Und es fällt mir jede Gabe,

Wie ein Erbteil in die Hand:

Längst vermißte Brüder

Find ich nun in seinen Jüngern wieder.

 

NOVALIS

Georg Friedrich Philipp Freiherr von Hardenberg

 

 

13.03.2010 um 22:08 Uhr

Frühlingserwachen von Susanne Ulrike Maria Albrecht

 

Frühlingserwachen

von Susanne Ulrike Maria Albrecht

 

Viele Tage und Nächte lang strömt ein stürmischer, warmer Regen. Doch dann legt sich der Wind, um

in sanftmütiger Ergebenheit dem Frühling den Weg zu bereiten. Langsam soll er dieses Mal Einzug

halten! Und ein Mysterium soll er auch weiterhin bleiben!

Dafür sorgt der graue aufsteigende Nebel, der das Frühlingserwachen und das Geheimnis der in der

Natur vor sich gehenden Wandlung verhüllt.

Noch im Nebel gefangen strömen die Bäche schnell bewegt in die bis zu diesem Zeitpunkt trüben,

schäumenden Flüsse.

Das Gewölk löst sich auf. Die Nebelwand zerbricht, um einem schönen, stetigen Frühling, an dem

sich Pflanzen, Tiere und Menschen übereinstimmend freuen, Platz zu schaffen.

Der klare Himmel kündigt an: Der wirkliche Frühling ist da.

Die klaren Bäche, die so hell glitzern, dass sie den Augen weh tun. Die Sonne, die die letzte

Erinnerung an den viel zu langen Winter verschlingt und mit ihren aufsteigenden Strahlen

endgültig löscht, sich als Tagesgestirn entschieden über die Gewässer legt.

Und wenn die ganze warme Luft erzittert von den sie erfüllenden Ausdünstungen der erwachten

Erde, bleibt nur die kindliche Vorfreude auf die schönste Zeit des Jahres: die Maienzeit.

Wenn das emporschießende junge Gras sich grün färbt, die Knospen schwellen, die summenden

Bienen sich im Fliegen üben, die Vögel über den Samt der grünenden Felder ziehen und mit

ihrem frühlingsfrohen Geschmetter die Luft erfüllen, dann weiß jeder, ohne Frage, der Lenz - der

richtige Frühling - ist da!

 

Copyright  Susanne Ulrike Maria Albrecht

 

Die Phantasie ist ein ewiger Frühling.

Johann Christoph Friederich Schiller

 

http://bbb.junkfree.de/wordpress/?p=556

 

12.03.2010 um 10:00 Uhr

REGEN von Susanne Ulrike Maria Albrecht

 

Regen

von Susanne Ulrike Maria Albrecht

 

Wie der Regen prasselt,

Auf die Dächer trommelt,

Alle Bäume werden von ihm gepeitscht.

 

Wie der Regen in die Höhe springt,

Vor Freude, dass das ganze Land

In tiefen Pfützen liegt.

Durch die Straßen läuft er,

Macht so viel Spuk darum,

Singt lustvoll Spottlieder in den Weiden.

 

Schnaubend packt er die Bäume beim Schopf,

Lässt sie lachend in seinem Takt tanzen,

Die Freudentränen fallen unentwegt dazu.

 

Copyright  Susanne Ulrike Maria Albrecht

 

 

10.03.2010 um 16:02 Uhr

An die Freundin von Susanne Ulrike Maria Albrecht

 

An die Freundin von Susanne Ulrike Maria Albrecht

 

Die Stimme der Nacht ruft wieder und setzt ihre Chronik fort.

So wie jeder Tag der Nacht weicht, der glänzend silberne Mond sich der Dunkelheit beugt.

Eine Lektion, ein Pläsier, gewidmet und eingeweiht.

Es erfüllt das Herz mit Zärtlichkeit, macht die Augen trunken, wird zum unumschränkten Herrscher der Gedanken. Lässt die Worte wie die Sonne strahlen, in Zyklen wiederkehrend. Lautlos, rein und unberührt wie der erste Schnee, der schier rastlos auf die Erde fällt.

Teuerste aller Freundinnen. Du warst mir die liebste und treueste von allen. Wahrhaft edel und klug, warst Du voller Mut. Hast keine Falschheit gekannt, auch keinen Verrat. Edles Geschöpf, so stolz und stets treu. In unbedingtem Vertrauen einander ergeben. Mit einer Seele so rein, leuchtend, strahlend hell und klar. Unbändig wild, mit viel Temperament und gleichzeitig zart und brav. Furchtlos und eigensinnig hast Du Deinem Namen alle Ehre gemacht. Hast mich vertrauensvoll beschützt und Dich im Leben behauptet. Ein Blick aus Deinen schönen dunklen Augen genügte uns beiden zum wortlosen Verstehen. Wir waren unzertrennlich, immer füreinander da, liebten uns innig. Wir waren wie Schwestern. Hast mich tapfer verteidigt und stets für mich gekämpft. Noch immer spüre ich unser beider Herzen schlagen. Du bleibst unvergessen. Das ist wahr. Ich atme Deinen Duft. Die schwarze Haarlocke ist mir kostbarer als der wertvollste Schmuck.

Das Papier ist jetzt Deine Stimme. Die Tinte ist Dein Blut. Diese Zeilen Dein Leben.

Bist für immer in meinem Herzen. Besuchst mich regelmäßig bei Nacht in meinen Träumen.

 

(zu Ehren von Scarlett, meiner treuen Pudeldame)

 

Copyright  Susanne Ulrike Maria Albrecht

 

08.03.2010 um 15:25 Uhr

GREETING FROM AN ANGEL

 

Greeting from an Angel

 

Stars at the canopy of heaven

sparkle so bright

lend the night

a splendid garment

delirious with joy

life otherwise dream

free flight

effortless glide

on the wings to waft

a walk in the clouds

to jubilate

from gentle purplewing

embraced

there you are

so near

I can feel you all around me

 

Copyright  Susanne Ulrike Maria Albrecht

 

Poem of good Hope

http://www.club-der-guten-hoffnung.de/de/fankurve/poems-of-good-hope/gedichte/

 

 

06.03.2010 um 13:12 Uhr

Das Spiel des Lebens

 

Das Spiel des Lebens

 

Wollt ihr in meinen Kasten sehn?

Des Lebens Spiel, die Welt im Kleinen,

Gleich soll sie eurem Aug' erscheinen;

Nur müßt ihr nicht zu nahe stehn,

Ihr müßt sie bei der Liebe Kerzen

 

Und nur bei Amors Fackel sehn.

 

Schaut her! Nie wird die Bühne leer:

Dort bringen sie das Kind getragen,

Der Knabe hüpft, der Jüngling stürmt einher,

Es kämpft der Mann, und Alles will er wagen.

 

Ein Jeglicher versucht sein Glück,

Doch schmal nur ist die Bahn zum Rennen;

Der Wagen rollt, die Achsen brennen,

Der Held dringt kühn voran, der Schwächling bleibt zurück;

Der Stolze fällt mit lächerlichem Falle,

Der Kluge überholt sie alle.

 

Die Frauen seht ihr an den Schranken stehn,

Mit holdem Blick, mit schönen Händen

Den Dank dem Sieger auszuspenden.

 

Johann Christoph Friederich Schiller

 

http://lyrik.over-blog.com/article-susanne-ulrike-maria-albrecht-44498912.html

 

05.03.2010 um 21:57 Uhr

Ist der Morgen da?

 

Alfred Mombert : Ist der Morgen da?

 

Ist der Morgen da? Das ewige Licht geht unter.

Es seufzt ein bißchen, es singt ein bißchen,

es sinkt in des Gebirges schwarzen Trichter.

Es weint auch ein bißchen; seine Tränen fließen

in weichen Bächen über Gestein

durch schlafende Blumen

in die Täler der Welt hinunter.

 

Ist der Morgen da? Ich lieg' an einem See,

der einst nicht war.

Über der Flut schwebt ein großer Vogel,

der blickt mir in das Haupt und in die Seele.

Seltsamer Vogel, wem doch vergleich' ich dich?

Einer war einst wie du.

Er war mir Vater und Sohn.

Er flog, bevor der Morgen kam,

bevor das ewige Licht unterging. -

Seltsamer Vogel, wie heiß' ich dich? -

Doch du verschwimmst meinem Blick,

du schwindest.

 

Ich hör' ein sanftes Rauschen;

so sanft, so nah - als rauschte ich selber.

Als hätte ich Flügel, und wär ein Vogel,

und schwebte über einem weiten See.

Seltsamer Vogel - wie heiß' ich mich?

Wie heißen meine Flügel?

Wie der See,

über dem ich schwebe?

 

Einen Flügelschlag will ich tun.

Einen einzigen.

 

 

05.03.2010 um 21:04 Uhr

ENGEL

 

ENGEL

Aus Johann Wolfgang von Goethes Faust I :

Prolog im Himmel

Die drei Erzengel treten vor die göttlichen Heerschaaren.

 

RAPHAEL :

Die Sonne tönt, nach alter Weise,

In Brudersphären Wettgesang,

Und ihre vorgeschriebene Reise

Vollendet sie mit Donnergang.

Ihr Anblick gibt den Engeln Stärke,

Wenn keiner sie ergründen mag;

Die unbegreiflich hohen Werke

Sind herrlich wie am ersten Tag.

 

GABRIEL :

Und schnell und unbegreiflich schnelle

Dreht sich umher der Erde Pracht;

Es wechselt Paradieseshelle

Mit tiefer, schauervoller Nacht.

Es schäumt das Meer in breiten Flüssen

Am tiefsten Grund der Felsen auf,

Und Fels und Meer wird fortgerissen

Im ewig schnellem Sphärenlauf.

 

MICHAEL :

Und Stürme brausen um die Wette

Vom Meer aufs Land, vom Land aufs Meer,

Und bilden wütend eine Kette

Der tiefsten Wirkung rings umher.

Da flammt ein blitzendes Verheeren

Dem Pfade vor des Donnerschlags.

Doch deine Boten, Herr, verehren

Das sanfte Wandeln deines Tags.

 

ZU DREI :

Der Anblick gibt den Engeln Stärke,

Da keiner dich ergründen mag,

Und alle deine hohen Werke

Sind herrlich wie am ersten Tag.